{"id":114413,"date":"2025-05-16T06:08:10","date_gmt":"2025-05-16T06:08:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/114413\/"},"modified":"2025-05-16T06:08:10","modified_gmt":"2025-05-16T06:08:10","slug":"berlin-palaestina-demonstranten-trampeln-polizisten-nieder-entsetzen-ueber-brutalen-gewaltakt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/114413\/","title":{"rendered":"Berlin: Pal\u00e4stina-Demonstranten trampeln Polizisten nieder \u2013 Entsetzen \u00fcber \u201ebrutalen Gewaltakt\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Am pal\u00e4stinensischen Gedenktag Nakba hatte es schon in der Vergangenheit mehrfach Tumulte gegeben. Dieses Jahr versammelten sich rund 1100 Menschen in Berlin, es kam zu dramatischen Szenen. Aggressive Teilnehmer griffen Polizisten an, einer wurde schwer verletzt.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Bei einer propal\u00e4stinensischen Demonstration in Berlin-Kreuzberg ist es zu Tumulten und heftigen Rangeleien zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Aggressive Teilnehmer bewarfen Polizisten am Abend am S\u00fcdstern mit Getr\u00e4nkedosen und anderen Gegenst\u00e4nden und bespritzen sie mit roter Farbe. Die Polizei sprach auch von Flaschenw\u00fcrfen und einem Steinwurf. Ein Beamter wurde schwer verletzt. Es gab den Angaben der Polizei zufolge etwa 20 Festnahmen, die Gewerkschaft der Polizei Berlin sprach sp\u00e4ter von \u00fcber 50 Festnahmen. <\/p>\n<p>Nach Informationen von WELT wurde der Polizeibeamte in die Menge gezogen. Mehrere Teilnehmer traten dort auf den Beamten ein, sagte Polizeisprecher Florian Nath.<\/p>\n<p>Der Beamte soll nach WELT-Informationen unter anderem Verletzungen im Bauchraum und an den H\u00e4nden erlitten haben. Ein Notarzt brachte ihn ins Krankenhaus. Dabei musste der Beamte an ein Sauerstoffger\u00e4t angeschlossen werden. Auch ein Defibrillator kam zum Einsatz. Beamte der Bundespolizei mussten den Polizisten unter Anwendung von Gewalt aus der Menge befreien. Dabei sollen mehrere Beamte und Demonstranten verletzt worden sein.<\/p>\n<p>Die Polizisten versuchten, die Menge der Demonstranten zur\u00fcckzudr\u00e4ngen. Die Polizei hatte auch einen Wasserwerfer aufgefahren, setzte ihn zun\u00e4chst aber nicht ein. <\/p>\n<p>Gegen die Festgenommenen werde wegen des Verdachts des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, des t\u00e4tlichen Angriffs, der gef\u00e4hrlichen K\u00f6rperverletzung, der Beleidigung und des Landfriedensbruchs ermittelt, teilte die Polizei mit. Auch Demonstrationsteilnehmer seien durch das Eingreifen der Polizei verletzt worden. Zur Schwere der Verletzungen gab es keine Angaben, die Betroffenen seien in Krankenh\u00e4user gebracht worden.<\/p>\n<p>Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei Berlin, reagierte entsetzt auf das Geschehen. \u201eZehn verletzte Kollegen, einer schwer, weil er in die Masse gezogen, niedergetrampelt wurde\u201c, schrieb Jendro am Abend auf X. \u201eDas hat rein gar nichts mit Art 8 GG (Artikel 8 Grundgesetz zur Versammlungsfreiheit) zu tun \u2013 Brauchen endlich politische Antworten auf diesen Wahnsinn, der da im Nahost-Kontext auf Berlins Stra\u00dfen passiert\u201c, hie\u00df es weiter.<\/p>\n<p>Berlins Regierender B\u00fcrgermeister Kai Wegner verurteilte die Angriffe gegen die Einsatzkr\u00e4fte. \u201eDer Angriff auf einen Berliner Polizisten bei der Demonstration in Kreuzberg ist nichts anderes als ein feiger, brutaler Gewaltakt. Wer Einsatzkr\u00e4fte angreift, greift unseren Rechtsstaat an \u2013 und damit uns alle\u201c, sagte der CDU-Politiker. Berlin sei eine weltoffene Stadt, aber: \u201eWer das Demonstrationsrecht missbraucht, um Hass zu s\u00e4en, antisemitische Hetze zu verbreiten oder Gewalt zu ver\u00fcben, dem werden wir konsequent mit allen Mitteln des Rechtsstaates begegnen.\u201c<\/p>\n<p>Etwa 1100 Menschen nahmen laut Polizei an der Demonstration anl\u00e4sslich des pal\u00e4stinensischen Gedenktags Nakba teil. Viele von ihnen trugen am Nachmittag am S\u00fcdstern sogenannte Pal\u00e4stinenser-T\u00fccher, Pal\u00e4stina-Fahnen und weitere entsprechende Symbol. Zahlreiche Polizisten waren rund um den S\u00fcdstern in Kreuzberg bereitgestellt. <\/p>\n<p>In lautstarken und aggressiven Sprechch\u00f6ren riefen Redner und Demonstranten \u201eKinderm\u00f6rder Israel, Frauenm\u00f6rder Israel, Babym\u00f6rder Israel\u201c, \u201eYallah, yallah Intifada\u201c und \u201eFrom the River to the sea\u201c. Intifada waren fr\u00fchere pal\u00e4stinensische Aufst\u00e4nde und Serien von Terroranschl\u00e4gen gegen Israel. Mit der Losung \u201eFrom the River to the sea\u201c wird ein pal\u00e4stinensischer Anspruch auf das gesamte Gebiet zwischen dem Jordan und dem Mittelmeer erhoben, der einer Ausl\u00f6schung Israels gleichk\u00e4me.<\/p>\n<p>Gefordert wurde zudem \u201eFreiheit f\u00fcr Pal\u00e4stina\u201c, auch Beschimpfungen von Deutschland wegen Waffenlieferungen an Israel kamen vor. Der pal\u00e4stinensische Gedenktag Nakba am 15. Mai erinnert an die Flucht und Vertreibung Hunderttausender Pal\u00e4stinenser im ersten Nahostkrieg 1948. Mehrere arabische L\u00e4nder hatten Israel damals nach der Staatsgr\u00fcndung angegriffen. In den vergangenen Jahren gab es bei diesen Veranstaltungen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article251589508\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article251589508&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehrfach Tumulte und Rangeleien<\/a> mit der Polizei.<\/p>\n<p>Um die geplante Strecke der Demonstration hatte es gerichtliche Auseinandersetzungen gegeben. Die Demonstration sollte urspr\u00fcnglich nach Neuk\u00f6lln f\u00fchren. Die Polizei hatte das wegen eines bef\u00fcrchteten Konfliktpotenzials beim langen Zug durch Neuk\u00f6lln untersagt. In der ersten Instanz vor Gericht setzten sich die Veranstalter durch, in der zweiten vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) bekam die Polizei Recht, sodass es keinen Demonstrationszug, sondern nur eine Kundgebung am S\u00fcdstern gab.<\/p>\n<p>dpa\/gub\/ad\/sos<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am pal\u00e4stinensischen Gedenktag Nakba hatte es schon in der Vergangenheit mehrfach Tumulte gegeben. 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