{"id":1134931,"date":"2026-07-01T09:54:15","date_gmt":"2026-07-01T09:54:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1134931\/"},"modified":"2026-07-01T09:54:15","modified_gmt":"2026-07-01T09:54:15","slug":"koalitionsausschuss-bilger-kritisiert-spd-plaene-zur-gegenfinanzierung-der-steuerreform","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1134931\/","title":{"rendered":"Koalitionsausschuss: Bilger kritisiert SPD-Pl\u00e4ne zur Gegenfinanzierung der Steuerreform"},"content":{"rendered":"<p>Die Steuerpl\u00e4ne der Koalition sorgen kurz vor dem Spitzentreffen f\u00fcr neue Spannungen. Die Union lehnt h\u00f6here Steuern ab und pocht auf Einsparungen, die SPD setzt auf st\u00e4rkere Belastung gro\u00dfer Verm\u00f6gen. Ein ehemaliger Ministerpr\u00e4sident verlangt Entlastungen f\u00fcr mittlere Einkommen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Kurz vor dem Spitzentreffen der Koalition hat Unions-Fraktionsgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Steffen Bilger erneut Vorbehalte gegen die Pl\u00e4ne von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) f\u00fcr eine Einkommensteuerreform angemeldet. Im ARD-\u201eMorgenmagazin\u201c warnte Bilger davor, bei der Gegenfinanzierung der geplanten Steuerentlastungen f\u00fcr kleine und mittlere Einkommen vor allem Steuererh\u00f6hungen an anderer Stelle ins Auge zu fassen. N\u00f6tig seien auch Einsparungen im Haushalt. Da gebe es noch erhebliches Potenzial. <\/p>\n<p>Die Spitzen von Union und SPD kommen heute zu m\u00f6glicherweise entscheidenden Beratungen \u00fcber ihr Reformpaket zusammen. Die geplante Einkommensteuerreform gilt als gr\u00f6\u00dfte Herausforderung. Union und SPD wollen zum 1. Januar 2027 vor allem kleine und mittlere Einkommen entlasten. Die Gegenfinanzierung ist aber noch nicht gekl\u00e4rt. Die SPD will einen h\u00f6heren Spitzensteuersatz und eine h\u00f6here Erbschaftsteuer, das lehnt die Union ab.<\/p>\n<p>Der ehemalige SPD-Ministerpr\u00e4sident Alexander Schweitzer (SPD) hat Entlastungen f\u00fcr kleine und mittlere Einkommen sowie h\u00f6here Beitr\u00e4ge von Spitzenverdienern gefordert. \u201eKleine und mittlere Einkommen (m\u00fcssen) entlastet werden. Und das ist eine Frage der Mathematik, dass dann andere ein bisschen mehr tragen m\u00fcssen\u201c, sagte der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz im Berlin Playbook Podcast der WELT-Partnerpublikation \u201ePolitico\u201c. Finanzminister Lars Klingbeil werde dazu \u201ekluge Vorschl\u00e4ge machen\u201c.<\/p>\n<p>Schweitzer sprach sich zugleich gegen h\u00f6here Belastungen f\u00fcr den Mittelstand aus. Handwerker, Selbstst\u00e4ndige und kleine Unternehmer \u201em\u00fcssen besonders ber\u00fccksichtigt werden\u201c. Er rede von Menschen, \u201edie wirklich \u00fcber enorm gro\u00dfe Verm\u00f6gen verf\u00fcgen und die nat\u00fcrlich einen gr\u00f6\u00dferen Anteil leisten k\u00f6nnen\u201c.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Reformagenda der Koalition mahnte Schweitzer ein ausgewogenes Paket an. \u201eReformen m\u00fcssen passieren\u201c, sagte er. Es k\u00f6nne aber nicht sein, \u201ewenn es nur um die Arbeitszeit geht, wenn es um den Abbau von Arbeitsschutzrechten geht und wenn die ganz, ganz, ganz gro\u00dfen Verm\u00f6gen da weiterhin unber\u00fchrt bleiben\u201c.<\/p>\n<p>Zugleich erh\u00f6hte Schweitzer den Druck auf Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). \u201eFriedrich Merz hat sich viel vorgenommen, wenig eingehalten. Und da muss jetzt was passieren\u201c, sagte der SPD-Politiker.<\/p>\n<p>Schweitzer war von 2024 bis 2026 als Nachfolger von Malu Dreyer Ministerpr\u00e4sident von Rheinland-Pfalz. Seit Mai 2026 ist Gordon Schnieder (CDU) Ministerpr\u00e4sident des Bundeslandes. <\/p>\n<p>dpa\/nw<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Steuerpl\u00e4ne der Koalition sorgen kurz vor dem Spitzentreffen f\u00fcr neue Spannungen. 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