{"id":1134018,"date":"2026-07-01T00:55:03","date_gmt":"2026-07-01T00:55:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1134018\/"},"modified":"2026-07-01T00:55:03","modified_gmt":"2026-07-01T00:55:03","slug":"bildungsbau-hamburg-setzt-auf-schnelle-projekte-500-millionen-euro-fliessen-bis-2029","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1134018\/","title":{"rendered":"Bildungsbau: Hamburg setzt auf schnelle Projekte \u2013 500 Millionen Euro flie\u00dfen bis 2029"},"content":{"rendered":"<p>Fast 500 Millionen Euro flie\u00dfen in Hamburg aus dem Sonderverm\u00f6gen in Schul- und Bildungsbauten. Der Senat setzt auf schnelle Projekte, modulare Typenh\u00e4user und Azubi-Wohnheime. F\u00fcr Finanzsenator Dressel muss es vor allem schnell gehen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Eine Woche nach den Haushaltsbeschl\u00fcssen hat der Hamburger Senat konkretisiert, wie er seinen Anteil aus dem Infrastruktur-Sonderverm\u00f6gen des Bundes einsetzen will. Knapp 500 Millionen Euro sollen in den Bildungsbau flie\u00dfen, wie die Landesregierung in ihrer Dienstagssitzung beschloss. Der Schwerpunkt liegt auf Projekten, die bereits geplant sind und kurzfristig begonnen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Hintergrund ist der Zeitdruck aus dem Bundesprogramm. Ein erheblicher Teil der Mittel soll bis Ende 2029 gebunden sein. Der Senat verzichtet deshalb darauf, neue Vorhaben zu entwickeln. \u201eDer Ma\u00dfstab f\u00fcr uns ist: Waren sie etatisiert oder waren sie es nicht\u201c, sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) bei der Vorstellung der Pl\u00e4ne. Neue Projekte anzusto\u00dfen w\u00fcrde aus seiner Sicht bedeuten, erst in den 2030er Jahren bauen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Paket umfasst 496,4 Millionen Euro, davon rund 90 Millionen bereits im Jahr 2026. Mit gut 380 Millionen Euro entf\u00e4llt der gr\u00f6\u00dfte Anteil auf den Schulbau. In diesem Bereich liegen Planungen vor, Genehmigungen sind teilweise vorbereitet.<\/p>\n<p>Die Entscheidung folgt prim\u00e4r operativen Erw\u00e4gungen: Projekte mit fortgeschrittenem Planungsstand lassen sich schneller umsetzen. Gleichzeitig verbindet der Senat damit einen konjunkturellen Effekt. \u201eDas ist ein richtiger Konjunkturmotor\u201c, sagt Dressel und verweist darauf, dass mit 77 Prozent ein Gro\u00dfteil der Auftr\u00e4ge im Schulbau an Unternehmen aus Hamburg und der Metropolregion geht. <\/p>\n<p>Neben klassischen Schulprojekten umfasst das Paket mehrere Modellvorhaben. Dazu geh\u00f6rt der Neubau der Norddeutschen Akademie f\u00fcr Finanzen und Steuerrecht (Noa). Das Geb\u00e4ude soll zugleich als Beispiel f\u00fcr standardisierten Hochschulbau dienen.<\/p>\n<p>Geplant ist eine modulare Bauweise mit vorgefertigten Elementen. Solche Konzepte werden im Schulbau bereits eingesetzt. Dort liegen die Bauzeiten deutlich unter denen klassischer Projekte. \u201eNeun bis zw\u00f6lf Monate ist die Realisierungszeit im Klassenhaus\u201c, sagt Mandy Herrmann, Sprecherin der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung von Schulbau Hamburg und GMH Geb\u00e4udemanagement Hamburg. Bei konventionellen Bauweisen seien es \u201emindestens 15 bis 20 Monate\u201c.<\/p>\n<p>Diese Erfahrung aus dem Bau der Noa will der Senat sp\u00e4ter auf den Hochschulbau \u00fcbertragen. Hamburgs Hochschulen wachsen und haben zugleich einen zum Teil veralteten, aber nicht sch\u00fctzenswerten Geb\u00e4udebestand. Dort k\u00f6nnten standardisierte Bauten helfen, kosteng\u00fcnstig und schnell zu neuen Geb\u00e4uden zu kommen. \u201eWir werden diese Fl\u00e4chen nicht realisieren, wenn wir alles \u00fcber Architekturwettbewerbe machen\u201c, sagte Dressel. Ein Teil der Projekte m\u00fcsse deshalb standardisiert gebaut werden. <\/p>\n<p>Ein zweiter Schwerpunkt betrifft Wohnraum f\u00fcr Auszubildende. Drei Pilotprojekte sind vorgesehen, darunter ein Geb\u00e4ude, das Bildungsnutzung und Wohnen kombiniert. In der Fabriciusstra\u00dfe soll ein sogenanntes \u201eBildungshaus+\u201c entstehen, mit einer Kita im Erdgeschoss und Wohnpl\u00e4tzen in den oberen Etagen.<\/p>\n<p>Weitere Vorhaben setzen auf Kooperation. \u00d6ffentliche Unternehmen b\u00fcndeln ihren Bedarf an Unterk\u00fcnften f\u00fcr Auszubildende. \u201eKeiner w\u00fcrde f\u00fcr sich sagen: Ich baue jetzt mal ein Azubi-Wohnheim\u201c, sagte Dressel. Gemeinsame Projekte sollen diese L\u00fccke schlie\u00dfen \u2013 und Ansto\u00df f\u00fcr private Unternehmen sein, ebenfalls mehr Wohnraum f\u00fcr Azubis zu schaffen.<\/p>\n<p>Die Handwerkskammer unterst\u00fctzt die Priorisierung, mahnt aber bei der Vergabe zur Vorsicht. \u201eSchnelligkeit darf nicht dazu f\u00fchren, dass vor allem Generalunternehmer zum Zuge kommen\u201c, sagte Kammerpr\u00e4sident Hjalmar Stemmann. Mittelst\u00e4ndische Betriebe m\u00fcssten weiterhin Zugang zu den Auftr\u00e4gen behalten.<\/p>\n<p>Insgesamt stehen Hamburg aus dem Bundesprogramm rund 2,66 Milliarden Euro zur Verf\u00fcgung. Das jetzt vorgestellte Paket ist der erste gr\u00f6\u00dfere Baustein. <\/p>\n<p>juve<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Fast 500 Millionen Euro flie\u00dfen in Hamburg aus dem Sonderverm\u00f6gen in Schul- und Bildungsbauten. 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