{"id":1130871,"date":"2026-06-29T17:43:17","date_gmt":"2026-06-29T17:43:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1130871\/"},"modified":"2026-06-29T17:43:17","modified_gmt":"2026-06-29T17:43:17","slug":"steinmeier-fordert-mit-scharfen-worten-mehr-deutsches-un-engagement","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1130871\/","title":{"rendered":"Steinmeier fordert mit scharfen Worten mehr deutsches UN-Engagement"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/steinmeier-hsc-100.jpg\" alt=\"Bundespr\u00e4sident Steinmeier spricht zur Er\u00f6ffnung der Hamburg Sustainabiity Confererence.\" title=\"Bundespr\u00e4sident Steinmeier spricht zur Er\u00f6ffnung der Hamburg Sustainabiity Confererence. | Ulrich Perrey\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 29.06.2026 \u2022 17:11 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>&#8222;Rohe Machtpolitik&#8220; und &#8222;Nullsummendenken&#8220; bedrohten die Vereinten Nationen, warnt Bundespr\u00e4sident Steinmeier. Daher sei Deutschland st\u00e4rker denn je gefordert, betonte er bei der Er\u00f6ffnung einer Nachhaltigkeitskonferenz in Hamburg.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Ein R\u00fcckzug w\u00e4re kurzsichtig, und er w\u00e4re fatal&#8220; &#8211; so hat Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier \u00dcberlegungen zu einem verringerten deutschen Engagement f\u00fcr die Vereinten Nationen kritisiert. Dies rufe er &#8222;allen in meinem eigenen Land zu, die als Reaktion auf die Wahlniederlage den Nutzen der Vereinten Nationen in Frage stellen und sogar f\u00fcr die R\u00fcckf\u00fchrung unseres Engagements pl\u00e4dieren&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Steinmeier bezeichnete das <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/un-sicherheitsrat-bewerbung-100.html\" title=\"Deutschland scheitert mit Bewerbung f\u00fcr UN-Sicherheitsrat\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Scheitern der deutschen Bewerbung f\u00fcr einen nicht-st\u00e4ndigen Sitz im UN-Sicherheitsrat<\/a> als &#8222;bittere Niederlage&#8220;. Diese Niederlage sei &#8222;Grund f\u00fcr kritische Fragen &#8211; an unsere Widersacher, aber eben auch an uns selbst&#8220;, sagte Steinmeier bei der Er\u00f6ffnung der Hamburg Sustainability Conference (HSC).<\/p>\n<p>    Deutliche Kritik an &#8222;roher Machtpolitik&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Einhalten der regelbasierten Ordnung sei dringend erforderlich &#8211; auch f\u00fcr den Klimaschutz und die UN-Nachhaltigkeitsziele, so Steinmeier weiter. &#8222;Ohne mehr internationale Zusammenarbeit, ohne gegenseitiges Vertrauen wird es uns nicht gelingen, globale Herausforderungen wie den Klimawandel oder die Bek\u00e4mpfung von Hunger und Armut zu meistern.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir leben in einer Zeit, in der das internationale Regelwerk, das uns jahrzehntelang geleitet hat, bedroht ist, in der einige m\u00e4chtige Staaten dieses Regelwerk nicht mehr anerkennen und ungeniert brechen, wenn es ihren eigenen Machtinteressen im Wege steht&#8220;, sagte Steinmeier. Rohe Machtpolitik, Nullsummendenken und Konfrontation ersetzten mehr und mehr die Pfeiler der kooperativen und regelbasierten Ordnung. &#8222;Ein Zeitgeist der Brutalit\u00e4t und R\u00fccksichtslosigkeit weht durch die internationale Politik.&#8220;<\/p>\n<p>    &#8222;Vereinte Nationen m\u00fcssen effizienter werden&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Bundespr\u00e4sident kritisierte in seiner Rede aber auch die UN selbst: &#8222;Die Vereinten Nationen m\u00fcssen sich ver\u00e4ndern, sie m\u00fcssen effizienter und effektiver werden&#8220; sagte er.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Gerade weil der Wind des politischen Zeitgeists den Vereinten Nationen schroff entgegenweht, weil Beitr\u00e4ge und Budgets immer mehr in Frage gestellt werden, ist es an allen, die in und f\u00fcr die Vereinten Nationen arbeiten, das Gegenteil zu beweisen: zu beweisen, dass die Vereinten Nationen bessere Ergebnisse liefern k\u00f6nnen als die starken M\u00e4nner mit ihren Allmachtsfantasien.&#8220;<\/p>\n<p>    Internationale Konferenz zu Nachhaltigkeit<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im Zentrum des internationalen Nachhaltigkeitstreffens mit rund 1.600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 115 L\u00e4ndern stehen die Themen widerstandsf\u00e4hige Volkswirtschaften, Technologie und die Zukunft des Planeten, wie die Veranstalter mitteilten. Es gehe im Hamburger Rathaus und in der Handelskammer aber auch um Risiken und Konflikte sowie um die Zukunft menschlicher Zusammenarbeit. Das Motto der Konferenz lautet &#8222;Die Kraft der Zusammenarbeit: Gemeinsam Fortschritt vorantreiben&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Vereinten Nationen hatten sich vor elf Jahren in der Agenda 2030 insgesamt <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/agenda-2030-zwischenstand-100.html\" title=\"UN-Agenda 2030 kaum mehr erreichbar - Deutschland auf Platz vier\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">17 Ziele f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung auf \u00f6konomischer, sozialer und \u00f6kologischer Ebene<\/a> gegeben. Sie gelten weltweit &#8211; zu den Zielen geh\u00f6ren ein Ende der Armut und des Hungers, sauberes Wasser und saubere Energie, aber auch menschenw\u00fcrdige Arbeit, hochwertige Bildung, Klimaschutz und Frieden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 29.06.2026 \u2022 17:11 Uhr &#8222;Rohe Machtpolitik&#8220; und &#8222;Nullsummendenken&#8220; bedrohten die Vereinten Nationen, warnt Bundespr\u00e4sident Steinmeier. 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