{"id":1135098,"date":"2026-07-01T11:29:15","date_gmt":"2026-07-01T11:29:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1135098\/"},"modified":"2026-07-01T11:29:15","modified_gmt":"2026-07-01T11:29:15","slug":"stromnetz-im-landkreis-augsburg-sabotage-bedroht-versorgungssicherheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1135098\/","title":{"rendered":"Stromnetz im Landkreis Augsburg: Sabotage bedroht Versorgungssicherheit"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Kriminelle nutzen digitale Netzwerke nicht f\u00fcr Betrug, Datenklau und Erpressung. Immer h\u00e4ufiger kommt es zu so genannten Cyberattacken bei Energieunternehmen. Unbekannte legen au\u00dferdem gezielt Deutschlands Stromnetz lahm, wie <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/politik\/massive-ausfaelle-anschlaege-auf-die-stromversorgung-in-deutschland-114408669\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">die j\u00fcngsten Beispiele von Berlin und Reutlingen<\/a> zeigen. Tausende Menschen waren tagelang ohne Strom. Experten warnen vor Sicherheitsl\u00fccken. Wie steht es um die Versorgungssicherheit im Landkreis Augsburg?\n  <\/p>\n<p>            Anschl\u00e4ge in Berlin oder Reutlingen: Die Angriffe auf Stromversorger h\u00e4ufen sich<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Bedrohungslage ist neu: In j\u00fcngster Vergangenheit standen Verteilnetzbetreiber<a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/politik\/bsi-lagebericht-zur-it-sicherheit-innenminister-alexander-dobrindt-will-den-cyberdome-112763265\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\"> im Fokus von Spionage, Sabotage und gezielten Angriffen<\/a>. Im Januar kam es zu einem Brandanschlag auf die Berliner Stromversorgung. Mehrere Starkstromkabel an einer Kabelbr\u00fccke wurden mutwillig besch\u00e4digt. Dies f\u00fchrte zu einem tagelangen Blackout f\u00fcr etwa 45.000 Haushalte und 2200 Betriebe im S\u00fcdwesten Berlins.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    In Reutlingen legten Unbekannte in einem Umspannwerk an mehreren Stellen Feuer. Dies f\u00fchrte zu einem massiven Stromausfall, der in der Spitze rund 20.000 Haushalte und etwa 30.000 Menschen betraf. Die Liste der Beispiele l\u00e4sst sich fortsetzen.  \u201eEine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht\u201c, sagte Dr. Malte\u00a0Sunderk\u00f6tter\u00a0von der LEW beim Treffen der 46 B\u00fcrgermeister des Landkreises. Die Bedrohungslage bezeichnete das Vorstandsmitglied als \u201eversch\u00e4rft\u201c. Entsprechend habe der Stromversorger Vorkehrungen getroffen.\n  <\/p>\n<p>            Angriffe: Wie sich der Stromversorger LEW sch\u00fctzt<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Kritische Anlage w\u00fcrden identifiziert und entsprechend gesch\u00fctzt und \u00fcberwacht, erkl\u00e4rte Sunderk\u00f6tter. N\u00e4her darauf ging Josef Wagner, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der LEW-Verteilnetz-GmbH, ein. Netze, Umspannwerke und Leitstellen m\u00fcssten mehrschichtig gesichert werden. Dazu geh\u00f6rten beispielsweise Zutrittskontrollen, Video\u00fcberwachung, Alarmanlagen oder ein Freigel\u00e4ndeschutz. Neben dem Schutz vor physischen Bedrohungen durch Anschl\u00e4ge kann es auch zu technischer Sabotage kommen.\n  <\/p>\n<p>            Moderne Technologie: LEW testet Roboter und autonom fliegende Drohnen<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Schutz vor Cyberangriffen sollen Firewalls, Netzwerk-Sicherungssysteme und regelm\u00e4\u00dfige Updates bieten. Auch neue Technologien w\u00fcrden eingesetzt, erkl\u00e4rte Wagner: Dazu geh\u00f6rten \u00dcberwachungsroboter, die vor Kurzem getestet wurden. In der Testphase seien auch autonom fliegende Drohnen. \u201eWichtig ist, dass wir vorbereitet sind\u201c, sagte Wagner.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Was ist, wenn doch etwas passiert? Dann sei die Zusammenarbeit mit Kommunen und der Kreisbeh\u00f6rde wichtig, so LEW-Vorstandsmitglied Malte\u00a0Sunderk\u00f6tter. Das Thema Kommunikation sprach Josef Wagner an: Die LEW verf\u00fcge \u00fcber ein eigenes Netz, \u201edenn ohne Strom geht auch das Handy nicht\u201c. Netzbetreiber w\u00fcrden sich im Ernstfall auch untereinander helfen, etwa beim Austausch von Material. \u201eWir sind gut unterwegs, aber die Einschl\u00e4ge kommen n\u00e4her\u201c, sagte Wagner. Er wies auf  \u201eLeuchtt\u00fcrmen\u201c in den Gemeinden und St\u00e4dten hin: Das sind festgelegte Orte, zu denen Menschen kommen k\u00f6nnen, wenn es einmal keinen Strom gibt.\n  <\/p>\n<p>            Auf den Ernstfall vorbereitet sein: LEW \u00fcbt immer wieder<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein, finden bei der LEW immer wieder \u00dcbungen statt. \u201eDas ist wichtig, auch wenn sich nicht jedes Szenario \u00fcben l\u00e4sst. Wir m\u00fcssen aber organisatorisch vorbereitet sein\u201c, so Wagner. Um Krisen bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssten die Rollen klar verteilt sein. Auch der Katastrophenschutz am Landratsamt trainiert regelm\u00e4\u00dfig.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ende April fand eine gro\u00dfangelegte Stabsrahmen\u00fcbung mit rund 140 Teilnehmern in Gersthofen statt. Das Szenario: In einem St\u00f6rfallbetrieb kam es zu einem Zugunfall, anschlie\u00dfend brannte es in einem bahngleisnahen Lager. Die \u00dcbung wurde durch die Staatliche Feuerwehrschule Geretsried organisiert, beobachtet und fachlich bewertet. Das Ergebnis f\u00e4llt durchweg positiv aus, die Arbeit aller Beteiligten wurde ausdr\u00fccklich gelobt.\n  <\/p>\n<p>            Katastrophenschutz: Aktuell wird im Landratsamt Augsburg ge\u00fcbt<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    An die erfolgreiche \u00dcbung kn\u00fcpft der Landkreis nahtlos an: Derzeit findet eine zweit\u00e4gige Katastrophenschutzschulung durch die Feuerwehrschule f\u00fcr die F\u00fchrungsgruppe Katastrophenschutz vor Ort statt. Insgesamt 28 Teilnehmer \u2013 darunter Mitarbeiter des Landratsamts sowie Vertreter von Polizei, BRK und Feuerwehren \u2013 nehmen daran teil. Bei der Schulung wird unter anderem die Arbeitsweise im Katastrophenschutz vertieft.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kriminelle nutzen digitale Netzwerke nicht f\u00fcr Betrug, Datenklau und Erpressung. 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