{"id":1131119,"date":"2026-06-29T20:19:16","date_gmt":"2026-06-29T20:19:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1131119\/"},"modified":"2026-06-29T20:19:16","modified_gmt":"2026-06-29T20:19:16","slug":"ueberschattetes-jubilaeum-15-jahre-israelisches-generalkonsulat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1131119\/","title":{"rendered":"\u00dcberschattetes Jubil\u00e4um: 15 Jahre israelisches Generalkonsulat"},"content":{"rendered":"<p>Es wirkt wie eine Kampfansage: Die Freundschaft zu Israel sei &#8222;Staatsraison, Herzensangelegenheit und Auftrag auch f\u00fcr die Zukunft&#8220;, sagt Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der in der Residenz in M\u00fcnchen. Dabei d\u00fcrfte es ihm nicht nur um den Staat Israel im Nahen Osten gehen, sondern auch um die Vertretung Israels in M\u00fcnchen. Das israelische Generalkonsulat in M\u00fcnchen war zuletzt h\u00e4ufig Ziel von Angriffen. So hatte im Jahr 2024 ein 18-j\u00e4hriger \u00d6sterreicher das Geb\u00e4ude beschossen. Er wurde bei dem Polizeieinsatz t\u00f6dlich verletzt. Sein Motiv war nach Ermittlungen des LKA &#8222;Israelfeindlichkeit&#8220;.<\/p>\n<p>Im Juni hat die Generalstaatsanwaltschaft Anklage gegen einen 24-J\u00e4hrigen mit jemenitischer Staatsangeh\u00f6rigkeit erhoben: Ihm wird vorgeworfen, im M\u00e4rz dieses Jahres das Geb\u00e4ude mit Steinen beworfen und gedroht zu haben, einen Sprengsatz zu z\u00fcnden. Die Ermittler gehen auch in diesem Fall von &#8222;Israelfeindlichkeit&#8220; als Motiv aus. Eine <a href=\"https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/de\/unsere-projekte\/deutsch-israelischer-young-leaders-austausch\/projektnachrichten\/60-jahre-deutsch-israelische-beziehungen#detail-content-263332-3\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Studie der Bertelsmann-Stiftung<\/a> (externer Link) hat eine Zunahme des Israel-bezogenen Antisemitismus in Deutschland festgestellt, besonders unter jungen M\u00e4nnern. Die antisemitische Aussage &#8222;Juden haben auf der Welt zu viel Einfluss&#8220; st\u00f6\u00dft in der Erhebung mit 27 Prozent auf mehr Zustimmung als noch 2021 (24 Prozent), bei M\u00e4nnern unter 40 Jahren sogar auf 36 Prozent.<\/p>\n<p>Generalkonsulat als Motor der Verbindung<\/p>\n<p>Ja, die israelische Community sei verunsichert, best\u00e4tigt die Generalkonsulin Talya Lador-Fresher. So seien israelische Familien beispielsweise vorsichtig, in der \u00d6ffentlichkeit untereinander Hebr\u00e4isch zu sprechen. Der Antisemitismus sei nicht nur f\u00fcr J\u00fcdinnen und Juden eine Gefahr, sondern auch f\u00fcr die Demokratie hier in Deutschland, betont sie. Das Generalkonsulat k\u00fcmmert sich unter anderem um Belange von Israelis im Ausland. Oder unterst\u00fctzt den Handel. Laut IHK hat sich das Handelsvolumen zwischen Israel und Bayern von 2016 bis 2025 verdoppelt und liegt bei rund 1,3 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Deutschland sei der wichtigste Partner in Europa, betont die Generalkonsulin. W\u00e4hrend aber die wirtschaftliche Zusammenarbeit solide ist, liegt der Sch\u00fcleraustausch brach. Viele deutsche Familien h\u00e4tten offenbar Sicherheitsbedenken, dabei sei der Austausch die Basis, ohne ihn &#8222;verlieren wir so viel&#8220;, sagt Lador-Fresher.<\/p>\n<p>Bundesregierung mit Kritik an Israel \u2013 S\u00f6der: &#8222;Man muss nicht alles gut finden&#8220;<\/p>\n<p>Der Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 mit mehr als 1.200 toten Israelis sowie \u00fcber 200 Geiseln und der nachfolgende <a href=\"https:\/\/www.mpg.de\/25776334\/gaza-studie-zeigt-beispiellose-verluste-an-menschenleben-und-lebenserwartung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Krieg Israels gegen die Hamas im Gazastreifen mit zehntausenden Toten<\/a> (externer Link) haben in Deutschland heftige Debatten ausgel\u00f6st. Deutschland hatte die Angriffe der Hamas verurteilt und sich f\u00fcr eine Freilassung der Geiseln eingesetzt. Gleichzeitig hatte Deutschland im vergangenen Jahr vor\u00fcbergehend die Waffenlieferungen nach Israel eingeschr\u00e4nkt, aus Sorge um die Zivilbev\u00f6lkerung im Gazastreifen.<\/p>\n<p>Auch kritisierte die Bundesregierung zuletzt die Siedlergewalt und <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/joint-statement-from-the-leaders-of-the-united-kingdom-italy-france-germany-canada-australia-new-zealand-norway-netherlands-spain-belgium-and-the-eu-high-representative-for-foreign-affairs-and-security-policy-on-the-situation-in-the-west-bank-2432270\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">den v\u00f6lkerrechtswidrigen israelischen Siedlungsbau im Westjordanland<\/a> (externer Link). S\u00f6der betonte am Rande der Veranstaltung, man m\u00fcsse nicht alles gut finden, was die israelische Regierung tut, aber die Grundzustimmung sei sehr hoch.<\/p>\n<p>Zunehmende Vorbehalte bei deutscher Bev\u00f6lkerung gegen\u00fcber israelischer Regierung<\/p>\n<p>In der deutschen Bev\u00f6lkerung gibt es zunehmend Vorbehalte gegen\u00fcber der israelischen Regierung, gerade in der j\u00fcngeren Bev\u00f6lkerung, <a href=\"https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/de\/unsere-projekte\/deutsch-israelischer-young-leaders-austausch\/projektnachrichten\/60-jahre-deutsch-israelische-beziehungen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">hat eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung anl\u00e4sslich 60 Jahre deutsch-israelische Beziehungen ermittelt<\/a> (externer Link). Demnach \u00e4u\u00dfern nur noch 36 Prozent der Befragten eine positive Meinung \u00fcber Israel. Dies sei &#8222;ein sp\u00fcrbarer Stimmungswandel im Vergleich zur letzten Erhebung 2021, als noch 46 Prozent Israel positiv gegen\u00fcberstanden&#8220;, schreiben die Autorinnen und Autoren der Studie.<\/p>\n<p>Anders sehe es in der israelischen Bev\u00f6lkerung aus, in der &#8222;60 Prozent (\u2026) ein gutes oder sehr gutes Bild von der Bundesrepublik&#8220; haben. Das m\u00f6chte Talya Lador-Fresher ausbauen und die wechselseitigen Beziehungen st\u00e4rken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es wirkt wie eine Kampfansage: Die Freundschaft zu Israel sei &#8222;Staatsraison, Herzensangelegenheit und Auftrag auch f\u00fcr die Zukunft&#8220;,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1131120,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1827],"tags":[772,29,7395,30,411,1268,2339],"class_list":["post-1131119","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-muenchen","tag-bayern","tag-deutschland","tag-generalkonsulat","tag-germany","tag-israel","tag-muenchen","tag-oberbayern"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116835252000988104","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1131119","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1131119"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1131119\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1131120"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1131119"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1131119"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1131119"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}