{"id":1133867,"date":"2026-06-30T23:27:17","date_gmt":"2026-06-30T23:27:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1133867\/"},"modified":"2026-06-30T23:27:17","modified_gmt":"2026-06-30T23:27:17","slug":"25-jahre-segensbuero-haetzjefoehl-ueberraschungen-begegnungen-und-neue-wege-der-kirche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1133867\/","title":{"rendered":"2,5 Jahre Segensb\u00fcro H\u00e4tzjef\u00f6hl: \u00dcberraschungen, Begegnungen und neue Wege der Kirche"},"content":{"rendered":"<p>Seit zweieinhalb Jahren bringt das Segensb\u00fcro H\u00e4tzjef\u00f6hl Menschen, Glauben und Kirche auf neue Weise zusammen. Mit kreativen Segensangeboten, ungew\u00f6hnlichen Orten und ber\u00fchrenden Begegnungen erreicht das Team Menschen weit \u00fcber die klassischen kirchlichen R\u00e4ume hinaus. Im Interview blicken Pfarrerin Inga Waschke und Pfarrer Sebastian Baer-Henney vom Segensb\u00fcro auf bewegende Momente, \u00fcberraschende Erfahrungen und ihre W\u00fcnsche f\u00fcr die Zukunft:<\/p>\n<p>H\u00e4tzjef\u00f6hl bringt Kirche an ungew\u00f6hnliche Orte und zu besonderen Lebensmomenten. Welche Veranstaltungen und Begegnungen sind Ihnen besonders im Kopf geblieben?<\/p>\n<p><strong>Sebastian Baer-Henney:<\/strong> Da denke ich, haben im Team alle ihre eigene Antwort drauf, weil wir uns die Dinge nach unseren Gaben aufteilen. F\u00fcr mich pers\u00f6nlich sind die kleinen Rituale abseits der Massen bewegend: Der Segen einer Person nach einer langen Krankheit, das Ritual eines Menschen vor der geschlechtsangleichenden Operation, die Segnung eines Kindes mit Schulangst. Ich finde es aber auch bewegend, zu sehen, wie in den Gemeinden Dinge umgesetzt werden, f\u00fcr die wir angefragt wurden: Ein Tauffest in Bergisch-Gladbach, das Scheidungsritual, das zeitgleich an vielen Orten in K\u00f6ln stattgefunden hat, der Sommersegen im Glas. All das sind Dinge, die Menschen ansprechen, die nicht so stark im kirchlichen Kerngesch\u00e4ft vorkommen \u2013 zu sehen, dass das gelingt, erf\u00fcllt mich sehr.<\/p>\n<p><strong>Inga Waschke:<\/strong> Ja, das ist wirklich sehr vielf\u00e4ltig. Eigentlich ist jede Begegnung und jeder Segensmoment besonders ber\u00fchrend. Segen ist immer wieder eine neue Erfahrung, obwohl wir ja schon so oft gesegnet haben. Am meisten ber\u00fchrt mich, wenn unsere Segensrituale andere Menschen ber\u00fchren. Wenn sie l\u00e4cheln, eine Tr\u00e4ne kullert, tief ausgeatmet wird vor Erleichterung. Wenn sie sich selbst einbringen. Wie bei einer Segnung auf einer Abschiedsparty, weil zwei Menschen aus K\u00f6ln wegzogen. Jede*r hat was Eigenes beigetragen, ohne dass wir uns gro\u00dfartig abgestimmt haben und am Ende war es ein wundervolles Ritual.<\/p>\n<p>Nach 2,5 Jahren Segensb\u00fcro: Was hat Sie selbst \u00fcberrascht \u2013 \u00fcber Menschen, Glauben oder Kirche?<\/p>\n<p><strong>Sebastian Baer-Henney: <\/strong>Mich \u00fcberrascht immer wieder, wie religi\u00f6s die Menschen sind. Wieviele Menschen haben ein Bed\u00fcrfnis nach Segen? Wieviele Menschen sind auf der Suche nach Gutem? Andersherum aber auch: Wie viele Menschen sehen in der klassischen Kirchlichkeit kein Gegen\u00fcber f\u00fcr diese Anliegen? Ich denke, dass wir Br\u00fccken bauen zwischen der Welt der Menschen \u201eda drau\u00dfen\u201c und der Kirche \u2013 und es ist ein wunderbares Gef\u00fchl, wenn die Menschen hinterher zur\u00fcckmelden, dass sie durch das Segensb\u00fcro ein St\u00fcck vers\u00f6hnt mit der Kirche sind.<\/p>\n<p><strong>Inga Waschke:<\/strong> Dass viele Menschen eine \u201efreie Trauung\u201c wollen, die am Ende ziemlich klassisch ist. Nur der Ort ist frei \u2013 auf einer Wiese, am Strand, in einer Location. Das hat mich echt \u00fcberrascht. Kirche hat mich in den 2,5 Jahren \u00fcberrascht, dass sie uns als Segensb\u00fcro viel Vertrauen entgegenbringt. Dass wir als \u201eSegensprofis\u201c kontaktiert werden, nach 2,5 Jahren. Das \u00fcberrascht mich positiv und gibt ordentlich R\u00fcckenwind.<\/p>\n<p>Wenn H\u00e4tzjef\u00f6hl ein Gef\u00fchl w\u00e4re: Wie w\u00fcrde sich die erste Halbzeit von H\u00e4tzjef\u00f6hl anf\u00fchlen?<\/p>\n<p><strong>Sebastian Baer-Henney: <\/strong>Es ist ein Sprint, bei dem ich nach der H\u00e4lfte der Zeit merke, dass ich noch eine Schippe drauflegen m\u00f6chte. Es ist intensiv und anstrengend und gleichzeitig sch\u00fcttet es Botenstoffe aus, die mir mitteilen, dass ich am richtigen Ort arbeite: tiefe Erf\u00fcllung, aufregende Begegnungen, spannende Anfragen, an denen ich selber wachse. Immer wieder die eigene Komfortzone verlassen. Es ist ein tolles Rennen, und ich hoffe sehr, dass es nach dem F\u00fcnfjahres-Sprint f\u00fcr das B\u00fcro auf die Langstrecke gehen darf.<\/p>\n<p><strong>Inga Waschke:<\/strong> Langstrecke ist eine tolle Perspektive! F\u00fcr mich f\u00fchlt es sich wie eine Achterbahnfahrt an: Am Anfang brauchte es ein bisschen Geduld, bis es lief und dann lief es, aber holla die Waldfee! H\u00f6hen, Tiefen, Kurven, Arme hoch und jubeln, manchmal langsamer und manchmal rasant und hoffentlich bleibt das Popcorn drin. Schnell und spa\u00dfig w\u00fcrde ich die erste Halbzeit beschreiben, auch wenn das jetzt kein richtiges Gef\u00fchl ist.<\/p>\n<p>Was sind Ihre W\u00fcnsche f\u00fcr die Zukunft?<\/p>\n<p><strong>Sebastian Baer-Henney: <\/strong>Dass es weitergeht. Dass wir den Gemeinden weiter unter die Arme greifen d\u00fcrfen, wo sie es erbitten. Dass das B\u00fcro weiter kreativ sein und sch\u00f6ne Dinge machen darf. Und dass das B\u00fcro das Seine dazu beitr\u00e4gt, dass sich diese Kirche \u00f6ffnet und noch anschlussf\u00e4higer wird. Und als Gemeindepfarrer gesprochen: Dass ich f\u00fcr meine Arbeit vor Ort Inspiration bekomme und Dinge umsetzen darf, die ich vielleicht vor drei Jahren so noch nicht h\u00e4tte kommen sehen.<\/p>\n<p><strong>Inga Waschke: <\/strong>Mehr Segen f\u00fcr die Welt! Segen tut gut, schafft Erleichterung, Achtsamkeit, Loslassen, Vertrauen, Liebe, st\u00e4rkt Hoffnung. Segen schafft Beziehung. Unter uns und mit Gott. Das ist ein gro\u00dfes Geschenk und das w\u00fcnsche ich mir f\u00fcr jeden Menschen, der sich danach sehnt. Darum muss es auch unbedingt mit H\u00e4tzjef\u00f6hl weitergehen!<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Aktion des Segensb\u00fcros ist die Pop-up-Hochzeit. Paare, die ihre Beziehung segnen lassen m\u00f6chten, sind am Samstag, 11. Juli, ab 10 Uhr an der Volberger Kirche, Volberg 1, in R\u00f6srath willkommen. Mehr Infos:<\/p>\n<p>                    <a href=\"#\" rel=\"nofollow\" onclick=\"window.print(); return false;\" title=\"Printer Friendly, PDF &amp; Email\"><br \/>\n                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/printfriendly-icon-lg.png\" alt=\"Print Friendly, PDF &amp; Email\" class=\"pf-button-img\" style=\"width: 25px;height: 25px;\"\/>Drucken<br \/>\n                    <\/a><\/p>\n<p>Text: APK<br \/>Foto(s): Haetzjef\u00f6hl<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit zweieinhalb Jahren bringt das Segensb\u00fcro H\u00e4tzjef\u00f6hl Menschen, Glauben und Kirche auf neue Weise zusammen. 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