{"id":1120503,"date":"2026-06-25T10:06:17","date_gmt":"2026-06-25T10:06:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1120503\/"},"modified":"2026-06-25T10:06:17","modified_gmt":"2026-06-25T10:06:17","slug":"dortmunder-nachtleben-offener-brief-der-clubszene-im-wortlaut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1120503\/","title":{"rendered":"Dortmunder Nachtleben: Offener Brief der Clubszene im Wortlaut"},"content":{"rendered":"<p>Die Diskussion \u00fcber das Dortmunder Nachtleben bei Port+Puls hat den Verband der Dortmunder Clubbetreiber zu einem offenen Brief bewegt. Das ist der gesamte Text im Wortlaut.<\/p>\n<p>Mit Interesse haben wir die Gespr\u00e4che im Rahmen von Port+Puls \u00fcber das Dortmunder Nachtleben und die daraus entstandene \u00f6ffentliche Diskussion verfolgt. Als Interessengemeinschaft Dortmunder Club- &amp; Konzertkultur begr\u00fc\u00dfen wir grunds\u00e4tzlich jeden Austausch dar\u00fcber, wie Dortmund attraktiver, vielf\u00e4ltiger und lebenswerter werden kann. Deswegen m\u00f6chten wir als Branchenverband unsere Perspektive in die Diskussion einbringen. <\/p>\n<p>\t\t<a href=\"https:\/\/www.ruhrnachrichten.de\/dortmund\/nachtleben-dortmund-ausgehen-club-weinkeller-portpuls-kritik-w1212266-2002119452\/\" rel=\"nofollow noopener\" aria-hidden=\"true\" tabindex=\"-1\" title=\"\u201eEntspricht nicht der Realit\u00e4t\u201c Dortmunder Clubszene reagiert auf Ausgeh-Debatte bei Port+Puls\" aria-label=\"\u201eEntspricht nicht der Realit\u00e4t\u201c Dortmunder Clubszene reagiert auf Ausgeh-Debatte bei Port+Puls\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/630_0900_6417687_-160x160.jpg\"  width=\"160\" height=\"160\" alt=\"Menschen tanzen in einem Club.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\t\t<\/a><\/p>\n<p>Seit Jahrzehnten schaffen Clubs, Konzertveranstalter, Livemusik-Spielst\u00e4tten, Festivals, Bars, Kneipen und Kulturorte ein vielf\u00e4ltiges Angebot f\u00fcr unterschiedliche Zielgruppen. Die Dortmunder Club- und Konzertkultur wurde \u00fcber viele Jahre von engagierten Unternehmern, Veranstaltern und Kulturschaffenden aufgebaut und weiterentwickelt. Die Einsch\u00e4tzung, dass Dortmund ein fehlendes Angebot an Veranstaltungen und Events h\u00e4tte, entspricht aus unserer Sicht nicht der Realit\u00e4t. <\/p>\n<p>\u201eMenschen gehen gezielter aus\u201c<\/p>\n<p>Wenn Dortmund tats\u00e4chlich zu wenig Angebot h\u00e4tte, m\u00fcssten konsequenterweise s\u00e4mtliche Clubs, Konzerte und Veranstaltungen regelm\u00e4\u00dfig ausverkauft sein. Denn tats\u00e4chlich beobachten wir vielmehr seit Jahren einen bundesweiten Wandel des Ausgehverhaltens. Menschen gehen heute gezielter aus, w\u00e4hlen bewusster aus und entscheiden sich h\u00e4ufiger f\u00fcr einzelne \u201eHighlights\u201c statt f\u00fcr regelm\u00e4\u00dfige Ausgehgewohnheiten. <\/p>\n<p>Neben ver\u00e4nderten Freizeitgewohnheiten spielen auch wirtschaftliche Faktoren eine Rolle. Steigende Lebenshaltungskosten f\u00fchren dazu, dass viele Menschen ihre Freizeitbudgets bewusster einsetzen und h\u00e4ufiger kostenfreie oder niedrigschwellige Angebote nutzen. Diese Entwicklung betrifft nicht nur Dortmund, sondern die gesamte Veranstaltungs- und Gastronomiebranche bundesweit. <\/p>\n<p>Gleichzeitig beobachten wir eine deutliche Verlagerung vieler Freizeitaktivit\u00e4ten vom klassischen Nachtleben hin zu Tages- und fr\u00fchen Abendformaten. Open-Air Veranstaltungen, Feierabendformate, Kulturveranstaltungen am Nachmittag erfreuen sich wachsender Beliebtheit. <\/p>\n<p>\u201eSt\u00e4rke Dortmunds liegt in Vielfalt\u201c<\/p>\n<p>Das Nachtleben und Ausgehverhalten wandelt sich also gerade dynamisch und erzeugt so neue Herausforderungen f\u00fcr die Branche, die aufmerksam verfolgt werden m\u00fcssen. H\u00e4ufig wird f\u00fcr Dortmund auch die Schaffung eines generellen, zentralen Ausgehviertels angeregt. Doch in der Realit\u00e4t sind solche Bestrebungen aus unserer Sicht illusorisch. Die immer wieder ge\u00e4u\u00dferte Nostalgie bez\u00fcglich fr\u00fcherer Ausgehviertel wie dem Ostwall oder dem Thier-Areal k\u00f6nnen wir nat\u00fcrlich nachvollziehen. <\/p>\n<p>\t\t<a href=\"https:\/\/www.ruhrnachrichten.de\/dortmund\/dortmund-nachtleben-clubs-ausgehen-pumpkin-palooza-buerokratie-genehmigungen-portundpuls-w1211418-2002118449\/\" rel=\"nofollow noopener\" aria-hidden=\"true\" tabindex=\"-1\" title=\"Bremst die B\u00fcrokratie das Dortmunder Nachtleben aus? Was daf\u00fcr spricht \u2013 und was dagegen\" aria-label=\"Bremst die B\u00fcrokratie das Dortmunder Nachtleben aus? Was daf\u00fcr spricht \u2013 und was dagegen\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/630_0900_6413366_-160x160.jpg\"  width=\"160\" height=\"160\" alt=\"Ein Mann redet gestikulierend auf einer B\u00fchne.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\t\t<\/a><\/p>\n<p>Viele Menschen verbinden mit diesen Orten pers\u00f6nliche Erinnerungen, Freundschaften, erste Clubbesuche und pr\u00e4gende Lebensabschnitte. Allerdings verf\u00fcgt Dortmund bereits \u00fcber eine \u00fcber Jahrzehnte gewachsene Club- und Konzertkultur, die sich \u00fcber verschiedene Stadtteile und Veranstaltungsorte entwickelt hat. Diese Strukturen lassen sich nicht einfach entwurzeln und an einem Ort b\u00fcndeln oder neu erschaffen. <\/p>\n<p>Die St\u00e4rke Dortmunds liegt gerade in seiner Vielfalt und in den unterschiedlichen Orten, die das Nachtleben pr\u00e4gen. Eine lebendige Stadt zeichnet sich nicht dadurch aus, dass sie unver\u00e4ndert bleibt, sondern dadurch, dass sie sich weiterentwickelt, ohne ihre Wurzeln zu vergessen. Die Geschichte des Dortmunder Nachtlebens endet nicht mit dem Ostwall oder dem Thier-Areal \u2013 sie wird jeden Tag von bestehenden und neuen Akteur*innen fortgeschrieben.<\/p>\n<p>\u201eMenschen reisen nach Dortmund\u201c<\/p>\n<p>Auch der Eindruck, das Dortmunder Nachtleben spiele vor allem f\u00fcr die eigene Stadtbev\u00f6lkerung eine Rolle, wurde nun h\u00e4ufiger ge\u00e4u\u00dfert. Unsere Erfahrungen und die regelm\u00e4\u00dfigen Auswertungen von Ticketverk\u00e4ufen zeichnen jedoch ein anderes Bild. Je nach Veranstaltung stammt rund ein Drittel der Ticketk\u00e4ufer*innen aus St\u00e4dten und Gemeinden au\u00dferhalb Dortmunds. Menschen reisen also gezielt f\u00fcr Konzerte, Clubveranstaltungen und kulturelle Angebote nach Dortmund. <\/p>\n<p>Das zeigt: Dortmund ist nicht nur Ausgehstadt f\u00fcr Dortmunder*innen. Die Stadt war und ist ein relevanter Anlaufpunkt f\u00fcr Besucher*innen aus der gesamten Region. Das oft beschriebene schlechte Verh\u00e4ltnis zwischen Verwaltung und kulturellen Akteur*innen entspricht ebenfalls nicht unserer Erfahrung. Viele Veranstaltungen, Konzerte und kulturelle Projekte konnten in den vergangenen Jahren nur deshalb erfolgreich umgesetzt werden, weil Verwaltung, Politik und Branche gemeinsam nach L\u00f6sungen gesucht haben.<\/p>\n<p>\u201eZusammenarbeit ist konstruktiv\u201c<\/p>\n<p>Die Zusammenarbeit ist aus unserer Sicht konstruktiv und hat wesentlich dazu beigetragen, Dortmund als Kultur- und Veranstaltungsstandort weiterzuentwickeln. So wurde gemeinsam in den letzten sechs Jahren viel f\u00fcr die Dortmunder Nacht\u00f6konomie erreicht: die Abschaffung der Vergn\u00fcgungssteuer und der Sperrstunde, die Schaffung der Stelle des Nachtbeauftragten sowie die Einrichtung eines Clubpreises. In dieser Summe ist uns eine vergleichbare Entwicklung aus keiner anderen Gro\u00dfstadt bekannt. Nat\u00fcrlich w\u00fcnschen auch wir uns weniger B\u00fcrokratie und schnellere Verfahren. <\/p>\n<p>\t\t<a href=\"https:\/\/www.ruhrnachrichten.de\/dortmund\/nachtleben-debatte-dortmund-port-puls-fotos-event-persoenlichkeiten-w1210126-2002111962\/\" rel=\"nofollow noopener\" aria-hidden=\"true\" tabindex=\"-1\" title=\"Hitzige Debatte zum Dortmunder Nachtleben bei Port+Puls Die besten Fotos des Events\" aria-label=\"Hitzige Debatte zum Dortmunder Nachtleben bei Port+Puls Die besten Fotos des Events\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/630_0900_6391490_-640x320.jpg\"  width=\"640\" height=\"320\" alt=\"Menschen sprechen miteinander bei Port+Puls.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\t\t<\/a><\/p>\n<p>Dabei sollte jedoch nicht \u00fcbersehen werden, dass Verwaltung und Ordnungsbeh\u00f6rden bestehende Gesetze, Verordnungen und Satzungen anwenden m\u00fcssen. Wenn Regelwerke modernisiert oder vereinfacht werden sollen, sehen wir vor allem die Politik auf Bundes- &amp; Landesebene in der Verantwortung. Entsprechenden \u00c4nderungen stehen wir ausdr\u00fccklich offen gegen\u00fcber. Als Interessengemeinschaft Dortmunder Club- &amp; Konzertkultur verstehen wir uns seit Jahren als Ansprechpartnerin f\u00fcr genau diese Fragen. <\/p>\n<p>\u201eSt\u00e4rken sichtbar machen\u201c<\/p>\n<p>Wir unterst\u00fctzen Veranstalter*innen, Kollektive und neue Akteur*innen dabei, Ideen einzuordnen, Erfahrungen weiterzugeben, Kontakte herzustellen und Wege durch bestehende Strukturen zu finden. Wir freuen uns \u00fcber jeden Menschen, jedes Kollektiv und jede Initiative, die in Dortmund etwas bewegen m\u00f6chte. Wer mit einer Idee auf uns zukommt, findet bei uns offene T\u00fcren und die Bereitschaft, konstruktiv zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die Herausforderung f\u00fcr Dortmund besteht also nicht darin, ein fehlendes Nachtleben zu schaffen. Dieses gibt es l\u00e4ngst und es ist vielf\u00e4ltig und dynamisch. Die eigentliche Aufgabe besteht darin, die vorhandenen St\u00e4rken selbstbewusst sichtbar zu machen, gewachsene Strukturen zu sichern und die n\u00e4chste Generation von Veranstalter*innen, Kulturschaffenden und G\u00e4sten f\u00fcr diese Stadt zu begeistern.<\/p>\n<p><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.ruhrnachrichten.de\/portundpuls\/\" rel=\"nofollow noopener\">Alles zu Port+Puls finden Sie hier.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Diskussion \u00fcber das Dortmunder Nachtleben bei Port+Puls hat den Verband der Dortmunder Clubbetreiber zu einem offenen Brief&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1120504,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1833],"tags":[42455,3364,29,217,30,1209,6185],"class_list":["post-1120503","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-dortmund","tag-ausgehen","tag-de","tag-deutschland","tag-dortmund","tag-germany","tag-nordrhein-westfalen","tag-veranstaltungen-kultur"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116810192766265108","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1120503","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1120503"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1120503\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1120504"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1120503"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1120503"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1120503"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}