{"id":1142648,"date":"2026-07-04T15:47:16","date_gmt":"2026-07-04T15:47:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1142648\/"},"modified":"2026-07-04T15:47:16","modified_gmt":"2026-07-04T15:47:16","slug":"friedrich-baur-institut-verbessert-therapien-fuer-seltene-erkrankungen-70-jubilaeum-an-der-lmu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1142648\/","title":{"rendered":"Friedrich-Baur-Institut verbessert Therapien f\u00fcr seltene Erkrankungen. 70. Jubil\u00e4um an der LMU."},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das von einer Stiftung gef\u00f6rderte Friedrich-Baur-Institut (FBI) an der M\u00fcnchner Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t feiert Jubil\u00e4um: Seit 70 Jahren forschen Wissenschaftler und Mediziner an seltenen Muskel- und Nervenerkrankungen. Das FBI stehe f\u00fcr herausragende neurologische Spitzenmedizin, wissenschaftliche Exzellenz und eine patientenzentrierte Versorgung auf h\u00f6chstem Niveau\u201c, und das weit \u00fcber Deutschland hinaus, w\u00fcrdigte der Direktor der Neurologischen Klinik, Poliklinik und des FBI, Prof. Dr. G\u00fcnter H\u00f6glinger die Einrichtung.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Vielen Betroffenen konnte man dank der FBI-Forschungen helfen: Neuromuskul\u00e4re Erkrankungen galten lange als Stiefkinder der Medizin \u2013 sei galten als selten, komplex und kaum behandelbar. Das aber habe sich in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt: \u201eWo einst nur Diagnosen ohne therapeutische Perspektive standen, er\u00f6ffnen heute krankheitsmodifizierende Therapien echte Behandlungsm\u00f6glichkeiten\u201c, erkl\u00e4ren die Ober\u00e4rzte des Instituts. Und weiter: \u201eDas Friedrich-Baur-Institut hat diese weltweiten Fortschritte nicht nur begleitet, sondern aktiv mitgestaltet.\u201c\n  <\/p>\n<p>            Gro\u00dfe Bandbreite<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Heute stehen effektive Behandlungsverfahren zur Verf\u00fcgung. Zum Beispiel bei der spinalen Muskelatrophie, der SOD1-assoziierten famili\u00e4ren ALS, der Duchenne-Muskeldystrophie, den myotonen Dystrophien, den Gliederg\u00fcrteldystrophien, der Friedreich-Ataxie oder Neuropathien, assoziiert mit heredit\u00e4rer ATTR-Amyloidose oder Morbus Fabry. Ebenso sind f\u00fcr nicht-erbliche neuromuskul\u00e4re Erkrankungen wie die Myasthenia gravis, die inflammatorischen Myositiden und immunogener Neuropathien vielf\u00e4ltige therapeutische Optionen vorhanden, schreibt die LMU in einer Pressemitteilung.\n  <\/p>\n<p>            Urspr\u00fcnglich Forschung an Kinderl\u00e4hmung<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dabei wurde das FBI am 8. Juni 1956 zun\u00e4chst f\u00fcr die Behandlung und Erforschung einer einzigen Krankheit ins Leben gerufen: der Kinderl\u00e4hmung. Seinerzeit hatte das gro\u00dfz\u00fcgige Stiftungswerk des Unternehmers Dr. med. h.c. Friedrich Baur und seiner Frau Katharina die Gr\u00fcndung m\u00f6glich gemacht.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Noch heute entscheidet das Kuratorium der Friedrich-Baur-Stiftung unter der Leitung von Dr. Georg Freiherr von Waldenfels \u00fcber die H\u00f6he der j\u00e4hrlichen Zuwendungen und unterst\u00fctzt das Institut im Sinne der Forschungsf\u00f6rderung. \u201eBei so einem Jubil\u00e4um\u201c, so von Waldenfels, \u201egilt unser Dank insbesondere Friedrich Baur und seiner Frau, die die Weitsicht und die finanziellen M\u00f6glichkeiten hatten, um dieses Institut ins Leben zu rufen. Die Friedrich-Baur-Stiftung und auch der Beirat der Friedrich-Baur-GmbH sind sich ihrer Verantwortung bewusst, dieses Institut auch in Zukunft nachhaltig zu begleiten.\u201c\n  <\/p>\n<p>            Interdisziplin\u00e4r aufgestellt<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Mit der fl\u00e4chendeckenden Einf\u00fchrung der Polio-Impfung verschwand der Schrecken der Kinderl\u00e4hmung im Laufe der Jahre. Daf\u00fcr widmete sich das FBI fortan den vielen seltenen Erkrankungen der Muskeln und der Nerven, die selbst vielen \u00c4rzten kaum bekannt sind. Kennzeichnend f\u00fcr diese Krankheitsbilder ist ihr vielf\u00e4ltiges klinisches Erscheinungsbild, h\u00e4ufig mit Beteiligung anderer Organe. Die Diagnostik ist komplex und oft mit einer mehrj\u00e4hrigen Odyssee der Patienten von Arzt zu Arzt verbunden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der diagnostische Prozess und die Therapie erfordern das hochspezialisierte Wissen eines Expertenteams aus Neurologie, P\u00e4diatrie, Orthop\u00e4die, Kardiologie, Humangenetik, Physikalischer Therapie und psychosozialer Betreuung. Die hohe therapeutische Expertise dr\u00fccke sich unter anderem dadurch aus, dass das Friedrich-Baur-Institut Sitz des Muskelzentrums <a href=\"https:\/\/www.mainpost.de\/orte\/mp-muenchen\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">M\u00fcnchen<\/a> der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Muskelkranke e.V (DGM) ist und integriertes Myasthenie-Zentrum (iMZ) der Deutschen Myasthenie-Gesellschaft e.V. (DMG).\n  <\/p>\n<p>            \u00dcber 1000 Fachartikel ver\u00f6ffentlicht<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Auch in der Forschung setzt das FBI Ma\u00dfst\u00e4be: Seit 2005 haben die FBI-Mitarbeitenden \u00fcber 1000 Originalarbeiten in f\u00fchrenden wissenschaftlichen Fachzeitschriften ver\u00f6ffentlicht, gest\u00fctzt von projektbezogenen Drittmitteln, die sich seit 2009 auf j\u00e4hrlich etwa eine Million Euro belaufen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wie auch in Zukunft die Entwicklung neuer therapeutischer Innovationen gelingt, ist f\u00fcr die \u00c4rztinnen und \u00c4rzte des FBI klar. \u201eWir haben schon fr\u00fch erkannt, dass Patientenregister und Natural-History-Studien \u2013 diese erfassen den nat\u00fcrlichen Krankheitsverlauf f\u00fcr seltene Erkrankungen \u2013 von zentraler Bedeutung sind. Nicht nur f\u00fcr ein besseres Verst\u00e4ndnis der Erkrankung selbst, sondern insbesondere auch f\u00fcr die Planung und effiziente Durchf\u00fchrung klinischer Therapiestudien\u201c, fassen die Ober\u00e4rzte des Instituts zusammen.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das von einer Stiftung gef\u00f6rderte Friedrich-Baur-Institut (FBI) an der M\u00fcnchner Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t feiert Jubil\u00e4um: Seit 70 Jahren forschen Wissenschaftler&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1142649,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1827],"tags":[772,29,217865,22720,240260,240261,30,240262,20295,1268,202170,1269],"class_list":["post-1142648","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-muenchen","tag-bayern","tag-deutschland","tag-dgm","tag-fbi","tag-friedrich-baur","tag-georg-freiherr-von-waldenfels","tag-germany","tag-guenter-hoeglinger","tag-lmu","tag-muenchen","tag-nervenerkrankung","tag-prozess"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116862494344724197","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1142648","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1142648"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1142648\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1142649"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1142648"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1142648"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1142648"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}