{"id":1146709,"date":"2026-07-06T10:29:19","date_gmt":"2026-07-06T10:29:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1146709\/"},"modified":"2026-07-06T10:29:19","modified_gmt":"2026-07-06T10:29:19","slug":"zwischen-uni-und-galerie-kunstschau-in-der-art-gallery-bad-duerkheim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1146709\/","title":{"rendered":"Zwischen Uni und Galerie: Kunstschau in der Art Gallery &#8211; Bad D\u00fcrkheim"},"content":{"rendered":"<p class=\"rhp-dpa-teaser\"><b>Die Bad D\u00fcrkheimer Art Gallery verleiht erstmalig einen Kunstpreis an Kunststudierende  der RPTU Landau. Ein Blick in die sehr gegenw\u00e4rtige  Schau dazu.<\/b><\/p>\n<p>Es ist immer wieder interessant, wie junge Leute die Welt wahrnehmen. Sie sind es schlie\u00dflich, die die Zukunft gestalten werden. Das dachten sich wohl auch die Galeristen G\u00fcnter Hesse, dessen Frau Isolde, und G\u00fcnter Hornung, die seit 2020 ihre \u201eGalerie f\u00fcr Gegenwartskunst\u201c in <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Bad D\u00fcrkheim\" data-rtr-id=\"42ad53a0ff14051158347bfe8b77cbfc24c934b7\" data-rtr-score=\"162.4178692603483\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"9\" href=\"http:\/\/rheinpfalz.de\/lokal\/bad-duerkheim.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bad D\u00fcrkheim<\/a> betreiben. In Kooperation mit dem Institut f\u00fcr Kunstwissenschaft und Bildende Kunst in <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Landau\" data-rtr-id=\"dc4c0b5a6e4250ad76dbb49bbfbb0f5ce3caf12d\" data-rtr-score=\"23.308188192716578\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"21\" href=\"http:\/\/rheinpfalz.de\/lokal\/landau.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Landau<\/a> sowie der dort lehrenden Professorin Tina Stolt haben sie nun den \u201eArt2-go Award\u201c ins Leben gerufen. Er ist mit 1000 Euro dotiert und wird von Sponsoren finanziert.<\/p>\n<p>Bilder zum Wohlf\u00fchlen<\/p>\n<p>37 aktuelle, f\u00fcr den Preis nominierte Kunstwerke \u2013 30 Bilder und sieben Skulpturen von 38 K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern \u2013 sind nun in der Galerie zu sehen. Die Galeristen stellen die R\u00e4ume kostenlos zur Verf\u00fcgung, um Studierenden die M\u00f6glichkeit zu geben, erste Erfahrungen mit einem professionellen Ausstellungs- und Verkaufsumfeld zu sammeln. Die Kriterien des Kunstmarktes seien andere als die der Universit\u00e4t, sagen Hesse und Hornung. Ein K\u00e4ufer wolle sich in der Regel mit den Bildern, die er erwirbt, wohlf\u00fchlen, so die Galeristen.<\/p>\n<p>Ein Rundgang zeigt: Die Bilder der Landauer Studierenden k\u00f6nnen sich sehen lassen; das Thema \u201eGegenwart\u201c wird vielseitig interpretiert. Das Bild \u201eTaucher\u201c von Jakob Okunik zeigt etwa den Moment des Abtauchens: Im blauen Wasser erkennt man gerade noch, wie der K\u00f6rper untertaucht. Hidayet Peynir f\u00e4ngt mit einem Selbstportr\u00e4t, f\u00fcr das sie den dritten Preis erhalten hat, einen Augenblick der Freude ein \u2013 keine laut herausgeschriene, sondern ein kurzes L\u00e4cheln, wenn man gerade eine positive Nachricht erhalten hat und dabei unbewusst die Mundwinkel nach oben zieht. Auf dem Bild von Zeinab Hodeib sitzt ein Vogel auf dem Finger eines M\u00e4dchens. \u201eBleib doch noch, Herr Distelfink\u201c ist der Titel des Gem\u00e4ldes, das diesen fragilen Moment festh\u00e4lt. Es erinnert in Stil und Farbgestaltung an Pablo Picassos \u201eKind mit einer Taube\u201c von 1901.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/7050620_4_articledetail_emilia_bader_...fuers_gedankenkarussell_2026_ausstellung_art_gallery_duew_st.webp\" alt=\"Emilia Baders \u201e... f\u00fcrs Gedankenkarussell\u201c (Ausschnitt), Mixed Media auf Leinwand\" title=\"Emilia Baders \u201e... f\u00fcrs Gedankenkarussell\u201c (Ausschnitt), Mixed Media auf Leinwand\" width=\"753\" height=\"502\" class=\"nfy-mobile-first\"\/> Emilia Baders \u00bb&#8230; f\u00fcrs Gedankenkarussell\u00ab (Ausschnitt), Mixed Media auf LeinwandFoto: Art Gallery \/ Cosima Schade<\/p>\n<p>Den \u201eAugen-Blick\u201c, wenn sich in einer Menschenmenge Blicke treffen, h\u00e4lt Lena Dietze fest: Ein \u00e4lterer Mann sitzt in einer Kunstausstellung auf einer Bank. Er blickt in Richtung der Betrachtenden; durch die Lichtf\u00fchrung ist sein Gesicht hell erleuchtet, w\u00e4hrend die anderen Menschen nur schemenhaft vorbeilaufen. \u201eR\u00fcckblick\u201c lautet der Titel. Emilia Bader verbildlicht in \u201eGedankenkarussell\u201c das Gef\u00fchl, wenn sich Gedanken immer im Kreis drehen. Auch stilistisch ist ihr Werk interessant: Es erinnert an die Zeichnungen einer Graphic Novel. Neben Acryl nutzt sie Kreide und Pastellkreide. Sie hat am Freitag den Hauptpreis gewonnen; der zweite ging an Carolin Durmann, der Sonderpreis Skulptur an Lena Gr\u00e4ber.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/7050621_4_articledetail_img_2891.webp\" alt=\" Lena Dietzes \u201eDer Blick zur\u00fcck\u201c, Acryl auf Leinwand, f\u00e4ngt einen fl\u00fcchtigen Moment ein (Ausschnitt).\" title=\" Lena Dietzes \u201eDer Blick zur\u00fcck\u201c, Acryl auf Leinwand, f\u00e4ngt einen fl\u00fcchtigen Moment ein (Ausschnitt).\" width=\"753\" height=\"502\" class=\"nfy-mobile-first\"\/> Lena Dietzes \u00bbDer Blick zur\u00fcck\u00ab, Acryl auf Leinwand, f\u00e4ngt einen fl\u00fcchtigen Moment ein (Ausschnitt).Fotos: Art Gallery<\/p>\n<p>Andere gehen das Thema sozialkritischer an: Caroline Baeck malt ein modernes Stillleben mit unter anderem einem Labubu, einem grinsenden Pl\u00fcschtier aus China mit \u201eh\u00e4sslich-s\u00fc\u00dfem\u201c Design, das gerade sehr angesagt ist, sowie einem Smartphone, auf dessen Display das ChatGPT-Logo zu sehen ist. \u201eStillleben mit weniger Stille im Leben\u201c ist der ironische Titel. Auf einem Gem\u00e4lde von Julia Redinger, das stilistisch an die Neue Sachlichkeit erinnert, sieht man ein trauriges Kind, das einen gro\u00dfen Tausendf\u00fc\u00dfler auf dem Scho\u00df wie einen Teddyb\u00e4ren h\u00e4lt. Es tr\u00e4gt den Titel \u201eI lost my best friend\u201c und klagt Insektensterben und Speziesismus an: Warum hat man zu Insekten oder anderen Gliederf\u00fc\u00dfern nicht denselben Bezug wie zu einem S\u00e4ugetier? Elena Redslob reflektiert die Frauenrolle mit einem Selbstbildnis, auf dem sie barbusig und breitbeinig auf einer Bank sitzt. M\u00e4nner sitzen oft so \u2013 bei Frauen gilt das als unschicklich, als \u201e\u00f6ffentliches \u00c4rgernis\u201c. So lautet auch der Titel.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/7050622_4_articledetail_img_2889.webp\" alt=\"Bei M\u00e4nnern normal, bei Frauen unschicklich Elena Redslobs \u201e\u00d6ffentliches \u00c4rgernis\u201c (Ausschnitt), Acryl auf Holz. \" title=\"Bei M\u00e4nnern normal, bei Frauen unschicklich Elena Redslobs \u201e\u00d6ffentliches \u00c4rgernis\u201c (Ausschnitt), Acryl auf Holz. \" width=\"753\" height=\"502\" class=\"nfy-mobile-first\"\/> Bei M\u00e4nnern normal, bei Frauen unschicklich Elena Redslobs \u00bb\u00d6ffentliches \u00c4rgernis\u00ab (Ausschnitt), Acryl auf Holz.Foto: Art Gallery<\/p>\n<p>Die Skulpturen sind abstrakter; sie experimentieren mit Formen und Materialien. Konkreter h\u00e4lt es Vincent Koch: Aus Plastikabf\u00e4llen hat er einen Zierfisch und blaue Wasserpflanzen gestaltet. Er nennt das Werk \u201eFalterfisch mit Habitat\u201c. Vielleicht bezieht es sich auf Plastikm\u00fcll in den Weltmeeren.<\/p>\n<p>Besetzt war die Jury mit Tina Stolt und Rainer Steve Kaufmann (Universit\u00e4t Landau), Henning Bauer (Kunstverein Bad D\u00fcrkheim) sowie Susanne Edinger und Georg Khutan.<\/p>\n<p>Die Ausstellung<\/p>\n<p class=\"rhp-closing-credits\">\u201eArt2-go\u201c ist bis 25. Juli  in der Art Gallery am Stadtplatz in Bad D\u00fcrkheim zu sehen: Do\/Fr 14-18.30 Uhr, Sa 10-16 Uhr und nach Vereinbarung unter Telefon 06322 6054618.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Bad D\u00fcrkheimer Art Gallery verleiht erstmalig einen Kunstpreis an Kunststudierende der RPTU Landau. 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