{"id":1139631,"date":"2026-07-03T09:53:15","date_gmt":"2026-07-03T09:53:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1139631\/"},"modified":"2026-07-03T09:53:15","modified_gmt":"2026-07-03T09:53:15","slug":"berlin-krankschreibung-per-telefon-oder-video-wann-das-moeglich-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1139631\/","title":{"rendered":"Berlin | Krankschreibung per Telefon oder Video: Wann das m\u00f6glich ist"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa\/tmn) &#8211; H\u00e4ngt man mit einem fiesen Magen-Darm-Infekt auf dem Klo fest, ist an Arbeit nicht zu denken. Und an eine Fahrt zur Arztpraxis wahrscheinlich auch nicht.\u00a0<\/p>\n<p>Was f\u00fcr alle in so einer Lage bislang praktisch war: die M\u00f6glichkeit, sich per Telefon von Arzt oder \u00c4rztin krankschreiben zu lassen. Dieser Weg steht nun vor dem Aus, die Koalition aus Union und SPD m\u00f6chte die telefonische Krankschreibung abschaffen. Doch was galt bislang?\u00a0<\/p>\n<p>Wann eine telefonische Krankschreibung m\u00f6glich ist\u00a0<\/p>\n<p>Vorab: Patientinnen und Patienten haben keinen generellen Anspruch darauf, nach einem telefonischen Arztgespr\u00e4ch krankgeschrieben zu werden. Es m\u00fcssen bestimmte Voraussetzungen erf\u00fcllt sein:\u00a0<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>Eine Krankschreibung per Telefon ist nur m\u00f6glich, wenn der Versicherte keine Videosprechstunde bei dem Arzt oder der \u00c4rztin nutzen kann, etwa aus technischen Gr\u00fcnden, so die Kassen\u00e4rztliche Bundesvereinigung (KBV).\u00a0<\/li>\n<li>Patient oder Patientin muss der Arztpraxis bereits bekannt sein.\u00a0<\/li>\n<li>Es muss sich um eine Erkrankung ohne schwere Symptomatik handeln. Als Beispiele daf\u00fcr nennt die Verbraucherzentrale Erk\u00e4ltungskrankheiten und Magen-Darm-Infektionen. Arzt oder \u00c4rztin kann entscheiden, dass er oder sie die Beschwerden in der Praxis untersuchen will.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nach dem Gespr\u00e4ch am Telefon k\u00f6nnen \u00c4rzte eine erste AU-Bescheinigung f\u00fcr h\u00f6chstens f\u00fcnf Tage ausstellen, informiert das Bundesgesundheitsministerium. Die Bescheinigung wird dabei elektronisch an die Krankenkasse \u00fcbermittelt, wo der Arbeitgeber sie abfragen kann. Wer eine Folge-Krankschreibung braucht, muss in die Praxis kommen und sich dort untersuchen lassen.\u00a0<\/p>\n<p>Was bei Krankschreibungen durch Videosprechstunden gilt<\/p>\n<p>\u00c4rztinnen und \u00c4rzte k\u00f6nnen Videosprechstunden anbieten &#8211; und in diesem Zuge auch AU-Bescheinigungen ausstellen. Voraussetzung ist auch hier, dass die Symptome keine Untersuchung vor Ort notwendig machen.\u00a0<\/p>\n<p>Anders als bei der telefonischen Krankschreibung k\u00f6nnen hier auch Neupatientinnen und -patienten zum Zuge kommen. Sie k\u00f6nnen f\u00fcr h\u00f6chstens drei Tage krankgeschrieben werden. Ist man der Arztpraxis bereits bekannt, sind bis zu sieben Tage Krankschreibung m\u00f6glich, schreibt die KBV.\u00a0<\/p>\n<p>Auch hier gilt: F\u00fcr Folgebescheinigungen muss man den Weg in die Arztpraxis antreten.\u00a0<\/p>\n<p>Was ist mit der Versichertenkarte?\u00a0<\/p>\n<p>Sowohl f\u00fcr die Krankschreibung per Telefon als auch per Video gilt: Ein Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) in der Arztpraxis ist nicht notwendig &#8211; auch dann nicht, wenn man laufenden Quartal noch nicht dort war.\u00a0<\/p>\n<p>Dann \u00fcbernimmt die Arztpraxis die Daten, die f\u00fcr die Abrechnung notwendig sind, aus der Patientenakte, so die KV Berlin.\u00a0<\/p>\n<p>Patient oder Patientin m\u00fcssen sich am Telefon allerdings authentifizieren, also Auskunft \u00fcber bestimmte Daten geben, die dann abgeglichen werden. Bei einer Videosprechstunde wird man als Patient oder Patientin gebeten, die Versichertenkarte in die Kamera zu halten und m\u00fcndlich zu best\u00e4tigen, dass ein Versicherungsschutz besteht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa\/tmn) &#8211; H\u00e4ngt man mit einem fiesen Magen-Darm-Infekt auf dem Klo fest, ist an Arbeit nicht zu&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1139632,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1841],"tags":[239770,1605,2632,3364,29,30,141,123570,1209,624,194,41826,138851],"class_list":["post-1139631","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-bielefeld","tag-au-bescheinigung","tag-bielefeld","tag-brcmj","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-gesundheit","tag-krankschreibung","tag-nordrhein-westfalen","tag-ratgeber","tag-technik","tag-tmn8240","tag-videosprechstunde"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116855439838687662","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1139631","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1139631"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1139631\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1139632"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1139631"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1139631"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1139631"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}