{"id":1146387,"date":"2026-07-06T07:28:16","date_gmt":"2026-07-06T07:28:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1146387\/"},"modified":"2026-07-06T07:28:16","modified_gmt":"2026-07-06T07:28:16","slug":"neuss-technisches-hilfswerk-probt-den-ernstfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1146387\/","title":{"rendered":"Neuss: Technisches Hilfswerk probt den Ernstfall"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Was passiert, wenn pl\u00f6tzlich der Strom ausf\u00e4llt und das gleich gro\u00dffl\u00e4chig? Genau dieses Szenario haben die Ortsverb\u00e4nde des Technischen Hilfswerks (THW) aus <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/neuss\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Neuss<\/a> und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/grevenbroich\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Grevenbroich<\/a> unter realistischen Bedingungen geprobt. \u00dcber das gesamte Wochenende hinweg waren hunderte ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Im Mittelpunkt stand die Vorbereitung auf einen gro\u00dffl\u00e4chigen <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/stromausfall\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stromausfall<\/a>. Die Einsatzkr\u00e4fte arbeiteten dabei unter m\u00f6glichst realit\u00e4tsnahen Bedingungen. Schon am Freitagabend begann die \u00dcbung. Innerhalb kurzer Zeit errichteten die Helfer ein Feldlager als zentrale Basis. Von dort aus wurden die einzelnen Einsatzabschnitte koordiniert. \u201eWir werden im Ernstfall auf Anforderung t\u00e4tig, da muss jeder Handgriff sitzen\u201c, berichtet der Pressesprecher der THW Neuss Jan Sperling.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein Schwerpunkt lag auf der Sicherstellung kritischer Infrastruktur. So wurde unter anderem eine Netzersatzanlage aufgebaut und in eine Ortsnetzstation eingespeist. Unterst\u00fctzt wurde das THW dabei von der Westnetz GmbH, die ein geeignetes \u00dcbungsgel\u00e4nde zur Verf\u00fcgung stellte und die Ma\u00dfnahmen fachlich begleitete. Parallel dazu arbeiteten weitere Einheiten an unterschiedlichen Szenarien. An einer Wassergewinnungsanlage wurde die Notversorgung aufgebaut. Ziel war es, die Trinkwasserversorgung auch im Notfall sicherzustellen. Mehrere Stunden lief die Anlage autark, ein realistisches Szenario f\u00fcr den Ernstfall. Auch die Versorgung mit Lebensmitteln spielte eine Rolle. Ein Gro\u00dfhandelsbetrieb auf der Hardt in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/willich\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Willich<\/a> wurde gesichert, um Lieferketten aufrechtzuerhalten. Die Bergungsgruppe errichtete daf\u00fcr spezielle Abst\u00fctzungen. Gleichzeitig \u00fcberwachten Einsatzkr\u00e4fte die Gew\u00e4sser im Kreisgebiet. Mobile Hochwasserpegel sorgten daf\u00fcr, dass Wasserst\u00e4nde auch ohne Strom gemessen werden konnten. Besonders gefordert waren die Helfer durch kurzfristige Zusatzaufgaben. Diese wurden bewusst w\u00e4hrend der \u00dcbung eingespielt, denn genau das entspricht der Realit\u00e4t. \u201eIm Einsatz wei\u00df man nie, was als N\u00e4chstes kommt. Deshalb trainieren wir auch spontane Entscheidungen\u201c, so Sperling.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Doch neben Technik und Abl\u00e4ufen geht es dem THW um noch etwas anderes. Eine klare Botschaft an die Bev\u00f6lkerung. \u201eDie B\u00fcrger m\u00fcssen ihre eigene Resilienz wieder st\u00e4rken\u201c, betont Sperling. Das bedeutet: Vorsorge treffen, sich informieren, vorbereitet sein, denn im Ernstfall sto\u00dfen auch Einsatzkr\u00e4fte an Grenzen. \u201eJeder, der sich im Notfall selbst helfen kann, entlastet uns und das ist extrem wichtig\u201c, so Sperling weiter. Das Ziel sei nicht, alles alleine zu schaffen, aber grundlegende Vorbereitung k\u00f6nne entscheidend sein. Ob Notvorr\u00e4te, Taschenlampen oder ein Plan f\u00fcr den Ernstfall. \u201eWenn weniger Menschen akut Hilfe brauchen, k\u00f6nnen wir uns auf die wirklich kritischen F\u00e4lle konzentrieren.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Ortsverb\u00e4nde bestehen haupts\u00e4chlich aus Ehrenamtlichen. Mitmachen kann grunds\u00e4tzlich jeder ab 17 Jahren. Viele engagieren sich \u00fcber Jahre hinweg. \u201eDas THW lebt vom Ehrenamt. Wer sich engagieren m\u00f6chte, findet alle Informationen dazu auf unserer Webseite. Wir freuen uns \u00fcber jeden Neuzugang\u201c, so Sperling. Neben den \u00dcbungen engagiert sich das THW auch in der Aufkl\u00e4rung. So sind Vortr\u00e4ge geplant, etwa bei der Volkshochschule. Thema: \u201eWas tun im Katastrophenfall?\u201c Denn nicht nur die Einsatzkr\u00e4fte m\u00fcssen vorbereitet sein. Auch die Bev\u00f6lkerung spielt eine entscheidende Rolle. Die \u00dcbung im Rhein-Kreis Neuss zeigte eindrucksvoll, wie komplex solche Lagen sein k\u00f6nnen und wie wichtig Zusammenarbeit auch \u00fcber Ortsgrenzen hinaus ist. Das THW arbeitet bundesweit nach einheitlichen Strukturen. \u201eEgal wo man eingesetzt wird, die Abl\u00e4ufe sind \u00fcberall gleich\u201c, erkl\u00e4rt Sperling. Unterst\u00fctzt wurde die \u00dcbung von mehreren Partnern aus der Region. Nach dem Wochenende fiel die Bilanz positiv aus.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Alle Szenarien konnten erfolgreich abgearbeitet werden. Am Sonntag stand schlie\u00dflich der R\u00fcckbau an. Danach wurde die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Was passiert, wenn pl\u00f6tzlich der Strom ausf\u00e4llt und das gleich gro\u00dffl\u00e4chig? 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