{"id":1120828,"date":"2026-06-25T13:15:17","date_gmt":"2026-06-25T13:15:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1120828\/"},"modified":"2026-06-25T13:15:17","modified_gmt":"2026-06-25T13:15:17","slug":"wie-muenchner-kliniken-und-pflegeheime-mit-der-hitze-umgehen-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1120828\/","title":{"rendered":"Wie M\u00fcnchner Kliniken und Pflegeheime mit der Hitze umgehen &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die gute Nachricht zuerst: Zumindest von ernsthaften Erkrankungen durch die hohen Temperaturen der vergangenen Tage scheint <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> \u2013 vorerst\u00a0\u2013 verschont geblieben zu sein. Eine Stichprobe unter <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Kliniken\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kliniken<\/a> und Seniorenheimen ergab, dass zumindest keine Behandlungen wegen Sonnenstich oder Hitzschlag notwendig waren, zwei im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Krankheiten, die durch die \u00dcberhitzung des Kopfes oder des ganzen K\u00f6rpers entstehen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das k\u00f6nnte zum einen daran liegen, dass sich Bewohner von Alten- und Pflegeheimen ebenso wie Klinikpatienten eher selten tags\u00fcber drau\u00dfen in der prallen Sonne aufhalten. Zum anderen auch daran, dass die Einrichtungen die Zeichen der Zeit erkannt haben und sich sowie ihr Personal darauf einstellen, wie mit der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Hitze\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hitze<\/a> umzugehen sei.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Erste Priorit\u00e4t bei allen befragten Institutionen: trinken, trinken, trinken. So gibt es in den Einrichtungen des Augustinums kostenloses Wasser, auch f\u00fcr die Mitarbeiter. Bei M\u00fcnchenstift werden neben k\u00fchlen Getr\u00e4nken auch Obst und Eiscreme bereitgehalten, und in den H\u00e4usern der M\u00fcnchen-Klinik gibt es Eistee oder Getr\u00e4nke mit Fruchtgeschmack, \u201edamit das Trinken leichter f\u00e4llt\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die M\u00fcnchen-Klinik reklamiert zudem f\u00fcr sich, schon bei Bau und Sanierung an den Hitzeschutz zu denken. Dabei geht es um Fassadenisolierung, um die Begr\u00fcnung von Dachfl\u00e4chen, und um Sonnenschutzsegel. Bei Neubauten au\u00dferdem auch um Betonkernaktivierung. Dabei werden in massive Betonbauteile wasserf\u00fchrende Rohre verlegt, die im Sommer k\u00fchlend wirken und im Winter zum Heizen benutzt werden k\u00f6nnen. Zudem verf\u00fcgten die H\u00e4user zum Teil \u00fcber \u201epark\u00e4hnliche Fl\u00e4chen\u201c, etwa in Schwabing, die auch bei hohen Temperaturen angenehmen Schatten bieten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Auf ebenso quasi nat\u00fcrlichen Hitzeschutz verweist M\u00fcnchenstift: Bei den Vorkriegsbauten sch\u00fctze die \u201ethermische Masse\u201c vor \u00dcberhitzung, also die massive Bauweise mit dicken W\u00e4nden. Klimatisierung sei dort nachtr\u00e4glich kaum m\u00f6glich, aber man versuche einerseits, sich mit Ventilatoren und Sonnenschutz zu behelfen, andererseits bestimmte Bereiche wie Wohngruppenk\u00fcchen durch mobile Klimager\u00e4te k\u00fchl zu halten. Diesen Weg gehen auch die H\u00e4user des Augustinums: Nicht alle Bereiche sind klimatisiert, aber immer wieder gibt es k\u00fchle Zonen, \u201eum sich bei Bedarf von der W\u00e4rme zu erholen\u201c, wie ein Sprecher mitteilt.<\/p>\n<p>Manche Alkoholvergiftung knallt nun noch mehr rein<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/c63f5368-ff57-4629-9e55-209dc1e1c04a.jpg\"   alt=\"Im Klinikum Gro\u00dfhadern liegt ein Gro\u00dfteil der Zimmer nach S\u00fcden, sie sind so ganzt\u00e4gig dem gnadenlosen Angriff der Sonne ausgesetzt.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Im Klinikum Gro\u00dfhadern liegt ein Gro\u00dfteil der Zimmer nach S\u00fcden, sie sind so ganzt\u00e4gig dem gnadenlosen Angriff der Sonne ausgesetzt. Raimund Kutter\/Imagebroker\/Imago<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In Krankenh\u00e4usern bestehen nat\u00fcrlich noch einmal erh\u00f6hte Anforderungen an den Hitzeschutz. Im LMU-Klinikum sind Intensivstationen und OP-S\u00e4le selbstverst\u00e4ndlich klimatisiert \u2013 letztere in bestimmten F\u00e4llen sogar ganz besonders, weil bei manchen Operationen die K\u00f6rpertemperatur des Patienten k\u00fcnstlich herabgesetzt wird. In Krankenzimmern hingegen sieht das schon anders aus \u2013 im Klinikum Gro\u00dfhadern etwa liegt ein Gro\u00dfteil der Zimmer nach S\u00fcden und ist so ganzt\u00e4gig dem gnadenlosen Angriff der Sonne ausgesetzt. Die Klimaanlage hilft da oft relativ wenig \u2013 und der Einsatz von Ventilatoren ist aus Hygienegr\u00fcnden nicht erlaubt. So bleibt es dabei, Jalousien und Vorh\u00e4nge zuzuziehen und erst abends zu l\u00fcften.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Im Altbestand des LMU-Klinikums \u2013 also haupts\u00e4chlich die H\u00e4user in der Nussbaumstra\u00dfe \u2013 hingegen kann Klimatisierung \u201ebau- und kostentechnisch nicht einfach nachger\u00fcstet werden\u201c. Die M\u00fcnchen-Klinik weist au\u00dferdem darauf hin, dass hohe Temperaturen nicht nur ein Problem der Bequemlichkeit sind: Die deutsche Gesellschaft f\u00fcr Krankenhaushygiene empfiehlt f\u00fcr Patientenzimmer eine Temperatur von 22 bis 26 Grad. Liegt der Wert dauerhaft h\u00f6her, kann das auch die Therapien beeinflussen: Medikamente wirken st\u00e4rker oder weniger stark, je nachdem wie hoch der Wasseranteil im K\u00f6rper des Patienten ist; warme Haut wird st\u00e4rker durchblutet, sodass medizinische Pflaster mehr ihres Wirkstoffs abgeben.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Auf all das sind die M\u00fcnchner Kliniken und Pflegeheime offenbar gut eingestellt. Sie berichten \u00fcber einige F\u00e4lle von Schwindel und \u00dcbelkeit, meistens ausgel\u00f6st durch Fl\u00fcssigkeitsmangel. Andere Patienten hatten das genau entgegengesetzte Problem: Sie h\u00e4tten nach einer Alkoholintoxikation\u00a0 \u201ewegen der Hitze wohl auch eine st\u00e4rkere Beeintr\u00e4chtigung erfahren\u201c. Zu Deutsch: Da hat der Rausch wegen der Sonne noch mehr reingehauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die gute Nachricht zuerst: Zumindest von ernsthaften Erkrankungen durch die hohen Temperaturen der vergangenen Tage scheint M\u00fcnchen \u2013&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1120829,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1827],"tags":[772,29,17989,30,2808,290,11607,4344,2057,1268,6583,149],"class_list":["post-1120828","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-muenchen","tag-bayern","tag-deutschland","tag-extremwetter","tag-germany","tag-gesundheit-in-muenchen","tag-gesundheitswesen","tag-hitze","tag-kliniken","tag-leben-und-gesellschaft","tag-muenchen","tag-senioren","tag-sueddeutsche-zeitung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116810935803406261","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1120828","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1120828"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1120828\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1120829"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1120828"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1120828"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1120828"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}