{"id":112606,"date":"2025-05-15T13:27:13","date_gmt":"2025-05-15T13:27:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/112606\/"},"modified":"2025-05-15T13:27:13","modified_gmt":"2025-05-15T13:27:13","slug":"autonomes-fahren-hannover-selbstfahrender-linienbus-fuer-die-linie-906","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/112606\/","title":{"rendered":"Autonomes Fahren: Hannover selbstfahrender Linienbus f\u00fcr die Linie 906"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Autonomes Fahren: Hannover selbstfahrender Linienbus f\u00fcr die Linie 906<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>In der Region Hannover soll ab dem dritten Quartal 2025 ein autonom fahrender Linien-Omnibus im realen Stra\u00dfenverkehr Erfahrungen im Probebetrieb sammeln. Das 2017 beschlossene Projekt hat nun alle notwendigen Genehmigungen und selbstverst\u00e4ndlich auch einen geeigneten Wagen.<\/p>\n<p>Die Idee dahinter ist, die Mobilit\u00e4tswende mit autonomen Fahrzeugen im \u00d6PNV auch au\u00dferhalb des Stadtgebiets rund um die Uhr einen Linienverkehr zu erm\u00f6glichen. Das Projekt hei\u00dft daher &#8222;albus&#8220;, wie &#8222;Autonomer Linien-Bus&#8220;. Damit der autonome Omnibus fahren darf, ben\u00f6tigte albus eine Erprobungsgenehmigung des Kraftfahrtbundesamtes (KBA). Sie liegt seit 13. Mai vor und der Betrieb soll schnellstm\u00f6glich aufgenommen werden.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst nur Messfahrten<\/p>\n<p>Vor dem realen Testbetrieb sind aber zun\u00e4chst Messfahrten n\u00f6tig. Mit den Daten, die das Fahrzeug auf ihnen \u00fcber seinen zuk\u00fcnftigen Linienweg und dessen Umgebung lernt, soll es sp\u00e4ter hochgenau navigieren k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus muss der Omnibus selbstverst\u00e4ndlich in der Lage sein, in Echtzeit die Verkehrsteilnehmer in seiner Umgebung zu erkennen und entsprechend zu ber\u00fccksichtigen. Nach den ausf\u00fchrlichen Test- und Messfahrten soll im dritten Quartal 2025 eine Anmeldung zum Mitfahren m\u00f6glich sein. Vollj\u00e4hrige Personen k\u00f6nnen sich dazu \u00fcber die Website der \u00dcstra mit einem personalisierten QR-Code oder analog auf Papier anmelden. Das Formular will die \u00dcstra in K\u00fcrze&#8220; zur Verf\u00fcgung stellen. Die Fahrten des Testbetriebs in der ersten Projektphase sind kostenlos. Der Bus verf\u00fcgt \u00fcber eine Rampe und ist f\u00fcr mobilit\u00e4tseingeschr\u00e4nkte Personen zug\u00e4nglich. Das Personal an Bord unterst\u00fctzt bei Bedarf bei Ein- und Ausstieg.<\/p>\n<p>Das Fahrzeug f\u00e4hrt auf einer Linie der \u00dcstra unabh\u00e4ngig vom regul\u00e4ren Linienbetrieb entlang der Bus-Linie 906 in Burgdorf. Diese Strecke f\u00fchrt rund sieben Kilometer lang durch die Stadt und muss im regul\u00e4ren Mischverkehr mit bis zu 40 km\/h bew\u00e4ltigt werden k\u00f6nnen. Auf der Strecke liegen 13 Haltestellen, zehn Ampelkreuzungen, Kreisverkehre und Fu\u00dfg\u00e4nger\u00fcberwege.<\/p>\n<p>Einziges Projekt dieser Dimension in Deutschland<\/p>\n<p>&#8222;Ich freue mich, dass wir hier in der Region Hannover in Sachen \u00d6PNV-Innovationen erneut deutschlandweit vorangehen. Dass wir das k\u00f6nnen, haben wir zuletzt mit dem sprinti bewiesen. Nun machen wir mit dem albus-Projekt weiter. Kein anderes Projekt in Deutschland bringt einen autonomen Bus dieser Gr\u00f6\u00dfe auf die Stra\u00dfe&#8220;, sagt Regionspr\u00e4sident Steffen Krach. Tats\u00e4chlich ist albus das erste Linienbus-Projekt in Deutschland. Ein baugleiches Fahrzeug ist in Stavanger (Norwegen) im regul\u00e4ren \u00d6PNV im Einsatz, unter anderem Finnland, Michigan (USA), Italien, die Schweiz und die Niederlande erproben autonomen Linienverkehr mit diesem Modell.<\/p>\n<p>Eingesetzt wird ein elektrisch angetriebener Omnibus mit 22 Sitzpl\u00e4tzen und einer Reichweite von bis zu 300 Kilometern des Herstellers Karsan Otomotiv Sanayii ve Ticaret A.\u015e. mit Sitz in Bursa in der T\u00fcrkei. Das Modell &#8222;Karsan autonomous e-ATAK&#8220; wurde vom Projektpartner Adastec f\u00fcr den automatisierten Betrieb mit Sensoren, Hardware und Software ausger\u00fcstet. Die Daten liefern wie \u00fcblich LiDAR-, Radar-, Ultraschall- und Infrarotsensoren sowie GNSS zur pr\u00e4zisen Positionsbestimmung und Umfeldwahrnehmung zu erm\u00f6glichen. Das Fahrzeug soll damit auf Ver\u00e4nderungen auf der Strecke und das Verhalten von Verkehrsteilnehmern in Echtzeit reagieren. Zudem ist jederzeit ein Fahrer in der Lage, in die Steuerung einzugreifen.<\/p>\n<p>Technische Aufsicht an Bord<\/p>\n<p>Das Fahrzeug soll Autonomie auf Level 4 beherrschen und damit in einem definierten Betriebsgebiet dauerhaft die Steuerung eines Fahrzeugs bewerkstelligen. Im Notfall bringt die Steuerung den Bus automatisch in einen <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Emergency-Assist-und-Fahrautomatisierung-3089741.html\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">sogenannten risikominimalen Zustand <\/a>. Die Fahrzeuge m\u00fcssten daher nur noch durch eine technische Aufsicht aus der Ferne \u00fcberwacht werden. Mit der Genehmigung, die albus erhalten hat, muss die technische Aufsicht allerdings noch im Fahrzeug stattfinden.<\/p>\n<p>Der Bef\u00fcrchtung, dass die Autonomie von Linien-Bussen zulasten des Personals auswirken k\u00f6nnte, versucht Denise Hain, \u00dcSTRA-Vorst\u00e4ndin und Arbeitsdirektorin entgegenzutreten: &#8222;Das R\u00fcckgrat der \u00dcSTRA bleibt unser Fahrpersonal, das mit Leidenschaft Bus oder Stadtbahn f\u00e4hrt. Daran wird sich in den kommenden Jahren nichts \u00e4ndern. Das autonome Fahren kann, wenn die Technologie ausgereift ist, ein Puzzleteil zur Entlastung sein.&#8220;<\/p>\n<p>Die Region Hannover leitet als Aufgabentr\u00e4gerin des \u00d6PNV das Projekt. Der Betrieb erfolgt durch die \u00dcSTRA. Das Projekt wird vom Bundesministerium f\u00fcr Digitales und Verkehr (BMDV) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages mit rund 3,7 Mio. Euro bis Mitte 2027 gef\u00f6rdert und fortlaufend weiterentwickelt. In der ersten Projektphase ist das Ziel der erfolgreiche Testbetrieb in Burgdorf. Nach dem erfolgreichen Testbetrieb sollen in der zweiten Projektphase bis zu drei autonome Fahrzeuge in den \u00d6PNV-Regelbetrieb in der Region Hannover integriert werden.<\/p>\n<p>        Mehr zum ThemaMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:fpi@heise.de\" title=\"Florian Pillau\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">fpi<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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