{"id":1120763,"date":"2026-06-25T12:36:23","date_gmt":"2026-06-25T12:36:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1120763\/"},"modified":"2026-06-25T12:36:23","modified_gmt":"2026-06-25T12:36:23","slug":"news-zu-nahost-dementis-zu-israelischem-truppenabzug-in-suedlibanon-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1120763\/","title":{"rendered":"News zu Nahost: Dementis zu israelischem Truppenabzug in S\u00fcdlibanon &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfen. F\u00fcr unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.<\/p>\n<p>Wichtige Updates<\/p>\n<p>Trump-Regierung fordert vom Kongress 87,6 Mrd Dollar auch f\u00fcr Iran-Krieg<\/p>\n<p>\u00d6lpreise auf Tiefstand seit Beginn des Iran-Kriegs\u00a0<\/p>\n<p>Israel und Libanon: Verhandeln \u00fcber Zukunft besetzter Gebiete<\/p>\n<p>US-Senat stimmt f\u00fcr Beendigung des Krieges mit Iran<\/p>\n<p>Libanon: Zwei Tote nach israelischem Angriff \u00a0<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/julia-daniel-1.4350386\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/profilepic-5e5796cd0e1be9f73a547fa8-656d72d4a717a707cfe1a679.webp\"  alt=\"Julia Daniel\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Dementis zu israelischem Truppenabzug in S\u00fcdlibanon\u00a0Israel und \u200bLibanon haben Angaben der USA \u00fcber einen Teilabzug israelischer Truppen aus dem besetzten S\u00fcdlibanon zur\u00fcckgewiesen. Ein hochrangiger Vertreter des israelischen Verteidigungsministeriums sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Armee werde \u200bsich nicht aus der sogenannten Pufferzone zur\u00fcckziehen. Zudem erkl\u00e4rte ein ranghoher libanesischer Milit\u00e4rvertreter, die Entwicklungen vor Ort \u2060zeigten das Gegenteil eines Abzugs. Zuvor hatte ein Vertreter des US-Au\u00dfenministeriums erkl\u00e4rt, Israel habe als Geste des guten Willens gegen\u00fcber \u200bder libanesischen Regierung \u200bTruppen aus einem Teil der Pufferzone abgezogen.<\/p>\n<p>Die \u200cUSA unterst\u00fctzen einen Vorschlag f\u00fcr eine \u201ePilotzone\u201c, in der \u200cisraelische Truppen besetztes Gebiet an das libanesische Milit\u00e4r \u00fcbergeben sollen. Ziel sei es, die vollst\u00e4ndige und \u00fcberpr\u00fcfbare Zerst\u00f6rung von Waffen \u200bund Infrastruktur der \u200bmit Iran verb\u00fcndeten Hisbollah-Miliz sicherzustellen, hie\u00df \u200bes aus dem US-Au\u00dfenministerium. Die libanesische Armee solle in diese Zone einr\u00fccken und die Entwaffnung \u00fcberpr\u00fcfen. Dieses Pilotmodell solle dann auf den gesamten S\u00fcdlibanon ausgeweitet werden, \u200cum vertriebenen Familien die R\u00fcckkehr zu erm\u00f6glichen. Der libanesische Offizier betonte jedoch, die israelischen Truppen w\u00fcrden \u200cdie Pufferzone weiterhin gegen \u200cjeden abriegeln, der sich ihr n\u00e4here \u2013 auch gegen libanesische \u200bSoldaten.<\/p>\n<p>Die Gespr\u00e4che \u00fcber die Pilotzone sind Teil von Verhandlungen zwischen Israel und Libanon in Washington. Diese Verhandlungsrunde wird jedoch zunehmend von dem \u200cdiplomatischen Austausch zwischen den USA und Iran \u00fcberschattet, bei dem die Regierung in Teheran Libanon zu einem zentralen Thema machen will.\u00a0<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/julia-daniel-1.4350386\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/profilepic-5e5796cd0e1be9f73a547fa8-656d72d4a717a707cfe1a679.webp\"  alt=\"Julia Daniel\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Rubio sichert Golfstaaten Mitsprache bei Iran-Abkommen zu\u00a0US-Au\u00dfenminister Marco Rubio hat den arabischen \u200bGolfstaaten zugesichert, dass ihre Interessen bei einem finalen Abkommen mit Iran gewahrt bleiben. Zum Abschluss seiner Nahost-Reise warb Rubio in Bahrain um Vertrauen f\u00fcr die Rahmenvereinbarung der US-Regierung mit der F\u00fchrung in Teheran. \u200bDie US-Verb\u00fcndeten in der Region stehen der Vereinbarung skeptisch gegen\u00fcber. Sie bef\u00fcrchten, die Vereinbarung k\u00f6nnte zu nachgiebig gegen\u00fcber \u2060Iran ausfallen.<\/p>\n<p>Ein zentraler Streitpunkt bleibt die Kontrolle \u00fcber die Stra\u00dfe von Hormus, die Iran im Krieg blockiert hatte. &#8222;Kein Staat der Welt hat das Recht, Geb\u00fchren \u200bf\u00fcr die \u200bNutzung internationaler Wasserstra\u00dfen zu verlangen&#8220;, sagte Rubio. Dies werde niemals \u200ceine akzeptable Bedingung f\u00fcr ein Abkommen sein. US-Pr\u00e4sident Donald \u200cTrump habe dies unmissverst\u00e4ndlich klargemacht. Bahrains Au\u00dfenminister Abdullatif bin Raschid Al-Sajani begr\u00fc\u00dfte bei dem Treffen Pl\u00e4ne des Oman f\u00fcr einen sicheren Schiffskorridor durch die Meerenge. Rubio hatte zuvor \u200bdie Vereinigten Arabischen Emirate \u200bund Kuwait besucht, um auch dort Bedenken zu \u200bzerstreuen. &#8222;Wir werden nichts tun, was die Sicherheit unserer langj\u00e4hrigen Verb\u00fcndeten in der Region gef\u00e4hrdet&#8220;, erkl\u00e4rte er in Kuwait.<\/p>\n<p>Die Verhandlungen zwischen den USA und Iran sind von Widerspr\u00fcchen gepr\u00e4gt. W\u00e4hrend Trump \u200cerkl\u00e4rte, Iran habe dauerhaften Atominspektionen zugestimmt, wies Teheran dies zur\u00fcck. Auch \u00fcber finanzielle Anreize und die Kontrolle des Schiffsverkehrs \u200cin der Stra\u00dfe von Hormus \u200cgibt es unterschiedliche Angaben. Der Entwurf sieht unter anderem einen Wiederaufbaufonds in \u200bH\u00f6he von 300 Milliarden Dollar vor, schr\u00e4nkt jedoch das iranische Raketenprogramm nicht ein. Rubio betonte, er werde die \u200bVerb\u00fcndeten auf seiner Reise nicht um finanzielle Beitr\u00e4ge f\u00fcr den Fonds \u200cbitten, obwohl eine entsprechende Absichtserkl\u00e4rung dies nahelegt.<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/julia-daniel-1.4350386\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/profilepic-5e5796cd0e1be9f73a547fa8-656d72d4a717a707cfe1a679.webp\"  alt=\"Julia Daniel\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Berichte: Verkehr durch Stra\u00dfe von Hormus zeigt erste Normalisierung\u00a0<\/p>\n<p>Der Schiffsverkehr durch die Stra\u00dfe von Hormus zeigt Analysen zufolge erste Anzeichen von Normalisierung. 70 Durchfahrten z\u00e4hlte der Datenanbieter Kpler am Mittwoch nach Angaben eines Sprechers. Vor Ausbruch des Iran-Kriegs waren es t\u00e4glich mehr als 100 gewesen. Der Datenanbieter Windward schrieb in einer Analyse, kommerzieller Verkehr in der Stra\u00dfe von Hormus n\u00e4here sich \u201efunktioneller Normalit\u00e4t\u201c an. Der Anbieter berichtete von mehr Aus- als Einfahrten. China sei das Hauptzielland f\u00fcr \u00f6lexportierende Schiffe.<\/p>\n<p>S\u00fcdkorea: F\u00fcnf weitere Schiffe verlassen Stra\u00dfe von Hormus<\/p>\n<p>F\u00fcnf weitere von S\u00fcdkorea betriebene Schiffe haben nach Angaben des Schifffahrtsministeriums in Seoul die Stra\u00dfe von Hormus verlassen. Eines der Schiffe sei auf dem Weg nach S\u00fcdkorea, teilt die Beh\u00f6rde mit. Die Namen der Schiffe werden auf Bitte der Reedereien und Besatzungen nicht genannt. Insgesamt befinden sich den Angaben zufolge noch 13 s\u00fcdkoreanische Schiffe mit 87 Besatzungsmitgliedern in der Meerenge. S\u00fcdkorea f\u00fchre Gespr\u00e4che mit anderen L\u00e4ndern, um auch diesen Schiffen eine sichere Ausfahrt zu erm\u00f6glichen. In den vergangenen 24 Stunden haben US-Angaben zufolge rund 72 Schiffe mit insgesamt etwa 20 Millionen Barrel Roh\u00f6l die Stra\u00dfe von Hormus bereits passiert. Die R\u00fcckkehr zu normalen \u00d6ltransporten verz\u00f6gert sich jedoch laut den USA wegen iranischer Minen in der Meerenge.<\/p>\n<p>Trump-Regierung fordert vom Kongress 87,6 Mrd Dollar auch f\u00fcr Iran-Krieg<\/p>\n<p>Die US-Regierung unter Pr\u00e4sident Donald Trump hat den Kongress am Mittwoch um zus\u00e4tzliche 87,6 Milliarden Dollar gebeten, die gr\u00f6\u00dftenteils f\u00fcr den Krieg gegen Iran bestimmt sind. Der auf der Internetseite des Wei\u00dfen Hauses ver\u00f6ffentlichte Antrag sieht 67,15 Milliarden Dollar f\u00fcr das Milit\u00e4r vor. Davon sollen 21 Milliarden Dollar in die Beschaffung von Munition und die St\u00e4rkung der R\u00fcstungsindustrie flie\u00dfen, teilte das Wei\u00dfe Haus mit. Die USA haben im Iran-Krieg gro\u00dfe Best\u00e4nde an Munition verbraucht.<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/juri-auel-1.3339432\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/profilepic-5b3f3bbde4b0da57da555eea-62473c7a0003730f2cb8ec07.webp\"  alt=\"Juri Auel\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>\u00d6lpreise auf Tiefstand seit Beginn des Iran-Kriegs\u00a0<\/p>\n<p>Die \u00d6lpreise fallen auf den tiefsten Stand seit der Zeit vor dem Beginn des \u200bIran-Kriegs. Die Nordseesorte Brent verbilligt sich um 4,3 Prozent auf 73,74 Dollar je Barrel und markiert zeitweise mit 73,12 Dollar den tiefsten Wert seit dem 27. Februar, dem Tag vor den US-israelischen Angriffen. Die US-Sorte WTI gibt um 3,9 Prozent auf 70,34 Dollar nach und rutscht zwischenzeitlich erstmals seit dem 2. M\u00e4rz unter die Marke von 70 Dollar.\u00a0<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/juri-auel-1.3339432\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/profilepic-5b3f3bbde4b0da57da555eea-62473c7a0003730f2cb8ec07.webp\"  alt=\"Juri Auel\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Wichtiges \u00d6lfeld im Irak stellt Betrieb einAls Folge des Iran-Kriegs hat eines der wichtigsten \u00d6lfelder im Irak seinen Betrieb einstellen m\u00fcssen. Der Betreiber des \u00d6lfelds West Qurna-2 in der s\u00fcdirakischen Provinz Basra teilte mit, die Roh\u00f6lf\u00f6rderung und der Lagerbetrieb seien vollst\u00e4ndig eingestellt worden. Das Unternehmen verwies zur Begr\u00fcndung auf die unvorhersehbaren Auswirkungen des Iran-Kriegs in der Region, etwa die fehlende Verf\u00fcgbarkeit von \u00d6ltankern.<\/p>\n<p>Der Irak hatte seine Roh\u00f6lproduktion bereits im M\u00e4rz gedrosselt und wegen der Folgen des am 28. Februar ausgebrochenen Krieges zwischen Iran, den USA und Israel f\u00fcr bestimmte \u00d6lfelder den Force-Majeure-Fall erkl\u00e4rt.\u00a0<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/juri-auel-1.3339432\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/profilepic-5b3f3bbde4b0da57da555eea-62473c7a0003730f2cb8ec07.webp\"  alt=\"Juri Auel\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Libanon: Zwei Tote bei israelischem Drohnenangriff trotz Waffenruhe\u00a0<\/p>\n<p>Bei einem israelischen Drohnenangriff im S\u00fcden Libanons sind \u200b\u00f6rtlichen Angaben zufolge trotz einer Waffenruhe mindestens zwei Menschen get\u00f6tet worden. Demnach sei bei der Attacke ein Auto getroffen worden, hei\u00dft es aus libanesischen Sicherheits- und Medizinkreisen. Das israelische Milit\u00e4r pr\u00fcft die Berichte nach eigenen Angaben. Die Armee hatte mitgeteilt, die Luftwaffe habe bei einem anderen Zwischenfall zwei bewaffnete Hisbollah-K\u00e4mpfer nahe der von israelischen Truppen kontrollierten Zone im S\u00fcdlibanon beschossen.\u00a0<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/julia-bergmann-1.4893599\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/profilepic-60a2451d2a1a51699f87a662-60eff0ad425b2caa8cb5ef57.webp\"  alt=\"Julia Bergmann\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>IMO: Erste Schiffe passieren Stra\u00dfe von Hormus nach UN-Evakuierungsplan\u00a0Unter \u200beinem neuen Evakuierungsplan der UN-Schifffahrtsorganisation IMO haben erste Schiffe die Stra\u00dfe von Hormus passiert. Dies teilt die International Maritime Organization (IMO) mit. Einzelheiten zu den betroffenen Schiffen nannte die Beh\u00f6rde der Vereinten Nationen (UN) nicht. Schiffsverfolgungsdaten des Anbieters LSEG zeigten, dass in den vergangenen zw\u00f6lf Stunden mindestens zwei Sch\u00fcttgutfrachter und ein Frachtschiff die Meerenge durchquert haben. Zudem bereiten sich mindestens 35 weitere Handelsschiffe auf die Passage vor. Dies geht aus Daten von LSEG und MarineTraffic hervor, die von der Nachrichtenagentur Reuters ausgewertet wurden.\u00a0<\/p>\n<p>Bei den Schiffen handelt es sich vor allem um Sch\u00fcttgut-, Fracht- und Containerschiffe. Der Evakuierungsplan soll laut IMO Hunderten von Schiffen mit rund 11 000 \u200bim Persischen Golf festsitzenden Seeleuten die Durchfahrt durch die Stra\u00dfe von Hormus erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/julia-bergmann-1.4893599\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/profilepic-60a2451d2a1a51699f87a662-60eff0ad425b2caa8cb5ef57.webp\"  alt=\"Julia Bergmann\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Israel und Libanon: Verhandeln \u00fcber Zukunft besetzter Gebiete<\/p>\n<p>Israel und Libanon sprechen Vertretern beider L\u00e4nder zufolge \u00fcber einen von den USA unterst\u00fctzten Plan, wonach israelische Truppen Teile der im Krieg mit der Hisbollah besetzten Gebiete an die libanesische Armee \u00fcbergeben sollen. Die beteiligten libanesischen Soldaten w\u00fcrden von den USA ausgebildet und \u00fcberpr\u00fcft, um Verbindungen zur von Iran unterst\u00fctzten Hisbollah-Miliz auszuschlie\u00dfen, sagen israelische Regierungsvertreter. Israel werde jedoch eine milit\u00e4rische Pr\u00e4senz in einer Pufferzone entlang der Grenze aufrechterhalten.\u00a0<\/p>\n<p>Streit um Unterst\u00fctzung im Iran-Krieg: Nato-Chef versucht vor Trump-Treffen Wogen zu gl\u00e4tten\u00a0Kurz vor seinem Treffen mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat Nato-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte die Unterst\u00fctzung mehrerer europ\u00e4ischer L\u00e4nder f\u00fcr die Vereinigten Staaten w\u00e4hrend des Iran-Kriegs hervorgehoben. \u201eWas die Nato angeht, wei\u00df ich, dass es Entt\u00e4uschung gibt, aber wir sollten auch bedenken, dass es sich hierbei um Einzelf\u00e4lle handelt\u201c, sagte Rutte dem Sender Fox News. Zuvor hatten US-Regierungsvertreter mehrfach die aus ihrer Sicht mangelnde Unterst\u00fctzung von Alliierten f\u00fcr den Krieg gegen Iran kritisiert. Dabei ging es unter anderem um die Erlaubnis zur Nutzung von Milit\u00e4rst\u00fctzpunkten und um \u00dcberflugrechte.<\/p>\n<p>Nach Angaben Ruttes gab es w\u00e4hrend des Iran-Kriegs auf St\u00fctzpunkten in europ\u00e4ischen L\u00e4ndern mehrere tausend Starts und Landungen von US-Milit\u00e4rflugzeugen. Der Kontinent sei f\u00fcr die Vereinigten Staaten eine \u201ePlattform der Machtprojektion\u201c. Rutte bezog sich damit auf die Tatsache, dass die europ\u00e4ischen St\u00fctzpunkte wegen ihrer geografischen N\u00e4he Eins\u00e4tze des US-Milit\u00e4rs etwa in Afrika und dem Nahen Osten deutlich vereinfachen.<\/p>\n<p>Rutte will Trump heute in Washington treffen \u2013 und damit kurz vor dem Nato-Gipfel, der in zwei Wochen in der t\u00fcrkischen Hauptstadt Ankara stattfindet.<\/p>\n<p><strong>Allianz: \u00dcber tausend Schiffe sitzen im Persischen Golf fest<\/strong>Im Persischen Golf sitzen nach einer Analyse der Allianz-Versicherung ungeachtet des Rahmenabkommens zur Beendigung des Iran-Kriegs nach wie vor etwa 1150 Schiffe fest. Der gr\u00f6\u00dfte deutsche Versicherer sch\u00e4tzt den Wert der blockierten Schiffe und ihrer Ladung auf etwa 125 Milliarden Dollar. Eine Aufl\u00f6sung dieses Staus w\u00fcrde demnach auch bei einer Normalisierung der Verh\u00e4ltnisse mehrere Wochen dauern. \u201eDie Schifffahrt ist eine Geisel dieses Konflikts\u201c, sagte Justus Heinrich, ein leitender Schifffsversicherungsexperte der Tochtergesellschaft Allianz Commercial.<\/p>\n<p>Iran hatte am Wochenende eine neuerliche Sperrung der Stra\u00dfe von Hormus angek\u00fcndigt und das mit der Nichteinhaltung der vereinbarten Waffenruhe in S\u00fcdlibanon begr\u00fcndet. Folge ist nach Worten des Allianz-Fachmanns anhaltende Unsicherheit auf dem Meer: \u201eDie Internationale Schifffahrtsorganisation (IMO) und auch deutsche Reeder (VDR) sagen, dass sie die Gefahr f\u00fcr Mannschaften und Schiffe noch nicht absch\u00e4tzen k\u00f6nnen. So lange fahren die Schiffe auch nicht.\u201c<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/juri-auel-1.3339432\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/profilepic-5b3f3bbde4b0da57da555eea-62473c7a0003730f2cb8ec07.webp\"  alt=\"Juri Auel\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>US-Senat stimmt f\u00fcr Beendigung des Krieges mit IranDer von den Republikanern gef\u00fchrte US-Senat hat f\u00fcr die Beendigung des Krieges der USA gegen Iran gestimmt und sich damit gegen Pr\u00e4sident Donald Trump gestellt. Der Krieg ist unter den Amerikanern nicht popul\u00e4r, er hat die Lebenshaltungskosten vieler Menschen in die H\u00f6he getrieben, die M\u00e4rkte ersch\u00fcttert und weltweite wirtschaftliche Folgen nach sich gezogen.<\/p>\n<p>Die praktischen Auswirkungen der Abstimmung, die mit 50 zu 48 Stimmen ausfiel, sind unklar, da Trump ein vorl\u00e4ufiges Friedensabkommen mit Iran geschlossen hat und sich die Resolution auf eine rechtlich umstrittene Befugnis des Kongresses st\u00fctzt, die sich aus dem \u201eWar Powers Act\u201c von 1973 ableitet.<\/p>\n<p>Die republikanischen Senatoren Lisa Murkowski aus Alaska, Bill Cassidy aus Louisiana, Susan Collins aus Maine und Rand Paul aus Kentucky stimmten gemeinsam mit den Demokraten f\u00fcr den Antrag. Der Demokrat John Fetterman aus Pennsylvania lehnte ihn ab.<\/p>\n<p>Die Resolution, die bereits vom Repr\u00e4sentantenhaus gebilligt wurde, verpflichtet die USA, die Feindseligkeiten gegen Iran einzustellen, sofern der Kongress nicht f\u00fcr die Genehmigung weiterer Angriffe stimmt. Das Gesetz von 1973 erlaubt es dem Pr\u00e4sidenten nicht, gegen die Resolution sein Veto einzulegen.\u00a0<\/p>\n<p>Libanon: Zwei Tote nach israelischem Angriff \u00a0Trotz einer neuen Waffenruhe ist es in Libanon erneut zu einem Angriff der israelischen Armee gekommen. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete, dass israelische Soldaten mit Maschinengewehren auf eine Gruppe von Menschen geschossen h\u00e4tten. Sie hielten sich demnach zum Zeitpunkt des Angriffs nahe der Stadt Nabatija in der N\u00e4he eines Bulldozers auf, der dort Aufr\u00e4umarbeiten durchf\u00fchrte. Ein Mann wurde nach NNA-Angaben get\u00f6tet. Eine weitere Person erlag anschlie\u00dfend ihren Verletzungen.<\/p>\n<p>Das Gesundheitsministerium in Beirut best\u00e4tigte, dass zwei Menschen get\u00f6tet wurden. Demnach wurde eine weitere Person verletzt. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hie\u00df es, die Bulldozer h\u00e4tten Tr\u00fcmmer beiseiteger\u00e4umt, um die Leichen zweier zuvor get\u00f6teter K\u00e4mpfer zu bergen.<\/p>\n<p>Die israelische Armee best\u00e4tigte den Angriff. Das Milit\u00e4r sprach von einer \u201eunmittelbaren Bedrohung\u201c in der Gegend. Es seien \u201ebewaffnete Terroristen\u201c angegriffen worden. Die Hisbollah verurteilte die Attacke als \u201ehinterh\u00e4ltigen Angriff\u201c und als \u201eoffene Verletzung\u201c der Waffenruhe. Bei den Get\u00f6teten soll es sich demnach um Zivilisten handeln. Einer davon sei ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung gewesen, teilte die Hisbollah mit.\u00a0<\/p>\n<p>Die Armee teilte weiter mit, dass bei einem zweiten Zwischenfall Hisbollah-K\u00e4mpfer in Zivil versucht h\u00e4tten, mit einem Bulldozer und einem Motorrad in die von Israel festgelegte \u201eSicherheitszone\u201c einzudringen. Soldaten h\u00e4tten eine unmittelbare Gefahr festgestellt. Nach Warnsch\u00fcssen h\u00e4tten sie dann das Feuer er\u00f6ffnet. Es sei unklar, ob es Todesopfer gegeben habe. Die Angaben konnten nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n<p>Netanjahu: Israel h\u00e4lt an \u201eSicherheitszone\u201c in S\u00fcdlibanon festIsrael wird laut Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu unver\u00e4ndert an seiner selbst deklarierten \u201eSicherheitszone\u201c in S\u00fcdlibanon festhalten. Das geht aus einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung hervor, die Netanjahu nach einem Treffen mit Verteidigungsminister Israel Katz und Generalstabschef Eyal Zamir auf X ver\u00f6ffentlichte.<\/p>\n<p>Die israelischen Streitkr\u00e4fte werden demnach weiter im Nachbarland operieren, um Gefahren gegen eigene Soldaten und B\u00fcrger abzuwenden. Au\u00dferdem solle die Infrastruktur der libanesischen Hisbollah-Miliz zerst\u00f6rt werden. Oberstes Prinzip bleibe die Sicherheit israelischer B\u00fcrger und Soldaten. Es w\u00fcrden dabei keine Kompromisse eingegangen.<\/p>\n<p>Zuvor hatten Medien berichtet, dass die Regierung der Vereinigten Staaten, gem\u00e4\u00df dem bilateralen Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran, den milit\u00e4rischen Handlungsspielraum der israelischen Einheiten in Libanon begrenzen wolle.<\/p>\n<p>Besonders umstritten ist dabei das Grenzgebiet in S\u00fcdlibanon:<\/p>\n<p>Netanjahu hat die von der Armee errichtete \u201eSicherheitszone\u201c in S\u00fcdlibanon an der Grenze zu Israel als Barriere zwischen der Hisbollah-Miliz und den B\u00fcrgern und Gemeinden im Norden des Landes bezeichnet. Die libanesische Regierung stuft das von Israel kontrollierte Areal hingegen als v\u00f6lkerrechtswidrig besetztes Staatsgebiet ein.<\/p>\n<p>Israels Milit\u00e4rsprecher Avichay Andraee hatte in der vergangenen Woche eine neue Karte ver\u00f6ffentlicht, die ein gr\u00f6\u00dferes Gebiet als vorher umfasst. Nach Berechnungen der libanesischen Zeitung L&#8217;Orient Today vergr\u00f6\u00dferte sich das von Israel besetzte Gebiet von 600 Quadratkilometer im April auf rund 620 Quadratkilometern im Juni. Das entspricht gut 6 Prozent des libanesischen Territoriums.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfen. 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