{"id":1119621,"date":"2026-06-25T01:52:26","date_gmt":"2026-06-25T01:52:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1119621\/"},"modified":"2026-06-25T01:52:26","modified_gmt":"2026-06-25T01:52:26","slug":"geplanter-verkauf-des-capa-waeldchens-gruene-fordern-aenderung-und-unterstuetzen-demo-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1119621\/","title":{"rendered":"Geplanter Verkauf des Capa-W\u00e4ldchens: Gr\u00fcne fordern \u00c4nderung und unterst\u00fctzen Demo \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p class=\"translation-notice\">This article is also available in English: <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/en\/politics\/hotspot\/2026\/06\/planned-sale-of-the-capa-wood-greens-call-change-back-protest-661687\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Read this article in English<\/a>.<\/p>\n<p>F\u00fcr Donnerstag, den 25. Juni, haben Leipzigs Umweltverb\u00e4nde zur Demonstration am Kleinmessegel\u00e4nde aufgerufen. Sie wollen dort gegen den geplanten Verkauf und damit die Rodung des kleinen, 5,7 Hektar gro\u00dfen W\u00e4ldchens an der Capastra\u00dfe protestieren, mit dem die Stadt dem Fu\u00dfballklub RB Leipzig Platz f\u00fcr neue Trainingspl\u00e4tze erm\u00f6glichen will. Zumindest die Gr\u00fcnen unterst\u00fctzen den Protest. Das war auch am Samstag, dem 20. Juni, Thema auf dem Stadtparteitag von B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen Leipzig im Deutschen Biomasseforschungszentrum.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt stand dabei ein Dringlichkeitsantrag zur geplanten Rodung an der Capastra\u00dfe, den die Mitglieder mit gro\u00dfer Mehrheit unterst\u00fctzten.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/c3f4402a8f41480fafc0d9df63b7e189.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2026\/06\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2026\/06\/1\"\/><\/p>\n<p>Mit dem Antrag hat sich der Kreisverband klar gegen die geplante F\u00e4llung wertvoller B\u00e4ume und den Verlust wichtiger Gr\u00fcnstrukturen im Herzen der Stadt positioniert. Die Leipziger B\u00fcndnisgr\u00fcnen sehen in den Pl\u00e4nen einen weiteren Eingriff in den st\u00e4dtischen Naturraum, der weder \u00f6kologisch noch klimapolitisch zu rechtfertigen ist.<\/p>\n<p>\u201eDie geplante Rodung an der Capastra\u00dfe ist ein weiterer Schritt in die falsche Richtung. Gerade in einer wachsenden Stadt wie Leipzig brauchen wir jeden Baum und jede zusammenh\u00e4ngende Gr\u00fcnfl\u00e4che als Schutz vor Hitze, f\u00fcr die Artenvielfalt und f\u00fcr die Lebensqualit\u00e4t der Menschen vor Ort. Insbesondere die aktuellen Temperaturen zeigen dies schmerzlich\u201c, erkl\u00e4rt Martin Mei\u00dfner, Co-Sprecher des Kreisverbandes. \u201eW\u00e4hrend andere Parteien schweigen oder die Pl\u00e4ne mittragen, sind wir derzeit die einzige politische Kraft, die hier konsequent Widerstand leistet und den Erhalt des Baumbestandes einfordert.\u201c<\/p>\n<p>Die Mitglieder betonten, dass die Stadtentwicklung nicht gegen die Interessen von Natur- und Klimaschutz ausgespielt werden d\u00fcrfe. Statt weiterer Rodungen brauche es L\u00f6sungen, die den Erhalt bestehender Gr\u00fcnstrukturen in den Mittelpunkt stellen.<\/p>\n<p>Ein \u00c4nderungsantrag<\/p>\n<p>Inzwischen <a href=\"https:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2030792&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">hat auch die Gr\u00fcnen-Fraktion im Stadtrat mit einem eigenen \u00c4nderungsantrag reagiert<\/a>, in dem sie fordert: \u201eDie Teilfl\u00e4chen der Flurst\u00fccke 2638\/35 der Gemarkung Leipzig und 715\/14 der Gemarkung Lindenau (zwischen Capastra\u00dfe und Festplatz am Cottaweg) werden nicht verkauft. Die Stadt Leipzig bekennt sich zum INSEK-Ziel, den Biotopverbund zwischen n\u00f6rdlichem und s\u00fcdlichem Auwald (Gr\u00fcnverbund Cottaweg) zu erhalten und zu f\u00f6rdern. Der Wald zwischen zwischen Capastra\u00dfe und Festplatz am Cottaweg wird nicht gerodet und eine langfristige Unterschutzstellung gepr\u00fcft.\u201c<\/p>\n<p>Der Widerstand gegen die <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2029064&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Pl\u00e4ne der Verwaltung, das Waldst\u00fcck zu verscherbeln<\/a>, zeigt auch erste Wirkungen: Auf der Tagesordnung f\u00fcr die Ratsversammlung am 1. Juli ist die Vorlage aus dem Liegenschaftsamt, f\u00fcr das W\u00e4ldchen eine Verkaufsoption zu schaffen, nicht mehr zu finden.<\/p>\n<p>Eine ignorante Verwaltung und drei Einwohneranfragen<\/p>\n<p>Daf\u00fcr stehen f\u00fcr den 1. Juli gleich drei Einwohneranfragen auf der Tagesordnung. Auch sie gehen darauf ein, dass das Vorhaben aus dem Liegenschaftsamt gleich gegen mehrere st\u00e4dtische Rahmenpl\u00e4ne verst\u00f6\u00dft. Hier hat die Verwaltung nicht nur eigene Rahmensetzungen v\u00f6llig ignoriert \u2013 sie st\u00f6\u00dft auch die Bev\u00f6lkerung mit amtlicher Ignoranz vor den Kopf.<\/p>\n<p>In <a href=\"https:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2030706&amp;refresh=false&amp;TOLFDNR=2202553\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">einer der Einwohneranfragen<\/a> klingt das so: \u201eMit der Beschlussvorlage VIII-DS-02491 plant die Stadtverwaltung den Verkauf von ca. 57.000 m\u00b2 Wald- und Sukzessionsfl\u00e4che an der Capastra\u00dfe (Flurst\u00fccke 2638\/35 und 715\/14) an die Red Bull Betriebsanlagen GmbH zur Erweiterung der RB-Trainingsfl\u00e4chen. Aus der Vorlage geht hervor, dass dieses Areal vor rund 25 Jahren als beh\u00f6rdlich festgesetzte Kompensationsma\u00dfnahme f\u00fcr den Bebauungsplan Nr. 238 (\u201aCottaweg\/Gro\u00dfe Wiese\u2018) aufwendig entsiegelt und als Naturraum entwickelt wurde.<\/p>\n<p>Aus dem Insek geht hervor, dass au\u00dferdem an dieser Stelle geplant war, den Biotopverbund zu st\u00e4rken. Noch vor Kurzem hat der Stadtrat entschieden, dass aufgrund der Problematik Stellfl\u00e4chen RB, Nutzung Festplatz eine Ausweichfl\u00e4che f\u00fcr die Kleinmesse gefunden werden soll. Ausgleichsma\u00dfnahmen sollen angemessen erfolgen, die \u00f6kosystemische Leistung wird nicht eingerechnet. Der Eindruck entsteht, dass bereits bei der letzten Beschlussfassung angedacht war, obwohl scheinbar nach L\u00f6sungen gesucht wurde, hier den Wald zu roden.<\/p>\n<p>Wieder einmal zeigt sich daher, dass Umweltschutz in einer Stadt, die bislang v\u00f6llig unzureichend auch auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet ist, offenbar als nachrangig behandelt wird. Jedenfalls ist das eine naheliegende Deutung. Auch die Begr\u00fcndung, dass man damit kurzfristig \u201aEinnahmen generieren\u2018 will ist abenteuerlich. Man rechtfertigt die Vernichtung von Naturraum damit, dass man jetzt Einnahmen braucht, w\u00e4hrend die Zinsen dieser Politik die nachfolgenden Generationen tragen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Welche Idee von Politik liegt dem zugrunde, au\u00dfer dass man absehbar einen neuen Gro\u00dfkonflikt heraufbeschw\u00f6rt und kurzfristige Einnahmen gegen den Erhalt der Lebensgrundlagen rechnet, was bereits f\u00fcr sich genommen abenteuerlich ist. Zieht die Natur in Leipzig also immer den K\u00fcrzeren, weil man kurzfristige Einnahmen und Perspektiven wichtiger findet als den Erhalt der Lebensgrundlagen?\u201c<\/p>\n<p>Demo am 25. Juni<\/p>\n<p>Wirklich rechtfertigen kann die Verwaltung ihr Vorgehen nicht. Die Antworten auf die drei Einwohneranfragen am 1. Juli d\u00fcrften interessant werden.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die geplante Rodung an der Capastra\u00dfe k\u00fcndigten die Leipziger B\u00fcndnisgr\u00fcnen am Samstag auch an, den politischen und \u00f6ffentlichen Druck weiter aufrechtzuerhalten und gemeinsam f\u00fcr den Erhalt der betroffenen B\u00e4ume einzutreten.<\/p>\n<p>\u201eWir freuen uns \u00fcber das breite B\u00fcndnis der Umweltverb\u00e4nde und rufen gemeinsam mit ihnen unsere Mitglieder und alle Einwohner\/-innen dieser Stadt auf, am 25. Juni 2026 um 18 Uhr zur Kleinmesse zu kommen und mit uns gegen die Abholzungspl\u00e4ne und f\u00fcr den Wald zu demonstrieren\u201c, erkl\u00e4rte Petra \u010cagalj Sejdi, Co-Sprecherin des Kreisverbandes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"This article is also available in English: Read this article in English. F\u00fcr Donnerstag, den 25. 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