{"id":1130108,"date":"2026-06-29T10:27:17","date_gmt":"2026-06-29T10:27:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1130108\/"},"modified":"2026-06-29T10:27:17","modified_gmt":"2026-06-29T10:27:17","slug":"deutsche-bank-schliesst-das-palaispopulaire-berlin-verliert-unter-den-linden-eine-kunstadresse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1130108\/","title":{"rendered":"Deutsche Bank schlie\u00dft das PalaisPopulaire: Berlin verliert Unter den Linden eine Kunstadresse"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspBXm2 tspBXm3\">Eine \u00c4ra endet, die Deutsche Bank schlie\u00dft mit dem PalaisPopulaire ihren Kunststandort an zentraler Stelle in der Stadt. Im ehemaligen Prinzessinnenpalais war bis zum Umbau zur hauseigenen Kunsthalle durch <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/die-ruckkehr-der-prinzessinnentorte-5531779.html?icid=in-text-link_15772717\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">das Architekturb\u00fcro KuehnMalvezzi<\/a> noch aus DDR-Zeiten hinter der Rokoko-Fassade das Operncaf\u00e9 untergebracht. Damit h\u00f6ren nach insgesamt knapp drei\u00dfig Jahren die Aktivit\u00e4ten der Deutschen Bank mit eigener Berliner Kunstadresse auf.<\/p>\n<p class=\"tspBXm2\">F\u00fcr das Publikum mag es ein Schock sein, ein wichtiger Ausstellungsort gibt auf. Doch die Deutsche Bank kommuniziert ihren Schritt als Ausbau in eine andere Richtung: Fortan sollen junge K\u00fcnstler mehr gef\u00f6rdert werden, man wolle die Kooperationen mit Partnerinstitutionen st\u00e4rken, so begr\u00fcndet Britta F\u00e4rber, die Frankfurter DB-Leiterin Kunst und Kultur, im Gespr\u00e4ch mit dem Tagesspiegel die Entscheidung.<\/p>\n<p> Die ganz gro\u00dfe Zeit war mit dem Guggenheim <\/p>\n<p class=\"tspBXm2\">Acht Jahre insgesamt hat die Deutsche Bank dann in ihrer \u00c4ra als Kunst-Player in der Stadt die 750 Quadratmeter gro\u00dfe Ausstellungsfl\u00e4che bespielt und im Erdgeschoss die Gastronomie beibehalten. Allerdings fand sie in den niedrigen R\u00e4umen nur selten wieder zu den gro\u00dfartigen Pr\u00e4sentationen, mit denen sie sich zuvor in den ebenfalls aufwendig hergerichteten R\u00e4umen im Stammhaus Unter den Linden einen Namen gemacht hatte. Insbesondere w\u00e4hrend der Kooperationsjahre mit dem New Yorker Guggenheim Museum zwischen 1997 und 2012, als die Kunsthalle unter dem Namen Deutsche Guggenheim firmierte, zeigte das Bankhaus spektakul\u00e4re Ausstellungen von James Rosenquist, Jeff Koons oder Helen Frankenthaler.<\/p>\n<p class=\"tspBXm2\">Auf der, wenn auch um ein Drittel erweiterten, Stellfl\u00e4che des PalaisPopulaire wirkten die Pr\u00e4sentationen ab 2018 eher kleinteilig, h\u00e4ufig gedr\u00e4ngt. Hier zeigte das Bankhaus vornehmlich seine eigene Sammlung unter verschiedenen Aspekten. Eine Ausnahme bildete etwa die gro\u00dfartige Schau <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/portrat-des-britischen-filmemachers-isaac-julien-wie-kapital-zu-kunst-wird-und-umgekehrt-9491204.html?icid=in-text-link_15772717\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">des britischen Videok\u00fcnstlers Isaac Julian<\/a>, die durch eine Kooperation mit dem Sammler Heiner Wemh\u00f6ner zustande kam.<\/p>\n<p class=\"tspBXm2\">Eine Besonderheit waren immer auch<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/rohini-devasher-ist-artist-of-the-year-im-palais-populaire-die-jagerin-der-sonnenfinsternis-12462977.html?icid=in-text-link_15772717\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> die Ausstellungen des \u201eArtist of the Year\u201c<\/a>. Mit der Tschechin Lucia Tallov\u00e1, die von den beiden Direktoren des Hamburger Bahnhofs, Sam Bardaouil und Till Fellrath, f\u00fcr 2026\/27 benannt ist, schlie\u00dft das PalaisPolpulaire seine T\u00fcren. Auf der Website ist die Ausstellung noch vom 10. September bis 4. Januar 2027 angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/seeingwords-i01.jpeg\"   alt=\"Installation von Lawrence Weiner im Treppenhaus des PalaisPopulaire unter dem Titel &quot;Die Grazie einer Geste&quot;.\u00a0&#10;Foto: Lawrence Weiner, &quot;Die Grazie einer Geste&quot; \u00a9VG Bild-Kunst, 2026, Foto:Mathias Schormann\" aria-labelledby=\"caption-15772920\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspA0i9\"\/> Installation von Lawrence Weiner im Treppenhaus des PalaisPopulaire unter dem Titel \u201eDie Grazie einer Geste&#8220; im Rahmen der aktuellen Ausstellung.\u00a0 <\/p>\n<p class=\"tspAAgb\"> \u00a9 Lawrence Weiner, &#8222;Die Grazie einer Geste&#8220; \u00a9 VG Bild-Kunst, 2026, Foto:Mathias Schormann <\/p>\n<p class=\"tspBXm2\">Am 19. November gibt es zum Abschied noch ein gro\u00dfes Festival mit allen Berliner Kooperationspartnern, \u201eum zu feiern, was erfolgreich am PalaisPopulaire war\u201c, so Britta F\u00e4rber. Die allein in Berlin 2000 Werke umfassende Sammlung des Bankhauses soll fortan an verschiedenen Orten erlebbar sein und sich \u201eso f\u00fcr ein breiteres Publikum \u00f6ffnen\u201c, wie es hei\u00dft.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/palaispopulaire029-palaispopulaire-exhibition-space-in-berlin-germany-berlin-germany-june-7-2019-peo.jpeg\"   alt=\"PalaisPopulaire exhibition space in Berlin, Germany, Berlin, Germany - June 7, 2019: People chilling out on the terrace of the PalaisPopulaire on the boulevard Unter den Linden, Deutsche Bank`s showcase for Art, Culture, and Sport\" aria-labelledby=\"caption-15772726\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspA0i9\"\/> Faktor Gastronomie: In der steinernen Mitte Berlins war neben der Kunst im PalaisPopulaire auch das Caf\u00e9 ein wichtiger Anlaufpunkt. <\/p>\n<p class=\"tspAAgb\"> \u00a9 IMAGO\/dreamstime <\/p>\n<p class=\"tspBXm2\">Die \u00fcberraschende Ank\u00fcndigung, dass sich die Deutsche Bank mit dem PalaisPopulaire aus Berlin zur\u00fcckzieht, d\u00fcrfte auch ein Signal an den Vermieter Mathias D\u00f6pfner sein, den Vorstandsvorsitzenden des Axel Springer Verlags. Der Vertrag l\u00e4uft regul\u00e4r aus. An D\u00f6pfner richten sich nun gro\u00dfe Erwartungen, was als N\u00e4chstes an der prominenten Adresse passiert. F\u00fcr viele Berliner ebenso wie f\u00fcr Touristen stellt sich au\u00dferdem die Frage, ob im steinernen Zentrum der Stadt die Verweilqualit\u00e4t auf der Terrasse und die kulinarische Versorgung gewahrt bleiben.<\/p>\n<p>PalaisPopulaire<\/p>\n<p class=\"tspBXm2\">Aktuell ist die Ausstellung \u201e<strong>Seeing Words. Reading Images<\/strong>. Die Written Art Collection im Dialog mit der Sammlung Deutsche Bank\u201c im PalaisPopulaire, Unter den Linden 5, zu sehen. Bis 17. August, Mi bis Mo 11-18 Uhr, Do bis 19 Uhr.<\/p>\n<p class=\"tspBXm2\">Die Deutsche Bank will derweil ein neues Exzellenz-Programm auflegen, um junge Kunstschaffende aus Berlin bei der Professionalisierung zu unterst\u00fctzen und die lokale Szene zu f\u00f6rdern, so die Ank\u00fcndigung. Beibehalten wird ebenso die Gespr\u00e4chsreihe \u201eIn conversation with\u201c am Hamburger Bahnhof, dem weiterhin Leihgaben der Firmensammlung zur Verf\u00fcgung stehen. Unangetastet bleibt auch die Zusammenarbeit mit den Philharmonikern, etwa beim Education Programm, die seit 1989 besteht, ebenso das Komponisten-Fellowship an der American Academy.<\/p>\n<p class=\"tspBXm2\">Der DB-Pressesprecher Klaus Winker erkl\u00e4rte die Neuerungen im Kunstbereich vor allem mit gr\u00f6\u00dferer Flexibilit\u00e4t, mehr Freir\u00e4umen und, ja, auch den Kosten. Im oberen Geschoss des PalaisPopulaire trafen sich die \u201eBerliner Kollegen\u201c zu internen Veranstaltungen, dort fanden unter anderem Vorstandssitzungen statt. Der Ausflug zur Kunst ist damit gestrichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine \u00c4ra endet, die Deutsche Bank schlie\u00dft mit dem PalaisPopulaire ihren Kunststandort an zentraler Stelle in der Stadt.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1130109,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[137399,296,3307,29,30,27668],"class_list":["post-1130108","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-axel-springer-verlag","tag-berlin","tag-deutsche-bank","tag-deutschland","tag-germany","tag-kunst-in-berlin"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116832926078434438","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1130108","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1130108"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1130108\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1130109"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1130108"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1130108"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1130108"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}