{"id":1127680,"date":"2026-06-28T08:54:15","date_gmt":"2026-06-28T08:54:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1127680\/"},"modified":"2026-06-28T08:54:15","modified_gmt":"2026-06-28T08:54:15","slug":"exoplaneten-was-wir-jetzt-schon-ueber-fremde-planeten-wissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1127680\/","title":{"rendered":"Exoplaneten \u2013 was wir jetzt schon \u00fcber fremde Planeten wissen"},"content":{"rendered":"<p>Planeten gibt es nicht nur in unserem Sonnensystem \u2013 einem von Milliarden Sternensystemen in unserer Galaxie, der Milchstra\u00dfe. Auch anderswo umkreisen Planeten Sterne \u2013 sogenannte Exoplaneten. Lange galten sie als reine Theorie, doch heute sind bereits \u00fcber 5.000 solcher Planeten nachgewiesen. Mit jeder neuen Beobachtung wird klarer, dass Planetensysteme v\u00f6llig anders aussehen k\u00f6nnen als unseres.  <\/p>\n<p>Manche Exoplaneten sind gr\u00f6\u00dfer als Jupiter, andere kaum gr\u00f6\u00dfer als die Erde. Einige sind tiefblau gef\u00e4rbt, andere gl\u00fchen vor Hitze. Viele von ihnen sind \u00fcber 1.500 Grad Celsius hei\u00dfe Gasriesen, die ihren Stern in wenigen Tagen umrunden. Gemeinsam ist ihnen nur eines: Sie befinden sich weit au\u00dferhalb unseres Sonnensystems. <\/p>\n<p>Wie Forschende Exoplaneten entdecken  <\/p>\n<p>Exoplaneten lassen sich nicht direkt beobachten. Stattdessen nutzen Forschende indirekte Methoden: &#8222;Bei unseren Beobachtungen zieht der Planet vor seinem Stern vorbei. Wir sehen den Planeten dabei nicht direkt, sondern messen, wie sich das Licht des Sterns ver\u00e4ndert. Wird der Stern w\u00e4hrend des Transits dunkler, wissen wir: Ein Planet ist davorgezogen. <\/p>\n<p>Befinden sich bestimmte Stoffe in seiner Atmosph\u00e4re, etwa Natrium, absorbieren sie ganz bestimmte Wellenl\u00e4ngen des Lichts. Genau diese Abschw\u00e4chung k\u00f6nnen wir messen \u2013 und daraus auf eine Atmosph\u00e4re schlie\u00dfen&#8220;, erkl\u00e4rt Eva Maria Ahrer im <a href=\"https:\/\/1.ard.de\/scienceteatime-exoplaneten?web=br24\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Podcast Science TeaTime<\/a> (externer Link). Sie arbeitet am <a href=\"https:\/\/www.mpia.de\/de\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Max-Planck-Institut f\u00fcr Astronomie in Heidelberg<\/a> (externer Link) und erforscht Exoplaneten.  <\/p>\n<p>Hei\u00dfe Jupiter: Warum diese Exoplaneten ein R\u00e4tsel sind <\/p>\n<p>Besonders intensiv erforscht werden sogenannte &#8222;hei\u00dfe Jupiter&#8220;. Das sind Gasriesen, also Exoplaneten, \u00e4hnlich gro\u00df wie unser Jupiter, die ihrem Stern jedoch sehr nah sind. Dort herrschen Temperaturen von bis zu 2.000 Grad Celsius.  <\/p>\n<p>Gasriesen \u2013 so dicht an einem Stern? &#8222;Nach g\u00e4ngigen Modellen k\u00f6nnen Gasriesen dort eigentlich nicht entstehen, weil es in Sternn\u00e4he an Material fehlt. Wahrscheinlich haben sie sich weiter au\u00dfen gebildet und sind sp\u00e4ter nach innen gewandert. Hinweise darauf liefert ihre Atmosph\u00e4re: Ihre Zusammensetzung verr\u00e4t, wo ein Planet urspr\u00fcnglich entstanden ist&#8220;, erz\u00e4hlt die Wissenschaftlerin Eva Maria Ahrer.   <\/p>\n<p>Exoplaneten: Extreme Bedingungen auf fernen Welten  <\/p>\n<p>Einige Exoplaneten zeigen, wie extrem fremde Welten sein k\u00f6nnen. Auf dem Exoplaneten HD 189733b fegen vermutlich St\u00fcrme mit mehreren Tausend Kilometern pro Stunde durch die Atmosph\u00e4re\u00a0\u2013 dabei wirbeln winzige Glaspartikel umher. Auf K2-141b ist es so hei\u00df, dass nahezu die gesamte Tagseite von kilometertiefen, brodelnden Lavaseen bedeckt ist. Ein Teil der Lava verdampft, kondensiert auf der k\u00fchleren Nachtseite \u2013 und f\u00e4llt dort als Gestein wieder herab. <\/p>\n<p>Solche Welten sind lebensfeindlich\u00a0\u2013 aber wissenschaftlich hochinteressant. Sie helfen, zu verstehen, wie sich Atmosph\u00e4ren unter extremen Bedingungen verhalten.  <\/p>\n<p>James-Webb-Teleskop: Einblicke in Atmosph\u00e4ren von Exoplaneten  <\/p>\n<p>Einen gro\u00dfen Fortschritt zur Erforschung von Exoplaneten bringen Teleskope wie das <a href=\"https:\/\/www.ardalpha.de\/wissen\/weltall\/raumfahrt\/james-webb-teleskop-weltraum-nasa-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">James-Webb-Weltraumteleskop<\/a>. Seit Ende 2021 liefert es pr\u00e4zise Daten, aus denen sich Temperatur, Wolken, Windgeschwindigkeiten und chemische Zusammensetzung rekonstruieren lassen.  <\/p>\n<p>Erstmals lassen sich selbst schwache Signale aus fernen Atmosph\u00e4ren messen. So wurden auf dem Exoplaneten K2-18b Molek\u00fcle entdeckt, die auf der Erde h\u00e4ufig durch biologische Prozesse entstehen. Ein Beweis f\u00fcr au\u00dferirdisches Leben ist das nicht\u00a0\u2013 aber ein Hinweis darauf, wie komplex diese Welten sein k\u00f6nnen.  <\/p>\n<p>Warum die Erforschung von Exoplaneten wichtig ist  <\/p>\n<p>Exoplanetenforschung ist Grundlagenforschung. Sie hilft, zu verstehen, wie Planeten entstehen, wie sich Atmosph\u00e4ren entwickeln\u00a0\u2013 und unter welchen Bedingungen Leben m\u00f6glich sein k\u00f6nnte. Bislang ist kein Exoplanet bekannt, auf dem Menschen leben k\u00f6nnten. Doch jede neue Entdeckung erweitert den Blick auf das Universum. Sie zeigt: Die Erde ist Teil einer gro\u00dfen Vielfalt an Welten. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Planeten gibt es nicht nur in unserem Sonnensystem \u2013 einem von Milliarden Sternensystemen in unserer Galaxie, der Milchstra\u00dfe.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1127681,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[135],"tags":[3251,29,25079,30,190,189,237677,194,191,594,1172,193,192],"class_list":["post-1127680","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wissenschaft-technik","tag-astronomie","tag-deutschland","tag-exoplaneten","tag-germany","tag-science","tag-science-technology","tag-science-teatime","tag-technik","tag-technology","tag-universum","tag-weltraum","tag-wissenschaft","tag-wissenschaft-technik"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1127680","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1127680"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1127680\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1127681"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1127680"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1127680"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1127680"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}