{"id":1130615,"date":"2026-06-29T15:15:20","date_gmt":"2026-06-29T15:15:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1130615\/"},"modified":"2026-06-29T15:15:20","modified_gmt":"2026-06-29T15:15:20","slug":"ukraine-krieg-mache-mir-groesste-sorgen-industrie-in-not-deutschland-leidet-unter-dem-krieg-und-treibt-ihn-voran-wer-stoppt-selenskyjs-eskalationen-fifa-des-friedens-gianni-infantino-baut-brueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1130615\/","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg: Mache mir gr\u00f6sste Sorgen. Industrie in Not: Deutschland leidet unter dem Krieg und treibt ihn voran. Wer stoppt Selenskyjs Eskalationen? Fifa des Friedens: Gianni Infantino baut Br\u00fccken"},"content":{"rendered":"<p>Gr\u00fcezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wundersch\u00f6nen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begr\u00fcsse Sie zur internationalen Ausgabe von Weltwoche Daily. Die andere Sicht, unabh\u00e4ngig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich trotz allem am Montag, dem 29. Juni. 2026. Ja, ich mache mir grosse Sorgen \u00fcber die Entwicklung im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg. Nach meiner Beurteilung steuern wir sehr real, aber den Leuten hier absolut unbewusst auf einen grossen Krieg in Europa zu. Die Zeichen stehen auf Eskalation. Die Fronten haben sich extrem verh\u00e4rtet und was mich besonders beunruhigt, ist diese selbstgew\u00e4hlte Informationssperre auf der westlichen, vor allem auf der europ\u00e4ischen Seite. Seit \u00fcber vier Jahren redet man nicht mehr mit Russland. Man hat sich komplett eingebunkert in den eigenen Theorien. Widerspruch ist verboten. Wer mit Russen redet, sieht sich der M\u00f6glichkeit von Sanktionen ausgesetzt. Das m\u00fcssen Sie sich mal vorstellen, meine Damen und Herren. Es ist verboten, sich \u00fcberhaupt mit der anderen Seite zu besch\u00e4ftigen, ernsthaft zu besch\u00e4ftigen und zur Kenntnis zu nehmen, was die sagen. Es wird da gewissermassen von oben befohlen, auf keinen Fall irgendetwas \u00fcberhaupt nur in Betracht zu ziehen, was die russische Seite in diesem Krieg in Europa, der eben im Begriff ist, sich zu einem grossen europ\u00e4ischen Krieg auszuwachsen, das d\u00fcrfen wir nicht angeblich zur Kenntnis nehmen. Dar\u00fcber darf man nicht reden. Und das alleine m\u00fcsste doch in den Medien, bei den Journalisten, eine riesige Widerspruchswelle entfachen. Entsprechende Kritik, Hinterfragung, Debatte, Diskussion, Dissens, Meinungsverschiedenheit. Das ist ja die Grundlage der Demokratie, meine Damen und Herren. Aber das Gegenteil ist der Fall. Und das zeigt in erschreckendem Ausmass, wie sehr die Medien, meine Damen und Herren, Teil sind einer Propagandaerz\u00e4hlung. die hier auch mit den Gewaltmitteln des Staates bekr\u00e4ftigt werden soll. Und dies versch\u00e4rft in meinen Augen die ganze Bedrohlichkeit der Situation. Denn je einseitiger man sich \u00fcber ein Problem verst\u00e4ndigt, und dieser Krieg ist ein Problem, ist ein riesiges Problem, desto einseitiger und eben alternativloser fallen dann die Entscheidungen aus und desto gr\u00f6sser ist die Gefahr, dass man sich verrennt und ohne sich dessen bewusst zu sein und ohne ernsthaft \u00fcber die Konsequenzen des eigenen Handelns zu sprechen, auf einen Abgrund zusteuert. Das ist das Thema, das mich momentan am meisten besch\u00e4ftigt. Dar\u00fcber habe ich gesprochen. Vielen herzlichen Dank f\u00fcr die zahlreichen R\u00fcckmeldungen. Ich hatte ja auch die Ehre, am Freitag und Samstag an einem Demokratiekongress in Deutschland aufzutreten, im Reichstagskomplex in Berlin. Im Rahmen einer AfD-Veranstaltung zum Thema Demokratie und Meinungs\u00e4usserungsfreiheit. Mit internationaler Beteiligung. Die Konferenz er\u00f6ffnet hat als Keynote-Speaker der fr\u00fchere tschechische Staats- und Ministerpr\u00e4sident V\u00e1clav Klaus. F\u00fcr mich einer der ganz herausragenden liberalen und konservativen Leuchtt\u00fcrme. der europ\u00e4ischen j\u00fcngeren Geschichte. Eine hoch beeindruckende Figur von der ganzen Biografie her, aber eben auch vom Mut und der Bereitschaft, Gegensteuer zu geben und nicht einfach als \u00e4lterer Stateman sich da sozusagen im allgemeinen Rauschen auch noch quasi widerstandslos und&#8230; bequem einzuf\u00fcgen. Ganz im Gegenteil, Watzlaw Klaus ist einer der grossen Mahner und enorm fundiert, ehemaliger Wirtschaftsprofessor, bedeutender \u00d6konom, eben auch immer mit der Bereitschaft hier dezidiert, Gegensteuer zu geben, angesichts dessen, was da draussen passiert. Und Watzlaw Klaus ist ja vor allem auch ein Kritiker. Der institutionellen Zentralisierung der Europ\u00e4ischen Union, die sich eben auch schwerwiegend auswirkt, jetzt mit Blick auf diesen Krieg. Also das ist f\u00fcr mich das ganz grosse Thema. Und was mich besch\u00e4ftigt, ist nat\u00fcrlich die komplett einseitige und meines Erachtens eben auch falsche Deutung dieses Geschehens in den Medien. Zum Beispiel heute Morgen f\u00e4llt mir auf, dass jetzt in einer Frankfurter Allgemeinen Zeitung vor allem \u00fcber den Iran-Krieg geschrieben wird, \u00dcber. Ja, die n\u00e4chsten Gespr\u00e4che zwischen den USA in Katar, und da ist auch viel H\u00e4me immer wieder zu beobachten gegen\u00fcber der amerikanischen Politik. Und alles, was da geschrieben wird, scheint irgendwie einer Art generellen Best\u00e4tigung der eigenen \u00dcberlegenheit zu dienen, also ziemlich arrogant wie da. \u00fcber die Amerikaner hergezogen wird. Ja, das kann man ja alles machen und man kann sich an dem auch quasi gesund stossen. Aber der Krieg im Nahen Osten ist die falsche Priorit\u00e4t, verstehen Sie mich richtig. Das ist eine schlimme, eine verheerende Sache, die dort passiert. Aber nach meiner Beurteilung ist der Krieg im Nahen Osten ein Regionalkrieg mit biblischen Wurzeln und nicht. geeignet sich zum Weltkrieg auszuwachsen. Ganz anders der Ukraine-Krieg. Und dort sind gewaltige Missverst\u00e4ndnisse vorhanden. Und vor allem auf der westlichen Seite. Und ich beobachte da, wenn ich mir etwas die Reaktionen, Beschreibungen eben in den Medien, aber auch im deutschen politischen Mainstream vor Augen f\u00fchre, eine unheilvolle Kombination von Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung, Und Geringsch\u00e4tzung, Untersch\u00e4tzung des Gegners. Man ist sich meines Erachtens \u00fcberhaupt nicht im Klaren dar\u00fcber, mit wem man es zu tun hat und was die Motive Russlands sind. Und gleichzeitig gibt man sich zunehmend wirklichkeitsfremden Siegesfantasien hin. Zum Beispiel lesen Sie heute Morgen, also ich habe nichts gesehen. Lesen Sie nichts davon, dass russische Truppen in Konstantinovka nun offensichtlich im Begriff sind, diese Stadt zu \u00fcbernehmen. Und das ist eine Stadt, die sich mitten in diesem Festungsriegel, dem ukrainischen Festungsriegel im Donbass, befindet. Das sind die am h\u00e4rtesten umk\u00e4mpften Gebiete, weil sie eben einerseits von Drohnen abgeschirmt werden, andererseits sich auf Anh\u00f6hen befinden. Und die Russen sind jetzt da doch durchgebrochen. Das ist ja etwas, was man ihnen in den letzten Tagen und Wochen als Unm\u00f6glichkeit vorgef\u00fchrt hat. Nat\u00fcrlich ist es schwierig zu beurteilen, wie stark die Russen wirklich sind. Die Kremlologie ist ein r\u00e4tselhaftes Gewerbe und niemand darf sich da anheischig machen, die Wahrheit zu erkennen, hinter die Kulissen, hinter die dicken Mauern des Kremls zu blicken. Aber ich glaube, dass Russland&#8230; Da halte ich mich an eine Einsch\u00e4tzung eines finnischen Gespr\u00e4chspartners, mit dem ich mich k\u00fcrzlich unterhalten habe, dass Russland eben nie so schwach ist, wie es scheint, auch nicht so stark, wie es sein m\u00f6chte. Und dass die Geschichte des Westens im Umgang mit Russland, denken wir an Frankreich, denken wir an Deutschland im Zweiten Weltkrieg, auch eine Geschichte der str\u00e4flichen, der fahrl\u00e4ssigen Untersch\u00e4tzung ist. Und dieses Muster scheint sich mir hier einmal mehr abzubilden. Also ein Durchbruch an der Front Konstantinovka. Das heisst, die Behauptung der letzten Wochen kann nicht stimmen, dass die Russen da \u00fcberhaupt nicht weiterkommen. Was die Situation gef\u00e4hrlich macht, ist, dass die EU ihre Aussenpolitik mehr oder weniger an die Ukraine abdelegiert hat. Zelenskyy entscheidet da, so sieht es aus, ziemlich freih\u00e4ndig dar\u00fcber, wie er den Krieg eskalieren l\u00e4sst. Man bildet sich ein auf westlicher Seite, diese Drohnenschl\u00e4ge gegen die Energieinfrastruktur, das wird sehr gross gefahren in den Medien. Das sei f\u00fcr Russland ein t\u00f6dlicher, ein existenzieller Schlag f\u00fcr die Wirtschaft. Nun, ich habe den Economist wieder intensiv gelesen am Wochenende. Es ist einfach bemerkenswert, wie dieses sehr, sehr russlandkritische Blatt, Wir haben ja&#8230; In der Weltwoche oft auch Economist-Korrespondenten \u00fcber Russland schreiben lassen, die ja also in keiner Art und Weise auch nur ann\u00e4hernd im Verdacht stehen k\u00f6nnten, da irgendwelche Sympathien oder gar Vorlieben zu hegen, ganz im Gegenteil. Aber da spricht jetzt f\u00fcr diese Publikation, da wird auch deutlich und klar festgehalten, dass die russische Wirtschaft viel besser dasteht, als das im Westen so wahrgenommen wird. Und zwar in einer ziemlich ausf\u00fchrlichen Berichterstattung wird das dargelegt hier, die sogenannte Resilienz der russischen Wirtschaft, wie man sie da beobachten k\u00f6nnte, dass da eben ein Wachstum stattfindet, dass die Umstellung nat\u00fcrlich mit gewissen Risiken behaftet ist, dass es auch unerfreuliche Entwicklungen gibt, aber die Vorstellung&#8230; Dass man da aus dem letzten Loch pfeift, wirtschaftlich wie auch milit\u00e4risch, das wird hier ganz klar widerlegt. Also muss man sich fragen, was bedeutet diese Eskalation des Kriegs durch Pr\u00e4sident Zelensky? Was wird darauf folgen? Auf Eskalationen folgen Gegeneskalationen, steigt nat\u00fcrlich der Druck auf den Kreml. und damit nat\u00fcrlich die Wahrscheinlichkeit, dass Russland seinerseits Eskaliert. Und die Frage ist, wie eskaliert dann Russland? Und ich habe in meinen Gespr\u00e4chen mit Russen, mit Leuten aus der Politik, aus den Medien, aus der Akademie, sehr besorgniserregend geh\u00f6rt, dass mittlerweile 120 Fabriken, Unternehmen in ganz Europa als legitime Kriegsziele betrachtet werden. Und dass man die Nachschubwege der&#8230; Ukraine unter Feuer nehmen k\u00f6nnte. Und gleichzeitig beobachten wir diese Sorglosigkeit, dieses Gef\u00fchl der Unverwundbarkeit auf der Seite der EU-Unterst\u00fctzer, allem voran Deutschland. Und in der deutschen \u00d6ffentlichkeit scheint mir das auch in den Medien \u00fcberhaupt nicht bewusst zu sein. Dass man sich die Tatsache vor Augen zu f\u00fchren bereit w\u00e4re, dass in den Augen Russlands Deutschland immer mehr ins Zielvisier ger\u00e4t, nicht die Amerikaner. Ich tue als Pr\u00e4sident Donald Trump. Da respektiert man, dass Trump mit den Russen versucht hat, Gespr\u00e4che zu f\u00fchren, dass Trump sich auch verst\u00e4ndigt hat mit Putin \u00fcber eine L\u00f6sung des Kriegs, \u00fcber eine Friedensordnung, die dann aber abgelehnt wurde von den EU-Staaten, allem voran Deutschland und Frankreich, auch Grossbritannien, das ja pl\u00f6tzlich wieder in so eine informelle europ\u00e4ische F\u00fchrungsrolle hineinrutscht, mit einer Regierung, die jetzt ihren Premierminister auswechselt. Auch das sind nat\u00fcrlich Fieberblasen, wenn man so will. Das sind Alarmsignale, dass Regierungen, die selber stark politisch angeschlagen sind, sich in dieser Art und Weise kriegerisch exponieren. Man hat immer Putin vorgeworfen, dass er den Krieg benutze, um von den innenpolitischen Problemen abzulenken. Ich finde, diese Theorie ist weit berechtigter, wenn man die innenpolitische Lage einiger Regierungen, der tonangebenden Regierung in der Europ\u00e4ischen Union anschaut. Ein Viktor Orban ist jetzt weg, eine m\u00e4chtige Stimme f\u00fcr den Frieden. Man ist im Begriff in Ungarn diese Orban-Zeit. In einer Operation, m\u00fcssen Sie sich mal die Begrifflichkeit vor Augen halten, \u00abCleansing Fire\u00bb, reinigendes Feuer. Man versucht also sozusagen diese Orbanzeit wegzubrennen durch einen Ministerpr\u00e4sidenten, der Gesetze erl\u00e4sst. um bestimmte Personen im Staat loszuwerden, unter anderem den Staatspr\u00e4sidenten. Nicht, weil er ihm konkret Vorw\u00fcrfe machen k\u00f6nnte, was er in diesem und jenem Fall zum Beispiel verfassungsfeindliches unternommen h\u00e4tte, sondern einfach als Loyalist von Orb\u00e1n, als jemand, der gew\u00e4hlt wurde vom alten Parlament, wird er jetzt ins reinigende Feuer geworfen. Soll er in dieses Feuer geworfen werden? Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht, aber das ist ein Sprachgebrauch, der mir jetzt also nicht besonderes Vertrauen einfl\u00f6sst, wenn ich da auf Ungarn schaue, sondern das ist diese Rhetorik des Absolutismus, die da um sich greift. Und umso schmerzlicher die Stimme eines Viktor Orb\u00e1n vermissen l\u00e4sst jetzt auf der internationalen B\u00fchne. Wir m\u00fcssen jetzt nicht \u00fcber die ungarische Innenpolitik sprechen, der ungarische&#8230; Volksentscheid ist zu respektieren und offensichtlich haben da die Orban-Leute gravierende Fehler gemacht, sonst w\u00e4re es ja nicht zu diesem Entscheid gekommen. Aber in der Beurteilung jetzt auch aus der schweizerischen Sicht, und da bek\u00fcmmert uns nat\u00fcrlich diese Zuspitzung, da bek\u00fcmmert uns diese Eskalationskette, die l\u00e4uft. Und niemand in der Europ\u00e4ischen Union ist da jetzt in den offiziellen Kreisen bereit, auch die Medien \u00fcberhaupt nicht, zu sagen Stopp, Achtung, wir m\u00fcssen da raus. Und selbst diese Vorst\u00f6sse, jetzt Gespr\u00e4che zu f\u00fchren, werden da im Brustton des Triumphalismus vorgetragen. Wir haben von dieser absolut l\u00e4cherlichen, egozentrischen \u00dcbung des deutschen Bundeskanzlers gesprochen, der sich da herumgestritten hat mit dem EU-Ratspr\u00e4sidenten Costa, wer jetzt da mit Putin reden soll. Aber Putin, nach meiner Beurteilung, ist gar nicht drauf und dran, jetzt mit diesen Leuten unbedingt reden zu wollen. Wenn ich da die Berichterstattung \u00fcber die j\u00fcngsten Gespr\u00e4chsangebote von Zelensky lese, die werden immer so geframed, als ob Putin \u00fcberhaupt kein Interesse an einem Frieden h\u00e4tte. Nein, Putin hat kein Interesse, nach meiner Beurteilung, mit Leuten zu reden, die ihn permanent beleidigen, die bedrohen, die ihn bl\u00f6d hinzustellen versuchen und die Gespr\u00e4chsangebote im Grunde&#8230; mehr oder weniger pro forma vortragen, wie das vielleicht bei Selenskyj der Fall ist. Wenn man sein Schreiben anschaut, \u00fcber das wir letzte Woche gesprochen haben, gleichzeitig machen die Russen Fortschritte an der Front. Also kurzum, das sind gef\u00e4hrliche Entwicklungen, die in den Schlagzeilen Deutschlands eine viel zu geringe Rolle spielen. Stattdessen haben wir fast den Neben&#8230; Schlagzeilen in Kurzmeldungen, allerlei Wunschdenken, dass da geradezu zelebriert wird. Und hier ist der Artikel aus dem Economist, all quiet on the home front, alles ruhig an der Heimatfront. Also die Vorstellung, die Idee, dass Russland da wirtschaftlich das Wasser zum Hals stehe, das weist der Economist zur\u00fcck. Umgekehrt. findet sich aber in dieser Ausgabe eine sehr drastische Darstellung der wirtschaftlichen Probleme Deutschlands. Und die haben nat\u00fcrlich auch mit diesem Krieg zu tun, mit der Verweigerung, nat\u00fcrlich das alte Erfolgsmodell weiterzuf\u00fchren der g\u00fcnstigen russischen Energie. Man hat sich da auch eben geopolitisch in eine wirtschaftlich ganz schwierige Situation hineinman\u00f6vriert. Aber auch das spielt in den deutschen Medien kaum eine Rolle. Man hat jetzt immerhin&#8230; angefangen, die gr\u00fcne Politik zu kritisieren und das Ganze nat\u00fcrlich begleitet von diesen Hiobsbotschaften bei Volkswagen. 100&#8217;000 Stellen k\u00f6nnten gestrichen werden. Gut, Volkswagen besch\u00e4ftigt insgesamt 664&#8217;000 Arbeitnehmer. Das ist eine gewaltige Zahl. Und in diesem Konzern spielt nat\u00fcrlich auch die Politik eine sehr unheilvolle Rolle, zu 20% beteiligt. Die ganze gewerkschaftliche Dimension ist sehr stark. Das heisst, es ist f\u00fcr den Konzernchef Blume nicht einfach, hier unternehmerische Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig ver\u00e4ndern sich die M\u00e4rkte, die Absatzm\u00f6glichkeiten brechen ein. Ich glaube nicht, dass ein Unternehmen wie Volkswagen so schnell zusammenbricht. Und da ist sicherlich noch eine riesige Qualit\u00e4t vorhanden. Es gibt auch Schlagzeilen, ich habe gerade in den Schweizer Medien gesehen, die von den Qualit\u00e4ten&#8230; Volkswagens sprechen, aber ungeachtet all dessen, also hier ver\u00e4ndert sich etwas strukturell und es zeigt sich jetzt einfach, dass dieses deutsche Modell eines \u00fcberbordenden Staates, einer \u00fcberbordenden Regulierung, einer \u00fcberbordenden Besteuerung, dass das einfach nicht funktioniert unter den versch\u00e4rften Wettbewerbsbedingungen. Und wenn man dann gleichzeitig die Energie-Lebensader auch noch kappt, ja dann schafft das eben nicht einmal mehr die t\u00fcchtige Deutsche Industrie Was da auff\u00e4llt, ist die tats\u00e4chliche Verweigerung der Medien, den Ukraine-Krieg, die Notwendigkeit, eine Friedensl\u00f6sung, einen Ausstieg, einen Fluchtweg aus dieser Eskalationsspirale zu finden. Das kommt \u00fcberhaupt nicht vor. Da fragt man sich dann schon, was braucht es denn noch alles, bis die deutsche Politik realisiert, wie gef\u00e4hrlich diese Situation ist. Wie weit will man denn da gehen? wie viele Opfer will man bringen f\u00fcr eine Politik, die sowieso nicht funktionieren kann. Ich meine, eine Kriegspolitik gegen Russland wird f\u00fcr Deutschland im Verderben enden, wird f\u00fcr Europa im Verderben enden. Aber man ist selbst f\u00fcr so eine letztlich ausweglose Perspektive bereit, die eigene Wirtschaft auf den Opferaltar zu legen. Da muss man sich nicht wundern, wenn immer mehr Deutsche dieser offiziellen Politik \u00fcberhaupt nichts mehr abgewinnen k\u00f6nnen. Und umgekehrt auch das immer wieder daran zu erinnern, ich meine diese Schl\u00e4ge von Zelensky gegen Putin, zum Beispiel w\u00e4hrend des Petersburger Wirtschaftsforums, als der Pr\u00e4sident in St. Petersburg war, hat ja Zelensky mit Drohnen, die gar nicht so weit haben fliegen k\u00f6nnen aus der Ukraine, vermutlich aus dem Baltikum, lanciert. Auch die baltischen Staaten spielen da mit dem Feuer. Das ist eine ganz gef\u00e4hrliche, riskante Politik, die man offensichtlich&#8230; Nicht zur\u00fcckgebindet von Seiten der EU, von Seiten der Deutschen. Man hat sich da komplett am Nasenring f\u00fchren lassen von den Balten und von den Ukrainern, was die Bestimmung der Eskalation, was die Bestimmung der Aussenpolitik angeht. Nun stellen Sie sich vor, was los w\u00e4re, wenn in Washington oder in Dallas w\u00e4hrend des Besuchs eines amerikanischen Pr\u00e4sidenten ukrainische, Entschuldigung, iranische Drohnen eingeschlagen w\u00e4ren. Ich meine, wie h\u00e4tten die Amerikaner so etwas beantwortet? Und bei Putin beobachten wir immer noch eine riesige Zur\u00fcckhaltung. Und diese Zur\u00fcckhaltung wird eben in westlichen Kreisen nach meiner Beurteilung als Schw\u00e4che interpretiert. Und auch das ist eine m\u00f6glicherweise sehr gef\u00e4hrliche Fehlbeurteilung, die da vorgenommen wird im Sinne des eigenen Wunschdenkens. Und in meinen Augen&#8230; Also w\u00e4re Putin schon bald einmal ein Kandidat, um einen Nobelpreis f\u00fcr Geduld verliehen zu bekommen. Dem nicht auszudenken, was los w\u00e4re, wenn kriegerischere Exponenten der russischen Politik im Kreml das Sagen h\u00e4tten. Aber der Druck auf den russischen Pr\u00e4sidenten steigt massiv. Und ich glaube, man gibt sich einfach einer Illusion hin, wenn man der Auffassung ist, dass die Russen diesen Puffer Ukraine abgeben wollen. Genauso wenig, wie die Amerikaner ihren Puffer S\u00fcdamerika, Kuba abgeben werden. Und die Chinesen werden immer schauen, dass in Nordkorea nicht die S\u00fcdkoreaner und die Amerikaner&#8230; ihre Zelte aufschlagen. Und das werden die Russen tun, weil sie darin eine existenzielle Bedrohung sehen. Also f\u00fcr sie ist das eine sehr ernste Sache. Ist das f\u00fcr Merz und Co. auch eine ernste Sache? Ist man bereit, diese Konflikte, diese Konsequenzen auf sich zu nehmen? Und die Wirtschaft ist da nur eine Dimension, aber das geht noch viel, viel weiter. Wechseln wir auf ein erfreulicheres Terrain, den Fussball, die FIFA des Friedens. Ich habe in der Schweizer Ausgabe den Schweizer FIFA-Pr\u00e4sidenten Gianni Infantino gelobt. Diese WM ist f\u00fcr den FIFA-Pr\u00e4sidenten ein Triumph, obwohl ja die Medien einmal mehr auf Vorrat heftigst kritisiert haben. Das Programm sei \u00fcberfrachtet, viel zu gross. Aber ich sehe das anders. Klapperti Unglaubliche Dichte des Fussballs in der Vorrunde, die hat&#8230; eine willkommene, nicht nur Ablenkung, sondern auch eine Vergegenw\u00e4rtigung vor Augen gef\u00fchrt, n\u00e4mlich eine Vergegenw\u00e4rtigung der Tatsache, dass es auf diesem Planeten noch m\u00f6glich ist, dass sich die Leute im friedlichen Wettbewerb begegnen k\u00f6nnen auf dem Fussballplatz. Und Gianni Infantino ist meines Erachtens auch zu loben daf\u00fcr, dass er sich immer wieder daf\u00fcr eingesetzt hat und das jetzt auch mindestens auf Juniorenstufe realisiert, die Russen wieder zur\u00fcckzuholen in den Sport. Und das ist f\u00fcr mich etwas ganz Entscheidendes, und das hat Infantino erfasst, dass eben in dieser kriegerischen Zeit, wo alle Br\u00fccken abgerissen und verbrannt werden, der Fussball eine enorme Wichtigkeit hat, eine jetzt nicht unmittelbar friedensstiftende, aber eine vielleicht friedenserm\u00f6glichende, im atmosph\u00e4rischen Verst\u00e4ndnis friedenserm\u00f6glichende Funktion, dass man eben zumindest noch ein Feld hat, auf dem man sich begegnen kann. und eine etwas andere Ablenkung erf\u00e4hrt, eine gewisse Entspannung vielleicht auch der allgemeinen Situation. Das ist etwas sehr, sehr Wichtiges, was hier geleistet wird. Und diese Fussball-WM in den USA, wieder extrem viel Negativschlagzeilen auf Vorrat, diese Fussball-WM ist meines Erachtens etwas sehr Wohltuendes und eben f\u00fcr den FIFA-Pr\u00e4sidentin, ein pers\u00f6nlicher Erfolg, eine FIFA des Friedens unter dem Schweizer Gianni Infantino. Das wird nat\u00fcrlich viel zu wenig gew\u00fcrdigt. Man wird da ausgelacht, wenn man so etwas sagt, aber das ist egal. Es ist notwendig, darauf hinzuweisen. In Graz, in Leningrad, scheint sich da die KP\u00d6, die Kommunistische Partei, einmal mehr durchzusetzen. Wir haben da ja auch eine Berichterstattung in der&#8230; Weltwoche. Putin glaubt weiter an Sieg in der Ukraine. Ja, etwas ironisch da die Berichterstattung \u00fcber die grosse Ansprache des russischen Pr\u00e4sidenten und ich warne hier einfach einmal mehr vor Wunschdenken. Schauen Sie sich auch die angels\u00e4chsischen Zeitungen an, die einfach weniger voreingenommen \u00fcber dieses Thema schreiben als die deutschen Zeitungen, die sehr stark da die propagandistisch in meinen Augen eingef\u00e4rbt sind und die Eventualit\u00e4ten, die Konsequenzen dieses Kriegs viel zu wenig in Betracht ziehen. Meine Damen und Herren, das war es von Weltwoche Daily International. F\u00fcrs Erste, ich danke Ihnen ganz herzlich f\u00fcr die Aufmerksamkeit und w\u00fcnsche Ihnen einen trotz allem guten Start und zuversichtlichen Start in diese neue Woche. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabh\u00e4ngig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgr\u00fcnden immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst&#8230; niemandem zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserkl\u00e4rung an die Meinungsvielfalt. Denn unabh\u00e4ngiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabh\u00e4ngig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. 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