{"id":1124121,"date":"2026-06-26T21:11:19","date_gmt":"2026-06-26T21:11:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1124121\/"},"modified":"2026-06-26T21:11:19","modified_gmt":"2026-06-26T21:11:19","slug":"eu-erweiterung-bruessel-will-beitrittskandidaten-schon-vor-der-aufnahme-wirtschaftliche-vorteile-gewaehren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1124121\/","title":{"rendered":"EU-Erweiterung: Br\u00fcssel will Beitrittskandidaten schon vor der Aufnahme wirtschaftliche Vorteile gew\u00e4hren"},"content":{"rendered":"<p>Die Europ\u00e4ische Kommission arbeitet an einem neuen Modell, das EU-Beitritts-Kandidaten bereits vor einer Vollmitgliedschaft schrittweise wirtschaftliche Vorteile verschaffen soll. Nach Informationen von <a href=\"https:\/\/www.politico.eu\/article\/inside-the-eus-latest-plan-to-keep-would-be-members-close\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Politico<\/a> sollen Kandidatenstaaten Zugang zu ausgew\u00e4hlten EU-F\u00f6rderprogrammen, bevorzugten Handelsregelungen und Teilen des Binnenmarkts erhalten, sofern sie Reformen umsetzen und sich schrittweise an EU-Recht ann\u00e4hern. Die Europ\u00e4ische Kommission will damit den Erweiterungsprozess beschleunigen, ohne die Voraussetzungen f\u00fcr eine Mitgliedschaft zu senken.<\/p>\n<p>                <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/717091210_highres-scaled-6-1024x685.jpg\" alt=\"Adam Warzawa\/EPA\/Keystone\" itemprop=\"contentUrl\" class=\"story-img story-img--landscape\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\/><\/p>\n<p>                                                    Ursula von der Leyen an einer Ukraine-Konferenz in Gdansk<br \/>\n                                                                            <\/p>\n<p>                                        Adam Warzawa\/EPA\/Keystone<\/p>\n<p>Das Konzept der \u00abschrittweisen Integration\u00bb unterscheidet sich von fr\u00fcheren Vorschl\u00e4gen einer \u00abMitgliedschaft light\u00bb, die einzelnen Staaten bereits vor einem vollst\u00e4ndigen Beitritt politische Mitwirkungsrechte einger\u00e4umt h\u00e4tten. Diese Pl\u00e4ne scheiterten am Widerstand mehrerer EU-Staaten. Nun sollen Beitrittskandidaten ausschliesslich wirtschaftliche Vorteile erhalten, w\u00e4hrend politische Rechte weiterhin erst mit einer Vollmitgliedschaft verbunden bleiben.<\/p>\n<p>Nach Angaben von EU-Beamten soll der Umfang der Verg\u00fcnstigungen vom Reformfortschritt jedes einzelnen Landes abh\u00e4ngen. Ziel sei es, Anreize f\u00fcr politisch schwierige Reformen zu schaffen, obwohl ein EU-Beitritt vieler Kandidaten noch Jahre entfernt liegt. Die Kommission hofft, dass die Mitgliedstaaten auf einem Europ\u00e4ischen Rat im Oktober oder Dezember die Ausarbeitung eines entsprechenden Rahmens billigen werden. Unterst\u00fctzung f\u00fcr \u00e4hnliche Modelle h\u00e4tten sich bereits Frankreich und Deutschland ausgesprochen.<\/p>\n<p>Hintergrund der Initiative ist der Wunsch vieler Regierungen, die EU-Erweiterung angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine voranzutreiben, ohne die Beitrittskriterien aufzuweichen. Die EU z\u00e4hlt derzeit neun offizielle Beitrittskandidaten. Montenegro gilt als aussichtsreichster Kandidat, w\u00e4hrend die Ukraine und Moldau bereits Beitrittsverhandlungen aufgenommen haben. Beide L\u00e4nder haben jedoch deutlich gemacht, dass eine schrittweise Integration aus ihrer Sicht keinen Ersatz f\u00fcr eine vollst\u00e4ndige EU-Mitgliedschaft darstellen darf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Europ\u00e4ische Kommission arbeitet an einem neuen Modell, das EU-Beitritts-Kandidaten bereits vor einer Vollmitgliedschaft schrittweise wirtschaftliche Vorteile verschaffen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1124122,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,37170,508,548,663,158,3934,3935,13,3659,14,15,16,21904,12,55],"class_list":["post-1124121","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-binnenmarkt","tag-diplomatie","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-headlines","tag-integration","tag-nachrichten","tag-news","tag-politik","tag-reformen","tag-schlagzeilen","tag-wirtschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1124121","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1124121"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1124121\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1124122"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1124121"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1124121"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1124121"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}