{"id":1124450,"date":"2026-06-27T00:17:10","date_gmt":"2026-06-27T00:17:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1124450\/"},"modified":"2026-06-27T00:17:10","modified_gmt":"2026-06-27T00:17:10","slug":"dieser-wald-ist-nicht-verhandelbar-kreuzer-online","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1124450\/","title":{"rendered":"\u00bbDieser Wald ist nicht verhandelbar\u00ab \u2014 kreuzer online"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr die meisten relativ \u00fcberraschend kam aus der Leipziger Stadtverwaltung vor gut zwei Wochen ein neuer Vorschlag bez\u00fcglich der verfahrenden Situation rund um die Grundst\u00fccke am Cottaweg und die Ausbreitungsinteressen von RB Leipzig. Statt des Festplatzes am Cottaweg \u2013 auf dem halbj\u00e4hrlich die Kleinmesse stattfindet \u2013 sollte der angrenzende Wald an der Capastra\u00dfe an RB Leipzig verkauft werden, damit der Verein dort sein Trainingsgel\u00e4nde erweitern kann. Ein im Jahr 2025 vom Stadtrat beschlossener Plan beinhaltete eigentlich die Suche nach einem Ausweichplatz f\u00fcr die Kleinmesse, damit RB Leipzig sein Trainingsgel\u00e4nde auf der bereits betonierten Fl\u00e4che erweitern kann. Doch nun kam aus dem Rathaus der Vorschlag, stattdessen den Wald an RB zu verkaufen und somit die Interessen der Kleinmesse und des Fu\u00dfballvereins zu befriedigen.<\/p>\n<p>Daraufhin mobilisierten die gro\u00dfen Leipziger Umweltschutzverb\u00e4nde gemeinsam zu einer Demo f\u00fcr den Erhalt des Waldes, da sie die Interessen an Natur und Umwelt nicht ausreichend ber\u00fccksichtigt sehen.<\/p>\n<p><strong><br \/>Viele Demoteilnehmende trotz hoher Temperaturen<\/strong><\/p>\n<p>Trotz Temperaturen um die 35 Grad kamen nach Angaben des Bund Naturschutzes rund 2000 Menschen. Die Demonstration begann direkt vor dem Festplatz auf der Jahnallee mit Redebeitr\u00e4gen der verschiedenen Organisationen. Diese richteten sich weder gegen den Fu\u00dfballverein mit dem \u00f6sterreichischen Sponsor noch gegen die Kleinmesse, sondern betonten, dass auch die Natur ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcsse, was in dem bisherigen Vorschlag nicht ausreichend geschehen sei.<\/p>\n<p>Tony Kremser vom Nabu Leipzig wies in seinem Redebeitrag darauf hin, dass der Wald das Zuhause vieler Tiere sei. Man k\u00f6nne das nicht einfach abholzen und ein paar Kilometer weiter einen neuen Wald pflanzen und erwarten, dass die Tiere in ein paar Jahren dorthin umziehen w\u00fcrden. Au\u00dferdem sei der Wald ein wichtiges Verbindungsst\u00fcck, das den n\u00f6rdlichen mit dem s\u00fcdlichen Auwald verbindet. Dieser Wald sei wichtig, da er den Austausch von Tieren und Pflanzen zwischen den zwei Teilen erm\u00f6glichte.<\/p>\n<p>Doch nicht nur f\u00fcr die Tiere und Pflanzen hat der Wald eine wichtige Bedeutung, wie die Ines Wangemann, Rednerin\u00a0der Initiative Stadtnatur betonte. Der Wald \u00fcbernehme eine wichtige klima\u00f6kologische Funktion, in dem er die Luft k\u00fchlt. Ein Effekt, der nicht nur im, sondern auch angrenzend an den Wald sp\u00fcrbar ist. Gerade in einer so hei\u00dfen Woche, wie dieser sei das besonders sp\u00fcrbar. Im Redebeitrag von Fridays for Future wurde darauf hingewiesen, dass angesichts des Klimanotstands, die Abholzung von W\u00e4ldern auch \u00bbeinfach nicht mehr drin sei\u00ab. Mit dem Statement von Bo\u017eena Nawka der Rednerin vom \u00d6kol\u00f6wen \u2013 \u00bbdieser Wald ist nicht verhandelbar\u00ab \u2013 endete die Auftaktveranstaltung am Festplatz und die Demonstration zog los.<\/p>\n<p>Alterm\u00e4\u00dfig gemischt hatten die Teilnehmenden unterschiedliche Motivationen, an diesem Tag den See gegen einen Spaziergang durch den Leipziger Westen zu tauschen. Anwohnerinnen erz\u00e4hlen, dass sie Angst, der L\u00e4rm von der Kleinmesse k\u00f6nne zunehmen, wenn der Schallschutz durch den Wald wegf\u00e4llt. <a>Marco, ein j\u00fcngerer Demoteilnehmer will RB die rote Karte zeigen, da er der Meinung ist, dass nicht jede Fl\u00e4che bebaut werden m\u00fcsse, sondern im Gegenteil das Gr\u00fcn Leipzig ausmache. \u00bbEigentlich fand ich es gar nicht schlimm, dass der Wald abgeholzt wird. Dann habe ich mich mit den Gegenargumenten besch\u00e4ftigt und finde jetzt doch, dass dringend eine Alternative gefunden werden muss\u00ab, erz\u00e4hlt dagegen der Leipziger Dietmar. Karin und Volker, geb\u00fcrtige Leipziger, sehen das Gute an der Kleinmesse und ihrem aktuellen Standort, wollen aber auf der anderen Seite nicht, dass der Wald f\u00fcr neue Trainingspl\u00e4tze abgeholzt wird. An das Rathaus adressiert hat Karin das Gef\u00fchl, dass sich \u00bbdie Stadt hier \u00fcber die Meinungen der Bev\u00f6lkerung <\/a>hinwegsetzt\u00ab.<\/p>\n<p>Auch wegen der f\u00fcr die Stadt scheinbar unerwartet starken Kritik aus der Bev\u00f6lkerung, von Vereinen und von Fraktionen wurde die Entscheidung \u00fcber den Verkauf erst einmal vertagt. Stattdessen werden in der Stadtratssitzung am 1. Juli jetzt drei Einwohner- und Einwohnerinnen Anfragen zu diesem Thema behandelt. Die Entscheidung bez\u00fcglich des Verkaufs wurde auf die Stadtratssitzung nach der Sommerpause verschoben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr die meisten relativ \u00fcberraschend kam aus der Leipziger Stadtverwaltung vor gut zwei Wochen ein neuer Vorschlag bez\u00fcglich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1124451,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1832],"tags":[4652,237245,5252,3364,3387,507,29,30,20969,71,953,237246,53703,3494,859],"class_list":["post-1124450","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-leipzig","tag-wald","tag-abholzen","tag-artenschutz","tag-de","tag-demo","tag-demonstration","tag-deutschland","tag-germany","tag-kleinmesse","tag-leipzig","tag-naturschutz","tag-raba","tag-rasenballsport","tag-rb","tag-sachsen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116819201081529563","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1124450","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1124450"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1124450\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1124451"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1124450"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1124450"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1124450"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}