{"id":113249,"date":"2025-05-15T19:10:13","date_gmt":"2025-05-15T19:10:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/113249\/"},"modified":"2025-05-15T19:10:13","modified_gmt":"2025-05-15T19:10:13","slug":"bis-zu-60-millionen-euro-bekanntes-hotel-am-hauptbahnhof-muenchen-steht-zum-verkauf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/113249\/","title":{"rendered":"Bis zu 60 Millionen Euro: Bekanntes Hotel am Hauptbahnhof M\u00fcnchen steht zum Verkauf"},"content":{"rendered":"<p><b>M\u00fcnchen &#8211;<\/b> Seit \u00fcber 100 Jahren ist das Unternehmen &#8222;Geisel Privat Hotels&#8220; ein M\u00fcnchner Familienbetrieb. Nun wollen sich die Br\u00fcder Carl, Stephan und Michael Geisel, die das Unternehmen in vierter Generation f\u00fchren, von ihrer letzten eigenen Hotel-Immobilie trennen: dem Vier-Sterne-Hotel Excelsior in der Sch\u00fctzenstra\u00dfe. Darin befindet sich auch das bei vielen M\u00fcnchnern beliebte Vinothek-Restaurant.<\/p>\n<p>Die Br\u00fcder geh\u00f6ren noch zu den wenigen gr\u00f6\u00dferen Privathoteliers in Deutschland. Von dem Restaurantf\u00fchrer Gault &amp; Millau wurden sie 2018 zu &#8222;Hoteliers des Jahres&#8220; gek\u00fcrt. Derzeit betreiben die Geisels drei Hotels, ein Restaurant und einen Weinhandel.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/muc_silhouette_short.svg.svg+xml\"\/><\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1562257_der-eingangsbereich-des-hotel-excelsior-in-muenchen-das-hotel-gehoert-zur-g_artikelbild-75pr.jpeg\" alt=\"Der Eingangsbereich ins Excelsior. Das Hotel geh\u00f6rt zur Geisel Gruppe, einer renommierten Hoteliersfamilie.\" title=\"Der Eingangsbereich ins Excelsior. Das Hotel geh\u00f6rt zur Geisel Gruppe, einer renommierten Hoteliersfamilie.\" width=\"609\" height=\"406\"\/><\/p>\n<p>      Der Eingangsbereich ins Excelsior. Das Hotel geh\u00f6rt zur Geisel Gruppe, einer renommierten Hoteliersfamilie.<br \/>\n      \u00a9 imago\/S. Gottschalk<\/p>\n<p>    Der Eingangsbereich ins Excelsior. Das Hotel geh\u00f6rt zur Geisel Gruppe, einer renommierten Hoteliersfamilie.<\/p>\n<p>von imago\/S. Gottschalk <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p><b>Wie der Branchendienst &#8222;Green Street News&#8220; zuerst berichtete<\/b>, sind bereits Makler mit dem Verkauf des Excelsiors beauftragt worden. Das wurde auch der AZ aus Immobilienkreisen best\u00e4tigt. Laut &#8222;Green Street News&#8220; k\u00f6nnte der Verkauf des Hotels bis zu 60 Millionen Euro bringen. Die Familie wollte sich auf AZ-Anfrage nicht \u00e4u\u00dfern. Kathrin Rothenbacher-Wei\u00df, Sprecherin der Familie, dementierte die Verkaufsabsichten aber nicht.<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1562254_inhaber-carl-geisel-hotelier-brueder-stephan-geisel-michael-geisel-muenchen_artikelbild-75pr.jpeg\" alt=\"Die Hoteliers Carl, Stephan und Michael Geisel.\" title=\"Die Hoteliers Carl, Stephan und Michael Geisel.\" width=\"609\" height=\"406\"\/><\/p>\n<p>      Die Hoteliers Carl, Stephan und Michael Geisel.<br \/>\n      \u00a9 imago\/B. Lindenthaler<\/p>\n<p>    Die Hoteliers Carl, Stephan und Michael Geisel.<\/p>\n<p>von imago\/B. Lindenthaler <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p><b>Das Hotel Excelsior mit seinen 114 Zimmern und Suiten im bayerischen Landhausstil<\/b> steht gegen\u00fcber von dem seit fast zwei Jahren geschlossenen riesigen Karstadt-Klotz aus den 70er Jahren sowie schr\u00e4g gegen\u00fcber von dem denkmalgesch\u00fctzten fr\u00fcheren Tietz-Kaufhaus (ehemals Hertie, sp\u00e4ter Karstadt). Beide Geb\u00e4ude sind Bauruinen, die die pleite gegangene Signa von Ren\u00e9 Benko hinterlassen hat.<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/721003_artikelbild-75proz_1E9aEt_MP0weI.png\" alt=\"Die n\u00e4chste Gro\u00dfbaustelle ist ums Eck: So soll der Hauptbahnhof mal ausschauen.\" title=\"Die n\u00e4chste Gro\u00dfbaustelle ist ums Eck: So soll der Hauptbahnhof mal ausschauen.\" width=\"609\" height=\"401\"\/><\/p>\n<p>      Die n\u00e4chste Gro\u00dfbaustelle ist ums Eck: So soll der Hauptbahnhof mal ausschauen.<br \/>\n      \u00a9 Simulation: Auer+Weber<\/p>\n<p>    Die n\u00e4chste Gro\u00dfbaustelle ist ums Eck: So soll der Hauptbahnhof mal ausschauen.<\/p>\n<p>von Simulation: Auer+Weber <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Der Immobilien-Investor aus Tirol wollte den alten Karstadt abrei\u00dfen lassen und das Grundst\u00fcck gro\u00df neu bauen lassen. Das denkmalgesch\u00fctzte Geb\u00e4ude daneben sollte aufwendig saniert werden. Doch die Baustelle ruht seit Ende 2023, als die Signa-Insolvenzwelle losschwappte. Der fr\u00fchere Karstadt-Klotz gammelt vor sich hin. Ren\u00e9 Benko sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Ihm werden zahlreiche Straftaten vorgeworfen, die er \u00fcber seine Anw\u00e4lte abstreitet.<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1496361_artikelbild-75proz_1D6vVq_CPvzt1.jpg\" alt=\"Einen siebengeschossigen Neubau (r.)  wollte die Signa an der Sch\u00fctzenstra\u00dfe bauen. Stattdessen verwahrlost dort ein leerer Karstadt-Bau aus den 70ern.\" title=\"Einen siebengeschossigen Neubau (r.)  wollte die Signa an der Sch\u00fctzenstra\u00dfe bauen. Stattdessen verwahrlost dort ein leerer Karstadt-Bau aus den 70ern.\" width=\"609\" height=\"462\"\/><\/p>\n<p>      Einen siebengeschossigen Neubau (r.)  wollte die Signa an der Sch\u00fctzenstra\u00dfe bauen. Stattdessen verwahrlost dort ein leerer Karstadt-Bau aus den 70ern.<br \/>\n      \u00a9 Filippo Bolognese Images<\/p>\n<p>    Einen siebengeschossigen Neubau (r.)  wollte die Signa an der Sch\u00fctzenstra\u00dfe bauen. Stattdessen verwahrlost dort ein leerer Karstadt-Bau aus den 70ern.<\/p>\n<p>von Filippo Bolognese Images <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Die Zukunft dieser beiden M\u00fcnchner Bauruinen sowie die der Alten Akademie in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone \u2013 ebenfalls ein Signa-Projekt \u2013ist ungewiss. Noch sind keine neuen Investoren gefunden.<\/p>\n<p><b>Die Geiselfamilie hat 1935 ihr erstes Hotel<\/b> in M\u00fcnchen er\u00f6ffnet: den &#8222;Rheinhof&#8220;, der ebenfalls am Hauptbahnhof stand. Er galt als eines der modernsten Hotels der Stadt. Darin gab es eine eigene W\u00e4scherei, eine Metzgerei und auch Blockeis wurde selbst hergestellt.<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1562253_hotel-koenigshof_artikelbild-75proz_1E9ayd_3gyGtq.jpg\" alt=\"Der neue Koenigshof wurde 2024 er\u00f6ffnet.\" title=\"Der neue Koenigshof wurde 2024 er\u00f6ffnet.\" width=\"609\" height=\"406\"\/><\/p>\n<p>      Der neue Koenigshof wurde 2024 er\u00f6ffnet.<br \/>\n      \u00a9 imago\/Gottschalk<\/p>\n<p>    Der neue Koenigshof wurde 2024 er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>von imago\/Gottschalk <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Nur ein Jahr sp\u00e4ter kauften Anna und Karl Geisel das Hotel Excelsior, das ebenfalls schnell an der Spitze der M\u00fcnchner Nobelherbergen rangierte. Wiederum zwei Jahre sp\u00e4ter kaufte die Familie den K\u00f6nigshof am <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/thema\/karlsplatz-stachus\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stachus<\/a> \u2013 ihr drittes Hotel.\u00a0<\/p>\n<p><b>Der Rheinhof wurde im Zweiten Weltkrieg zerst\u00f6rt<\/b> und nicht wieder aufgebaut. Das Excelsior beschlagnahmten nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges US-Streitkr\u00e4fte, sie nutzten das Hotel als Hauptquartier, erst 1956 bekam es die Familie zur\u00fcck.<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1562256_artikelbild-75proz_1E9aye_PWEDOB.jpg\" alt=\"Der alte K\u00f6nigshof, 2019 wurde er abgerissen.\" title=\"Der alte K\u00f6nigshof, 2019 wurde er abgerissen.\" width=\"609\" height=\"404\"\/><\/p>\n<p>      Der alte K\u00f6nigshof, 2019 wurde er abgerissen.<br \/>\n      \u00a9 imago\/Lindenthaler<\/p>\n<p>    Der alte K\u00f6nigshof, 2019 wurde er abgerissen.<\/p>\n<p>von imago\/Lindenthaler <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Drei\u00dfig Jahre sp\u00e4ter lie\u00df sie das Hotel komplett renovieren, 2012 wurde es erweitert und 2017 umfangreich umgestaltet.<\/p>\n<p>1995 hat die Familie ein weiteres Hotel in der Hohenzollernstra\u00dfe er\u00f6ffnet. Es hei\u00dft heute Schwabinger Wahrheit und ist ein modernes Businesshotel mit 81 Zimmern. 2017 er\u00f6ffnete die Geisel-Familie dann auch noch die &#8222;Stadtresidenz&#8220; Beyond mit 19 luxuri\u00f6sen Zimmern und Suiten direkt am <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/thema\/marienplatz\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Marienplatz<\/a>. Die Immobilien in Schwabing und am Marienplatz sind gemietet.<\/p>\n<p><b>Von ihrer einst gr\u00f6\u00dften eigenen Hotel-Immobilie hat sich die Familie<\/b> Geisel bereits vor ein paar Jahren getrennt: 2021 verkauften die Br\u00fcder ihr Flaggschiff, den K\u00f6nigshof am Stachus, an die Inka-Holding des M\u00fcnchner Unternehmers Hans Inselkammer. Das Traditionshaus wurde abgerissen, der Neubau hei\u00dft nun Koenigshof und wird von der Hotelkette Marriott betrieben.<\/p>\n<p><b>Das Excelsior in der Sch\u00fctzenstra\u00dfe wird<\/b> laut &#8222;Green Street News&#8220; f\u00fcr zwei verschiedene Nutzungsm\u00f6glichkeiten zum Kauf angeboten. Demnach k\u00f6nnte der neue Eigent\u00fcmer das Hotel weiterbetreiben \u2013 oder abrei\u00dfen. M\u00f6glich w\u00e4re dann zum Beispiel kein reiner Hotelbetrieb mehr, sondern ein neues Gesch\u00e4ftsgeb\u00e4ude, das gemischt genutzt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"M\u00fcnchen &#8211; Seit \u00fcber 100 Jahren ist das Unternehmen &#8222;Geisel Privat Hotels&#8220; ein M\u00fcnchner Familienbetrieb. 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