{"id":1131841,"date":"2026-06-30T03:55:28","date_gmt":"2026-06-30T03:55:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1131841\/"},"modified":"2026-06-30T03:55:28","modified_gmt":"2026-06-30T03:55:28","slug":"koeln-macht-ernst-ziehen-die-dome-in-rheinland-pfalz-nach-suedwest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1131841\/","title":{"rendered":"K\u00f6ln macht Ernst \u2013 ziehen die Dome in Rheinland-Pfalz nach? &#8211; S\u00fcdwest"},"content":{"rendered":"<p class=\"rhp-dpa-teaser\"><b>Ab Mittwoch ist es so weit: Erstmals kostet der K\u00f6lner Dom Eintritt. Zwischen Finanzdruck und kirchlichem Selbstverst\u00e4ndnis suchen die Bist\u00fcmer im Bundesland den richtigen Weg.<\/b><\/p>\n<p><a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Mainz\" data-rtr-id=\"e3ec7426bbabd4c2629b469564eb0c8ee33bc951\" data-rtr-score=\"14.99204665959703\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"34\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/mainz\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mainz<\/a>\/<a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Speyer\" data-rtr-id=\"b5d3359e293ae19c8ddc5ef3d0d0024fca1e3177\" data-rtr-score=\"14.976139978791092\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"32\" href=\"http:\/\/rheinpfalz.de\/lokal\/speyer.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Speyer<\/a>\/<a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Trier\" data-rtr-id=\"541ce1924819371108ffd6ff5914f27873a9ca52\" data-rtr-score=\"22.436373276776248\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"36\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/trier\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Trier<\/a>\/<a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Worms\" data-rtr-id=\"c41e27d82701e339d998d80cc7d43e5118c38e58\" data-rtr-score=\"29.883351007423116\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"38\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/worms\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Worms<\/a> (dpa\/lrs) &#8211; Der von Mittwoch (1. Juli) an geplante Eintritt f\u00fcr Touristen im K\u00f6lner Dom sorgt auch in Bist\u00fcmern in <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Rheinland-Pfalz\" data-rtr-id=\"592c89cea2c38a673e1ef01e37ba8a1a22000196\" data-rtr-score=\"29.241781548250263\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"1\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/rheinland-pfalz.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rheinland-Pfalz<\/a> f\u00fcr Diskussionen. Domkapitel im Bundesland sehen derzeit keinen Anlass f\u00fcr vergleichbare Schritte. Zugleich ist jedoch finanzieller Druck sp\u00fcrbar, die oft jahrhundertealten Gottesh\u00e4user zu erhalten.<\/p>\n<p>Im Mainzer Domkapitel sei die Einf\u00fchrung eines Eintrittsgeldes \u00abnie favorisiert\u00bb worden, teilt Domdekan Henning Priesel mit. Zwar habe man nach der K\u00f6lner Entscheidung erneut \u00fcber das Thema beraten. \u00abAktuell sehen wir f\u00fcr den Mainzer Dom keinen Ansatz f\u00fcr einen Eintritt\u00bb, betont Priesel.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/7046264_1_articledetail_In_Speyer_sind_bereits_seit_Jahrzehnten_einzelne_Bereiche_kostenpflichtig._A.webp\" alt=\"Dom zu Speyer\" title=\"Dom zu Speyer\" width=\"753\" height=\"502\" class=\"nfy-mobile-first\"\/> In Speyer sind bereits seit Jahrzehnten einzelne Bereiche kostenpflichtig. (Archivbild)Foto: Uwe Anspach\/dpaDie Ausgaben f\u00fcr den Mainzer Dom sind erheblich<\/p>\n<p>Eine solche Geb\u00fchr sei mit erheblichem Aufwand verbunden. \u00abUns ist klar, dass die Umsetzung einer solchen Geb\u00fchr komplex ist\u00bb, meint der Domdekan. Es m\u00fcssten technische Voraussetzungen geschaffen, zus\u00e4tzliches Personal f\u00fcr Aufsicht und Kontrolle eingestellt sowie Ein- und Ausgangskonzepte entwickelt und genehmigt werden. Hinzu k\u00e4men Sicherheitsfragen. \u00abZuletzt muss man f\u00fcr all das erst einmal deutlich investieren.\u00bb<\/p>\n<p>Die Ausgaben f\u00fcr den Mainzer Dom sind ohnehin erheblich. Nach Angaben Priesels kostet der t\u00e4gliche Betrieb rund 15.000 Euro. Darin enthalten seien unter anderem Personal-, Betriebs- und Reinigungskosten sowie Ausgaben f\u00fcr Wartung und Veranstaltungen. Bei durchschnittlich 750.000 Besuchern pro Jahr \u00abw\u00fcrde uns schon ein Euro von jedem einen Gro\u00dfteil der laufenden Kosten abfedern\u00bb, erkl\u00e4rt Priesel.<\/p>\n<p>Mitgliedschaft als Alternative<\/p>\n<p>Gleichzeitig h\u00e4lt das Domkapitel am offenen Zugang fest. \u00abWir sind im Domkapitel \u00fcberzeugt, dass wir den Dom f\u00fcr alle im Zentrum der Stadt offenhalten wollen, gerade f\u00fcr das Gebet und um zur Ruhe zu kommen.\u00bb Besucher seien willkommen und k\u00f6nnten ihre Wertsch\u00e4tzung freiwillig durch Spenden zeigen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/7046265_1_articledetail_Trier_plant_nicht_Eintritt_fuer_touristische_Besuche_im_Dom_zu_erheben._Arch.webp\" alt=\"Trierer Dom\" title=\"Trierer Dom\" width=\"753\" height=\"502\" class=\"nfy-mobile-first\"\/> Trier plant nicht, Eintritt f\u00fcr touristische Besuche im Dom zu erheben. (Archivbild)Foto: Harald Tittel\/dpa<\/p>\n<p>\u00abWer kann, k\u00f6nnte sich zu einer Zustiftung zur Domstiftung Gedanken machen oder auch Mitglied im Dombauverein oder im Verein Musica Sacra werden\u00bb, sagt Priesel. \u00abAuch wenn lange Mitgliedschaften nicht mehr en vogue sind, ist gerade eine verbindliche Mitgliedschaft eine feste Gr\u00f6\u00dfe, mit der wir wirtschaftlich planen k\u00f6nnen. So helfen viele durch einen kleinen Beitrag zum Erhalt des Doms.\u00bb<\/p>\n<p>In Speyer sind einzelne Bereiche kostenpflichtig<\/p>\n<p>Auch im Speyerer Dom gibt es derzeit keine \u00dcberlegungen, Eintritt f\u00fcr das gesamte Gotteshaus zu verlangen. Bereits seit Jahrzehnten sind einzelne Bereiche kostenpflichtig. \u00abAm Speyerer Dom gibt es bereits seit vielen Jahren zwei eintrittspflichtige Bereiche: die Krypta mit dem Zugang zu den Kaisergr\u00e4bern sowie den Kaisersaal mit Zugang zum S\u00fcdwestturm\u00bb, teilt Domdekan Georg M\u00fcller mit.<\/p>\n<p>Die Einnahmen dienten dazu, \u00abeinen Beitrag zum Bauunterhalt zu erwirtschaften und die Besucherstr\u00f6me zu regulieren\u00bb. Konkrete Pl\u00e4ne f\u00fcr einen allgemeinen Eintritt gebe es nicht. Nach Angaben des Domkapitels werden j\u00e4hrlich durchschnittlich rund eine Million Euro f\u00fcr den Erhalt des Unesco-Welterbes aufgewandt. Die Finanzierung werde wegen steigender Baukosten zunehmend schwieriger.<\/p>\n<p>Trier und Worms wollen \u00aballen und jedem offen stehen\u00bb<\/p>\n<p>Trier h\u00e4lt ebenfalls an der bisherigen Linie fest. \u00abDas Domkapitel plant nicht, Eintritt f\u00fcr touristische Besuche im Dom zu erheben\u00bb, teilt Sprecherin Judith Rupp mit.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/7046266_1_articledetail_Wichtig_ist_in_Worms_dass_der_Dom_vor_allem_als_Gotteshaus_wahrgenommen_wird.webp\" alt=\"Dom St. Peter zu Worms\" title=\"Dom St. Peter zu Worms\" width=\"753\" height=\"502\" class=\"nfy-mobile-first\"\/> Wichtig ist in Worms, dass der Dom \u00bbvor allem als Gotteshaus wahrgenommen wird, nicht als Museum, Touristenattraktion oder Denkmal\u00ab. (Archivbild)Foto: Andreas Arnold\/dpa<\/p>\n<p>\u00c4hnlich \u00e4u\u00dfert sich die Dompfarrei in Worms. Dort gebe es \u00abkeine entsprechenden Pl\u00e4ne\u00bb, betont Dompropst Tobias Sch\u00e4fer. Wichtig sei, dass der Dom \u00abvor allem als Gotteshaus wahrgenommen wird, nicht als Museum, Touristenattraktion oder Denkmal\u00bb. Ein Gotteshaus solle \u00aballen und jedem Menschen offen stehen, auch unabh\u00e4ngig von seiner wirtschaftlichen Leistungsf\u00e4higkeit\u00bb.<\/p>\n<p>St. Stephan erinnert an seine ber\u00fchmten Chagall-Fenster<\/p>\n<p>Zudem seien die Verh\u00e4ltnisse mit <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"K\u00f6ln\" data-rtr-id=\"0b82ad07b145b3b1e655ae74d9cedd46f0c7c810\" data-rtr-score=\"75.08032873806998\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"41\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/koeln\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">K\u00f6ln<\/a> nicht vergleichbar. W\u00e4hrend der dortige Dom j\u00e4hrlich rund sechs Millionen Besucher z\u00e4hle, komme Worms auf 300.000 bis 400.000 G\u00e4ste. Der organisatorische und personelle Aufwand f\u00fcr ein Eintrittssystem st\u00fcnde \u00abin keinem Verh\u00e4ltnis zu den zu erwartenden Einnahmen\u00bb, meint Sch\u00e4fer. \u00abDie Herausforderung, ein solches Bauwerk als kleine Pfarrei zu erhalten, bleibt nat\u00fcrlich.\u00bb<\/p>\n<p>F\u00fcr die katholische Kirche St. Stephan in Mainz mit den ber\u00fchmten Chagall-Fenstern<strong\/>ist ein Eintrittsgeld nach Angaben von Dompr\u00e4bendat Thomas Winter derzeit nicht vorgesehen. Im Verwaltungsrat sei aber \u00fcber eine solche M\u00f6glichkeit angesichts hoher Unterhaltskosten mehrfach gesprochen worden. Angesichts der hohen Unterhaltskosten k\u00f6nne eine Gemeinde die Finanzierung eines solchen Bauwerks kaum allein tragen, betont Winter.<\/p>\n<p>Besucherzahlen nicht mit K\u00f6ln vergleichbar<\/p>\n<p>St. Stephan stehe vor einer umfassenden Innenrenovierung, deren Kosten noch ermittelt w\u00fcrden. Die laufenden Ausgaben w\u00fcrden derzeit vor allem durch ehrenamtliches Engagement sowie Einnahmen aus dem Verkauf von Schriften und Postkarten gedeckt. R\u00fccklagen k\u00f6nnten nicht gebildet werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/7046267_1_articledetail_Fuer_die_katholische_Kirche_St._Stephan_in_Mainz_mit_den_beruehmten_Chagall-.webp\" alt=\"Chagall-Fenster in der Kirche Sankt Stephan in Mainz\" title=\"Chagall-Fenster in der Kirche Sankt Stephan in Mainz\" width=\"753\" height=\"502\" class=\"nfy-mobile-first\"\/> F\u00fcr die katholische Kirche St. Stephan in Mainz mit den ber\u00fchmten Chagall-Fenstern ist ein Eintrittsgeld nach Angaben von Dompr\u00e4bendat Thomas Winter derzeit nicht vorgesehen. (Archivbild)Foto: picture alliance\/dpa<\/p>\n<p>An starken Fr\u00fchjahrs- und Sommerwochenenden besuchen nach Angaben Winters bis zu 1.000 Menschen die Kirche. Viele k\u00e4men wegen der Chagall-Fenster und der besonderen Atmosph\u00e4re des Gotteshauses.<\/p>\n<p>Der K\u00f6lner Dom wird f\u00fcr Besucher ab Mittwoch (1. Juli) zw\u00f6lf Euro Eintritt kosten. Damit sollen die gestiegenen Kosten f\u00fcr Pflege, Schutz und den laufenden Betrieb des Doms gedeckt werden, wie das Domkapitel mitteilte. Es gibt aber Ausnahmen. So soll der Dom j\u00e4hrlich an bestimmten Tagen kostenfrei sein. Zudem soll er f\u00fcr Gottesdienstbesucher, Betende sowie Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins kostenfrei bleiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ab Mittwoch ist es so weit: Erstmals kostet der K\u00f6lner Dom Eintritt. 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