{"id":1145374,"date":"2026-07-05T20:26:23","date_gmt":"2026-07-05T20:26:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1145374\/"},"modified":"2026-07-05T20:26:23","modified_gmt":"2026-07-05T20:26:23","slug":"kaiserswerther-schuetzenfest-eine-duesseldorfer-tradition-in-der-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1145374\/","title":{"rendered":"Kaiserswerther Sch\u00fctzenfest: Eine D\u00fcsseldorfer Tradition in der Krise"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Kaiserswerther haben wohl den sch\u00f6nsten Sch\u00fctzenplatz der Stadt. Direkt am <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/rhein\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rhein<\/a> gelegen, direkt auch an dem stark befahrenen Radweg in Richtung Duisburg. Nicht einmal die Gro\u00dfe D\u00fcsseldorfer <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kirmes\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kirmes<\/a> liegt so sch\u00f6n und romantisch am Fluss. Eigentlich also beste Bedingungen f\u00fcr ein erfolgreiches j\u00e4hrliches <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/schuetzenfest\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sch\u00fctzenfest<\/a>.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Am Morgen nach dem diesj\u00e4hrigen Er\u00f6ffnungstag erl\u00e4uterte Michael Bachem, Platzwart der Kaiserswerther Bruderschaft, die Probleme. Es sei von Jahr zu Jahr schwieriger, den sch\u00f6nen Platz mit Schaustellern zu best\u00fccken. Wer f\u00fcr die drei Kirmestage aus M\u00f6nchengladbach oder sogar Aachen mit seiner Ausr\u00fcstung anreist, erwartet einen entsprechenden Umsatz. Mit schlechtem Wetter muss man immer rechnen. Aber selbst bei den idealen Bedingungen dieses Wochenendes war zumindest der erste Tag des Festes kein gro\u00dfer Erfolg.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das spricht sich herum, sagen Michael Bachem und sein Vertreter Fabian Bahr: \u201eDie Kosten laufen denen davon, also probieren sie vielleicht im n\u00e4chsten Jahr einen anderen Sch\u00fctzenplatz aus.\u201c Bachem ist seit 50 Jahren Mitglied der Bruderschaft und schw\u00e4rmt von den Zeiten, als man noch die gro\u00dfe Wiese auf der anderen Seite des Rheindamms nutzen durfte. Dann erkl\u00e4rte die Untere Wasserschutzbeh\u00f6rde genau diese Fl\u00e4che zum Brunnengebiet. \u201eSeitdem d\u00fcrfen dort nicht einmal mehr K\u00fche weiden. Die Wiese wird einmal im Jahr gem\u00e4ht und sonst in keiner Weise genutzt.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auf die ideale Lage und den f\u00fcr Besucher attraktiven Radweg angesprochen, reagieren Bachem und sein Vertreter ohne gr\u00f6\u00dfere Begeisterung. Das gr\u00f6\u00dfte Problem seien die Rennfahrer, erkl\u00e4ren beide. F\u00fcr das Fest mussten etwa 250 Meter der Radstrecke durch Leitungshindernisse unterbrochen werden. Auf diese Hindernisse wird bereits vorab durch Schilder hingewiesen. Trotzdem drosseln viele rasend schnelle Fahrer ihre Geschwindigkeit nicht, geraten teilweise ins Straucheln und beschimpfen dann die Veranstalter des Sch\u00fctzenfestes.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Trotz dieser Beschimpfungen versuche man immer wieder, mit den aufgebrachten Radfahrern ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Dabei haben Bachem und andere Vereinsmitglieder in ihrem Ehrenamt viele Stunden f\u00fcr eine sichere Versorgung von Zelt, Schaustellerbuden, Fahrgesch\u00e4ften und Toilettenwagen mit Strom und Wasser geopfert. \u201eWir machen das gerne\u201c, sagt auch Bahr, \u201eaber dann erhoffen wir uns auch einen gewissen Erfolg.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zu den generellen Schwierigkeiten bei der Planung des Kaiserswerther Sch\u00fctzenfests geh\u00f6rt auch die Ballung zahlreicher Feste in der Umgebung: \u201eWir stehen zeitlich in Konkurrenz zu Derendorf und Benrath, vor allem aber der Gro\u00dfen D\u00fcsseldorfer Kirmes. Dort sollen die Schausteller laut Platzmeister ihre zugesagten Fl\u00e4chen bereits eine Woche vor Festbeginn einnehmen.\u201c Besonders dankbar ist Michael Bachem deshalb der Familie Hermann, die auf der Kaiserswerther Kittelbachstra\u00dfe das Unternehmen \u201eD\u00fcsseldorfer Bratwoosch\u201c betreibt: \u201eDie sind nat\u00fcrlich hier vor Ort pr\u00e4sent und helfen uns immer wieder, Schausteller f\u00fcr das Sch\u00fctzenfest zu gewinnen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Als langj\u00e4hriger Platzwart steht Bachem mit vielen Kollegen der Region Nordangerland in Kontakt und wei\u00df daher, dass sich die Probleme gleichen. Die Bruderschaftskassen sind bei Weitem nicht mehr so gut gef\u00fcllt wie noch vor Jahren, und die Mitglieder werden immer \u00e4lter: \u201eMeine Frau und ich betreuen mit gro\u00dfem Einsatz die Kleinsch\u00fctzen und hoffen daher, dass sie auch sp\u00e4ter aktiv am Sch\u00fctzenleben teilnehmen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Kaiserswerther haben wohl den sch\u00f6nsten Sch\u00fctzenplatz der Stadt. 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