{"id":1140959,"date":"2026-07-03T22:47:21","date_gmt":"2026-07-03T22:47:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1140959\/"},"modified":"2026-07-03T22:47:21","modified_gmt":"2026-07-03T22:47:21","slug":"generalsanierung-und-defekte-ende-des-bahn-chaos-in-wuppertal-in-sicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1140959\/","title":{"rendered":"Generalsanierung und Defekte: Ende des Bahn-Chaos in Wuppertal in Sicht?"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Kaum ein Tag vergeht ohne eine neue schlechte Nachricht von der Deutschen Bahn aus Wuppertal. Immerhin ein Lichtblick: Die Generalsanierung des Abschnitts Hagen\u2013Wuppertal\u2013K\u00f6ln soll laut Sprechern der Bahn im Plan liegen und zum Freitag, 10. Juli, um 21 Uhr enden. Dann ist Wuppertal endlich nicht mehr vom Fernverkehr abgeschnitten und auch die Z\u00fcge Richtung K\u00f6ln sind endlich wieder unterwegs.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dass das vermeintlich so gut l\u00e4uft, wird allerdings seit Mitte Juni vor allem durch das lange defekte, mittlerweile wohl reparierte Stellwerk in Vohwinkel getr\u00fcbt. Eine Chronik: Erst am 12. Juni war die letzte Vollsperrung zu Ende gegangen, die auch die RE-Z\u00fcge und S-Bahnen nach D\u00fcsseldorf betraf. Zwischen dem 17. und 27. Juni ging so gut wie gar nichts, die Fehlersuche dauerte an, immer wieder fiel der Betrieb aus, die Fahrg\u00e4ste mussten auf Schienenersatzverkehr umsteigen. Dieser allerdings war \u2013 anders als der planm\u00e4\u00dfige SEV zur Generalsanierung, bei dem es auch etliche Probleme gab \u2013 unregelm\u00e4\u00dfig unterwegs. Etliche Nachrichten von Leserinnen und Lesern vermitteln, dass der SEV erst relativ sp\u00e4t am Morgen startete, daf\u00fcr dann sehr vollgepackt war und etliche Reisende ihr Ziel entweder gar nicht oder nur mit enormer Versp\u00e4tung erreichten. Am Samstag, 28. Juni, sind dann wieder erste Z\u00fcge unterwegs gewesen, von denen aber unter anderem der RE4 wegen der enormen Hitze den Verkehr einstellen musste. Am Sonntag dann die neue Hiobsbotschaft: Das Stellwerk Vohwinkel ist erneut ausgefallen. Weitere zwei Tage SEV sind angesagt, wieder Unsicherheit f\u00fcr die Fahrg\u00e4ste. Der Verkehr wird langsam wieder hochgefahren, am Donnerstag, 2. Juli, sollte dann alles, das nicht ohnehin von der Generalsanierung betroffen war, wieder wie gewohnt fahren.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das klappt auch \u2013 f\u00fcr wenige Stunden. Dann kommt es zu Ausf\u00e4llen in den Stellwerken in Schwelm und Oberbarmen, die immerhin innerhalb eines Tages repariert werden k\u00f6nnen. Doch nat\u00fcrlich scheint es aktuell keinen Tag zu geben, an dem es keine Panne gibt: Am Freitag musste dann am Vormittag nach einer Weichenst\u00f6rung im Bereich Oberbarmen wieder etwas behoben werden, wie eine Sprecherin mitteilt. Das immerhin hat rasch funktioniert. Nach Angaben der DB l\u00e4uft der Verkehr aktuell wie geplant \u2013 viele Bahnfahrende fragen sich allerdings, wie lange es wohl diesmal h\u00e4lt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Apropos Generalsanierung: Hier spricht die Bahn mittlerweile vorwiegend von einer Korridorsanierung. Denn der Ausfall der Stellwerke hat die Kritik \u00fcber die eigentlich nur partielle Sanierung, die schon im Vorfeld der Anfang Februar 2026 gestarteten Arbeiten aufgekommen war, wieder laut werden lassen. Denn die Stellwerke, die rund um Wuppertal durchweg schlechte bis miserable Zustandsnoten erhalten, sollen erst in den 2030er Jahren saniert werden. Die Bahn begr\u00fcndet das mit mangelndem Vorlauf und einem Fokus auf Oberbau und Bahnh\u00f6fe. Der gesamte Prozess des Austauschs der Stellwerke w\u00fcrde sechs bis acht Jahre dauern, teilte eine Sprecherin mit. Spannender Fakt am Rande: Das Problem-Stellwerk Vohwinkel ist erst 2017 modernisiert und digitalisiert worden. Laut Sprecherin sei die genaue Ursache f\u00fcr den Defekt noch immer nicht gefunden. Die Komponenten seien zur Untersuchung beim Hersteller.<\/p>\n<p>Miriam Scherff findet deutliche Worte in offenem Brief      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">All dies f\u00fchrt jetzt dazu, dass sich Oberb\u00fcrgermeisterin Miriam Scherff mit scharfen und deutlichen Worten in einem offenen Brief an die Bahn wendet. \u201eEntgegen vieler kritischer Stimmen haben Sie sich bewusst entschieden, die Stellwerke rund um unsere Stadt nicht zu modernisieren \u2013 und ich habe den Eindruck, dass Ihnen und leider auch uns das jetzt auf die F\u00fc\u00dfe f\u00e4llt. Die Ausf\u00e4lle der letzten Tage zeigen, wie labil die bestehende Infrastruktur ist, wenn ein einzelnes Stellwerk oder eine Weiche den Bahnverkehr rund um Wuppertal \u00fcber Tage lahmlegt\u201c, hei\u00dft es in dem Schreiben. Sie moniert darin, dass die Wuppertaler aktuell stark darunter leiden m\u00fcssen, dass \u201edie Deutsche Bahn seit Jahren infrastrukturelle Herausforderungen vor sich herschiebt\u201c. Sperrungen und Ausf\u00e4lle sei man mittlerweile schon gewohnt und meist werde das auch hingenommen \u2013 in der Hoffnung auf Besserung, doch langsam fehle die Geduld.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eIch bin nicht mehr bereit, die st\u00e4ndigen Unannehmlichkeiten und Unzuverl\u00e4ssigkeiten der Deutschen Bahn zu akzeptieren, und fordere Sie auf, die Ursachen der mannigfaltigen St\u00f6rungen konsequent aufzuarbeiten und Ihre Technik umgehend und umfassend zu modernisieren und leistungsf\u00e4higer sowie widerstandsf\u00e4higer zu gestalten \u2013 und dies mit h\u00f6chster Priorit\u00e4t anzugehen\u201c, betont Scherff und weist darauf hin, dass man mit Landesregierung, Verkehrsbund Rhein-Ruhr und weiteren im engen Austausch sei, um von dort R\u00fcckendeckung zu erhalten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Kritik gibt es auch aus den weiteren Reihen der SPD. Der Verkehrsausschussvorsitzende Sedat Ugurman hatte bereits Anfang der Woche \u00e4hnliche Forderungen aufgestellt. \u201eDie Menschen in Wuppertal brauchen keine kurzfristigen Notl\u00f6sungen, sondern die Gewissheit, dass ihre Z\u00fcge dauerhaft zuverl\u00e4ssig fahren\u201c, hei\u00dft es in der Mitteilung.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Gr\u00fcnen kritisieren das Vorgehen der DB ebenfalls scharf und bereits seit geraumer Zeit. Timo Schmidt, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion erkl\u00e4rt: \u201eDie Schummelsanierung gepaart mit mangelhafter Kommunikation entt\u00e4uschen stark. Wir hoffen, dass die Bahn aus diesen Fehlern lernt.\u201c Er weist auch auf die Kostensteigerungen etwa f\u00fcr den Zugang zur S\u00fcdstadt sowie bei der provisorischen Sanierung der Br\u00fccke \u00fcber das Fischertal hin.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auf Wuppertal kommt ab dem 10. Juli und zun\u00e4chst bis zum 7. August au\u00dferdem ein Ausfall der S-Bahnlinien zu. Denn auf der \u201eNebenlinie\u201c wird an den Bahnh\u00f6fen weitergebaut. Diese Arbeiten sollen sich noch bis 2027 \u2013 wenngleich mit weniger umfangreichen Sperrungen \u2013 weiterziehen. 800 Millionen Euro soll die \u201eGeneralsanierung\u201c kosten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kaum ein Tag vergeht ohne eine neue schlechte Nachricht von der Deutschen Bahn aus Wuppertal. 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