{"id":1121181,"date":"2026-06-25T16:34:16","date_gmt":"2026-06-25T16:34:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1121181\/"},"modified":"2026-06-25T16:34:16","modified_gmt":"2026-06-25T16:34:16","slug":"erzieherinnen-im-landkreis-augsburg-betroffen-vom-geburtenrueckgang-und-stellenabbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1121181\/","title":{"rendered":"Erzieherinnen im Landkreis Augsburg betroffen vom Geburtenr\u00fcckgang und Stellenabbau"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    F\u00fcr G\u00fcnter Groll ist es schlichtweg eine Katastrophe. Der kaufm\u00e4nnische<a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg-land\/hausen-warum-gerade-in-hausen-und-oggenhof-so-viele-fachkraefte-in-der-kita-fehlen-id65514146.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\"> Leiter des Kita-Zentrums St. Simpert<\/a> in <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Augsburg<\/a> beschreibt mit diesem Wort die Situation rund ums Personal in den Kinderg\u00e4rten und Krippen im Bistum Augsburg, zu dem auch der Landkreis geh\u00f6rt. Doch h\u00e4tte sich der Ausdruck \u201eKatastrophe\u201c noch vor wenigen Jahren darauf bezogen, dass einfach nicht gen\u00fcgend Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen f\u00fcr die vielen freien Stellen in den Einrichtungen zu finden w\u00e4ren, ist es jetzt genau andersherum. Das Kita-Zentrum versucht mit allen Mitteln, sein Personal zu halten, denn seit wenigen Jahren sind immer weniger Kinder zu betreuen. Das gelingt jedoch nicht mehr \u00fcberall.\n  <\/p>\n<p>            St. Simpert betreibt Kitas im Landkreis Augsburg<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das Kita-Zentrum St. Simpert gibt es seit knapp zehn Jahren. Der damalige Bischof Konrad Zdarsa hatte die Gr\u00fcndung der Stiftung angeregt, um Kirchenstiftungen im Bistum als Tr\u00e4ger f\u00fcr Kindertageseinrichtungen zu unterst\u00fctzen. Inzwischen k\u00fcmmern sich 9000 Besch\u00e4ftigte von St. Simpert um 34.000 Kinder, vor allem in Krippen und Kinderg\u00e4rten. Auch in den meisten St\u00e4dten und Gemeinden im Landkreis Augsburg ist St. Simpert t\u00e4tig. Bis vor Kurzem war das Problem oft genug, <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg-land\/neusaess-bobingen-schimmel-in-der-kita-hat-die-stadt-neusaess-zu-spaet-reagiert-104071501\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">dass der Betrieb in den Kitas<\/a> nicht immer durchgehend aufrechterhalten werden konnte. Der Grund: Kam es zu Krankheitsf\u00e4llen, Schwangerschaften oder anderen Ausf\u00e4llen beim Personal, waren oft nicht gen\u00fcgend Reservekr\u00e4fte da. Zum Leidwesen der Familien mussten immer wieder Gruppen kurz- oder auch l\u00e4ngerfristig schlie\u00dfen. Jetzt hat sich das Problem verlagert.\n  <\/p>\n<p>            Der Geburtenr\u00fcckgang ist inzwischen ein belegter Trend<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Denn seit 2022 kommen in ganz Bayern deutlich weniger Kinder auf die Welt als in den Vorjahren. Der H\u00f6hepunkt war 2021 erreicht, damals wurden im Landkreis Augsburg 2634 Babys geboren. Drei Jahre sp\u00e4ter waren es nur noch 2267. Christian Rindsf\u00fc\u00dfer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Instituts SAGS Augsburg f\u00fcr Sozialplanung, Jugend- und Altenhilfe, Gesundheitsforschung und Statistik, warnte vor einigen Monaten gegen\u00fcber unserer Redaktion: \u201eDie Jahre 2022 und 2023 k\u00f6nnte man als Ausrei\u00dfer betrachten, doch mit 2024 kippt das. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg-land\/landkreis-augsburg-statistik-geburten-gibt-es-jetzt-wieder-dauerhaft-weniger-babys-23-06-106674728\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Wenn die geringe Geburtenzahl auch 2025<\/a> anh\u00e4lt, dann h\u00e4tten wir einen Trend.\u201c Wie sehen die Zahlen nun f\u00fcr 2025 aus?\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eDer Trend ist da und wissenschaftlich best\u00e4tigt\u201c, sagt Christian Rindsf\u00fc\u00dfer heute. F\u00fcr den Landkreis Augsburg lagen die Geburten im vergangenen Jahr bei gesch\u00e4tzt 2119, eine gesicherte statistische Zahl liegt aktuell noch nicht vor. Genau das sp\u00fcrt das Kita-Zentrum St. Simpert vor allem in den Krippengruppen. G\u00fcnter Groll berichtet von Gemeinden, in denen es statt vier Krippengruppen aktuell nur noch zweieinhalb gibt. Die Frage f\u00fcr das Kita-Zentrum ist nun: Was passiert mit dem Personal?\n  <\/p>\n<p>            Diedorf erm\u00f6glicht besseren Betreuungsschl\u00fcssel in der Kita<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    St. Simpert schweben aktuell mehrere L\u00f6sungen vor. \u201eMan kann mal ein Jahr abwarten und schauen, wie sich das entwickelt\u201c, so der kaufm\u00e4nnische Leiter. Doch Personal zu halten, sei teuer. Dabei sei man auf politische Hilfe angewiesen. Wie etwa in <a href=\"https:\/\/augsburger-allgemeine.de\/augsburg-land\/ort\/Diedorf\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Diedorf<\/a>: Dort hat der Hauptverwaltungsausschuss vor wenigen Tagen beschlossen, einen besseren Betreuungsschl\u00fcssel zu erm\u00f6glichen. Das  bedeutet: In den Diedorfer Kitas unter St. Simpert-F\u00fchrung werden im kommenden Kindergartenjahr ab September 2026 weniger Kinder von einer Betreuungskraft versorgt. Im Schnitt sind es dann 7,5, zuvor lag der Wert bei rund zehn Kindern pro Erzieherin oder Kinderpflegerin. G\u00fcnter Groll hat noch weitere Ans\u00e4tze.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eWir bieten dem Personal an, als Springerin zu arbeiten und im Umkreis von 40 Kilometern in Kitas auszuhelfen, an denen gerade ein Mangel besteht\u201c, beschreibt er. Der Fahrtweg gelte dabei als Arbeitszeit, erkl\u00e4rt er einen weiteren Anreiz. Im Idealfall k\u00f6nnte es sich ergeben, dass eine Erzieherin oder Kinderpflegerin sich am neuen Einsatzort so wohlf\u00fchlt, dass sie dort fest einsteigen m\u00f6chte. Doch auch diese Zusagen helfen nicht mehr \u00fcberall. In anderen Landkreisen, etwa im Raum Aichach, muss das Kita-Zentrum St. Simpert auch betriebsbedingte K\u00fcndigungen aussprechen.\n  <\/p>\n<p>            Schulkindbetreuung in Ganztagsschulen als Ausweg?<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wo k\u00f6nnten diese Kinderpflegerinnen und Erzieherinnen in Zukunft einen Arbeitsplatz finden? \u201eWahrscheinlich in der Schulkindbetreuung an den Grundschulen\u201c, meint G\u00fcnter Groll mit Blick auf die kommenden Jahre. Doch auch das wird wohl nur ein Job auf Zeit sein. Denn ab 2033 werden die ersten geburtenschwachen Jahrg\u00e4nge, die aktuell vom Krippen- in den Kindergartenbereich wandern, bereits die weiterf\u00fchrenden Schulen erreicht haben, erinnert Christian Rindsf\u00fc\u00dfer.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wie sich die Entwicklung auf die Berufsplanung einer jungen Frau und ihrer Klassenkameradinnen auswirkt,<a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg-land\/ausbildung-zur-erzieherin-warum-fehlen-im-landkreis-augsburg-plaetze-fuer-das-berufspraktikum-114396872\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\"> lesen Sie hier<\/a>.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr G\u00fcnter Groll ist es schlichtweg eine Katastrophe. 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