{"id":1145859,"date":"2026-07-06T01:53:16","date_gmt":"2026-07-06T01:53:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1145859\/"},"modified":"2026-07-06T01:53:16","modified_gmt":"2026-07-06T01:53:16","slug":"ukraine-krieg-bewohner-nach-angriffen-auf-kiew-in-wohnhaus-eingeschlossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1145859\/","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg: Bewohner nach Angriffen auf Kiew in Wohnhaus eingeschlossen"},"content":{"rendered":"<p>Vor dem Nato-Gipfel in Ankara r\u00fcckt der Ukraine-Krieg wieder ins Zentrum. In Kiew sind in der Nacht heftige Explosionen zu h\u00f6ren, ein Wohnhaus wird schwer besch\u00e4digt. Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor vor massiven Angriffen Russlands gewarnt.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die vorab bef\u00fcrchtete Welle schwerer Luftangriffe Russlands auf ukrainische St\u00e4dte hat sich in der Nacht best\u00e4tigt. Kurz nach Mitternacht waren in der Hauptstadt Kiew laut Beh\u00f6rdenangaben und Medienberichten Alarmsirenen und heftige Explosionen zu h\u00f6ren. Demnach wurde fast in allen Landesregionen Luftalarm ausgel\u00f6st. In Kiew sollen mehrere Geb\u00e4ude besch\u00e4digt worden sein.<\/p>\n<p>In einem Wohnhaus seien nun Bewohner eingeschlossen, teilten die \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden mit. Wie der B\u00fcrgermeister der ukrainischen Hauptstadt, Vitali Klitschko, auf Telegram schrieb, befindet sich das Haus im historischen Stadtteil Podil. \u201eDa sitzen Menschen im siebten bis neunten Stock fest\u201c, sagte Klitschko. Er f\u00fcgte hinzu, dass Tr\u00fcmmerteile von Drohnen auf ein zweites Wohnhaus in derselben Gegend sowie in anderen Stadtteilen der Stadt gefallen seien. Angaben zu m\u00f6glichen Opfern gab es zun\u00e4chst aber nicht.<\/p>\n<p>\u201eDer Feind greift mit ballistischen Raketen an\u201c, schrieb der Chef der Milit\u00e4rverwaltung in Kiew, Tymur Tkaschenko, auf Telegram. B\u00fcrgermeister Vitali Klitschko erkl\u00e4rte, die Luftabwehr sei im Einsatz. Er rief die Bev\u00f6lkerung auf, in Schutzr\u00e4umen zu bleiben. <\/p>\n<p>Kurz vor dem Angriff hatte der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj noch vor massiven russische Angriffe vor dem Nato-Gipfel Mitte der Woche in Ankara gewarnt. In einem Facebook-Posting berief er sich dabei auf Informationen des ukrainischen Geheimdienstes. <\/p>\n<p>\u201eDas entspricht ganz Putins Art \u2013 unmittelbar nach dem amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeitstag und vor dem <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/nato\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/nato\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nato<\/a>-Gipfel in <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/ankara\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/ankara\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ankara<\/a>\u201c, sagte er. Russland wolle schlicht \u201enoch mehr Unheil anrichten und Menschen t\u00f6ten\u201c. Die Vertreter der Nato kommen am Dienstag und Mittwoch in der t\u00fcrkischen Hauptstadt zusammen.<\/p>\n<p>Selenskyj appeliert an ukrainische Partner<\/p>\n<p>Zudem appellierte Selenskyj an die Partner der Ukraine, die Flugabwehr seines Landes zu unterst\u00fctzen. \u201eJede Verz\u00f6gerung bei der Lieferung von Raketen f\u00fcr unsere Flugabwehr und f\u00fcr die Patriot-Systeme kostet Menschenleben und ermutigt Russland, den Krieg fortzusetzen\u201c, sagte er. Die Welt verf\u00fcge durchaus \u00fcber die notwendige Menge und Qualit\u00e4t an Flugabwehrsystemen. N\u00f6tig sei aber, diese der Ukraine auch zur Verf\u00fcgung zu stellen. \u201eUnd das sind nat\u00fcrlich in erster Linie die Entscheidungen der USA, die Entscheidungen der M\u00e4chtigen in Europa und in der Welt.\u201c<\/p>\n<p>Der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/ukraine\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/ukraine\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a> sei klar, dass der politische Wille der Vereinigten Staaten von Amerika durchaus ausreichen w\u00fcrde, um den Mangel an Patriot-Systemen zu beheben, f\u00fchrte Selenskyj weiter aus. \u201eDoch bislang fehlt es an einer solchen Unterst\u00fctzung.\u201c<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die ukrainische Flugabwehr eine relativ hohe Trefferquote gegen russische Drohnen und Marschflugk\u00f6rper hat, ist sie gegen ballistische Raketen weitgehend machtlos. Die Patriot-Systeme sind f\u00fcr die Ukraine das einzige wirksame Mittel gegen Russlands Raketen. Im Fr\u00fchjahr beklagte Selenskyj, dass sein Land kaum noch Munition daf\u00fcr habe. Der US-Krieg gegen den Iran verknappte die weltweiten Best\u00e4nde der Abwehrraketen weiter. <\/p>\n<p>Zuletzt hatte Selenskyj die M\u00f6glichkeit einer eigenen Patriot-Produktion ins Spiel gebracht. M\u00f6glich sei auch eine europ\u00e4ische Produktion in der Ukraine. Beim Gipfel in Ankara wird Selenskyj die Gelegenheit erhalten, sich mit einer Bitte um weitere Patriots direkt an US-Pr\u00e4sident <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/donald-trump\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/donald-trump\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> zu wenden.<\/p>\n<p>Treffen mit Trump geplant<\/p>\n<p>Selenskyj wird sich am Rande des Gipfels mit Trump treffen. Die Begegnung finde am Mittwochnachmittag statt, teilte eine Regierungssprecherin mit. Keine der beiden Kriegsparteien mache nennenswerte milit\u00e4rische Fortschritte, betonte ein hochrangiger US-Beamter vor Journalisten. Gleichzeitig entst\u00fcnden enorme Kosten, und es gebe Angriffe beider Seiten weit ins jeweils andere Land. \u201eDer Pr\u00e4sident versp\u00fcrt daher ein echtes Gef\u00fchl der Dringlichkeit, zu versuchen, das zu einem Ende zu bringen.\u201c<\/p>\n<p>Man sei zuversichtlich, Fortschritte erzielen zu k\u00f6nnen, wenn Trump und Selenskyj zusammenkommen \u2013 und er sei sich sicher, dass sich Trump auch mit Russlands Pr\u00e4sident <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/wladimir-putin\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/wladimir-putin\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wladimir Putin<\/a> in Verbindung setzen werde.<\/p>\n<p>Die USA vermitteln schon l\u00e4nger zwischen Russland und der Ukraine in dem Krieg. Angesichts ihres eigenen Kriegs gegen den Iran r\u00fcckten die Bem\u00fchungen aber zuletzt in den Hintergrund.<\/p>\n<p>Beim Nato-Gipfel soll die Ukraine nun auch ein neues Versprechen f\u00fcr milliardenschwere Milit\u00e4rhilfen bekommen. Darauf verst\u00e4ndigten sich Vertreter der 32 B\u00fcndnisstaaten wenige Tage vor dem Spitzentreffen in Br\u00fcssel in den abschlie\u00dfenden Beratungen \u00fcber die geplante Gipfelerkl\u00e4rung, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.<\/p>\n<p>Trump will sich der Regierungssprecherin zufolge zudem bereits am Dienstagabend nach seiner Ankunft in Ankara mit dem t\u00fcrkischen Pr\u00e4sidenten <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/recep-tayyip-erdogan\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/recep-tayyip-erdogan\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Recep Tayyip Erdogan<\/a> zu einem bilateralen Gespr\u00e4ch treffen. Neben dem Treffen mit Selenskyj am Mittwoch will sich der US-Pr\u00e4sident auch mit dem syrischen \u00dcbergangspr\u00e4sidenten Ahmed Al-Scharaa besprechen. Weitere bilaterale Unterredungen wurden zun\u00e4chst nicht \u00f6ffentlich gemacht. Am Mittwochabend will Trump dann wieder in Richtung Washington abreisen.<\/p>\n<p>dpa\/AFP\/rtr\/doli\/luwi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vor dem Nato-Gipfel in Ankara r\u00fcckt der Ukraine-Krieg wieder ins Zentrum. 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