{"id":1119697,"date":"2026-06-25T02:37:13","date_gmt":"2026-06-25T02:37:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1119697\/"},"modified":"2026-06-25T02:37:13","modified_gmt":"2026-06-25T02:37:13","slug":"wiesbaden-koeln-schwanger-4-fakten-ueber-ultraschalluntersuchungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1119697\/","title":{"rendered":"Wiesbaden\/K\u00f6ln | Schwanger? 4 Fakten \u00fcber Ultraschalluntersuchungen"},"content":{"rendered":"<p>Wiesbaden\/K\u00f6ln (dpa\/tmn) &#8211; Juhu, endlich (wieder) das Baby sehen und ein Foto mitnehmen! Viele werdende M\u00fctter &#8211; und auch V\u00e4ter &#8211; freuen sich auf die Ultraschall-Termine in der Frauenarztpraxis. Was aber gleichzeitig mitschwingt, ist eine gewisse Anspannung: Entwickelt sich das Kind so, wie es soll? Vier Fakten \u00fcber Ultraschalluntersuchungen f\u00fcr alle die frisch schwanger sind &#8211; oder es werden m\u00f6chten:\u00a0<\/p>\n<p>Fakt 1: Drei Ultraschalluntersuchungen sind die Basis<\/p>\n<p>Gesetzlich versicherte Schwangere haben Anspruch auf drei Basis-Ultraschalluntersuchungen, das ist in der <a href=\"https:\/\/www.g-ba.de\/downloads\/62-492-3335\/Mu-RL_2023-09-28_iK-2023-12-19.pdf\" target=\"_blank\" class=\"externalLink\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Mutterschafts-Richtlinie<\/a> festgehalten. Auch private Krankenkassen \u00fcbernehmen die drei Termine in der Regel.\u00a0<\/p>\n<p>Wann sie genau dran sind &#8211; und was dabei passiert:\u00a0<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>Erste Untersuchung (9. bis 12. Schwangerschaftswoche)\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was viele Schwangere \u00fcberrascht: Der erste Schwangerschaftsultraschall wird oft nicht \u00fcber die Bauchdecke durchgef\u00fchrt, sondern vaginal.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abBei der ersten Ultraschalluntersuchung wird die Schwangerschaft best\u00e4tigt und die Lage des Embryos beziehungsweise des F\u00f6tus in der Geb\u00e4rmutter gepr\u00fcft\u00bb, sagt der Gyn\u00e4kologe Klaus Doubek, Pr\u00e4sident des Berufsverbandes der Frauen\u00e4rztinnen und Frauen\u00e4rzte (BVF).<\/p>\n<p>Die untersuchende \u00c4rztin oder der untersuchende Arzt misst die Scheitel-Stei\u00df-L\u00e4nge, was dabei hilft, den voraussichtlichen Geburtstermin zu bestimmen. Feststellen l\u00e4sst sich auch, ob eine Mehrlingsschwangerschaft vorliegt.\u00a0<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>Zweite Untersuchung (19. bis 22. Schwangerschaftswoche)\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<p>Hier k\u00f6nnen sich schwangere Frauen zwischen zwei Alternativen entscheiden: der Basis-Ultraschalluntersuchung und der erweiterten Basis-Ultraschalluntersuchung.\u00a0<\/p>\n<p>Bei der Basis-Untersuchung wird die Position der Plazenta gepr\u00fcft, au\u00dferdem werden Gr\u00f6\u00dfe von Kopf, Bauch und Oberschenkelknochen des Kindes ermittelt.\u00a0<\/p>\n<p>Die erweiterte Untersuchung geht dar\u00fcber hinaus. Hier checkt Arzt oder \u00c4rztin etwa auch die Form von Kopf und Hirnkammern, au\u00dferdem das Herz und andere Organe. Um diese Untersuchung durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen, muss er oder sie entsprechend qualifiziert sein. Ist das nicht der Fall, kann man sich an eine andere Frauenarztpraxis \u00fcberweisen lassen.\u00a0<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>Dritte Untersuchung (29. bis 32. Schwangerschaftswoche)\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei der dritten Ultraschalluntersuchung kontrolliert die \u00c4rztin oder der Arzt das Wachstum und die Lage des Kindes. Auch checkt er oder sie die Plazenta sowie die Fruchtwassermenge.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus kann es bei auff\u00e4lligen Befunden weitere Ultraschalluntersuchungen geben, so Prof. Ingo Gottschalk, Leiter der Sektion Gyn\u00e4kologie und Geburtshilfe der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ultraschall in der Medizin (DEGUM). Sie dienen der Abkl\u00e4rung, ob Krankheiten, Fehlbildungen oder Wachstumsverz\u00f6gerungen vorliegen.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abAuch wenn es ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr Komplikationen bei der Schwangerschaft gibt, k\u00f6nnen weitere Ultraschalluntersuchungen ratsam sein\u00bb, sagt Klaus Doubek. Zum Beispiel, wenn die Mutter eine Krankheit wie etwa Diabetes hat &#8211; oder auch bei Blutungen oder einem verk\u00fcrzten Geb\u00e4rmutterhals.\u00a0<\/p>\n<p>Fakt 2: Beim Geschlecht haben Eltern ein Recht auf Nichtwissen\u00a0<\/p>\n<p>Wird es ein Junge oder ein M\u00e4dchen? Eine Frage, die viele Eltern brennend interessiert. Antworten gibt es in der Regel bei der zweiten Basis-Ultraschalluntersuchung. Dann l\u00e4sst sich das Geschlecht des Kindes meist verl\u00e4sslich feststellen.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Sehen Arzt oder \u00c4rztin bereits vor der 14. Schwangerschaftswoche das Geschlecht, d\u00fcrfen sie es den Eltern nicht verraten, informiert das Bundesinstitut f\u00fcr \u00d6ffentliche Gesundheit (BI\u00d6G) auf dem Portal \u00abfamilienplanung.de\u00bb. Das ist in Paragraf 15 des Gendiagnostikgesetzes geregelt und soll verhindern, dass Eltern ein Ungeborenes abtreiben, weil es ein unerw\u00fcnschtes Geschlecht hat.\u00a0<\/p>\n<p>Wichtig zu wissen: \u00abWerdende Eltern haben auch ein Recht auf Nichtwissen\u00bb, sagt Klaus Doubek. Das hei\u00dft: Sie entscheiden, ob der Arzt oder die \u00c4rztin ihnen das Geschlecht des Babys mitteilen soll &#8211; oder nicht. Wer diese Info nicht haben m\u00f6chte, spricht das am besten vorher an.\u00a0<\/p>\n<p>Das Recht auf Nichtwissen gilt \u00fcbrigens auch f\u00fcr andere Fragen. Beispiel: Wenn eine Schwangere wissen m\u00f6chte, ob sich das Kind altersgerecht entwickelt, aber nicht \u00fcber eventuelle Fehlbildungen informiert werden will, kann sie Arzt oder \u00c4rztin darum bitten, die zu verschweigen. In so einem Fall bittet Arzt oder \u00c4rztin die Schwangere, die Entscheidung durch eine Unterschrift zu best\u00e4tigen, hei\u00dft es in einer <a href=\"https:\/\/www.g-ba.de\/downloads\/17-98-3476\/2023-09-21_G-BA_Versicherteninformation_Basis-Ultraschalluntersuchungen_bf.pdf\" target=\"_blank\" class=\"externalLink\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Versicherteninformation<\/a> des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).\u00a0<\/p>\n<p>Fakt 3: Ultraschall schadet dem ungeborenen Kind nicht\u00a0<\/p>\n<p>Vereinfacht gesagt, funktioniert eine Ultraschalluntersuchung so: Ein Ger\u00e4t schickt Schallwellen, die das menschliche Ohr nicht h\u00f6ren kann, in den K\u00f6rper. Organe und Gewebe werfen diese Wellen unterschiedlich zur\u00fcck. Das Ultraschallger\u00e4t berechnet aus diesen Signalen ein Bild vom Inneren des K\u00f6rpers &#8211; und von dem Kind, das dort entsteht.\u00a0<\/p>\n<p>K\u00f6nnen die Wellen f\u00fcr das Kind zum Problem werden? \u00abUltraschalluntersuchungen schaden dem Kind nicht, das ist wissenschaftlich erwiesen\u00bb, sagt Prof. Ingo Gottschalk. Denn: Die Untersuchungen sind frei von ionisierender Strahlung, die Zellen und Erbgut sch\u00e4digen kann &#8211; wie etwa R\u00f6ntgenstrahlung.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abDie Untersuchungen sind sicher und unverzichtbar\u00bb, sagt auch Gyn\u00e4kologe Klaus Doubek \u00fcber den Ultraschall. Sie seien eine seit \u00fcber 50 Jahren weltweit bew\u00e4hrte Methode im Zuge der Schwangeren-Vorsorge.<\/p>\n<p>Um etwa bei Risikoschwangerschaften Erkenntnisse \u00fcber die Durchblutung der Gef\u00e4\u00dfe von Kind und Mutter zu gewinnen, kommt eine besondere Ultraschall-Methode zum Einsatz: der Doppler-Ultraschall. Hier kann es zu einer leichten Erw\u00e4rmung des Fruchtwassers kommen. \u00abSie ist aber minimal und nicht sch\u00e4dlich f\u00fcr das Kind\u00bb, so Gottschalk.<\/p>\n<p>Fakt 4: \u00abBabyfernsehen\u00bb ist nicht erlaubt<\/p>\n<p>Baby gucken &#8211; einfach nur, weil es so sch\u00f6n ist? Ultraschalluntersuchungen sind nur erlaubt, wenn es daf\u00fcr einen medizinischen Grund gibt. Seit 2021 sind in Deutschland Ultraschalluntersuchungen, die nicht medizinisch begr\u00fcndet sind, verboten. Dazu z\u00e4hlt auch das sogenannte \u00abBabyfernsehen\u00bb, bei dem das Kind auf hochaufl\u00f6senden 3D\/4D-Ultraschallbildern sichtbar gemacht wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wiesbaden\/K\u00f6ln (dpa\/tmn) &#8211; Juhu, endlich (wieder) das Baby sehen und ein Foto mitnehmen! 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