{"id":1136166,"date":"2026-07-01T21:54:46","date_gmt":"2026-07-01T21:54:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1136166\/"},"modified":"2026-07-01T21:54:46","modified_gmt":"2026-07-01T21:54:46","slug":"duisburg-firmen-stellen-projekte-zu-kreislaufwirtschaft-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1136166\/","title":{"rendered":"Duisburg: Firmen stellen Projekte zu Kreislaufwirtschaft vor"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eKreislaufwirtschaft\u201c lautete das Stichwort der ersten Klimapakt-Convention in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/duisburg\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Duisburg<\/a>. Dort kamen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer (IHK) am Mittwoch zusammen. Ihr gemeinsames Bestreben: Rohstoffe \u2013 und auch Abfallprodukte \u2013 durch Teilen, Reparieren, Wiederverwenden oder Aufbereiten m\u00f6glichst lange verf\u00fcgbar halten und so M\u00fcll reduzieren, was in der Folge weniger Umweltverschmutzung bedeutet. \u201eKreislaufwirtschaft ist ein Wachstumsfeld. Recycling schafft neue Arbeitspl\u00e4tze und sichert uns wichtige Rohstoffe\u201c, sagte IHK-Pr\u00e4sident Werner Schaurte-K\u00fcppers zum Auftakt und betonte damit die wirtschaftliche Chance f\u00fcr Duisburg.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Zentrum der Veranstaltung stand neben dem Austausch und zwei Podiumsdiskussionen die Vorstellung von Duisburger Projekten, die bereits Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft leben. So stellte Marten Hanke vom Logistikunternehmen HAVI \u2013 <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/nrw\/staedte\/duisburg\/mcdonalds-setzt-auf-nachhaltigkeit-firma-aus-duisburg-entwickelt-pfandbecher_aid-82443521\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">das etwa McDonald\u2018s, KFC und andere Gastronomie-Ketten beliefert<\/a> \u2013 wiederverwertbare Netze f\u00fcr Paletten vor, die bisherige Einweg-Folien ersetzen. Die Grillo-Werke AG war gleich mit zwei Innovationen am Start: Zum einen nutzt Grillo Zinc Metals CO\u2082-reduzierte und wiederverwertbare Werkstoffe, zum anderen bereitet Grillo Chemicals gebrauchte Schwefels\u00e4ure auf, die dann wieder als reine Schwefels\u00e4ure oder als Schwefeldioxid in der Industrie verwendet werden kann.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch die Stadt Duisburg selbst treibt das Thema Nachhaltigkeit voran. Etwa mit dem 2024\u2005gestarteten Projekt <a href=\"https:\/\/www.kreislaufwirtschaft-deutschland.de\/mitgestalten\/kommunen-und-regionen\/duzirkulaer\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u201eDU.zirkul\u00e4r\u201c<\/a> im Stadtteil Ruhrort. Dort werde \u2013 zum Beispiel bei der Sanierung und dem Umbau von Geb\u00e4uden \u2013 m\u00f6glichst ressourcenschonend gearbeitet und versucht, Energie zu sparen und Abfall zu vermeiden, berichtet Kai Lipsius, Leiter der Stabsstelle <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/klimaschutz\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Klimaschutz<\/a> Duisburg. Auch Entsiegelungen, der Aufbau eines W\u00e4rmenetzes sowie Angebote wie das Repair-Caf\u00e9 des Vereins \u201eDUISentrieb\u201c seien kleine Schritte auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit, sagte Lipsius.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch der Duisburger Metalloberfl\u00e4chenveredler ZINQ hat sich dem Thema Nachhaltigkeit gewidmet und sogenannte \u201eFeuerverzinkungsoberfl\u00e4chen\u201c geschaffen. Diese w\u00fcrden Bauteile aus Stahl nicht nur vor der Korrosion sch\u00fctzen, sondern seien auch ohne Qualit\u00e4tsverlust recycelbar, sagte Anna Kraiss von ZINQ. Die Kreislaufwirtschaft denkt das Unternehmen aber schon bei der Planung und dem Produktdesign mit, weswegen ihre Stahlbauten aus einzelnen Modulen bestehen, die je nach Bedarf wiederverwendet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Doch die Unternehmer und G\u00e4ste des Events, welches die Kreislaufwirtschaft in die Region weiter voranbringen soll, sahen noch einigen Nachholbedarf \u2013 auch in Richtung des NRW-Umweltministers <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/oliver-krischer\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Oliver Krischer<\/a> (B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen), der zusammen mit IHK-Pr\u00e4sident Schaurte-K\u00fcppers und Oberb\u00fcrgermeister <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/soeren-link\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">S\u00f6ren Link<\/a> (SPD) die Veranstaltung er\u00f6ffnete. Die Politik m\u00fcsse schneller werden und bessere Rahmenbedingungen schaffen, waren sich die Vertreter einig.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eOft kaufen Kunden und auch Bund, L\u00e4nder und Kommunen eher herk\u00f6mmliche Stoffe als die klimafreundlichere Alternative\u201c, kritisierte Bernd Fleschenberg von der Recyclingfirma TSR. Auch Energie sei hierzulande zu teuer \u2013 und wiederverwertete Produkte wie Kunststoffe seien oft teurer als Ware aus <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/asien\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Asien<\/a> oder <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/russland\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland<\/a>. Lipsius, Leiter der Stabsstelle Klimaschutz, betonte, dass neue Start-ups schnell abwandern w\u00fcrden, weil sie neue Techniken oder Methoden wegen den rechtlichen Regelungen in Deutschland oft nicht mal testen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nicht zuletzt w\u00fcnschten sich die Unternehmer und Experten auch \u201emehr Mut\u201c und eine bessere Kommunikation nach au\u00dfen. \u201eWir sollten die B\u00fcrger nicht mitnehmen \u2013 wie im Bus \u2013, sondern sie f\u00fcr Recycling und Kreislaufwirtschaft begeistern\u201c, fordert G\u00fcnther Langer, der in Duisburg \u00fcber seine Erfahrungen als Kreislaufwirtschaftsberater der Stadt <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/muenchen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> berichtete. \u201eUnd wir sollten die Geschichte der Kreislaufwirtschaft wie andere Werbung an die Menschen bringen\u201c, erg\u00e4nzt er.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eMan muss das Rad nicht immer neu erfinden\u201c, sagt Dagmar Keim, die die Stadt <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/amsterdam\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Amsterdam<\/a> zu Nachhaltigkeitsfragen ber\u00e4t und im zweiten Panel mitdiskutierte: \u201eWir sollten uns austauschen, von- und miteinander lernen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eKreislaufwirtschaft\u201c lautete das Stichwort der ersten Klimapakt-Convention in Duisburg. 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