{"id":1131348,"date":"2026-06-29T22:53:17","date_gmt":"2026-06-29T22:53:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1131348\/"},"modified":"2026-06-29T22:53:17","modified_gmt":"2026-06-29T22:53:17","slug":"usa-reisen-deutsche-urlauber-meiden-die-staaten-kanada-boomt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1131348\/","title":{"rendered":"USA-Reisen: Deutsche Urlauber meiden die Staaten \u2013 Kanada boomt"},"content":{"rendered":"<p>Deutschlands wichtigste Nordamerika-Veranstalter melden erneut herbe Einbr\u00fcche bei Reisen in die USA. Dort versucht man, die Einreiseangst zu d\u00e4mpfen. Jetzt rudern die US-Beh\u00f6rden bei den geplanten Kontrollen mit obligatorischem Social-Media-Check zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Ja, wo bleiben sie denn? Urlauber aus \u00dcbersee, vor allem aus Deutschland, machen sich trotz der spannenden <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/wm\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/wm\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fu\u00dfball-WM<\/a> weiterhin in den USA rar. Die Flaute h\u00e4lt seit 2025 an, die Nachfrage ist mau. <\/p>\n<p>Der erwartete, man k\u00f6nnte fast sagen, fest eingeplante Schub ist ausgeblieben. Dabei hat die oberste US-Tourismusbeh\u00f6rde, das National Travel and Tourism Office, sich das f\u00fcr das Jahr 2026 alles ganz anders vorgestellt. <\/p>\n<p>In einer ziemlich euphorischen Prognose vom April 2026 wird eine Trendwende orakelt: Alles l\u00e4uft super, sozusagen. Auch aus Deutschland, immerhin zweitwichtigstes Herkunftsland nach den Briten aus good old Europe: So hoffte man mit gut Hunderttausend mehr <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/reise\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/reise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Urlaubern aus Deutschland<\/a> und einem satten Plus von 2,1 Prozent. <\/p>\n<p>Doch die tats\u00e4chlichen Ankunftszahlen f\u00fcr 2026 sprechen eine ganz andere Sprache: Bis Ende Mai sind sogar 13,2 Prozent weniger Urlauber aus Deutschland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingereist; genau 588.420 Besucher.  Im Juni und Juli sind, was Urlauber betrifft, die Buchungszahlen auch nicht besser.<\/p>\n<p>Zur Erinnerung: 2025 waren auch nur noch 1,7 Millionen Urlauber aus Deutschland <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/usa-reisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/usa-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">in den USA  unterwegs<\/a> \u2013 ein Minus von 11,3 Prozent.  Die Zeiten, in denen jedes Jahr mehr als zwei Millionen verl\u00e4sslich in die USA st\u00fcrmten, sind offenbar erst einmal vorbei. <\/p>\n<p>Lieber Kanada statt USA <\/p>\n<p>Und wie sieht die aktuelle Buchungslage aus? Kommen die Deutschen vielleicht doch noch 2026 zur\u00fcck? Nachgefragt bei auf Nordamerika spezialisierten Veranstaltern. Timo Kohlenberg, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von America Unlimited aus Hannover, sagt zu den Buchungen: \u201eDie USA haben sich verzockt. Als eigentlich mit Abstand st\u00e4rkstes Reiseziel schw\u00e4cheln sie und liegen mit rund minus 25 Prozent zum Vorjahr deutlich zur\u00fcck.\u201c Viele seiner Kunden weichen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/reise\/article6904bc5cb9e7d6b545d105aa\/staedtereise-alternative-fuer-die-usa-warum-sich-ein-besuch-torontos-gerade-jetzt-lohnt.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/reise\/article6904bc5cb9e7d6b545d105aa\/staedtereise-alternative-fuer-die-usa-warum-sich-ein-besuch-torontos-gerade-jetzt-lohnt.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">auf Kanada <\/a>aus.  <\/p>\n<p>Auch Tilo Krause-D\u00fcnow, CEO von Canusa Touristik aus Hamburg, sieht in diesem Jahr ein deutliches Minus bei der Nachfrage f\u00fcr Reisen in die USA: \u201eWir gehen von einem R\u00fcckgang von circa zehn Prozent der Buchungen aus. Dies zieht sich durch alle Staaten \u2013 bis <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/hawaii-urlaub\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/hawaii-urlaub\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">auf Hawaii<\/a>\u201c.  Auch er stellt fest, dass viele Nordamerika-Urlauber die USA einfach umgehen: Kanada l\u00e4uft in diesem Jahr bei ihm zweistellig im Plus.<\/p>\n<p>Gef\u00fchlte Einreiseangst<\/p>\n<p>Doch woran liegt die Flaute genau?  Die Mischung aus politischen Faktoren, globalen Konflikten, h\u00f6heren Reisekosten, einem schw\u00e4cheren Image der USA \u2013 und vor allem die gef\u00fchlte Einreiseangst\u00a0\u2013 schreckt Erstreisende ab.  <\/p>\n<p>Das sieht auch die US Travel Association, die wichtigste Tourismus-Lobby in den USA. Deren Vorsitzender Geoff Freeman, erkl\u00e4rt im April auf einer Reisemesse in <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/florida-urlaub\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/florida-urlaub\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fort Lauderdale:<\/a> \u201eWir m\u00fcssen uns mehr anstrengen, um eine klare Botschaft zu senden, dass Reisende willkommen sind.\u201c<\/p>\n<p>Immerhin: Da tut sich was. So ist die drastische Datenabfrage <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/einreisebestimmungen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/einreisebestimmungen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">f\u00fcr alle ESTA-Einreisenden<\/a>, mit der normalerweise Urlauber in die USA einreisen, in ihrer absurdesten Form vom Tisch. <\/p>\n<p>Sie hatte eigentlich von Mitte 2026 an vorgesehen, dass alle Reisenden ihre Social-Media-Profile der vergangenen f\u00fcnf Jahre nicht optional, sondern verpflichtend im Formular h\u00e4tten angeben m\u00fcssen. Und auch noch alle verwendeten E-Mail-Adressen \u2013 und zwar der letzten zehn Jahre.  <\/p>\n<p>Social-Media-Check nur in Ausnahmef\u00e4llen <\/p>\n<p>Doch nach mehr als 2000 Einw\u00e4nden gegen diesen Plan (ein Rekord in der Geschichte der Beh\u00f6rde) rudert die US Customs and Border Protection jetzt deutlich zur\u00fcck: Nun ist voraussichtlich fr\u00fchestens Ende 2026 geplant, dass nur in begr\u00fcndeten Ausnahmef\u00e4llen einzelne ESTA-Reisende genauer unter die Lupe genommen werden, sofern sie beispielsweise verd\u00e4chtige Angaben im Formular gemacht h\u00e4tten. Welche genau das w\u00e4ren, das sagt die Grenzschutzbeh\u00f6rde nicht.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich aber m\u00fcssen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/pauschalreisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/pauschalreisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Urlauber <\/a>wie Gruppenreisende, Familien oder ein distinguiertes P\u00e4rchen in den besten Jahren wenig bis gar nichts bef\u00fcrchten. Es ist h\u00f6chst unwahrscheinlich, dass sie ihren Urlaub in den USA mit illegalen Gelegenheits-Besch\u00e4ftigungen wie Babysitten, Kellnern oder Poolreinigen verbringen wollen. <\/p>\n<p>Aber: Bei jungen Rucksacktouristen beispielsweise, die vielleicht monatelang erst einmal fr\u00f6hlich nach dem Schulabschluss mit wenig Geld durch die Welt ziehen und als erste Unterkunft in den USA auch nur eine Privatadresse angeben, wird bei der Einreise genauer nachgefragt, was sie so vorhaben.<\/p>\n<p>Matt Davies, Direktor f\u00fcr den operativen Au\u00dfendienst, Zulassung und Passagierprogramme bei der US Customs and Border Protection,<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/matt-davies-2b87978\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.linkedin.com\/in\/matt-davies-2b87978&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\"> <\/a>beruhigt auf der Reisemesse im April 2026 in Fort Lauderdale: \u201eDie Zahlen sind so, dass die Wahrscheinlichkeit, einmal im Leben vom Blitz getroffen zu werden, h\u00f6her ist, als dass das Handy durchsucht wird\u201c.<\/p>\n<p>Auch die US-B\u00fcrgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation stellt zur Einordnung klar: Bei rund 420 Millionen international Reisenden in die USA im Jahr 2024, so die letzte verf\u00fcgbare Zahl, wurden zw\u00f6lf Millionen von ihnen einer sogenannten zweiten Befragung unterzogen. <\/p>\n<p>Nur 47.000 von ihnen mussten zur heiklen dritten Befragung. Dann konnten deren Mobiltelefone und Laptops an den Beh\u00f6rden-Computer angeschlossen werden. <\/p>\n<p>Zwei praktische Tipps hat die B\u00fcrgerrechtsorganisation f\u00fcr Besucher parat: Am besten Unterlagen wie erste Urlaubsadresse, Mietwagen-Reservierung oder Reiseverlauf ausgedruckt dabei haben und bei Bedarf vorzeigen. Das erspart schon mal den eigenen Blick ins entsperrte Handy vor den Augen des Grenzbeamten. <\/p>\n<p>Zweitens: Vor der Kontrolle die Mobiltelefone in den Flugmodus schalten und auch kein WLAN des Flughafens nutzen. Dann kann nur kontrolliert werden, was sich gerade unmittelbar auf dem elektronischen Ger\u00e4t befindet, nicht aber, was beispielsweise in einer Cloud gespeichert ist.<\/p>\n<p>Die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/einreisebestimmungen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/einreisebestimmungen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Einreiseangst <\/a>treibt jedoch so viele Urlauber um, dass beispielsweise der erste Veranstalter in Deutschland eine \u201eEinreise-Garantie\u201c gibt: Urlauber, die \u201eim absolut unwahrscheinlichen Fall\u201c bei der Einreise an der Immigration scheitern und zur\u00fcckgeschickt werden, bekommen bei Canusa Touristik ihren kompletten Reisepreis erstattet.  <\/p>\n<p>Das aber sei bisher noch nie passiert.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Deutschlands wichtigste Nordamerika-Veranstalter melden erneut herbe Einbr\u00fcche bei Reisen in die USA. 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