{"id":1138210,"date":"2026-07-02T19:50:17","date_gmt":"2026-07-02T19:50:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1138210\/"},"modified":"2026-07-02T19:50:17","modified_gmt":"2026-07-02T19:50:17","slug":"ios-27-siri-ai-fehlt-in-europa-wegen-dma-streit-mit-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1138210\/","title":{"rendered":"iOS 27: Siri AI fehlt in Europa wegen DMA-Streit mit EU"},"content":{"rendered":"<p>Grund ist ein handfester Rechtsstreit mit der EU-Kommission.<\/p>\n<p>Apple hat am heutigen Donnerstag im Rahmen der <strong>WWDC26<\/strong> das neue KI-\u00d6kosystem vorgestellt. Dazu geh\u00f6ren Updates f\u00fcr <strong>iOS 27<\/strong> und eine grundlegend \u00fcberarbeitete <strong>Siri AI<\/strong>. Weltweit sollen die Funktionen im September 2026 erscheinen. In der Europ\u00e4ischen Union jedoch wird Siri AI auf iPhones und iPads zum Start fehlen. Der Grund: ein ungel\u00f6ster Streit \u00fcber die Anforderungen des <strong>Digital Markets Act (DMA)<\/strong>.<\/p>\n<p>Der Streitpunkt: Wer darf ans System?<\/p>\n<p>Im Zentrum des Konflikts steht die Frage der <strong>Interoperabilit\u00e4t<\/strong>. Der DMA verpflichtet sogenannte Gatekeeper wie Apple, konkurrierenden Diensten tiefen Zugriff auf Systemfunktionen zu gew\u00e4hren. Genau das lehnt Apple ab.<\/p>\n<p>Das Unternehmen argumentiert, dass eine solche \u00d6ffnung die <strong>Sicherheit und Privatsph\u00e4re<\/strong> der Nutzer gef\u00e4hrde. Dritte k\u00f6nnten dann auf sensible Daten wie Nachrichten oder die Kaufhistorie zugreifen. Die EU-Kommission wiederum betont, dass allein Apple daf\u00fcr verantwortlich sei, die Funktionen zur\u00fcckzuhalten. Bislang habe der Konzern keinen Vorschlag vorgelegt, der den gesetzlichen Anforderungen gen\u00fcge.<\/p>\n<p>Krisengespr\u00e4che ohne Ergebnis<\/p>\n<p>Bereits Anfang dieser Woche f\u00fchrten <strong>Apple-CEO Tim Cook<\/strong> und <strong>EU-Digitalchefin Henna Virkkunen<\/strong> mehrere Videokonferenzen. Beide Seiten bezeichneten die Gespr\u00e4che als konstruktiv \u2013 einen konkreten Zeitplan f\u00fcr eine L\u00f6sung gibt es aber nicht.<\/p>\n<p>Apple schlug dem Vernehmen nach die Einf\u00fchrung eines <strong>\u201eTrusted System Agent\u201c<\/strong> vor. Dieser Mechanismus sollte die KI-Datenverarbeitung steuern und gleichzeitig die Sicherheitsstandards wahren. Zudem beantragte Apple eine <strong>18-monatige \u00dcbergangsfrist<\/strong>, um die neuen KI-Funktionen an die DMA-Vorgaben anzupassen.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Apple sperrt Siri AI in Europa \u2013 doch es gibt Wege, die neuen Funktionen trotzdem zu nutzen. Unser kostenloser Guide zeigt Ihnen drei legale Optionen, eine Checkliste mit DMA-konformen Alternativen und wie Sie als Erster von einer Einigung erfahren. <strong><a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/apple-siri-ai-fehlt-in-europa-wegen-dma-streit-10667?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_1008002:Topic_mobile_communication:Source_DNV_Dynamic_LP:RssSource_Ad-Hoc-News:Slot_AD1of1&amp;lp=10667\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Jetzt Siri AI-Guide f\u00fcr EU-Nutzer sichern<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Die EU-Kommission lehnte ab. Aus Br\u00fcsseler Kreisen hei\u00dft es, der Vorschlag sei kein ernsthafter Compliance-Versuch gewesen, sondern der Versuch, eine pauschale Ausnahme zu erzwingen. Zudem seien die ersten Kontakte zur Abstimmung der Software unzureichend gewesen. In den vergangenen Wochen gingen bei der Kommission Hunderte Verbraucherbeschwerden ein \u2013 viele Nutzer sind ver\u00e4rgert \u00fcber den fehlenden Zugang zu den neuen KI-Funktionen.<\/p>\n<p>Teilweise Verf\u00fcgbarkeit \u2013 und hohe Strafen<\/p>\n<p>Die Einschr\u00e4nkung betrifft ausschlie\u00dflich <strong>iPhone und iPad<\/strong>. Auf dem <strong>Mac, der Vision Pro und der Apple Watch<\/strong> soll Siri AI auch in der EU verf\u00fcgbar sein. Diese Plattformen unterliegen anderen regulatorischen Einstufungen oder erf\u00fcllen bereits die geforderten Standards.<\/p>\n<p>Die wirtschaftlichen Risiken sind enorm. <strong>Europa macht rund 27 Prozent des Apple-Umsatzes aus<\/strong> und etwa 15 Prozent des installierten Ger\u00e4tebestands. Bei Verst\u00f6\u00dfen gegen den DMA drohen Strafen von bis zu <strong>zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes<\/strong>. Erst k\u00fcrzlich wurde Apple im Zusammenhang mit App-Store-Praktiken zu einer <strong>Strafe von 500 Millionen Euro<\/strong> verurteilt.<\/p>\n<p>F\u00fchrungswechsel als zus\u00e4tzlicher Faktor<\/p>\n<p>Die Verhandlungen gewinnen zus\u00e4tzlich an Brisanz, weil bei Apple ein <strong>F\u00fchrungswechsel<\/strong> ansteht. <strong>Tim Cook wird am 1. September 2026 als CEO zur\u00fccktreten.<\/strong> Er bleibt dem Unternehmen jedoch als <strong>Chairman<\/strong> erhalten und wird sich k\u00fcnftig auf Regierungsbeziehungen und Regulierungsfragen konzentrieren.<\/p>\n<p>Dass Cook pers\u00f6nlich die Gespr\u00e4che mit Kommissarin Virkkunen f\u00fchrt, zeigt, wie wichtig Apple der europ\u00e4ische Markt ist \u2013 und welche zentrale Rolle Siri AI in der k\u00fcnftigen Produktstrategie spielen soll. F\u00fcr europ\u00e4ische Nutzer von iOS 27 und iPadOS 27 bedeutet das vorerst: Sie werden die KI-Flaggschiff-Funktionen nicht nutzen k\u00f6nnen, die in anderen Regionen verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Grund ist ein handfester Rechtsstreit mit der EU-Kommission. Apple hat am heutigen Donnerstag im Rahmen der WWDC26 das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1138211,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,101294,239583,239582,548,663,158,3934,3935,4732,13,163363,6422,4045,14,15,12,27379],"class_list":["post-1138210","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-apples","tag-dma-anforderungen","tag-dma-streit","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-grund","tag-headlines","tag-ki-generation","tag-kommission","tag-konflikt","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-siri"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116852125057093161","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1138210","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1138210"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1138210\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1138211"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1138210"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1138210"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1138210"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}