{"id":114198,"date":"2025-05-16T04:08:09","date_gmt":"2025-05-16T04:08:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/114198\/"},"modified":"2025-05-16T04:08:09","modified_gmt":"2025-05-16T04:08:09","slug":"the-smarter-e-europe-blaupause-fuer-die-energiewelt-von-morgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/114198\/","title":{"rendered":"The smarter E Europe: Blaupause f\u00fcr die Energiewelt von morgen"},"content":{"rendered":"<p>16.05.2025 \u2013 Die diesj\u00e4hrige Fachmesse M\u00fcnchen hat gezeigt, wie dynamisch sich die Innovationsspirale bei der Photovoltaik, Energiespeichern und anderen Technologien der Energiewende weiterdreht. Die Branche pr\u00e4sentierte sich selbstbewusst.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Energiewende in der politischen Diskussion teilweise schlecht geredet wird, pr\u00e4gten Optimismus und Zukunftsorientierung die diesj\u00e4hrige The smarter E Europe. Zwar wurde der Besucher- und Ausstellerrekord von 2024 nicht ganz erreicht, doch in den hinteren Hallen des M\u00fcnchner Messegel\u00e4ndes war vom 7. bis 9. Mai zeitweise kaum ein Durchkommen.<\/p>\n<p>2.737 Unternehmen und Organisationen aus 57 L\u00e4ndern pr\u00e4sentierten ihre neuen Produkte und Dienstleistungen, rund 107.000 Fachbesucher aus 157 L\u00e4ndern kamen. Mit mehr als 2.600 Teilnehmern stie\u00dfen auch die begleitenden Fachkonferenzen und Side Events auf gro\u00dfes Interesse.<\/p>\n<p>\u201eDie Technologien und L\u00f6sungen sind verf\u00fcgbar\u201c<\/p>\n<p>\u201eAccelerating Integrated Energy Solutions\u201c &#8211; so lautete das Motto der diesj\u00e4hrigen The smarter E Europe mit ihren vier Fachmessen Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe. W\u00e4hrend der weltweite Ausbau der Erneuerbaren Energien in vollem Gange ist, besteht die Herausforderung nun darin, das Energiesystem flexibler, digitaler und integrativer zu gestalten.<\/p>\n<p>\u201cDie smarter E Europe war einmal mehr die Blaupause f\u00fcr die klimaneutrale Energiewelt der Zukunft\u201d, so Markus Els\u00e4sser vom Veranstalter Solar Promotion. \u201cDie Technologien und L\u00f6sungen sind verf\u00fcgbar. Jetzt geht es darum, diesen Weg konsequent weiterzugehen.&#8220;<\/p>\n<p>Der Trend zur Integration der Photovoltaik in das Energiesystem f\u00fcr eine stabile, bezahlbare und sichere Energieversorgung rund um die Uhr zeigte sich nicht nur an den ausgestellten Produkten, sondern auch an den neuesten Marktzahlen, die die Branchenverb\u00e4nde SolarPower Europe und BSW-Solar pr\u00e4sentierten.<\/p>\n<p>Neben der Photovoltaik legten vor allem Batteriespeicher stark zu. So soll der europ\u00e4ische Speichermarkt in diesem Jahr um 36 Prozent auf 29,7 Gigawattstunden wachsen, vor allem Gro\u00dfspeicher mit einem Anteil von 55 Prozent.<\/p>\n<p>Unterschiedliche nationale Regelungen als Hemmnis<\/p>\n<p>F\u00fcr den Photovoltaik-Zubau in Europa wird in diesem Jahr ein leichtes Wachstum von 3 Prozent auf 84,7 Gigawatt installierter Leistung erwartet. Dabei gewinnen gr\u00f6\u00dfere kommerzielle Dachanlagen und Solarparks sowie die Vermarktung des Stroms \u00fcber Stromabnahmevertr\u00e4ge an Bedeutung.<\/p>\n<p>Eine Herausforderung sieht Joachim Goldbeck, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des BSW-Solar, jedoch unter anderem darin, die regulatorischen Rahmenbedingungen so anzupassen, dass der netzdienliche Ausbau von Stromspeichern noch schneller vorangetrieben wird, sei es durch die Privilegierung im Baurecht oder eine Reform der Netzentgelte.<\/p>\n<p>Als Hindernis f\u00fcr eine europaweite Energiewende sieht er auch die unterschiedlichen nationalen Regelungen, etwa im Arbeitsrecht oder bei der Gr\u00fcndung von Firmenniederlassungen, die l\u00e4nder\u00fcbergreifende Aktivit\u00e4ten auch von Solarunternehmen stark erschweren.<\/p>\n<p>PV und Speicher als starke Kombi<\/p>\n<p>Dimitris Galanos, Regional Manager f\u00fcr Griechenland, Bulgarien, Serbien, Nordmazedonien und Montenegro, \u00e4u\u00dferte sich positiv zur Entwicklung der Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeiten. Die Integration von Solar-Photovoltaik in gro\u00df angelegte Speichersysteme gewinnt in Griechenland dank staatlicher Ausschreibungen und F\u00f6rderma\u00dfnahmen zunehmend an Bedeutung. Sungrow hat zu dieser Entwicklung beigetragen, indem es Wechselrichter und Batterien f\u00fcr Projekte mit einer Gesamtleistung von \u00fcber 5 Gigawatt geliefert hat.<\/p>\n<p>Den zunehmenden Einsatz von Batterien und Energiemanagementsystemen zum Ausgleich von Erzeugung und Verbrauch sieht auch Pol Spronck, EU Sales Director bei myenergi, als Chance zur Netzstabilisierung. Das niederl\u00e4ndische Unternehmen pr\u00e4sentierte dazu in M\u00fcnchen neue L\u00f6sungen f\u00fcr Privathaushalte und Unternehmen wie Energieverteiler, Energiesensoren, intelligente Wallboxen und eine benutzerfreundliche App.<\/p>\n<p>Der spanische Batteriehersteller Cegasa stellte seine modularen und skalierbaren Speicherl\u00f6sungen f\u00fcr Wohn-, C&amp;I- und Utility-scale-Anwendungen vor. Vielseitige modulare Batteriespeicher f\u00fcr private und gewerbliche Anwendungen zeigte auch Dyness (China).<\/p>\n<p>Sungrow pr\u00e4sentierte neben Wechselrichtern und Speichern in allen Gr\u00f6\u00dfen auch Schnellladel\u00f6sungen f\u00fcr gewerbliche Elektroautoflotten sowie erstmals ein Energiemanagementsystem f\u00fcr Haushalte.<\/p>\n<p>Cybersicherheit r\u00fcckt in den Fokus<\/p>\n<p>Cybersicherheit wird bei steuerbaren Ger\u00e4ten wie Wechselrichtern oder Batterien immer wichtiger. \u201eCybersecurity spielt f\u00fcr uns eine entscheidende Rolle, wenn es um die Entwicklung und den Einsatz unserer Produkte geht\u201c, sagt Christian Welz, Distribution Director Benelux, Central &amp; Eastern Europe and Scandinavia. Das Unternehmen verf\u00fcge \u00fcber die entsprechenden Zertifizierungen, halte sich an relevante Vorschriften wie die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und betreibe Server in Deutschland f\u00fcr das Europagesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich \u00e4u\u00dferte sich Claire Gardner, Marketing Manager Europe des chinesischen Wechselrichterherstellers Solis (Ginlong).<\/p>\n<p>Goldbeck Solar stellte in M\u00fcnchen ein neues Cybersecurity-System vor, das gro\u00dfe Solaranlagen zuverl\u00e4ssig vor Hackerangriffen und digitalen Bedrohungen sch\u00fctzen soll. Es basiert auf intelligenter Hardware in Kombination mit einer permanenten Schnittstellenpr\u00fcfung, einer permanenten \u00dcberwachung netzinterner Anomalien sowie einer regelm\u00e4\u00dfigen Identifizierung von Schwachstellen im Netz.<\/p>\n<p>\u00a0\u201cEs ist wichtig, nicht nur einzelne Komponenten wie Wechselrichter, sondern ganze Anlagen zu sch\u00fctzen\u201c, betont Sergey Bruch, Head of IT-Infrastructure and Cybersecurity bei Goldbeck Solar.<\/p>\n<p>Wettervorhersage gewinnt an Bedeutung<\/p>\n<p>In Zeiten zunehmender Sturm- und Hagelereignisse werden auch m\u00f6glichst genaue Wettervorhersagesysteme, wie sie Vaisala anbietet, f\u00fcr Anlagenbetreiber immer wichtiger. Vorsorglich k\u00f6nnen dann beispielsweise Nachf\u00fchrsysteme flach gelegt werden, um den Windwiderstand zu minimieren, so R\u00e9my Parmentier, Head of Solar and Hybrid bei dem finnischen Unternehmen.<\/p>\n<p>Das Hail Alert Response System von Array Technologies nutzt hochentwickelte Wettervorhersage-Algorithmen, um Solar-Tracker etwa 30 Minuten vor einem vorhergesagten Hagelereignis pr\u00e4ventiv einzuklappen, wie Aaron Gabelnick erl\u00e4uterte.<\/p>\n<p>Das US-Unternehmen, das vor drei Jahren den spanischen Solartracker-Hersteller STI Norland \u00fcbernommen hat, produziert auch in Spanien. Es pr\u00e4sentierte unter anderem seinen OmniTrack, der sich flexibel auch an h\u00fcgeliges Gel\u00e4nde anpasst und so den Aufwand f\u00fcr Gel\u00e4ndearbeiten minimiert.<\/p>\n<p>Leichtmodule f\u00fcr gewerbliche D\u00e4cher<\/p>\n<p>Breiten Raum nahmen in M\u00fcnchen auch weiterentwickelte Solarmodule ein. Neben h\u00f6herer Leistungsausbeute und Langlebigkeit spielt vor allem bei gro\u00dfen Gewerbed\u00e4chern oft auch das Gewicht eine Rolle. So zeigte unter anderem Heliup aus Frankreich seine rahmenlosen Stykon-Leichtmodule, die mit weniger als 5 Kilogramm pro Quadratmeter 60 Prozent weniger wiegen als herk\u00f6mmliche Module und sich einfach und schnell verkleben lassen.<\/p>\n<p>Sie erreichen einen Wirkungsgrad von 19 Prozent und werden in der N\u00e4he von Grenoble produziert. Die Jahreskapazit\u00e4t liegt derzeit bei 100 Megawatt. \u00a0Im n\u00e4chsten Schritt strebe man einen Modulwirkungsgrad von 21 Prozent und eine Ausweitung der Produktion an, so CEO Yannick Veschetti.<\/p>\n<p>3 GW-Modulfertigung in Frankreich<\/p>\n<p>DAS Solar zeigte die ganze Bandbreite seiner Module, von rahmenlosen Leichtmodulen (Wirkungsgrad 21 Prozent) \u00fcber schmutzabweisende Module bis hin zu Topcon Backcontact-Modulen mit einem Wirkungsgrad von 24,8 Prozent.<\/p>\n<p>Der chinesische Hersteller baut derzeit in der ostfranz\u00f6sischen Region Montb\u00e9liard eine Produktion f\u00fcr n-Typ-TopCon-Module mit einer Jahreskapazit\u00e4t von 3 Gigawatt auf. K\u00fcrzlich erfolgte der erste Spatenstich f\u00fcr den Umbau einer bestehenden Fabrik. Die Produktion soll im Fr\u00fchjahr 2026 starten, wie Alden Lee, General Manager DAS Solar France, berichtet. 300 Mitarbeiter sollen eingestellt werden.<\/p>\n<p>Lee rechnet f\u00fcr die Module \u201emade in France\u201c mit etwa 5 Cent h\u00f6heren Fertigungskosten pro Watt als in China. Ebenfalls geplant ist der Aufbau einer Zellfertigung mit einer Jahreskapazit\u00e4t von 3 Gigawatt. Solange die von der EU geplante F\u00f6rderung f\u00fcr Module mit europ\u00e4ischen Zellen allerdings noch nicht umgesetzt sei, w\u00fcrden die Zellen aus dem chinesischen Stammwerk des Unternehmens geliefert werden, erl\u00e4uterte Lee. (hcn)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"16.05.2025 \u2013 Die diesj\u00e4hrige Fachmesse M\u00fcnchen hat gezeigt, wie dynamisch sich die Innovationsspirale bei der Photovoltaik, Energiespeichern und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":114199,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,9700,548,663,158,3934,3935,13,1268,14,15,12,2194],"class_list":{"0":"post-114198","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-erneuerbare-energien","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-headlines","17":"tag-muenchen","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-solarenergie"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114515548764253937","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/114198","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=114198"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/114198\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/114199"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=114198"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=114198"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=114198"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}