{"id":1131068,"date":"2026-06-29T19:45:26","date_gmt":"2026-06-29T19:45:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1131068\/"},"modified":"2026-06-29T19:45:26","modified_gmt":"2026-06-29T19:45:26","slug":"eu-setzt-frist-bis-oktober-fuer-greifbare-ergebnisse-mit-china","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1131068\/","title":{"rendered":"EU setzt Frist bis Oktober f\u00fcr greifbare Ergebnisse mit China"},"content":{"rendered":"<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            29\/06\/2026 &#8211; 21:29 MESZ\n            <\/p>\n<p>EU-Handelskommissar Maro\u0161 \u0160ef\u010dovi\u010d erkl\u00e4rte am Montag, die Europ\u00e4ische Union wolle bis Oktober im Dialog mit China \u201egreifbare\u201c Ergebnisse erzielen.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>\u0160ef\u010dovi\u010d traf noch am selben Tag in Br\u00fcssel seinen chinesischen Amtskollegen Wang Wentao zu Gespr\u00e4chen, die sich bis in den Abend hinein ziehen sollten.<\/p>\n<p>In den vergangenen Wochen haben sich die Spannungen zwischen Br\u00fcssel und Peking deutlich versch\u00e4rft. China droht der EU immer wieder mit Vergeltungsma\u00dfnahmen, weil Br\u00fcssel seinen Markt vor chinesischer \u00dcberkapazit\u00e4t sch\u00fctzen will.<\/p>\n<p>Die Gespr\u00e4che seien \u201eintensiv, fokussiert und konstruktiv\u201c gewesen, sagte \u0160ef\u010dovi\u010d zwischen zwei Verhandlungsrunden mit Wentao vor Journalisten. \u201eMein Ziel war von Anfang an klar: Wir m\u00fcssen beginnen, das Handelsverh\u00e4ltnis zwischen der Europ\u00e4ischen Union und China ins Gleichgewicht zu bringen.\u201c<\/p>\n<p>Die EU steht einem wachsenden Handelsdefizit mit China gegen\u00fcber. \u00dcber die gesamte Union hinweg summiert es sich inzwischen auf den Rekordwert von 1 Milliarde Euro pro Tag. Der Austausch mit Peking hat f\u00fcr Br\u00fcssel h\u00f6chste Priorit\u00e4t. Die Mitgliedstaaten gaben der EU-Kommission beim Gipfel Mitte Juni den Auftrag, einen Dialog mit Peking zu f\u00fchren, der konkrete Schritte zur Neujustierung des Handelsverh\u00e4ltnisses bringen soll.<\/p>\n<p>\u0160ef\u010dovi\u010d k\u00fcndigte an, Europ\u00e4er und Chinesen w\u00fcrden ihren Dialog \u201eintensivieren\u201c. Im Herbst will er nach Peking reisen, \u201eum die Fortschritte zu bewerten\u201c.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Teams arbeiten mit einem klaren Mandat und einem ehrgeizigen Zeitplan, um bis Oktober dieses Jahres greifbare Ergebnisse vorzulegen\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Der Zugang zum EU-Binnenmarkt ist f\u00fcr China zu einem heiklen Thema geworden, seit die EU-Kommission im M\u00e4rz einen Gesetzentwurf vorlegte, der bei \u00f6ffentlichen Ausschreibungen Produkte aus europ\u00e4ischer Herstellung bevorzugt. Zugleich klagen Unternehmen aus der EU dar\u00fcber, dass sie immer schwerer in den chinesischen Markt hinein kommen.<\/p>\n<p><strong>Deutsche Wirtschaftsministerin trifft Wentao<\/strong><\/p>\n<p>In einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung am Montag hielten Br\u00fcssel und Peking fest, verst\u00e4rkte Ma\u00dfnahmen und Initiativen f\u00fcr Marktzugang k\u00f6nnten dazu beitragen, das Handelsverh\u00e4ltnis auszugleichen.<\/p>\n<p>Beide Seiten wollen au\u00dferdem einen \u201egemeinsamen \u00dcberwachungsmechanismus\u201c f\u00fcr die Handelsstr\u00f6me einrichten. \u0160ef\u010dovi\u010d erl\u00e4uterte, das System werde auf identischen Datengrundlagen auf beiden Seiten beruhen.<\/p>\n<p>Bei seinem Aufenthalt in Br\u00fcssel traf Wentao am Montag auch die deutsche Bundesministerin f\u00fcr Wirtschaft, Katherina Reiche. Ihr Ministerium erkl\u00e4rte, man wolle \u201egemeinsame Interessen und beiderseitige Vorteile besser nutzen\u201c.<\/p>\n<p>\u201eOffene M\u00e4rkte brauchen faire Wettbewerbsbedingungen, verl\u00e4ssliche Lieferketten und ausgewogene Handelsbeziehungen\u201c, hie\u00df es weiter.<\/p>\n<p>Zahlen vom vergangenen Herbst hatten ein deutsches Handelsdefizit mit China von 87 Milliarden Euro ausgewiesen \u2013 ein Rekordwert. Die Zahl war f\u00fcr Berlin ein Weckruf. Die Bundesregierung scheute lange eine h\u00e4rtere Gangart, um den Zugang der deutschen Unternehmen zum chinesischen Markt nicht zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>Doch der Wettbewerb mit chinesischen Konkurrenten ist hart, vor allem f\u00fcr die deutsche Autoindustrie. Sie hat f\u00fcr die kommenden Jahre mehr als 100.000 Stellenstreichungen angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Europa bewegt sich beim Schutz des EU-Marktes auf einem schmalen Grat. Einerseits wollen die Regierungen ihre Volkswirtschaften vor billigen Importen aus China und vor unlauteren Praktiken wie Dumping sch\u00fctzen. Andererseits f\u00fcrchten sie Vergeltung aus Peking. China k\u00f6nnte etwa die Ausfuhr seltener Erden einschr\u00e4nken, die f\u00fcr die gr\u00fcne Technologie und die Verteidigungsindustrie der EU unverzichtbar sind.<\/p>\n<p>Um den EU-Markt besser abzuschirmen, haben die Staats- und Regierungschefs Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen beauftragt, die handelspolitischen Schutzinstrumente der Union zu \u00fcberpr\u00fcfen und m\u00f6gliche neue Werkzeuge zu pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Geplant ist ein \u201eDiversifizierungsmechanismus\u201c, der Unternehmen in der EU dazu bringen soll, ihre Zulieferer breiter aufzustellen. Die Kommission denkt zudem \u00fcber einen \u201eSolidarit\u00e4tsmechanismus\u201c nach, der jenen Mitgliedstaaten helfen soll, die besonders stark unter der chinesischen Konkurrenz leiden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 29\/06\/2026 &#8211; 21:29 MESZ EU-Handelskommissar Maro\u0161 \u0160ef\u010dovi\u010d erkl\u00e4rte am Montag, die Europ\u00e4ische Union wolle bis&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1131069,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,227,29,548,14503,9864,663,158,3934,3935,3986,13,7181,14,15,12],"class_list":["post-1131068","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-china","tag-deutschland","tag-eu","tag-eu-china","tag-eu-politik","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-handel","tag-headlines","tag-maros-sefcovic","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116835119910458536","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1131068","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1131068"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1131068\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1131069"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1131068"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1131068"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1131068"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}