{"id":114291,"date":"2025-05-16T05:00:11","date_gmt":"2025-05-16T05:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/114291\/"},"modified":"2025-05-16T05:00:11","modified_gmt":"2025-05-16T05:00:11","slug":"e-autos-nur-eine-option-fuer-dienstwagen-privilegierte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/114291\/","title":{"rendered":"E-Autos nur eine Option f\u00fcr Dienstwagen-Privilegierte?"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>analyse<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 16.05.2025 06:23 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der privaten Autobesitzer in Deutschland scheut vor dem Kauf eines E-Autos zur\u00fcck. Sind Elektroautos nur eine Option f\u00fcr Besserverdienende mit Dienstwagen-Privileg?<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/angela-goepfert-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Angela G\u00f6pfert\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/goepfert-102.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWer sich als Privatmensch in Deutschland ein neues Auto anschafft, macht um Elektrofahrzeuge nach wie vor einen gro\u00dfen Bogen. Einer aktuellen Analyse der HUK Coburg zufolge lag der Anteil reiner Elektroautos im privaten Fahrzeugbestand im ersten Quartal bei nur drei Prozent, das Wachstum von Quartal zu Quartal betrug lediglich 0,1 Prozent. &#8222;Im entscheidenden Markt der Privatleute kommen E-Autos kaum an&#8220;, so der HUK-Vorstandschef Klaus-J\u00fcrgen Heitmann.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nLaut Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) hat sich die Anzahl der Diesel und Benziner beim Bestand an Personenkraftwagen zwischen 2016 und 2025 denn auch nahezu nicht ver\u00e4ndert. Demnach waren zum 1. Januar dieses Jahres 60,6 Prozent oder knapp 30 Millionen aller in Deutschland zugelassenen Pkw Benziner. Der Diesel-Anteil belief sich mit knapp 14 Millionen Pkw auf 28,0 Prozent. Zum Vergleich: Elektroautos machten gerade einmal 3,3 Prozent (1,7 Millionen Pkw) aus.<\/p>\n<p>    Deutliche Steigerung bei den Neuzulassungen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Zahlen des KBA und der HUK Coburg kontrastieren auf den ersten Blick stark mit den Neuzulassungen, wo Elektroautos ihren Marktanteil zuletzt deutlich steigern konnten: Im April dieses Jahres machten Elektroautos bei den Neuzulassungen 18,8 Prozent aus &#8211; nach 12,2 Prozent im Vorjahr. Der Marktanteil von Neuwagen mit reinem Diesel- oder Benzin-Motor lag allerdings mit zusammen 43 Prozent auch hier immer noch weit dar\u00fcber.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs bleibt die Frage: Wer kauft eigentlich ein neues Elektroauto? Mit Blick auf die HUK-Coburg-Studie scheint klar: Privatleute sind es in den seltensten F\u00e4llen. &#8222;Von den Top drei Elektro-Modellen in Deutschland im ersten Quartal &#8211; VW ID.7, VW ID.4\/5 und Skoda Enyaq &#8211; wurden 86 Prozent auf gewerbliche Halter zu gelassen&#8220;, betont denn auch Autoexperte Constantin Gall von der Unternehmensberatung EY.<\/p>\n<p>    Warum E-Autos als Firmenwagen attraktiv sind<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin wichtiger Grund f\u00fcr diese Zweiteilung des E-Automarkts in Deutschland ist laut Branchenkennern das &#8222;Dienstwagen-Privileg&#8220;: die steuerliche Beg\u00fcnstigung der privaten Nutzung von Dienstwagen. Firmenwagen-Besitzer m\u00fcssen demnach hierzulande weniger Steuern zahlen, als es dem tats\u00e4chlichen Nutzungsvorteil entspricht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDabei profitieren Besch\u00e4ftigte, die sich f\u00fcr ein Elektroauto als Dienstwagen entscheiden, von einer zus\u00e4tzlichen steuerlichen Beg\u00fcnstigung im Vergleich zum konventionellen Verbrenner. Das macht E-Autos als Firmenwagen in Deutschland besonders attraktiv.<\/p>\n<p>    Das Dienstwagen-Privileg f\u00fcr E-Autos in Zahlen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nW\u00e4hrend bei einem klassischen Verbrenner-Dienstwagen 1,0 Prozent des Bruttolistenpreises des Fahrzeugs pro Monat als geldwerter Vorteil versteuert werden m\u00fcssen, wenn das Auto auch privat genutzt wird, setzt der deutsche Fiskus bei E-Autos den geldwerten Vorteil deutlich niedriger an &#8211; n\u00e4mlich nur bei 0,25 Prozent. Voraussetzung daf\u00fcr: Der Bruttolistenpreis des E-Autos betr\u00e4gt h\u00f6chstens 70.000 Euro. Autos mit einem Bruttolistenpreis von \u00fcber 70.000 Euro werden mit 0,5 Prozent besteuert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas bedeutet: Wer zum Beispiel einen Elektro-Dienstwagen mit einem Listenpreis von 60.000 Euro f\u00e4hrt, versteuert nur 150 Euro monatlich als geldwerten Vorteil &#8211; bei einem vergleichbaren Benziner w\u00e4ren es 600 Euro.<\/p>\n<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/plug-in-hybrid-101.jpg\" alt=\"Plug-in-Hybrid-Auto an Ladestation (Archivbild)\" title=\"Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge k\u00f6nnen auch mit \u00d6kostrom aufgeladen werden - was die Umweltfreundlichkeit erh\u00f6ht. | JOHN G MABANGLO\/EPA-EFE\/REX\"\/><\/p>\n<p>Wie Plug-in-Hybride versteuert werden<\/p>\n<p>            F\u00fcr Plug-in-Hybride veranschlagt das Finanzamt 0,5 Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerten Vorteil. Voraussetzung daf\u00fcr ist allerdings seit Anfang 2025 eine rein elektrische Mindestreichweite von 80 Kilometern oder h\u00f6chstens 50 Gramm CO2-Emission pro Kilometer. <\/p>\n<p>    Einseitige F\u00f6rderung f\u00fcr Besserverdienende?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWarum aber ist diese staatliche Subventionierung wom\u00f6glich problematisch? Kritiker sprechen beim Dienstwagen-Privileg von einer einseitigen F\u00f6rderung. Denn es bevorzugt all jene, die Anspruch auf ein Dienstfahrzeug haben. Das sind in der Regel Besserverdienende.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEiner <a href=\"https:\/\/foes.de\/publikationen\/2023\/2023-06_FOES_Subventionssteckbrief-Dienstwagenprivileg.pdf?utm_source=chatgpt.com\" title=\"FOES Subventionssteckbrief Dienstwagen\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Studie des Forums \u00d6kologisch-Soziale Marktwirtschaft<\/a> zufolge profitieren von der Dienstwagen-Subvention vor allem die einkommensst\u00e4rksten zehn Prozent der Deutschen.<\/p>\n<p>    Umweltbonus war f\u00fcr den Staat g\u00fcnstiger<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGleichzeitig gehen private K\u00e4ufer inzwischen leer aus, nachdem der Umweltbonus von bis zu 4.500 Euro f\u00fcr private E-Auto-K\u00e4ufe <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/verbraucher\/e-autos-foerderung-100.html\" title=\"F\u00f6rderung beim Erwerb von E-Autos l\u00e4uft schon morgen aus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zum 17. Dezember 2023 gestoppt wurde<\/a>. Der Umweltbonus kostete den deutschen Staat in den acht Jahren <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/service\/archiv\/nachhaltige-mobilitaet-2044132\" title=\"Bundesregierung Umweltbonus\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">zwischen 2016 und Ende 2023 etwa zehn Milliarden Euro<\/a> &#8211; also im Schnitt 1,25 Milliarden Euro pro Jahr.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZum Vergleich: Die Kosten f\u00fcr die steuerliche Privilegierung von E-Autos bei Firmenwagen bezifferte die alte Ampel-Bundesregierung in ihrem Subventionsbericht f\u00fcr 2024 auf 1,5 Milliarden Euro. Tendenz steigend &#8211; schlie\u00dflich will die neue Bundesregierung das Dienstwagen-Privileg f\u00fcr E-Autos deutlich ausweiten.<\/p>\n<p>    Was plant die neue Bundesregierung?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nK\u00fcnftig soll die 0,25-Prozent-Regelung bis zu einem Listenpreis von 100.000 Euro gelten. Das bedeutet: Teurere Elektrofahrzeuge k\u00f6nnen k\u00fcnftig steuerlich attraktiver genutzt werden. Bei einem 90.000-Euro-Firmenwagen m\u00fcssten im Falle eines Benziners oder Diesels damit weiterhin 900 Euro als geldwerter Vorteil pro Monat versteuert werden; im Falle eine E-Autos w\u00e4ren es nur 225 Euro.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine Neuauflage des Umweltbonus ist von der schwarz-roten Bundesregierung dagegen nicht geplant. Der deutsche Staat setzt damit weiterhin vor allem auf Elektroauto-K\u00e4ufe in Form von Dienstwagen, um den Absatz dieses Segments in Schwung zu bringen. Die Zweiteilung des Markts f\u00fcr Elektroautos in Deutschland wird damit zementiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"analyse Stand: 16.05.2025 06:23 Uhr Die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der privaten Autobesitzer in Deutschland scheut vor dem Kauf eines&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":114292,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[5976,44365,44366,175,170,169,29,44363,1513,1368,1138,30,171,174,44364,22637,173,172,12839],"class_list":{"0":"post-114291","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-analyse","9":"tag-autokauf","10":"tag-benziner","11":"tag-business","12":"tag-companies","13":"tag-companies-markets","14":"tag-deutschland","15":"tag-dienstwagen","16":"tag-diesel","17":"tag-e-auto","18":"tag-elektroauto","19":"tag-germany","20":"tag-markets","21":"tag-maerkte","22":"tag-privileg","23":"tag-steuer","24":"tag-unternehmen","25":"tag-unternehmen-maerkte","26":"tag-verbrenner"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114515753594678399","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/114291","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=114291"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/114291\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/114292"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=114291"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=114291"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=114291"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}