{"id":1121154,"date":"2026-06-25T16:18:17","date_gmt":"2026-06-25T16:18:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1121154\/"},"modified":"2026-06-25T16:18:17","modified_gmt":"2026-06-25T16:18:17","slug":"hpv-impfung-krebs-sterberisiko-sinkt-auf-nahezu-null","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1121154\/","title":{"rendered":"HPV-Impfung &#8211; Krebs-Sterberisiko sinkt auf nahezu null"},"content":{"rendered":"<p>Die HPV-Infektion geh\u00f6rt zu den h\u00e4ufigsten sexuell \u00fcbertragbaren Infektionen. HPV steht f\u00fcr Humane Papillomviren. Diese Viren k\u00f6nnen Krebs verursachen: Geb\u00e4rmutterhalskrebs genauso wie Anal-, Mund- und Peniskarzinome. Eine Impfung bietet hervorragenden Schutz \u2013 doch die bayerischen Impfquoten sind niedrig.<\/p>\n<p>HPV-Infektion betrifft nicht nur M\u00e4dchen, sondern auch Jungen<\/p>\n<p>Die HPV-Infektion galt lange Zeit als Frauenkrankheit. Tats\u00e4chlich sind Frauen nach Vaginalsex die Hauptleidtragenden, was die Zahl der Krebserkrankungen, insbesondere Geb\u00e4rmutterhalskrebs, betrifft. Doch inzwischen wei\u00df man, dass auch M\u00e4nner erkranken. Auf HPV gehen 10.000 Krebserkrankungen pro Jahr zur\u00fcck. HPV befallen Haut und Schleimh\u00e4ute, das Virus wird also auch bei Oral- und Analsex \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>HPV-Impfung senkt das Todesrisiko drastisch<\/p>\n<p>Dass die Impfung gut vor Krebs sch\u00fctzt, ist l\u00e4ngst erwiesen. Wie gut, zeigt eine <a href=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/lancet\/article\/PIIS0140-6736(21)02178-4\/abstract\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">neue Studie der Queen Mary Universit\u00e4t in London<\/a> (externer Link). Die Forschenden haben sich angesehen, wie sich die Impfung auf das Todesrisiko junger Frauen auswirkt. Und festgestellt: Eine fr\u00fchzeitige Immunisierung im Alter von neun bis 14 Jahren senkt das Todesrisiko auf nahezu null. Damit habe die Impfung seit ihrer Einf\u00fchrung in England gesch\u00e4tzt 200 junge Frauen vor dem Tod durch Geb\u00e4rmutterhalskrebs bewahrt, so die Studienautoren.<\/p>\n<p>Nur fr\u00fche HPV-Impfung bietet nahezu vollst\u00e4ndigen Schutz<\/p>\n<p>Die Impfung sch\u00fctzt nahezu perfekt vor gef\u00e4hrlichen HP-Virusvarianten. Allerdings nur, wenn sie rechtzeitig erfolge, betont Anja Takla vom Robert Koch-Institut in Berlin. Wichtig sei es, die Immunisierung vor dem ersten sexuellen Kontakt durchzuf\u00fchren. <a href=\"https:\/\/www.rki.de\/SharedDocs\/FAQs\/DE\/Impfen\/HPV\/FAQ-Liste_HPV_Impfen.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Daher lautet die RKI-Empfehlung<\/a> (externer Link): Impfen im Alter von neun bis 14 Jahren mit zwei Impfdosen. Ab 15 Jahre sind drei Impfdosen f\u00fcr einen vollst\u00e4ndigen Impfschutz notwendig. Je sp\u00e4ter die Impfung erfolge, desto schlechter sei der Schutz vor schweren Krebserkrankungen.<\/p>\n<p>Lange Inkubationszeit vor Ausbruch der Krebserkrankung<\/p>\n<p>Die HPV-Infektion verl\u00e4uft f\u00fcr neun von zehn Betroffenen harmlos. Sie f\u00fchrt zun\u00e4chst zu keinerlei Beschwerden und heilt bei den meisten nach ein bis zwei Jahren wieder ab. Doch jede zehnte Infektion f\u00fchrt zu einem Krankheitsbild. Das allerdings nicht zeitnah, sondern oft erst nach zehn bis 20 Jahren. Die Krankheit verstecke sich oft Jahre im K\u00f6rper, bis schlie\u00dflich Zellen entarten und b\u00f6sartige Tumore entstehen k\u00f6nnen, so der HPV-Experte Nobila Oudreago vom <a href=\"https:\/\/www.dkfz.de\/aktuelles\/pressemitteilungen\/detail\/die-hpv-impfung-schuetzt-vor-krebs-lang-erwartete-bestaetigung-nun-veroeffentlicht\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg<\/a> (externer Link).<\/p>\n<p>Niedrige HPV-Impfquote in Bayern<\/p>\n<p>Die Impfung ist gut vertr\u00e4glich. Sie wird von den Krankenkassen bezahlt. Und sch\u00fctzt zu fast 100 Prozent vor den gef\u00e4hrlichsten HPV-Varianten. Dennoch sind in Bayern laut Angaben des RKI gerade einmal <a href=\"https:\/\/www.bayerisches-aerzteblatt.de\/fileadmin\/aerzteblatt\/ausgaben\/2025\/09\/einzelpdf\/BAB_9_2025_388_391.pdf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">50 Prozent der 15-j\u00e4hrigen M\u00e4dchen und nicht einmal 30 Prozent der gleichaltrigen Jungen vollst\u00e4ndig geimpft<\/a> (externer Link). Das ist viel zu wenig, um eine so genannte Herdenimmunit\u00e4t zu erreichen. Daf\u00fcr seien etwa 80 Prozent n\u00f6tig, so Anja Takla.<\/p>\n<p>HPV-Impfung: Vorbilder England und Skandinavien<\/p>\n<p>Um die m\u00e4\u00dfigen Impfquoten zu steigern, m\u00fcsse man die Familien besser ansprechen, sagen Anja Takla und Nobila Oudreago. In Skandinavien und England gebe es staatliche Einladungen und Erinnerungen f\u00fcr anstehende Impfungen. Auch Impfungen direkt an den Schulen k\u00f6nnten ein gutes Mittel sein. Fest steht: Eine fr\u00fche HPV-Impfung kann sp\u00e4teres Leid sehr effektiv verhindern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die HPV-Infektion geh\u00f6rt zu den h\u00e4ufigsten sexuell \u00fcbertragbaren Infektionen. HPV steht f\u00fcr Humane Papillomviren. 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