{"id":114350,"date":"2025-05-16T05:32:09","date_gmt":"2025-05-16T05:32:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/114350\/"},"modified":"2025-05-16T05:32:09","modified_gmt":"2025-05-16T05:32:09","slug":"blackout-in-spanien-und-portugal-erste-erkenntnisse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/114350\/","title":{"rendered":"Blackout in Spanien und Portugal: Erste Erkenntnisse"},"content":{"rendered":"<p>Ein pl\u00f6tzlicher Ausfall der Stromerzeugung in einem Umspannwerk im s\u00fcdspanischen Granada, gefolgt von Ausf\u00e4llen Sekunden sp\u00e4ter in Badajoz und Sevilla, hat laut spanischer Regierung den beispiellosen Stromausfall am 28. April in ganz Spanien und Portugal ausgel\u00f6st. Wie Spaniens dritte Vizepr\u00e4sidentin und Ministerin f\u00fcr die \u00f6kologische Transition, Sara Aagesen, am Mittwoch erkl\u00e4rte, begann das Problem, das zu dem <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Grossraeumige-Stromausfaelle-in-Portugal-und-Spanien-10364573.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">totalen Blackout auf der iberischen Halbinsel<\/a> f\u00fchrte, mit drei aufeinanderfolgenden Stromausf\u00e4llen in den Provinzen Granada, Badajoz und Sevilla.<\/p>\n<p>Bei einem Auftritt vor dem Abgeordnetenhaus, \u00fcber den unter anderem <a href=\"https:\/\/elpais.com\/espana\/2025-05-14\/aagesen-ubica-el-inicio-del-apagon-en-las-provincias-de-sevilla-granada-y-badajoz.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">die spanische Tageszeitung El Pa\u00eds berichtet<\/a>, sagte Aagesen, dass es durch die drei Vorf\u00e4lle innerhalb von 20 Sekunden zu einem Erzeugungsverlust von 2,2 Gigawatt Strom gekommen sei. &#8222;Unmittelbar danach begann die Phase der kaskadenartigen \u00dcberspannungsabschaltung&#8220; \u2013 und brachte in der Folge das gesamte System zum Zusammenbruch.<\/p>\n<p>Laut der Ministerin lokalisiert die Regierung den Beginn der St\u00f6rungskette in drei Provinzen im S\u00fcden Spaniens. Der erste Stromausfall wurde demnach am 28. April in einem Umspannwerk in der Provinz Granada drei Sekunden vor 12:33 Uhr festgestellt; nur 19 Sekunden sp\u00e4ter kam es zu einem weiteren Ausfall in einem anderen Umspannwerk in der Provinz Badajoz und 20 Sekunden sp\u00e4ter in einem weiteren Umspannwerk in Sevilla.<\/p>\n<p>Ursache bleibt unklar<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Historischer-Stromausfall-in-Spanien-und-Portugal-Ursache-weiter-unklar-10365134.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Die Frage nach der Ursache des gr\u00f6\u00dften Stromausfalls in der Geschichte Spaniens<\/a> ist damit aber weiterhin nicht gekl\u00e4rt. Bei ihrem Auftritt dementierte Aagesen laut El Pa\u00eds Hinweise auf einen Cyberangriff auf die Infrastrukturen des f\u00fcr die Versorgungssicherheit zust\u00e4ndigen spanischen Netzbetreibers Red El\u00e9ctrica de Espa\u00f1a (REE). &#8222;Es wurden keine Indizien gefunden, und das ist eine gute Nachricht&#8220;, sagte sie. Dies schlie\u00dfe die M\u00f6glichkeit eines Angriffs auf Kraftwerke oder andere Phasen des Stromnetzes aber nicht aus, so das Blatt weiter. Die Ermittlungen in den Kontrollzentren der Stromversorger und in den Erzeugungsanlagen gingen weiter. Mit jedem Tag, der vergeht, ohne dass Beweise auftauchen, verliere die Spur eines Cyberangriffs aber an Fahrt, so die Einsch\u00e4tzung der gr\u00f6\u00dften spanischen Tageszeitung.<\/p>\n<p>Die Ministerin wies zudem darauf hin, dass in der halben Stunde vor dem Blackout zwei Schwingungen im Stromnetz auf der iberischen Halbinsel und in anderen Teilen Europas festgestellt wurden. &#8222;In der halben Stunde vor dem Vorfall wurden im kontinentaleurop\u00e4ischen Synchronbereich zwei Schwingungsperioden (Leistungs- und Frequenzschwankungen) beobachtet&#8220;, hatte der Verband Europ\u00e4ischer \u00dcbertragungsnetzbetreiber ENTSO-E am Freitag die gebiets\u00fcbergreifenden Oszillationen \u2013 so der Fachausdruck f\u00fcr solche St\u00f6rungen \u2013 <a href=\"https:\/\/www.entsoe.eu\/news\/2025\/05\/09\/entso-e-expert-panel-initiates-the-investigation-into-the-causes-of-iberian-blackout\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">\u00f6ffentlich gemacht<\/a>. Ihre Regierung pr\u00fcfe, ob diese Schwingungen &#8222;etwas mit dem Vorfall zu tun haben&#8220;, so Aagesen.<\/p>\n<p>Schutzma\u00dfnahmen funktionierten nicht<\/p>\n<p>Laut El Pa\u00eds bleibt zu kl\u00e4ren, warum die Versuche der REE, den Stromausfall auf einen Teilbereich des Netzes zu begrenzen und einen Totalblackout zu verhindern, erfolglos blieben. Die meisten von der Zeitung befragten Fachleute wiesen demnach auf ein Versagen der Protokolle und Automatismen des Netzbetreibers hin. H\u00e4tten die Sicherungsma\u00dfnahmen korrekt funktioniert, w\u00e4re der Stromausfall nur in einigen Gebieten Spaniens und nicht auf der gesamten iberischen Halbinsel inklusive Portugals aufgetreten, so die Einsch\u00e4tzung der Experten.<\/p>\n<p>Aagesen versicherte bei ihrem Auftritt vor den Angeordneten, dass man nach sechs Sitzungen des Blackout-Ausschusses zu dem Schluss gekommen sei, dass es sich nicht um ein Problem der Reserven oder der Abdeckung gehandelt habe. Der gro\u00dffl\u00e4chige Stromausfall sei nicht durch eine unzureichende planm\u00e4\u00dfige Stromerzeugung zur Deckung der Nachfrage oder zur Gew\u00e4hrleistung der Sicherheit des Systems verursacht worden. An jenem 28. April habe die Stromerzeugung deutlich \u00fcber dem Bedarf gelegen. Minuten vor dem Blackout exportierte Spanien sogar noch reichlich Strom in die Nachbarl\u00e4nder Frankreich, Portugal und Marokko.<\/p>\n<p>Die Ermittlungen werden einige Zeit in Anspruch nehmen, und es werde wahrscheinlich keine einfachen Antworten auf dieses komplexe Problem geben, sagte Aagesen. &#8222;Wir werden nicht zulassen, dass uns Eile von der Wahrheit abh\u00e4lt&#8220;, so die Ministerin, die bekr\u00e4ftigte, dass es Zeit ben\u00f6tige, um die Millionen von Informationen zu analysieren, die von der von der Regierung eingesetzten Kommission gesammelt werden. &#8222;Wir sind dabei, Millionen von Daten zu analysieren. Wir machen weiter Fortschritte bei der Identifizierung der Orte, an denen diese Erzeugungsausf\u00e4lle aufgetreten sind, und wir wissen bereits, dass sie in Granada, Badajoz und Sevilla begonnen haben.&#8220;<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:akn@heise.de\" title=\"Andreas Knobloch\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">akn<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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