{"id":1130342,"date":"2026-06-29T12:44:16","date_gmt":"2026-06-29T12:44:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1130342\/"},"modified":"2026-06-29T12:44:16","modified_gmt":"2026-06-29T12:44:16","slug":"falck-duisburg-schwere-vorwuerfe-gegen-rettungsdienst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1130342\/","title":{"rendered":"Falck Duisburg: Schwere Vorw\u00fcrfe gegen Rettungsdienst"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Sie sollen helfen, Leben retten, schwerkranke oder verletzte Patienten ins Krankenhaus bringen \u2013 Mitarbeiter von Rettungsdiensten haben besonders verantwortungsvolle Aufgaben. Eine kleine Gruppe von Mitarbeitern des privaten Rettungsdienstes Falck, der im Auftrag der Stadt <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/duisburg\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Duisburg<\/a> in der Feuerwache 3 an der Duisburger Stra\u00dfe in Obermarxloh t\u00e4tig ist, soll dieser Verantwortung nicht gerecht geworden sein. Im Gegenteil. Das legt jetzt eine Recherche des WDR nahe.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Danach sollen f\u00fcnf Mitarbeiter, die sich bereits im April 2025 zu einer \u201eHiLo\u201c-Gruppe zusammengetan haben sollen, brutal und respektlos mit Patienten umgegangen sein. \u201eHiLo\u201c steht in diesem Fall f\u00fcr \u201ehilflose Person\u201c. Demnach schilderten Falck-Mitarbeiter dem WDR eine ganze Reihe derartiger Vorf\u00e4lle. Patienten, die eigentlich mit Sauerstoff versorgt werden mussten, seien erstmal die Treppe zum Auto runtergeschickt worden \u2013 ohne sie derweil mit Sauerstoff zu versorgen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In einem anderen Fall musste ein Patient, der eigentlich h\u00e4tte getragen werden m\u00fcssen, selbstst\u00e4ndig eine Treppe runtergehen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Noch schlimmer sind Vorw\u00fcrfe, die auch strafrechtliche Konsequenzen haben k\u00f6nnten. So berichteten <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/whistleblower\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Whistleblower<\/a>, dass Mitarbeiter Fotos von Patientinnen und Patienten mit ihren privaten Handys gemacht haben sollen \u2013 mit Aufnahmen von Genitalien und Wunden oder Menschen, die sich das Leben genommen hatten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Geschildert wurde auch ein Vorfall, in dem eine Patientin im Rettungswagen absichtlich nicht angeschnallt worden sei, und dann habe der Fahrer extra eine Vollbremsung gemacht. Dabei habe man in Kauf genommen, dass sich die Frau schwer verletzen k\u00f6nnte. Auch von rassistischen \u00c4u\u00dferungen innerhalb der Gruppe wurde berichtet.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Staatsanwaltschaft Duisburg hat inzwischen mehrere Hinweise auf das Gebaren der Mitarbeiter-Gruppe erhalten. \u201eWir pr\u00fcfen zurzeit, ob wir Ermittlungen in dieser Sache aufnehmen\u201c, erkl\u00e4rte Staatsanw\u00e4ltin Gina Seemann auf Anfrage der Redaktion.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Obwohl die Vorg\u00e4nge zum Teil schon Monate zur\u00fcckliegen, habe die Stadt Duisburg als Auftraggeberin erst im Mai 2026 von den Vorf\u00e4llen per Mail von einem Hinweisgeber erfahren. Das Unternehmen Falck habe daraufhin am 7. Mai die Stadt informiert. \u201eUnmittelbar danach wurde die Firma Falck zu einer weiteren Stellungnahme aufgefordert\u201c, hei\u00dft es seitens der Stadt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bereits im Fr\u00fchjahr soll inzwischen ein Mitglied der \u201eHiLo\u201c-Gruppe das Unternehmen verlassen haben. Ein anderer soll entlassen worden sein, nachdem der WDR bei Falck nach den Vorw\u00fcrfen gefragt hatte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Rettungsdienst antwortet nicht selbst auf die Anfrage der Redaktion. Er l\u00e4sst f\u00fcr sich eine externe Kommunikationsagentur aus Hamburg antworten. So hei\u00dft es von dort, die Mitarbeitenden leisteten \u201et\u00e4glich einen au\u00dferordentlichen Job unter schwierigsten Bedingungen\u201c. Weiter hei\u00dft es: \u201eIhr Einsatz verdient gr\u00f6\u00dften Respekt. Umso klarer ist unsere Haltung: Wer gegen unsere Werte verst\u00f6\u00dft, hat bei Falck keinen Platz.\u201c Die Vorw\u00fcrfe w\u00fcrden sich ausdr\u00fccklich nur auf einzelne Mitarbeitende der Rettungswache 3 in Duisburg beziehen. \u201eSie ber\u00fchren den Kern unseres Selbstverst\u00e4ndnisses: den w\u00fcrdevollen und professionellen Umgang mit Menschen in hilfloser Lage.\u201c <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Deshalb habe das Unternehmen \u201eunmittelbar nach Kenntnis der konkreten Vorw\u00fcrfe alle verf\u00fcgbaren Mittel eingesetzt, um den Sachverhalt aufzukl\u00e4ren\u201c. Dazu geh\u00f6rten unter anderem:<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wo sich Vorw\u00fcrfe in dieser Phase erh\u00e4rtet h\u00e4tten, habe man personelle Konsequenzen geogen. Zus\u00e4tzlich habe man eine unabh\u00e4ngige Anwaltskanzlei mit einer \u201eumfassenden Compliance-Untersuchung\u201c beauftragt. Weiter hei\u00dft es: \u201eWir nehmen jeden Hinweis ernst und verfolgen ihn konsequent weiter. Dabei handeln wir auf Basis gesicherter Erkenntnisse, nicht auf Basis von H\u00f6rensagen und Ger\u00fcchten. Bei nachgewiesenem Fehlverhalten habe man bereits die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und personelle Konsequenzen gezogen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ob das Unternehmen die richtigen Schritte eingeleitet hat, will man bei der Stadt Duisburg derzeit (noch) nicht beurteilen. \u201eDas k\u00f6nnen wir erst dann bewerten, wenn uns die Ergebnisse der Untersuchung vorliegen.\u201c Zudem hat die Stadtverwaltung \u2013 bei der Stadtdirektor Martin Murrack f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/feuerwehr\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Feuerwehr<\/a> zust\u00e4ndig ist \u2013 deutlich gemacht, was sie nun von Falck erwartet. \u201eUnsere Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass die gesetzlichen, fachlichen und qualitativen Anforderungen im Rettungsdienst eingehalten werden. F\u00fcr das eingesetzte Personal und die beauftragten Leistungserbringer gelten dabei klare Ma\u00dfst\u00e4be, insbesondere im Hinblick auf Professionalit\u00e4t, Sorgfalt, Datenschutz, Verschwiegenheit sowie den w\u00fcrdevollen Umgang mit Patientinnen und Patienten.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Erwartet werde deshalb eine \u201evollst\u00e4ndige, nachvollziehbare und dokumentierte Aufkl\u00e4rung des Sachverhalts\u201c. \u201eDazu geh\u00f6rt insbesondere, dass Falck darlegt, welche konkreten Pr\u00fcfungsma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt wurden, welche Personen, Bereiche und Kommunikationswege einbezogen wurden und welche Ma\u00dfnahmen zur Pr\u00e4vention, Qualit\u00e4tssicherung und zum Schutz von Patientinnen und Patienten getroffen wurden oder noch getroffen werden. Ma\u00dfgeblich ist f\u00fcr uns, dass etwaige Missst\u00e4nde konsequent identifiziert, abgestellt und k\u00fcnftig zuverl\u00e4ssig verhindert werden\u201c, hei\u00dft es weiter.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ob die Stadt Duisburg mit dem Rettungsdienst k\u00fcnftig weiter zusammenarbeitet, ist noch offen. Zum jetzigen Zeitpunkt sei eine abschlie\u00dfende Bewertung nicht m\u00f6glich. Die kurzfristige Aufkl\u00e4rung der Vorw\u00fcrfe sei \u201eeindringlich gefordert\u201c. Das Vertrauen der Bev\u00f6lkerung in den Rettungsdienst sei ein hohes Gut. Bei systemischen Fehlverhalten gegen\u00fcber vulnerablen Personen d\u00fcrfe es keine Toleranz geben. W\u00f6rtlich hei\u00dft es seitens der Stadt: \u201eKann ein Unternehmen nicht sicherstellen, dass seine Mitarbeitenden die klar auf der Hand liegenden Regeln von Professionalit\u00e4t und Respekt gegen\u00fcber Patienten einhalten, kann es zuk\u00fcnftig kein Partner f\u00fcr die Stadt Duisburg im Rettungsdienst sein.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sie sollen helfen, Leben retten, schwerkranke oder verletzte Patienten ins Krankenhaus bringen \u2013 Mitarbeiter von Rettungsdiensten haben besonders&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1130343,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1838],"tags":[3364,29,3715,106918,30,20684,6400,1209,41166,42782,118038,81352,225],"class_list":["post-1130342","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-duisburg","tag-de","tag-deutschland","tag-duisburg","tag-falck","tag-germany","tag-gruppe","tag-mitarbeiter","tag-nordrhein-westfalen","tag-patient","tag-privaten","tag-sauerstoff","tag-treppe","tag-wdr"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116833462885061952","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1130342","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1130342"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1130342\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1130343"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1130342"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1130342"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1130342"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}