{"id":1131555,"date":"2026-06-30T00:53:20","date_gmt":"2026-06-30T00:53:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1131555\/"},"modified":"2026-06-30T00:53:20","modified_gmt":"2026-06-30T00:53:20","slug":"mit-herz-verstand-und-bewegenden-geschichten-der-frauentag-des-kirchenkreises-koeln-rechtsrheinisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1131555\/","title":{"rendered":"Mit Herz, Verstand und bewegenden Geschichten: der Frauentag des Kirchenkreises K\u00f6ln-Rechtsrheinisch"},"content":{"rendered":"<p>\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-70840\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/se-Frauentragrechtsrheinisch-300x164.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"164\"  \/>Beim Workshop \u201eHerzensanliegen\u201c suchen die Teilnehmerinnen sich aus der Stuhlmitte einen Gegenstand aus und sprechen dar\u00fcber, was sie bewegt.<\/p>\n<p>Eine bunte \u201eBabuschka\u201c, eine Jesusfigur, ein Holz-K\u00e4stchen, ein Bergkristall, Muscheln und ein roter Spielzeugbus. Viele Dinge liegen in der Stuhlkreis-Mitte zur Auswahl, um die Teilnehmerinnen des Workshops mit dem Titel \u201eHerzensanliegen\u201c zu inspirieren. Sie sollen sich einen Gegenstand nehmen, als Symbol f\u00fcr das, was ihr Herz bewegt, und dar\u00fcber berichten. Der Workshop geh\u00f6rt zum Programm des sechsten Frauentags des Kirchenkreises K\u00f6ln-Rechtsrheinisch im evangelischen Gemeindezentrum Markuskirche in Porz-Eil mit dem Titel \u201eMit Herz und Verstand.\u201c Eine Frau findet nichts Passendes f\u00fcr ihr Thema, wohl aber die Worte: \u201eEnde 1944 war ich sechs Wochen alt, als meine Mutter auf der Flucht war. Alle sagten ihr, ich w\u00fcrde sowieso sterben. Da lagen ja schon so viele Kinder tot unter dem Schnee.\u201c Mutter und Tochter \u00fcberlebten den Horrortrip, doch der Schrecken sitzt der Erz\u00e4hlerin noch immer im Nacken. Beim Workshop m\u00f6chte sie ihn sich von der Seele reden. Dort haben die Teilnehmerinnen Raum, um mitzuteilen, was sie bewegt, es in Worte zu fassen und die eigenen Werte, Ideale, Sehns\u00fcchte zu kommunizieren. Nicht jede hat sofort ein Thema parat. Daher hat die Workshop- und Studienleiterin der Melanchthon-Akademie, Antje Rinecker, unterschiedliche Gegenst\u00e4nde als Inspirationsquellen und Aufh\u00e4nger mitgebracht. Eine Teilnehmerin greift zu dem Spielzeugbus. Er sei ein Symbol f\u00fcr das Reisen, was ihr so viel bedeute, erz\u00e4hlt sie, beispielsweise nach Israel, was ihr eine enge Verbindung zum Judentum erm\u00f6glicht und ihren Glauben gest\u00e4rkt habe. Der Bergkristall wechselt im Kreis sogar die Besitzerin. F\u00fcr eine Frau ist er ein Symbol f\u00fcr den Naturschutz, der ihr sehr am Herzen liegt, f\u00fcr die andere symbolisiert er ihr eigenes steiniges Leben, das aber doch glitzert, besonders seit einiger Zeit, seitdem ihre Gemeinde darin eine Rolle spielt. Im gesch\u00fctzten Raum der Markuskirche zeigen sich die Frauen authentisch und verletzlich, h\u00f6ren zu und nehmen Anteil.<\/p>\n<p>Acht Workshops f\u00fcr K\u00f6rper, Geist und Seele<\/p>\n<p>Das Gespr\u00e4chsformat ist nur einer von insgesamt acht zum Motto des Frauentags passenden Workshops, von denen die Teilnehmerinnen jeweils zwei aussuchen: So k\u00f6nnen die Frauen mit Manuele Lamp eine \u201eHerzensbox\u201c basteln, mit Kantorin Joanna Lenk singen, mit Sonia Fontana tanzen oder sich von den Expertinnen Margaretha Bernards und Ulrike Bernhardt unter dem Titel \u201eHerzgesundheit\u201c \u00fcber Herz-Kreislauf-Krankheiten aufkl\u00e4ren lassen. Auch ein Minipilgerweg mit dem Titel \u201eHerzensorte\u201c geh\u00f6rt zum Angebot. Ein gemeinsames Mittagsmahl bietet die M\u00f6glichkeit zum lockeren Austausch, ein anschlie\u00dfendes Konzert sorgt f\u00fcr Entspannung.<\/p>\n<p>Lydia als Vorbild f\u00fcr Herz und Verstand<\/p>\n<p>Durch den Tag begleitete die Frauen der biblische Text aus der Apostelgeschichte \u00fcber die Purpurwollh\u00e4ndlerin Lydia. Gisela Sam vom Orgateam erl\u00e4utert in einem Impulsvortrag zur Er\u00f6ffnung des Frauentages den Grund: Lydia sei eine Gesch\u00e4ftsfrau gewesen, sagt sie, eine unabh\u00e4ngige, verm\u00f6gende Hausherrin. Als der Apostel Paulus sie bekehrte, habe sie ihr Herz f\u00fcr Gott ge\u00f6ffnet und als erste Person auf europ\u00e4ischem Boden die Botschaft des Christentums angenommen. \u201eSie ist also ein Vorbild f\u00fcr das Einsetzen von Herz und Verstand\u201c, findet Sam.<\/p>\n<p>Vernetzung und Ermutigung f\u00fcr Frauen im Kirchenkreis<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-70845\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/se-Frauentragrechtsrheinisch6-300x168.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"168\"  \/>Ute Verch begr\u00fc\u00dft die G\u00e4ste sechsten Frauentages des Kirchenkreis rechtsrheinisch.<\/p>\n<p>Ute Verch, Frauenreferentin im Kirchenkreis K\u00f6ln rechtsrheinisch, erl\u00e4utert, warum der Frauentag alle zwei Jahre stattfindet: \u201eEs geht darum, Frauen im Kirchenkreis zu vernetzen und zu ermutigen, mit st\u00e4rkenden Inhalten f\u00fcr ihr Selbstbewusstsein\u201c, betont sie. Sie k\u00f6nnten an diesem Tag Dinge ausprobieren, f\u00fcr die sonst im Alltag kein Raum sei, den Blick \u00fcber den Tellerrand werfen. Im Programm sei f\u00fcr jede Frau etwas dabei, unabh\u00e4ngig vom Bildungsgrad, von der Herkunft oder dem Interesse. Auch Almuth Voss, Pfarrerin im Ruhestand und Mitglied im Vorbereitungsteam, findet es wichtig, den Frauen einen Tag lang Raum zu geben, einfach sein zu k\u00f6nnen. Sie h\u00e4lt aber theoretisch durchaus auch einen \u201eM\u00e4nnertag\u201c f\u00fcr sinnvoll: \u201eDie Fragen der Identit\u00e4t werden ja immer komplexer\u201c, sagt Voss. \u201eM\u00e4nner brauchen auch einmal eine Ermutigung, beispielsweise im Themenbereich Gewalt und Gewaltpr\u00e4vention.\u201c Das sei ein heftiges Thema f\u00fcr Frauen und M\u00e4dchen, aber eben auch ein M\u00e4nnerthema. An diesem Tag geht es nun aber um die Bed\u00fcrfnisse der Frauen. Und so ist auch die Synodalbeauftragte f\u00fcr Frauenarbeit Ulrike Plath gekommen, um bei den Anwesenden nachzuh\u00f6ren, was die Frauen im Kirchenkreis ben\u00f6tigen, nicht nur heute, sondern auch in Zukunft.<\/p>\n<p><a href=\"#\" rel=\"nofollow\" onclick=\"window.print(); return false;\" title=\"Printer Friendly, PDF &amp; Email\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/printfriendly-icon-lg.png\" alt=\"Print Friendly, PDF &amp; Email\" class=\"pf-button-img\" style=\"width: 25px;height: 25px;\"\/>Drucken<\/a><\/p>\n<p>Text: Susanne Esch<br \/>Foto(s): Susanne Esch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Beim Workshop \u201eHerzensanliegen\u201c suchen die Teilnehmerinnen sich aus der Stuhlmitte einen Gegenstand aus und sprechen dar\u00fcber, was sie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1131556,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1828],"tags":[8906,29,238324,9762,30,180044,198548,1420,80608,224348,10489,1209,33069,11409],"class_list":["post-1131555","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-koeln","tag-evangelische-kirche","tag-deutschland","tag-frauenarbeit","tag-frauentag","tag-germany","tag-herzensanliegen","tag-kirchenkreis-koeln-rechtsrheinisch","tag-koeln","tag-lydia","tag-markuskirche-porz-eil","tag-melanchthon-akademie","tag-nordrhein-westfalen","tag-vernetzung","tag-workshops"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116836329758680983","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1131555","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1131555"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1131555\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1131556"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1131555"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1131555"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1131555"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}