{"id":1123522,"date":"2026-06-26T15:32:18","date_gmt":"2026-06-26T15:32:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1123522\/"},"modified":"2026-06-26T15:32:18","modified_gmt":"2026-06-26T15:32:18","slug":"lammy-britische-aussenpolitik-bleibt-trotz-regierungswechsel-unveraendert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1123522\/","title":{"rendered":"Lammy: Britische Au\u00dfenpolitik bleibt trotz Regierungswechsel unver\u00e4ndert"},"content":{"rendered":"<p>Das Vereinigte K\u00f6nigreich will seine Au\u00dfenpolitik unver\u00e4ndert fortsetzen, wenn die Labour-Partei ihren neuen Vorsitzenden und Premierminister benennt. Das sagte Vizepremierminister David Lammy in der Sendung Europe Today, nachdem der scheidende Premier Keir Starmer einen \u201egeordneten \u00dcbergang\u201c zu einer neuen Labour-Regierung zugesichert hatte.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>\u201eAn unserer Au\u00dfenpolitik wird sich ganz sicher nichts \u00e4ndern\u201c, sagte Lammy in einem Interview am Rande der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz in Danzig in Polen. Dort sagte das Vereinigte K\u00f6nigreich weitere 290 Millionen Pfund (340 Millionen Euro) f\u00fcr den Wiederaufbau der Ukraine und ihre Energiesicherheit zu.<\/p>\n<p>\u201eWir stehen seit mehreren Regierungen fest an der Seite der Ukraine, und das bleibt so\u201c, erg\u00e4nzte er. \u201eUnd wir haben ganz deutlich gemacht: Wir kn\u00fcpfen wieder an die Weltgemeinschaft an, setzen auf einen Neustart mit Europa \u2013 all das f\u00fchren wir fort.\u201c<\/p>\n<p>Keir Starmer hat am Montag einen Fahrplan f\u00fcr seinen R\u00fccktritt vorgelegt. In der Partei mehren sich die Rufe nach einem Wechsel an der Spitze, weil Labour in den Umfragen Unterst\u00fctzung verliert \u2013 zugunsten von Nigel Farages rechtsextremer Partei Reform UK, die derzeit an der Spitze der Umfragen steht.<\/p>\n<p>Der fr\u00fchere B\u00fcrgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, wird derzeit <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/06\/24\/grossbritannien-burnham-favorit-amt-premierminister\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><strong>als Favorit gehandelt<\/strong><\/a>, das Amt wohl ohne Gegenkandidaten zu \u00fcbernehmen und k\u00f6nnte bereits am 17. Juli im Amt sein. Starmer soll Burnham schon jetzt Regierungsunterlagen zug\u00e4nglich machen, um einen reibungslosen \u00dcbergang zu sichern.<\/p>\n<p>Lammy, der bis vergangenen September Au\u00dfenminister des Vereinigten K\u00f6nigreichs war und lange als treuer Weggef\u00e4hrte Starmers galt, erkl\u00e4rte zugleich, Burnham k\u00f6nne auf seine \u201evolle Unterst\u00fctzung\u201c z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Von einer Regierung unter Burnham wird weithin erwartet, dass sie Starmers zentrale au\u00dfenpolitische Linien fortf\u00fchrt. Dazu geh\u00f6rt insbesondere, die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen mit der Europ\u00e4ischen Union zu vertiefen und so die durch das Brexit-Referendum entstandenen H\u00fcrden f\u00fcr Zusammenarbeit abzubauen.<\/p>\n<p>Der f\u00fcr den 22. Juli geplante EU-UK-Gipfel, auf dem beide Seiten Vereinbarungen zu Agrar- und Lebensmitteleinfuhren, Emissionshandel und Jugendmobilit\u00e4t besiegeln wollten, ist wegen des politischen Umbruchs in London verschoben worden.<\/p>\n<p>Lammy: Jetzt Ukraine im Kampf halten<\/p>\n<p>Lammy sagte Europe Today, er erwarte, dass der derzeitige Schwung in der Ukraine-Politik in den NATO-Gipfel in Ankara am 7. und 8. Juli hineinwirkt. Zuvor hatte es beim G7-Gipfel in Frankreich in der vergangenen Woche einen seltenen Moment transatlantischer Einigkeit zur Ukraine gegeben.<\/p>\n<p>Eine von allen G7-Staats- und Regierungschefs, darunter US-Pr\u00e4sident Donald Trump, verabschiedete gemeinsame Erkl\u00e4rung zur Ukraine hat in Europa die Hoffnung gen\u00e4hrt, dass Washington seine Unterst\u00fctzung f\u00fcr Kyjiw festigt und den Druck auf Moskau erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>\u201eIch glaube, wir werden in der NATO in den kommenden Wochen sehen, dass die Vereinigten Staaten wahrnehmen, wie die Europ\u00e4er bei Verteidigungszusagen und Ausgaben in ganz Europa nachlegen\u201c, sagte Lammy.<\/p>\n<p>Trumps Frust \u00fcber die europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten, die ihm im Konflikt mit Iran nur z\u00f6gerlich beistehen und den USA vielfach die Nutzung ihrer St\u00fctzpunkte verweigern, sch\u00fcrt allerdings die Sorge, Washington k\u00f6nne sich aus Vergeltung aus der Ukraine zur\u00fcckziehen.<\/p>\n<p>Lammy mahnte jedoch an, anzuerkennen, dass europ\u00e4ische St\u00fctzpunkte \u2013 auch im Vereinigten K\u00f6nigreich \u2013 genutzt worden seien, um die Eins\u00e4tze in der Stra\u00dfe von Hormus zu unterst\u00fctzen. Er verwies zudem auf die Arbeit Starmers und des franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Emmanuel Macron beim Aufbau der \u201eKoalition der Willigen\u201c, eines B\u00fcndnisses von Partnern, das sich darauf vorbereitet, die Wasserstra\u00dfe zu r\u00e4umen und die freie Schifffahrt in der Stra\u00dfe von Hormus zu sichern, sobald ein dauerhafter Friedenspakt steht.<\/p>\n<p>\u201eAus all diesen Gr\u00fcnden rechne ich mit einem erfolgreichen NATO-Gipfel\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Zugleich k\u00fcndigte Lammy an, den wirtschaftlichen Druck auf Russland weiter zu erh\u00f6hen, indem London \u201eschmutzigem russischem Geld, das diesen Krieg finanziert\u201c, nachgeht und es austrocknet. Jetzt sei der Moment, \u201edie Ukraine im Kampf zu halten\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Vereinigte K\u00f6nigreich will seine Au\u00dfenpolitik unver\u00e4ndert fortsetzen, wenn die Labour-Partei ihren neuen Vorsitzenden und Premierminister benennt. 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