{"id":1146048,"date":"2026-07-06T04:10:20","date_gmt":"2026-07-06T04:10:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1146048\/"},"modified":"2026-07-06T04:10:20","modified_gmt":"2026-07-06T04:10:20","slug":"europas-energiezukunft-fuehrt-der-weg-kuenftig-ueber-griechenland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1146048\/","title":{"rendered":"Europas Energiezukunft: F\u00fchrt der Weg k\u00fcnftig \u00fcber Griechenland?"},"content":{"rendered":"<p>                            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/shutterstock_1454063282-9353251162c5599c.jpeg\"  width=\"4032\" height=\"2265\"  alt=\"\u00d6lplattform mit Chevron-Logo\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"caption akwa-caption__text\">Ein \u00d6lbohrplattform des US-Konzerns Chevron<\/p>\n<p class=\"source akwa-caption__source\">(Bild:\u00a0impromptuwitz\/<a href=\"https:\/\/www.shutterstock.com\/de\/image-photo\/benjamas-gas-field-gulf-thailand-april-1454063282?trackingId=d79740f5-a1b8-4470-a880-e6c21a05fc70&amp;listId=searchResults\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener nofollow\">Shutterstock.com<\/a>)<\/p>\n<p class=\"lead beitraganriss\">Griechenland k\u00f6nnte Europas neue Energiedrehscheibe werden. Ein Abkommen mit den USA wurde kaum beachtet. Doch warum blieben Vorkommen jahrzehntelang ungenutzt?<\/p>\n<p>Unter dem Eindruck des beginnenden US-amerikanisch-israelischen Angriffskrieges gegen den Iran und der Turbulenzen auf den internationalen Energiem\u00e4rkten geriet ein Abkommen weitgehend aus dem Blickfeld der deutschen \u00d6ffentlichkeit. Dabei k\u00f6nnte das im Februar zwischen Griechenland und den Vereinigten Staaten geschlossene <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/energie\/energie-chevron-startet-die-gas-erkundung-vor-griechischen-inseln\/100200753.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Energieabkommen<\/a> die europ\u00e4ische Energieversorgung langfristig pr\u00e4gen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Griechenland und die R\u00fcckkehr zur Offshore-Exploration<\/p>\n<p>Am 16. Februar 2026 unterzeichnete Griechenland vier <a href=\"https:\/\/www.offshore-energy.biz\/chevron-joins-helleniq-in-eastern-mediterranean-offshore-block\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Vereinbarungen zur<\/a> <a href=\"https:\/\/www.offshore-energy.biz\/chevron-joins-helleniq-in-eastern-mediterranean-offshore-block\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Kohlenwasserstoffexploration<\/a> mit dem US-Energiekonzern Chevron in Kooperation mit dem griechischen Unternehmen Helleniq Energy. Die Vertr\u00e4ge umfassen Explorationsrechte in vier Offshore-Bl\u00f6cken mit erheblichem Erdgaspotenzial s\u00fcdlich des Peloponnes und Kretas im \u00f6stlichen Mittelmeer.<\/p>\n<p>Das Konsortium aus Chevron und Helleniq Energy war dabei der einzige Bieter im Ausschreibungsverfahren. Gem\u00e4\u00df den <a href=\"https:\/\/www.offshore-energy.biz\/chevron-joins-helleniq-in-eastern-mediterranean-offshore-block\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Bedingungen der Vereinbarung<\/a> wird das US-Unternehmen eine Beteiligung von 70 Prozent an der Konzession erwerben und die Rolle des Betreibers \u00fcbernehmen, w\u00e4hrend das griechische Unternehmen einen vergleichsweise niedrigen Anteil von 30 Prozent behalten wird.<\/p>\n<p>Mit den geplanten geophysikalischen und seismischen Untersuchungen in der zweiten H\u00e4lfte des Jahres 2026 kehrt Griechenland nach mehr als vier Jahrzehnten zur gro\u00df angelegten Offshore-Kohlenwasserstoffexploration zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Bereits im November hatte die griechische Regierung ein \u00e4hnliches <a href=\"https:\/\/www.helleniqenergy.com\/en\/media\/press-releases\/new-era-hydrocarbon-exploration-greece-exxonmobil-farms-block-2\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Abkommen<\/a> mit ExxonMobil, Energean und Helleniq Energy f\u00fcr Block 2 im Ionischen Meer geschlossen. Dort werden erste Probebohrungen Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet.<\/p>\n<p>Der neue Energiekorridor nach Osteuropa<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die Vereinbarungen sind Teil einer umfassenderen energiepolitischen Neuausrichtung. Griechenland positioniert sich zunehmend als Energieknotenpunkt f\u00fcr S\u00fcdosteuropa. Eine zentrale Rolle spielt dabei der sogenannte <a href=\"https:\/\/www.trade.gov\/market-intelligence\/greece-energy-and-vertical-corridor-connects-us-lng-europe\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Vertikale Korridor<\/a>.<\/p>\n<p>\u00dcber dieses Netzwerk soll Erdgas \u2013 darunter auch Fl\u00fcssigerdgas (LNG) aus den Vereinigten Staaten \u2013 von den griechischen LNG-Terminals in Alexandroupolis und Revithoussa \u00fcber Bulgarien und Rum\u00e4nien bis in die Ukraine und andere M\u00e4rkte Mittel- und Osteuropas transportiert werden.<\/p>\n<p>Die USA unterst\u00fctzen diese Strategie ausdr\u00fccklich, da sie sowohl der Diversifizierung europ\u00e4ischer Energiequellen als auch der Erschlie\u00dfung neuer Absatzm\u00e4rkte f\u00fcr amerikanisches LNG dient.<\/p>\n<p>Europas Abschied von russischer Energie<\/p>\n<p>Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit der Strategie der Europ\u00e4ischen Union, ihre Energieversorgung grundlegend umzustrukturieren. Mit dem im Mai 2025 vorgelegten <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/api\/files\/document\/print\/de\/ip_25_1131\/IP_25_1131_DE.pdf\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">REPowerEU-Fahrplan<\/a> verfolgt die EU das Ziel einer vollst\u00e4ndigen energiewirtschaftlichen Abkopplung von Russland.<\/p>\n<p>Im Januar dieses Jahres beschlossen die EU-Mitgliedstaaten endg\u00fcltig ein <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/eu-russland-gas-import-verbot-erdgas-gaslieferungen-ungarn-slowakei-ukraine-krieg-energie\/a-75663206\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Importverbot<\/a> f\u00fcr russisches Erdgas. Sp\u00e4testens ab dem 1. November 2027 soll kein russisches Gas mehr in die Europ\u00e4ische Union eingef\u00fchrt werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Deutschland bedeutet dies einen tiefgreifenden Wandel. Das industrielle Exportmodell der Bundesrepublik basierte \u00fcber Jahrzehnte auf vergleichsweise g\u00fcnstiger Energie aus Russland. Die steigenden Energiekosten gelten als ein wesentlicher Faktor f\u00fcr die anhaltenden Probleme der deutschen Industrie. Vor diesem Hintergrund gewinnen neue F\u00f6rdergebiete im Mittelmeerraum erheblich an Bedeutung.<\/p>\n<p>Der lange Streit um die Rohstoffe der \u00c4g\u00e4is<\/p>\n<p>Dabei stellt sich die Frage, warum die griechischen Vorkommen nicht bereits fr\u00fcher erschlossen wurden. Weder die Regierung von Konstantinos Karamanlis zwischen 2004 und 2009 noch die Regierung von Giorgos Papandreou bis 2011 verfolgten \u00f6ffentlich eine offensive F\u00f6rderstrategie. Gleichzeitig entwickelte sich die Levante-Region zu einem neuen <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/1376534089547\/griechenland-und-die-oelmilliarden\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Zentrum der Erdgasf\u00f6rderung<\/a>. Israel f\u00f6rdert seit 2012 Erdgas aus Offshore-Feldern. Teile der dortigen Vorkommen reichen bis in die ausschlie\u00dflichen Wirtschaftszonen Zyperns und \u00c4gyptens.<\/p>\n<p>Der Publizist Dirk M\u00fcller verweist in seinem <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Showdown-Kampf-Europa-unser-Geld\/dp\/3426276054\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Buch &#8222;Showdown&#8220;<\/a> auf die geopolitische Dimension dieser Entwicklung. Als der amerikanische Konzern <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/1376534089547\/griechenland-und-die-oelmilliarden\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Noble Energy 2011<\/a> mit der Suche nach Erdgas vor der K\u00fcste Zyperns begann, entsandte die T\u00fcrkei Kriegsschiffe in die Region.<\/p>\n<p>Der damalige t\u00fcrkische Ministerpr\u00e4sident Recep Tayyip Erdo\u011fan machte deutlich, dass Ankara bereit sei, seine Anspr\u00fcche auf m\u00f6gliche Energievorkommen notfalls auch milit\u00e4risch zu verteidigen.<\/p>\n<p>Die unerledigte Frage der Ausschlie\u00dflichen Wirtschaftszonen<\/p>\n<p>Nach Ansicht des griechisch-amerikanischen<a href=\"https:\/\/www.lunapark21.net\/reichtum-und-fluch-der-energievorkommen-griechenland-und-die-ressourcenkontrolle-im-oestlichen-mittelmeer\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\"> \u00d6konomieprofessors Theodore Kariotis<\/a> liegt der Kern des griechisch-t\u00fcrkischen Konflikts seit Jahrzehnten in den vermuteten Erd\u00f6l- und Erdgasvorkommen der \u00c4g\u00e4is.<\/p>\n<p>Im Zentrum steht die Frage der Abgrenzung des Festlandsockels und der Ausschlie\u00dflichen Wirtschaftszonen. Nach dem <a href=\"https:\/\/www.un.org\/depts\/los\/convention_agreements\/convention_overview_convention.htm\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Seerechts\u00fcbereinkommen<\/a> der Vereinten Nationen k\u00f6nnte Griechenland aufgrund seiner zahlreichen Inseln Anspruch auf gro\u00dfe Teile der rohstoffreichen Meeresgebiete der \u00c4g\u00e4is erheben.<\/p>\n<p>Als Griechenland 1995 das Seerechts\u00fcbereinkommen ratifizierte, erkl\u00e4rte die t\u00fcrkische Regierung eine entsprechende Ausweitung griechischer Hoheitsrechte zum <a href=\"https:\/\/www.mfa.gr\/en\/foreign-policy\/foreign-policy-issues\/issues-of-greek-turkish-relations\/territorial-sea-casus-belli\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Casus Belli<\/a>. Der damalige griechische Industrieminister Evangelos Kouloumbis bezeichnete den Widerstand der T\u00fcrkei wiederholt als das zentrale Hindernis f\u00fcr die Erschlie\u00dfung der Offshore-Vorkommen.<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.lunapark21.net\/reichtum-und-fluch-der-energievorkommen-griechenland-und-die-ressourcenkontrolle-im-oestlichen-mittelmeer\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Geschichte der griechischen Kohlenwasserstoffexploration<\/a> reicht jedoch deutlich weiter zur\u00fcck. Bereits w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs f\u00f6rderte die deutsche Besatzungsmacht Erd\u00f6l in Griechenland zur Versorgung ihrer Milit\u00e4rfahrzeuge.<\/p>\n<p>Im Jahr 1968 vergab die griechische Milit\u00e4rjunta F\u00f6rderrechte auf einer Fl\u00e4che von rund 60.000 Quadratkilometern an internationale \u00d6lkonzerne wie British Petroleum, Exxon und Chevron. Die Konzessionen liefen \u00fcber Zeitr\u00e4ume von bis zu 36 Jahren. Auch die T\u00fcrkei vergab Ende der 1960er Jahre Explorationsrechte an ihre staatliche Erd\u00f6lgesellschaft in mehreren Gebieten der \u00c4g\u00e4is.<\/p>\n<p>Warum wurde jahrzehntelang nicht gef\u00f6rdert?<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist, dass die griechisch-t\u00fcrkischen Spannungen allein nicht erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, weshalb die F\u00f6rderung \u00fcber Jahrzehnte ausblieb. Selbst s\u00fcdlich von Kreta, wo keine unmittelbaren Territorialkonflikte mit der T\u00fcrkei bestehen, kam es nicht zu einer umfassenden Erschlie\u00dfung m\u00f6glicher Vorkommen.<\/p>\n<p>Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung verweist auf die Dynamik der globalen Energiem\u00e4rkte. Die Erschlie\u00dfung gro\u00dfer neuer F\u00f6rdermengen k\u00f6nnte unter bestimmten Bedingungen zus\u00e4tzlichen Druck auf die Weltmarktpreise aus\u00fcben. Gleichzeitig sind Offshore-Projekte mit hohen Investitionskosten verbunden und lohnen sich h\u00e4ufig erst bei dauerhaft hohen Energiepreisen.<\/p>\n<p>Energie braucht milit\u00e4rische Kontrolle<\/p>\n<p>Hinzu kommen milit\u00e4rische und geopolitische Faktoren. 2013 f\u00fchrten Griechenland, Israel und die Vereinigten Staaten <a href=\"https:\/\/hellenicnavy.gr\/koini-askisi-ellados-israil-ipa-noble-dina\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">gemeinsame Luft- und Seeman\u00f6ver<\/a> zur Sicherung potenzieller \u00d6l- und Gasplattformen im \u00f6stlichen Mittelmeer durch. Gleichzeitig verst\u00e4rkte auch Russland seine maritime Pr\u00e4senz in der Region.<\/p>\n<p>Die Frage der Ressourcenf\u00f6rderung ist damit unmittelbar mit der Frage der milit\u00e4rischen Kontrolle verbunden. Die Ausdehnung griechischer ausschlie\u00dflicher Wirtschaftszonen w\u00fcrde <a href=\"https:\/\/www.hudson.org\/sites\/default\/files\/researchattachments\/attachment\/1459\/2015_03_us_policyandthe_strategic_relationshipof_greece_cyprusand_israel_power_shiftsinthe_eastern_mediterranean.pdf\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">umfangreiche Sicherungsma\u00dfnahmen<\/a> erfordern: Kriegsschiffe mit gro\u00dfer Reichweite, maritime \u00dcberwachungssysteme, Aufkl\u00e4rungsflugzeuge und Satellitenkapazit\u00e4ten. Ein erheblicher Teil m\u00f6glicher Einnahmen aus der Rohstofff\u00f6rderung m\u00fcsste daher in die Kontrolle und Absicherung dieser Gebiete reinvestiert werden.<\/p>\n<p>Die \u00d6konomisierung der Meere<\/p>\n<p>Die Entstehung der ausschlie\u00dflichen Wirtschaftszonen selbst verweist auf die enge Verbindung von Geopolitik und \u00d6konomie. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein kontrollierten Staaten lediglich schmale K\u00fcstenstreifen. Erst mit der Entwicklung moderner Offshore-Technologien begannen die Staaten, ihre Anspr\u00fcche auf See auszuweiten.<\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/www.un.org\/depts\/los\/convention_agreements\/convention_overview_convention.htm\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Seerechts\u00fcbereinkommen von 1982<\/a> schuf schlie\u00dflich die Grundlage f\u00fcr die heutigen AWZs. Aus polit\u00f6konomischer Perspektive bedeutete dies die Umwandlung gro\u00dfer Teile der Weltmeere in \u00f6konomisch verwertbare Territorien.<\/p>\n<p>Der aktuelle griechisch-amerikanische Deal steht somit nicht isoliert da. Er ist Teil einer umfassenderen Neuordnung der europ\u00e4ischen Energieversorgung, der Konkurrenz um Rohstoffe im \u00f6stlichen Mittelmeer und der strategischen Auseinandersetzung um Einflusszonen zwischen den Vereinigten Staaten, Russland, der Europ\u00e4ischen Union und regionalen M\u00e4chten wie der T\u00fcrkei.<\/p>\n<p>Zwei Nato-Staaten, zwei Energiepolitiken<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist dabei, dass Griechenland und die T\u00fcrkei trotz ihrer Mitgliedschaft in der Nato zunehmend unterschiedliche energiepolitische Strategien verfolgen. W\u00e4hrend Athen<\/p>\n<p>seine Rolle als Partner amerikanischer und europ\u00e4ischer Energieinteressen ausbaut, verfolgt Ankara mit <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/article\/Syriens-Wiederaufbau-Das-Milliardenspiel-der-Maechte-11222661.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Projekten wie TurkStream<\/a> und einer eigenst\u00e4ndigen Regionalpolitik st\u00e4rker das Ziel energiepolitischer Eigenst\u00e4ndigkeit.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund der Erfahrungen der griechischen Schuldenkrise, der Eingriffe von EU und Troika sowie des Aufstiegs von Syriza stellt sich damit erneut die Frage nach der wirtschaftlichen und politischen Souver\u00e4nit\u00e4t des Landes. Die Kontrolle \u00fcber Energieversorgung bedeutet stets auch Kontrolle \u00fcber Infrastruktur, Handelsstr\u00f6me und sicherheitspolitische R\u00e4ume. Der Fall Griechenlands zeigt, wie eng Energiepolitik, Geopolitik und milit\u00e4rische Macht miteinander verflochten sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein \u00d6lbohrplattform des US-Konzerns Chevron (Bild:\u00a0impromptuwitz\/Shutterstock.com) Griechenland k\u00f6nnte Europas neue Energiedrehscheibe werden. 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