{"id":1144931,"date":"2026-07-05T16:06:18","date_gmt":"2026-07-05T16:06:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1144931\/"},"modified":"2026-07-05T16:06:18","modified_gmt":"2026-07-05T16:06:18","slug":"die-rheinische-post-trauert-um-den-langjaehrigen-redakteur-und-eishhockey-fachmann-ulf-may","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1144931\/","title":{"rendered":"Die Rheinische Post trauert um den langj\u00e4hrigen Redakteur und Eishhockey-Fachmann Ulf May"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Es gab eine Zeit, da w\u00e4re niemand bei der D\u00fcsseldorfer EG auf die Idee gekommen, ein Eishockeyspiel ohne Ulf May zu beginnen. Dabei spielte er gar nicht mit. Aber er hatte seinen Stammplatz an der Bank in der ersten Reihe im alten Stadion an der Brehmstra\u00dfe. Es war ein Stammplatz mit Telefon. Denn von hier diktierte er seine Berichte in die Redaktion der Rheinischen Post \u2013 live nat\u00fcrlich. Ulf May war sicher der wichtigste Eishockey-Journalist der Zeitung. Im Alter von 86 Jahren ist er nun gestorben.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">May war mehr als der bedeutende Eishockey-Fachmann, den Verein und Publikum in D\u00fcsseldorf kannten. Er genoss auch landesweite und internationale Anerkennung. Das Eishockeymuseum berief ihn in die Hall of Fame, f\u00fcr einen Journalisten eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Auszeichnung.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In der Redaktion hielt er nicht nur die D\u00fcsseldorfer F\u00e4den in der Hand (und zwar in jeder Sportart), er war jahrzehntelang f\u00fcr ein Heer von Mitarbeitern und Nachwuchskr\u00e4ften so etwas wie ein Mentor. Sie nahmen seine Ratschl\u00e4ge an, weil die nie von oben herab kamen, sondern mit aller Menschlichkeit auf der heute so gern zitierten Augenh\u00f6he.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Redaktion war ein Teil seiner Familie, auch weil er schon dabei war, als es wirklich famili\u00e4r zuging. Er konnte lange Geschichten erz\u00e4hlen aus den Zeiten, als Zeitungen im Bleisatz gebaut wurden, als die einzelnen Abteilungen mit Rohrpost kommunizierten, und als die Herausgeber vor Weihnachten durch Rotation und Redaktion gingen, um da beste W\u00fcnsche zu hinterlassen. Beim Gedanken an die alten Zeiten leuchteten Mays Augen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Er war trotzdem nicht mit der Vergangenheit verheiratet oder gar ein ewig Gestriger. Daf\u00fcr sorgte bereits seine richtige Familie, f\u00fcr die er sich immer Zeit nahm, selbst in jenen Phasen des angespannten Berufslebens. Unvergesslich, wenn er w\u00e4hrend einer Fernseh\u00fcbertragung eines Tennisturniers seiner Tochter (\u201eunsere Elena\u201c) telefonisch die Vorz\u00fcge von Steffi Grafs Beinarbeit erl\u00e4uterte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Lange Jahre des Ruhestands hat Ulf May genossen, weil er jetzt erst recht ins Familienleben eintauchen und sich endlich einmal Zeit f\u00fcr seine geliebten Konzertbesuche nehmen konnte, f\u00fcr die an den Arbeits-Wochenenden (also immer) keine Gelegenheit war.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Aber auch in seinem Ruhestand blieb er seinem Lebensthema <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/eishockey\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Eishockey<\/a> verbunden, war Co-Autor eines Buches zur legend\u00e4ren Brehmstra\u00dfe und organisierte unter anderem ein Legendenspiel, als die DEG ihre Heimspielst\u00e4tte aufgab und in den Dome nach Rath wechselte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zudem hielt er nicht nur Kontakt zu den alten Kollegen, von denen einige Freunde waren oder wurden, er hatte auch immer einen Draht zu den jungen, die begeistert und dankbar im gro\u00dfen Schatz seines Wissens st\u00f6bern durften, den er gro\u00dfz\u00fcgig ausbreitete, wann immer er gebeten wurde. Er wurde aber nicht wie ein S\u00e4ulenheiliger bewundert, sondern gemocht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das hatte selbstverst\u00e4ndlich mit seinem Sinn f\u00fcr Humor zu tun und seiner Schlagfertigkeit. In seiner Umgebung wurde gern und viel gelacht, er machte es allen leicht. Und wer wollte (die meisten wollten es), der wurde mit sicheren Loriot-Zitaten geradezu verw\u00f6hnt. \u201eReiter werden immer gebraucht\u201c aus dem Sketch \u201eKosakenzipfel\u201c war eines seiner liebsten. Menschen wie Ulf May werden auch immer gebraucht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Eishockey-Himmel wird es nun entschieden heiterer zugehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es gab eine Zeit, da w\u00e4re niemand bei der D\u00fcsseldorfer EG auf die Idee gekommen, ein Eishockeyspiel ohne&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1144932,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1831],"tags":[85075,3364,29,3405,2100,240667,190782,11065,71229,30,18693,5298,1209,7014,178868,53275],"class_list":["post-1144931","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-duesseldorf","tag-brehmstrasse","tag-de","tag-deutschland","tag-duesseldorf","tag-eishockey","tag-eishockeymuseum","tag-eishockeyspiel","tag-fachmann","tag-gebraucht","tag-germany","tag-hielt","tag-humor","tag-nordrhein-westfalen","tag-redaktion","tag-stammplatz","tag-ulf"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116868231194270401","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1144931","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1144931"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1144931\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1144932"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1144931"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1144931"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1144931"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}