{"id":1143764,"date":"2026-07-05T03:55:14","date_gmt":"2026-07-05T03:55:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1143764\/"},"modified":"2026-07-05T03:55:14","modified_gmt":"2026-07-05T03:55:14","slug":"duerre-im-sueden-und-osten-kaum-entspannung-in-sicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1143764\/","title":{"rendered":"D\u00fcrre im S\u00fcden und Osten \u2013 kaum Entspannung in Sicht"},"content":{"rendered":"<p>&#13;<br \/>\n            Leipzig. Deutschlands B\u00f6den sind trocken \u2013 besonders im S\u00fcden und Osten des Landes. Das liege jedoch weniger an der vergangenen heftigen Hitzewelle, sondern eher daran, dass es in den vergangenen acht Monaten zu wenig Niederschl\u00e4ge gegeben habe, erkl\u00e4rte Andreas Marx, der am Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Umweltforschung den D\u00fcrremonitor betreibt, im Gespr\u00e4ch mit der Deutschen Presse-Agentur. <\/p>\n<p>\u201eWas die Hitzewelle macht, ist das Auspr\u00e4gen einer Blitzd\u00fcrre im Oberboden. Also diese obersten 25 Zentimeter, teilweise auch noch ein bisschen tiefer, also bis 30, 40 Zentimeter.\u201c Bei hohen Temperaturen verdunste mehr Wasser und die Pflanzen verbrauchten mehr. \u201eWo in den oberen Schichten noch Wasser war, geht das relativ schnell verloren.\u201c <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Au\u00dfergew\u00f6hnliche D\u00fcrre im S\u00fcden <\/p>\n<p>In die tieferen Schichten des Bodens passe grunds\u00e4tzlich ein ganzer Jahresniederschlag. Doch der Grundwasserstand sei niedrig, nachdem es seit Herbst 2025 wenig geregnet habe. Auf den Karten des D\u00fcrremonitors zur Bodenfeuchtigkeit bis etwa 1,80 Meter in die Tiefe ist der s\u00fcdlichste Teil Deutschlands tiefrot eingef\u00e4rbt \u2013 was au\u00dfergew\u00f6hnliche D\u00fcrre markiert. <\/p>\n<p>\u201eSo ein Defizit l\u00f6st sich normalerweise nicht \u00fcber den Sommer auf. Im Sommer werden die B\u00f6den immer trockener\u201c, erkl\u00e4rte Marx. \u201eJetzt ist die Bodenfeuchte so niedrig, dass es einen extrem nassen Sommer br\u00e4uchte, um das wieder auszugleichen \u2013 und das ist eher unwahrscheinlich.\u201c <\/p>\n<p>Folgen f\u00fcr W\u00e4lder, Fl\u00fcsse und Landwirtschaft <\/p>\n<p>F\u00fcr das \u00d6kosystem Wald sei die Situation eine Belastung. Es drohten D\u00fcrresch\u00e4den und indirekte Folgen wie Borkenk\u00e4fer-Befall. Zudem drohe der schon jetzt niedrige Wasserstand der Fl\u00fcsse noch weiter zu fallen. \u201eDer Anteil des Wassers in den Fl\u00fcssen, das aus dem Grundwasser kommt, ist hoch\u201c, so der Experte. Mit sinkendem Grundwasserstand erh\u00f6he sich die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr Niedrigwasser. Das k\u00f6nne Folgen f\u00fcr die Wirtschaft haben, wenn etwa Schiffe nicht mehr voll beladen werden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>F\u00fcr die Landwirtschaft sieht Marx mit Blick auf die Sommerkulturen wie Mais oder Zuckerr\u00fcben Herausforderungen durch die Trockenheit. Es sei mit Ernteeinbu\u00dfen zu rechnen, wenn nicht \u00fcberdurchschnittliche Niederschl\u00e4ge in den kommenden Wochen oder Monaten k\u00e4men. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Wegen-Niedrigwasser-hat-eine-Elbfaehre-voruebergehend-den-1345004.jpg\" title=\"D\u00fcrre im S\u00fcden und Osten \u2013 kaum Entspannung in Sicht \" alt=\"Wegen Niedrigwasser hat eine Elbf\u00e4hre vor\u00fcbergehend den Betrieb eingestellt. \" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p>Wegen Niedrigwasser hat eine Elbf\u00e4hre vor\u00fcbergehend den Betrieb eingestellt.  &#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\tFoto: Jens B\u00fcttner\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#13; Leipzig. Deutschlands B\u00f6den sind trocken \u2013 besonders im S\u00fcden und Osten des Landes. 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