{"id":1123224,"date":"2026-06-26T12:45:16","date_gmt":"2026-06-26T12:45:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1123224\/"},"modified":"2026-06-26T12:45:16","modified_gmt":"2026-06-26T12:45:16","slug":"waehrend-trump-die-usa-als-weltmacht-feiert-bricht-ihr-ansehen-dramatisch-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1123224\/","title":{"rendered":"W\u00e4hrend Trump die USA als Weltmacht feiert, bricht ihr Ansehen dramatisch ein"},"content":{"rendered":"<p>Der US-Pr\u00e4sident l\u00e4dt heute zur gro\u00dfen Geburtstagsfeier in Washington und stellt sich einmal mehr in den Mittelpunkt. Das Bild der USA allerdings hat sich in seiner Amtszeit enorm gewandelt, wie eine globale Umfrage zeigt. Besonders ein Wert ist eingebrochen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Um 19 Uhr Ostk\u00fcstenzeit soll Donald Trump die gro\u00dfe B\u00fchne auf der National Mall in Washington betreten, um nach seinen Worten die \u201egro\u00dfartigste Kundgebung aller Zeiten\u201c zu er\u00f6ffnen. Titel: \u201eAmerica is back\u201c. US-Kampfjets werden durch den Himmel \u00fcber der Hauptstadt jagen, Milit\u00e4rkapellen spielen Lieder, exklusiv ausgew\u00e4hlt vom US-Pr\u00e4sidenten. Trump wird eine vermutlich lange Rede halten. <\/p>\n<p>Es ist der Startschuss zu den zweiw\u00f6chigen Geburtstagsfeiern anl\u00e4sslich des 250. Jubil\u00e4ums am 4. Juli. Ein halbes Dutzend K\u00fcnstler hatte vor einigen Wochen ihr Engagement bei der Hauptveranstaltung in Washington abgesagt, weil sie nicht Teil einer aus ihrer Sicht parteiischen Feier werden wollten. Daraufhin entschied Trump, dass <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/newsticker\/dpa_nt\/infoline_nt\/politik_ausland_nt\/article6a22bc0ea85ce647df472543\/nach-absagen-trump-streicht-konzerte-bei-us-jubilaeumsfeier.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/newsticker\/dpa_nt\/infoline_nt\/politik_ausland_nt\/article6a22bc0ea85ce647df472543\/nach-absagen-trump-streicht-konzerte-bei-us-jubilaeumsfeier.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die \u201e\u00fcberbezahlten\u201c S\u00e4nger ohnehin besser zu Hause blieben<\/a>. <\/p>\n<p>Stattdessen k\u00fcrte er sich selbst zur Hauptattraktion einer Feier, die f\u00fcr eine riesige, vielf\u00e4ltige Nation und ein Vierteljahrtausend US-amerikanischer Geschichte steht. Nach einer <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.pewresearch.org\/global\/2026\/06\/23\/trump-gets-negative-reviews-internationally-as-fewer-say-u-s-is-a-reliable-partner\/?_gl=1*fouwxt*_up*MQ..*_gs*MQ..&amp;gclid=EAIaIQobChMI-b2i1bqflQMVPJKDBx17hwqLEAAYASAAEgL6zvD_BwE&amp;gbraid=0AAAAA-ddO9Fa80G6n6-8Q-I6g-mYFvke9\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.pewresearch.org\/global\/2026\/06\/23\/trump-gets-negative-reviews-internationally-as-fewer-say-u-s-is-a-reliable-partner\/?_gl=1*fouwxt*_up*MQ..*_gs*MQ..&amp;gclid=EAIaIQobChMI-b2i1bqflQMVPJKDBx17hwqLEAAYASAAEgL6zvD_BwE&amp;gbraid=0AAAAA-ddO9Fa80G6n6-8Q-I6g-mYFvke9&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">am Dienstag ver\u00f6ffentlichten Umfrage <\/a>zu urteilen, ist das keine gute Entscheidung. Denn der Republikaner sorgt in seiner zweiten Amtszeit erneut daf\u00fcr, dass der Ruf der Vereinigten Staaten in der Welt neue Negativrekorde erreicht.<\/p>\n<p>Laut der Erhebung des Thinktanks Pew Research haben weltweit im Mittelwert 37 Prozent der Menschen ein positives Bild von den USA, w\u00e4hrend 57 Prozent die Vereinigten Staaten negativ sehen. Noch schlechter f\u00e4llt die Antwort auf die Frage aus, wie viel Vertrauen sie in Trumps F\u00fchrung in der Weltpolitik haben. Das liegt im Median bei nur 23 Prozent.<\/p>\n<p>Der Wert ist in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten besonders stark gesunken, etwa nach Trumps Entscheidung, Handelspartner mit hohen Z\u00f6llen zu belegen, Reiseverbote f\u00fcr Menschen aus muslimischen L\u00e4ndern zu verh\u00e4ngen, mit harter Hand gegen illegale Migranten vorzugehen oder den Iran anzugreifen. <\/p>\n<p>In Europa liegt das Vertrauen mit 19 Prozent sogar noch niedriger, unter den Bundesb\u00fcrgern sind es mit 16 Prozent noch einmal weniger. Dieser R\u00fcckgang ist auff\u00e4llig im Vergleich zu den Zahlen aus der Regierungszeit von Trumps demokratischem <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article69442c2560138990784c1bc0\/donald-trump-verhoehnt-mehrere-vorgaenger-mit-neuen-tafeln-sleepy-joe-schrecklich-einseitig.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article69442c2560138990784c1bc0\/donald-trump-verhoehnt-mehrere-vorgaenger-mit-neuen-tafeln-sleepy-joe-schrecklich-einseitig.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vorg\u00e4nger Joe Biden<\/a>. So sagten 60 Prozent der Deutschen vor drei Jahren, dass die USA die Interessen anderer L\u00e4nder ber\u00fccksichtigten. Jetzt liegt dieser Anteil bei 23 Prozent. <\/p>\n<p>\u201eStimmung schlechter als zu Zeiten von George W. Bush\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie Stimmung in Deutschland gegen\u00fcber den USA ist mittlerweile ebenso schlecht oder schlechter als zu Zeiten von George W. Bush, als <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/irakkrieg\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/irakkrieg\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">der Irak-Krieg<\/a> in Europa und weiten Teilen der Welt auf massive Ablehnung stie\u00df\u201c, hei\u00dft es in der repr\u00e4sentativen Studie, an der zwischen Februar und Mai dieses Jahres mehr als 42.000 Befragte in 36 Staaten teilnahmen. <\/p>\n<p>Auch der mitunter sehr konfrontative Vorwurf der US-Regierung, dass Deutschland und andere europ\u00e4ische Staaten ihre eigenen B\u00fcrger zensierten und keine Presse- und Meinungsfreiheit erlaubten, tr\u00e4gt zum Negativbild bei. Die US-Regierung teilt diese Einsch\u00e4tzung allerdings nicht. <\/p>\n<p>\u201eMeiner Ansicht nach verfolgen die USA das Ziel, in der europ\u00e4ischen \u00d6ffentlichkeit mehr Verst\u00e4ndnis f\u00fcr bestimmte Positionen zu schaffen: dass Masseneinwanderung Gesellschaften belastet, dass Europa st\u00e4rker f\u00fcr seine eigene Verteidigung sorgen sollte und dass Regierungen sich um die \u00f6ffentliche Sicherheit k\u00fcmmern sollten, anstatt \u00c4u\u00dferungen in den sozialen Medien zu kontrollieren\u201c, sagt Sarah Rogers im Gespr\u00e4ch mit WELT. <\/p>\n<p>Rogers ist im US-Au\u00dfenministerium zust\u00e4ndig f\u00fcr Public Diplomacy. Weder das amerikanische Volk noch seine gew\u00e4hlten Vertreter h\u00e4tten ein Interesse daran, Europa grundlos zu ver\u00e4rgern. Aber es sei wichtig, diese Themen anzusprechen, \u201eweil wir letztlich alle im selben Boot sitzen\u201c.<\/p>\n<p>Die Vereinigten Staaten galten seit dem Zweiten Weltkrieg in vielen Staaten der Welt als ein Garant f\u00fcr Frieden und Sicherheit. Auch dieses Bild hat sich seit Trumps R\u00fcckkehr ins Wei\u00dfe Haus stark gewandelt. Zwar gibt es Ausnahmen. Auf den Philippinen (77 Prozent), in Kenia (74 Prozent) und in <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article6a25c528f5733f3ac10b0070\/iran-krieg-du-solltest-besser-vorsichtig-sein-trump-warnt-netanjahu-vor-alleingang.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article6a25c528f5733f3ac10b0070\/iran-krieg-du-solltest-besser-vorsichtig-sein-trump-warnt-netanjahu-vor-alleingang.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Israel<\/a> (73 Prozent) sind die Menschen mehrheitlich der Ansicht, dass die USA zur globalen Stabilit\u00e4t beitragen.<\/p>\n<p>Doch in 19 der 22 L\u00e4nder, f\u00fcr die Vergleichsdaten vorliegen, ist diese \u00dcberzeugung zur\u00fcckgegangen. In Schweden, den Niederlanden, Polen, Kanada und Australien fiel sie um 30 Prozentpunkte oder mehr. <\/p>\n<p>Eklatant ist der R\u00fcckgang auch in Hinsicht auf die Frage, ob Trumps USA ein verl\u00e4sslicher Partner sind. <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article6995582e1c0969f8b07a78a2\/spannungen-mit-usa-die-welt-hat-sich-veraendert-kanada-ruestet-massiv-auf.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article6995582e1c0969f8b07a78a2\/spannungen-mit-usa-die-welt-hat-sich-veraendert-kanada-ruestet-massiv-auf.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">In Kanada<\/a>, dem gro\u00dfen Nachbarland, denken das aktuell nur noch 35 Prozent der B\u00fcrger. Vor vier Jahren waren es noch 83 Prozent. <\/p>\n<p>Ein interessanter Aspekt der Umfrage ist, wie sehr Trumps au\u00dfenpolitische und au\u00dfenwirtschaftliche Entscheidungen seiner Beliebtheit unter Anh\u00e4ngern rechtspopulistischer Parteien schaden. <\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist diese im vergangenen Jahr merklich gesunken, ausgel\u00f6st etwa durch seine Kommentare zu Gr\u00f6nland, seine Zollpolitik oder den <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article6a3adef4c6dcffe46c08eb60\/nahost-krieg-iran-widerspricht-darstellung-trumps.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article6a3adef4c6dcffe46c08eb60\/nahost-krieg-iran-widerspricht-darstellung-trumps.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Iran-Krieg<\/a>. So hatten im vergangenen Jahr beispielsweise 43 Prozent der W\u00e4hler der niederl\u00e4ndischen PVV von Geert Wilders Vertrauen in Trump. Aktuell sind es 27 Prozent. <\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/stefanie-bolzen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/stefanie-bolzen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>Stefanie Bolzen<\/b><\/a><b> berichtet f\u00fcr WELT seit 2023 als US-Korrespondentin aus Washington, D.C. Zuvor war sie Korrespondentin in London und Br\u00fcssel.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der US-Pr\u00e4sident l\u00e4dt heute zur gro\u00dfen Geburtstagsfeier in Washington und stellt sich einmal mehr in den Mittelpunkt. 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