{"id":1122315,"date":"2026-06-26T03:48:24","date_gmt":"2026-06-26T03:48:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1122315\/"},"modified":"2026-06-26T03:48:24","modified_gmt":"2026-06-26T03:48:24","slug":"vertrauliche-unterlagen-bis-zu-72-milliarden-euro-staatseinstieg-bei-knds-wird-teurer-als-erwartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1122315\/","title":{"rendered":"Vertrauliche Unterlagen: Bis zu 7,2 Milliarden Euro \u2013 Staatseinstieg bei KNDS wird teurer als erwartet"},"content":{"rendered":"<p>Der Bund pr\u00fcft den Einstieg bei KNDS \u2013 und k\u00f6nnte daf\u00fcr deutlich mehr zahlen, als das eigene Gutachten nahelegt. W\u00e4hrend eine Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft den Panzerbauer mit bis zu 17,4 Milliarden Euro bewertet, steht ein deutlich h\u00f6herer Kaufpreis im Raum.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der Bund muss nach Informationen des \u201eSpiegel\u201c bis zu 7,2 Milliarden Euro f\u00fcr den Einstieg beim Panzerhersteller KNDS zahlen. Das geht aus vertraulichen Unterlagen hervor, die die Bundesregierung den Haush\u00e4ltern des Bundestages zur Verf\u00fcgung gestellt hat. Am Freitag soll der Haushaltsausschuss \u00fcber den Kauf von 40 Prozent der Anteile an dem deutsch-franz\u00f6sischen Unternehmen abstimmen.<\/p>\n<p>Das federf\u00fchrende Bundeswirtschaftsministerium hat in den vergangenen Monaten \u00fcber den Einstieg mit den Eigent\u00fcmerfamilien verhandelt, die den deutschen Unternehmensteil besitzen. Ihre restlichen Anteile sollen, zusammen mit Anteilen der franz\u00f6sischen Seite, im Juli an die B\u00f6rse gebracht werden.<\/p>\n<p>Der Kaufpreis f\u00fcr die 40 Prozent an KNDS ist noch nicht fix. Bund und Eigent\u00fcmerfamilien haben sich auf \u201eeine Kaufpreisformel f\u00fcr den Erwerb von 40 Prozent der Anteile an KNDS NV geeinigt\u201c, welche auf dem Ausgabepreis der Aktien \u201ezuz\u00fcglich eines markt\u00fcblichen Paketaufschlags basiert und au\u00dferdem die Kursentwicklung der Monate nach IPO ber\u00fccksichtigt\u201c. So hei\u00dft es in einer vertraulichen Vorlage an die Haush\u00e4lter, die dem \u201eSpiegel\u201c vorliegt.<\/p>\n<p>Die Parlamentarier d\u00fcrften sich in der Sondersitzung des Ausschusses daf\u00fcr interessieren, ob der Kaufpreis gerechtfertigt ist. Daf\u00fcr finden sie in den geheimen Unterlagen Anhaltspunkte. Einer ist der Wert von KNDS, den die Bundesregierung von der Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft PWC sch\u00e4tzen lie\u00df. Sie kam dabei offenbar auf einen Unternehmenswert von 13,4 bis 17,4 Milliarden Euro. Das ist weniger als die Einsch\u00e4tzungen, die auf Unternehmensseite kursieren.<\/p>\n<p>Bei einem Firmenwert von 13,4 Milliarden Euro w\u00e4ren die Anteile von 40 Prozent etwas mehr als f\u00fcnf Milliarden Euro wert, bei einem Firmenwert von 17,4 Milliarden Euro w\u00e4ren es knapp sieben Milliarden Euro. W\u00fcrde der Staat am Ende 7,2 Milliarden Euro zahlen, w\u00e4re das mehr als der von seinem Gutachter veranschlagte Firmenwert.<\/p>\n<p>Kontrovers diskutiert werden k\u00f6nnte auch ein anderer Kostenpunkt, der in der vertraulichen Haush\u00e4lterunterlage steht. Demnach soll der Deal als sogenanntes Zuweisungsgesch\u00e4ft \u00fcber die KfW abgewickelt werden. F\u00fcr die Beteiligungsverwaltung werden Kosten von 350 Millionen Euro j\u00e4hrlich veranschlagt.<\/p>\n<p>nw<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Bund pr\u00fcft den Einstieg bei KNDS \u2013 und k\u00f6nnte daf\u00fcr deutlich mehr zahlen, als das eigene Gutachten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1122316,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,30,171,174,110,1283,740,5694,63401,45,173,172],"class_list":["post-1122315","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unternehmen-maerkte","tag-business","tag-companies","tag-companies-markets","tag-deutschland","tag-germany","tag-markets","tag-maerkte","tag-newsteam","tag-panzer","tag-rheinmetall","tag-ruestung","tag-ruestungsindustrie-ks","tag-texttospeech","tag-unternehmen","tag-unternehmen-maerkte"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116814368773561011","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1122315","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1122315"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1122315\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1122316"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1122315"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1122315"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1122315"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}