{"id":112696,"date":"2025-05-15T14:13:08","date_gmt":"2025-05-15T14:13:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/112696\/"},"modified":"2025-05-15T14:13:08","modified_gmt":"2025-05-15T14:13:08","slug":"chemnitz-6-sehenswerte-stuecke-im-theater-im-mai-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/112696\/","title":{"rendered":"Chemnitz: 6 sehenswerte St\u00fccke im Theater im Mai 2025"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"sprung1\" class=\"jumpLabel\">Schauspiel in D\u00f6beln und Freiberg: &#8222;Spieltrieb&#8220; nach Juli Zeh<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nSie f\u00fchlen sich so klug, allen anderen am Ernst-Bloch-Gymnasium \u00fcberlegen und der Moral der \u00fcbrigen Gesellschaft daher auch nicht verpflichtet: Alev kommt neu an die Schule, wo ihm sofort Ada auff\u00e4llt, die versucht, der Leere in ihrem Leben zu entkommen. Alev \u00fcberzeugt Ada von ihrer gemeinsamen Sonderstellung und weckt in ihr einen dunklen Spieltrieb, in dem das Leben der Mitmenschen der Einsatz ist. Sie beschlie\u00dfen, ihren Lehrer Smutek hereinzulegen und zu erpressen.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Inszenierung von Katharina Landsberg am Mittels\u00e4chsischen Theater erz\u00e4hlt die Geschichte nach dem gleichnamigen Roman von Juli Zeh in der R\u00fcckschau einer Gerichtsverhandlung, wobei die B\u00fchne an eine klassisch in die Jahre gekommene Turnhalle erinnert. &#8222;Die Freiberger Inszenierung entwickelt von der ersten Minute einen beklemmenden Sog und eine unheimliche Spannung&#8220;, meint der Kritiker Maurice Querner in der &#8222;<a href=\"https:\/\/www.freiepresse.de\/kultur\/juli-zehs-spieltrieb-in-freiberg-ein-packendes-stueck-ueber-die-dunklen-seiten-des-spiels-artikel13711098\" title=\"Zur Kritik zu &quot;Spieltrieb&quot; in Freiberg in der &quot;Freien Presse&quot;\" data-ctrl-link=\"{&#039;id&#039;: &#039;64ffaa33-091e-450b-8742-8a130339abdc&#039;,&#039;type&#039;:&#039;external&#039;,&#039;window&#039;:{&#039;type&#039;:&#039;blank&#039;,&#039;config&#039;:{&#039;title&#039;:&#039;Zur Kritik zu &quot;Spieltrieb&quot; in Freiberg in der &quot;Freien Presse&quot;&#039;,&#039;top&#039;:&#039;0&#039;,&#039;left&#039;:&#039;0&#039;,&#039;width&#039;:&#039;0&#039;,&#039;height&#039;:&#039;0&#039;,&#039;status&#039;:&#039;0&#039;,&#039;menubar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;location&#039;:&#039;0&#039;,&#039;scroll&#039;:&#039;0&#039;,&#039;toolbar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;resizable&#039;:&#039;0&#039;}}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Freien Presse<\/a>&#8222;. Das liegt zum einen daran, dass die Inszenierung nicht davor zur\u00fcckschreckt, auch mal komische und humorvolle Momente einflie\u00dfen zu lassen und so dem Ganzen die Schwere nimmt. Zum anderen \u00fcberzeugt das Ensemble, allen voran gibt Milon Goetz den Alev als einen Teufel in der Gestalt eines Jungen, w\u00e4hrend Cornelia W\u00f6\u00df die innere Zerrissenheit der Ada glaubhaft verk\u00f6rpert, die sich dem Abgr\u00fcndigen noch nicht ganz hingeben will.\n<\/p>\n<p>\nWeitere Informationen<br \/>\n&#8222;Spieltrieb&#8220; nach Juli Zeh<\/p>\n<p>Dauer: 100 Minuten, keine Pause<\/p>\n<p>Adresse:<br \/>Theater D\u00f6beln<br \/>Theaterstra\u00dfe 7<br \/>04720 D\u00f6beln<\/p>\n<p>Termine:<br \/>3. Mai, 19:30 Uhr<br \/>11. Mai, 15 Uhr<\/p>\n<p>Adresse:<br \/>BiB \u2013 B\u00fchne in der Borngasse<br \/>Borngasse<br \/>09599 Freiberg<\/p>\n<p>Termine:<br \/>15. Mai, 19:30 Uhr\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung2\" class=\"jumpLabel\">Schauspiel in Chemnitz: &#8222;Zwischen den Dingen sind wir sicher&#8220;<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Postapokalypse und Dystopien haben seit einigen Jahren Konjunktur \u2013 aber vielleicht wirkt es angesichts der zahlreichen Krisenherde auch nur so. Die Dramatikerin Laura Naumann erz\u00e4hlt in &#8222;Zwischen den Dingen sind wir sicher&#8220; vom Leben nach der Apokalypse, nachdem Zivilisation und Gesellschaft auseinandergefallen sind. Die Geschwister Sascha, Bandito und Techno leben versteckt zwischen Mauern und Wellblech. Sie trauen sich kaum raus und leben von den \u00dcberresten der fr\u00fcheren Gesellschaft.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDas St\u00fcck f\u00fchrt dem Publikum vor, was diese Art zu leben mit Menschen machen kann: Bandito will raus, will aufbegehren. Sascha bem\u00fcht sich, an den aufgestellten Regeln festzuhalten. Techno, der j\u00fcngste, radikalisiert sich ganz unbemerkt. Kritiker Maurice Querner zeigt sich in der &#8222;<a href=\"https:\/\/www.freiepresse.de\/kultur\/wenn-die-trutzburg-laengst-zum-inneren-gefaengnis-geworden-ist-artikel13548802\" title=\"Zur Kritik zu &quot;Zwischen den Dingen sind wir sicher&quot; in der &quot;Freien Presse&quot;\" data-ctrl-link=\"{&#039;id&#039;: &#039;890f85d1-5605-4eae-a513-c51d6f6fddc8&#039;,&#039;type&#039;:&#039;external&#039;,&#039;window&#039;:{&#039;type&#039;:&#039;blank&#039;,&#039;config&#039;:{&#039;title&#039;:&#039;Zur Kritik zu &quot;Zwischen den Dingen sind wir sicher&quot; in der &quot;Freien Presse&quot;&#039;,&#039;top&#039;:&#039;0&#039;,&#039;left&#039;:&#039;0&#039;,&#039;width&#039;:&#039;0&#039;,&#039;height&#039;:&#039;0&#039;,&#039;status&#039;:&#039;0&#039;,&#039;menubar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;location&#039;:&#039;0&#039;,&#039;scroll&#039;:&#039;0&#039;,&#039;toolbar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;resizable&#039;:&#039;0&#039;}}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Freien Presse<\/a>&#8220; fasziniert, dass die Inszenierung von Ulrike Euen trotz der Enge und Beklemmung nie langweilig wird. Vor allem, weil die Figuren in dieser Welt, die trotz schlichter Ausstattung an gro\u00dfe Kino-Dystopien wie &#8222;Mad Max&#8220; erinnert, so genau ausgeleuchtet werden.\n<\/p>\n<p>\nWeitere Informationen<br \/>\n&#8222;Zwischen den Dingen sind wir sicher&#8220;<br \/>Postapokalyptisches Drama von Laura Naumann<\/p>\n<p>Adresse:<br \/>Spinnbau<br \/>Altchemnitzer Stra\u00dfe 27<br \/>09120 Chemnitz<\/p>\n<p>Dauer: 90 Minuten, keine Pause<\/p>\n<p>Termine:<br \/>18. Mai, 18 Uhr\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung3\" class=\"jumpLabel\">Musiktheater in Annaberg-Buchholz: &#8222;Der Barbier von Sevilla&#8220;<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nWie geht es eigentlich Rosina mit der ganzen Geschichte? Die Oper &#8222;Der Barbier von Sevilla&#8220; von Giacchino Rossini ist ein Klassiker im Opernrepertoire: Der Barbier Figaro (&#8222;Figaro, Figaro, Fi-ga-ro!&#8220;) hilft dem Grafen Almaviva mit einigen Tricks, die junge Rosina zu heiraten, deren Ziehvater Bartolo sie am liebsten f\u00fcr sich haben w\u00fcrde. W\u00e4hrend viele Inszenierungen die junge Frau Rosina meist als Spielball der M\u00e4nner zeigen (und das durchaus auch kritisieren), versucht Regisseurin Shira Szabady in Annaberg-Buchholz das Publikum in die Welt der Begehrten einzuladen. Die wird, immerhin ist Rosina noch jung, von einem Berg an Kuscheltieren bestimmt, aus dem auch die einzelnen Figuren hervortreten, ebenfalls verkleidet als vielsagende Pl\u00fcschtiere.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Produktion \u00fcberrascht mit seiner besonderen Optik, einer mutigen Deutung und nicht zuletzt, so der Kritker Bernhard Doppler in der &#8222;<a href=\"https:\/\/www.freiepresse.de\/kultur\/unter-puppen-barbier-von-sevilla-als-gelungene-pluesch-fassung-am-winterstein-theater-artikel13768639\" title=\"Zur Kritik zu &quot;Der Barbier von Sevilla&quot; in der &quot;Freien Presse&quot;\" data-ctrl-link=\"{&#039;id&#039;: &#039;e270b1bf-ca42-406f-a814-74bfe6fbdd95&#039;,&#039;type&#039;:&#039;external&#039;,&#039;window&#039;:{&#039;type&#039;:&#039;blank&#039;,&#039;config&#039;:{&#039;title&#039;:&#039;Zur Kritik zu &quot;Der Barbier von Sevilla&quot; in der &quot;Freien Presse&quot;&#039;,&#039;top&#039;:&#039;0&#039;,&#039;left&#039;:&#039;0&#039;,&#039;width&#039;:&#039;0&#039;,&#039;height&#039;:&#039;0&#039;,&#039;status&#039;:&#039;0&#039;,&#039;menubar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;location&#039;:&#039;0&#039;,&#039;scroll&#039;:&#039;0&#039;,&#039;toolbar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;resizable&#039;:&#039;0&#039;}}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Freien Presse<\/a>&#8222;, durch die musikalische Leistung des Ensembles und des Orchesters, die den bekannten Melodien neue Seiten abgewinnen k\u00f6nnen.\n<\/p>\n<p>\nWeitere Informationen<br \/>\n&#8222;Der Barbier von Sevilla&#8220; von Giacchino Rossini<\/p>\n<p>Adresse:<br \/>Eduard-von-Winterstein-Theater<br \/>Buchholzer Stra\u00dfe 67<br \/>09456 Annaberg-Buchholz<\/p>\n<p>Termine:<br \/>3. Mai, 19:30 Uhr<br \/>11. Mai, 19:30 Uhr<br \/>16. Mai, 19:30 Uhr\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung4\" class=\"jumpLabel\">Figurentheater in Chemnitz: &#8222;Versuch \u00fcber meinen Gro\u00dfvater&#8220;<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nEs ist eine gewagte Frage, die in deutschen Familien nie gestellt wurde oder selten gestellt wird \u2013 aus Angst vor den Antworten: Was haben die eigenen Vorfahren w\u00e4hrend der Nazi-Herrschaft getan, wie haben sie sich beteiligt? Gundula Hoffmann, die Chefin des Chemnitzer Puppentheaters, hat mit &#8222;Versuch \u00fcber meinen Gro\u00dfvater&#8220; den Blick in die Vergangenheit gewagt. Gemeinsam mit Karen Breece, einer Expertin f\u00fcr dokumentarisches Theater, hat sich Hoffmann in die Recherche gest\u00fcrzt und erz\u00e4hlt auf der B\u00fchne von ihren Entdeckungen.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDabei geht es ihr nicht darum, in der R\u00fcckschau Taten zu verurteilen. Sie will wissen, was diese Taten und das Schweigen dar\u00fcber mit ihr machen, wie es sich auf ihr Leben ausgewirkt hat. Begleitet wird sie dabei von ihrem Onkel, der in Form einer Puppe auf der B\u00fchne pr\u00e4sent ist. Wie dieser Puppenmann teilweise von drei Menschen \u00fcber die B\u00fchne bewegt wird, ist etwas Besonderes, meint der <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/chemnitz\/chemnitz-stollberg\/figurentheater-versuch-grossvater-kultur-news-100.html\" title=\"Chemnitz: St\u00fcck blickt auf Holocaust, Vertreibung und eine schmerzhafte Familiengeschichte\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MDR KULTUR-Theaterkritiker Wolfgang Schilling<\/a> nach einer Probe. Dabei zeigt er sich auch fasziniert, dass Gundula Hoffmann diese Geschichte so mutig auf der B\u00fchne erz\u00e4hlt.\n<\/p>\n<p>\nWeitere Informationen<br \/>\n&#8222;Versuch \u00fcber meinen Gro\u00dfvater&#8220;<br \/>Ein Rechercheprojekt des Figurentheaters Chemnitz<\/p>\n<p>Adresse:<br \/>Spinnbau<br \/>Altchemnitzer Stra\u00dfe 27<br \/>09120 Chemnitz<\/p>\n<p>Dauer: 70 Minuten, keine Pause<\/p>\n<p>Termine:<br \/>18. Mai, 18 Uhr<br \/>30. Mai, 20 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schauspiel in D\u00f6beln und Freiberg: &#8222;Spieltrieb&#8220; nach Juli Zeh Sie f\u00fchlen sich so klug, allen anderen am Ernst-Bloch-Gymnasium&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":112697,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1851],"tags":[86,96,2770,3364,29,6421,89,19404,548,663,3934,98,26726,92,30,13,99,95,87,88,91,80,84,90,100,101,93,81,85,82,14,15,97,26727,83,859,12,94,7138],"class_list":{"0":"post-112696","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-chemnitz","8":"tag-artour","9":"tag-buehne","10":"tag-chemnitz","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-empfehlungen","14":"tag-erlebnis-musik","15":"tag-erzgebirge","16":"tag-eu","17":"tag-europa","18":"tag-europe","19":"tag-feature","20":"tag-figurentheater","21":"tag-film","22":"tag-germany","23":"tag-headlines","24":"tag-hoerspiele","25":"tag-kino","26":"tag-kino-royal","27":"tag-kinoroyal","28":"tag-klassik","29":"tag-kultur","30":"tag-kulturfernsehen","31":"tag-lebenslaeufe","32":"tag-lesezeit","33":"tag-lesung","34":"tag-literatur","35":"tag-mdr","36":"tag-mdr-figaro","37":"tag-mdr-kultur","38":"tag-nachrichten","39":"tag-news","40":"tag-oper","41":"tag-puppentheater","42":"tag-radio","43":"tag-sachsen","44":"tag-schlagzeilen","45":"tag-theater","46":"tag-zwickau"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114512265403079018","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/112696","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=112696"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/112696\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/112697"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=112696"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=112696"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=112696"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}