{"id":1147009,"date":"2026-07-06T13:21:14","date_gmt":"2026-07-06T13:21:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1147009\/"},"modified":"2026-07-06T13:21:14","modified_gmt":"2026-07-06T13:21:14","slug":"ubuntu-macht-arm64-zur-plattform-erster-klasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1147009\/","title":{"rendered":"Ubuntu macht ARM64 zur Plattform erster Klasse"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Ubuntu macht ARM64 zur Plattform erster Klasse<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Canonical treibt den Ausbau von Ubuntu f\u00fcr ARM64 weiter voran. Mit Ubuntu 26.04 LTS hat ARM64 in vielen zentralen Bereichen zu AMD64 aufgeschlossen. Zu den wichtigsten Neuerungen z\u00e4hlen der Umzug der ARM64-Pakete in das regul\u00e4re Ubuntu-Paketarchiv, Live-Kernel-Patching ohne Neustart sowie Fortschritte bei Snapdragon-Laptops, Gaming und der Software-Unterst\u00fctzung. Das geht aus einem <a href=\"https:\/\/discourse.ubuntu.com\/t\/ubuntu-on-arm-summer-26-update\/84872\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">aktuellen Statusbericht der Ubuntu-Entwickler<\/a> hervor.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Ubuntu unterst\u00fctzt ARM-Prozessoren seit mehr als einem Jahrzehnt. Canonical konzentrierte sich mit seiner ARM64-Unterst\u00fctzung zun\u00e4chst vor allem auf Server, inzwischen ist die Architektur in Cloud-Rechenzentren, Entwicklerrechnern, Einplatinencomputern und zunehmend auch in Notebooks vertreten. Canonical verfolgt deshalb das Ziel, Ubuntu auf ARM64 nicht mehr als Sonderfall zu behandeln, sondern als vollwertige Hauptplattform.<\/p>\n<p>ARM64-Pakete ziehen in das regul\u00e4re Ubuntu-Archiv um<\/p>\n<p>Eine grundlegende \u00c4nderung betrifft die Paketinfrastruktur. Seit <a class=\"heiseplus-lnk\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/ratgeber\/Linux-Distribution-Ubuntu-Desktop-26-04-LTS-im-Test-11243892.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ubuntu 26.04 LTS<\/a> werden ARM64-Pakete nicht mehr \u00fcber das bisherige Archiv ports.ubuntu.com ausgeliefert, sondern \u00fcber archive.ubuntu.com. Damit nutzt ARM64 dieselbe Infrastruktur wie AMD64.<\/p>\n<p>Der Wechsel sorgt daf\u00fcr, dass Pakete automatisch \u00fcber die weltweiten Ubuntu-Spiegelserver verteilt werden. Das soll Downloads beschleunigen und die Verf\u00fcgbarkeit erh\u00f6hen. F\u00fcr die Umstellung waren laut Canonical Anpassungen an mehreren Komponenten des Ubuntu-Build- und Release-Prozesses n\u00f6tig. Die \u00c4nderungen sollen au\u00dferdem auf Ubuntu 24.04 LTS zur\u00fcckportiert werden.<\/p>\n<p>Livepatch schlie\u00dft eine weitere L\u00fccke<\/p>\n<p>Seit Ende Juni unterst\u00fctzt Ubuntu 26.04 LTS au\u00dferdem Livepatch auf ARM64. Sicherheitsupdates f\u00fcr den Linux-Kernel lassen sich damit einspielen, ohne das System neu starten zu m\u00fcssen. Die Funktion stand bislang nur auf AMD64 zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Nach Angaben von Canonical waren daf\u00fcr unter anderem Erweiterungen im Linux-Kernel, der Toolchain sowie neue ARM64-spezifische Testverfahren erforderlich. Mit der Einf\u00fchrung erreicht der Livepatch-Dienst auf ARM64 denselben Funktionsumfang wie auf der x86-Plattform.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Fortschritte bei ARM-Notebooks<\/p>\n<p>Canonical baut au\u00dferdem die Unterst\u00fctzung f\u00fcr ARM-Notebooks aus. <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Ubuntu-25-04-Besserer-Installer-Support-fuer-Intel-Arc-neuer-PDF-Viewer-10359070.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ubuntu 25.04<\/a> f\u00fchrte die Unterst\u00fctzung f\u00fcr Qualcomms Snapdragon-X-Elite-Plattform \u00fcber das generische ARM64-Desktop-Image ein. Mit <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Ubuntu-25-10-Rust-statt-C-Wayland-statt-X11-10722802.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ubuntu 25.10<\/a> funktioniert dort erstmals Secure Boot. Ubuntu 26.04 LTS ist die erste LTS-Version mit dieser Funktion.<\/p>\n<p>Die Besonderheit: Viele Snapdragon-Notebooks stellen Linux derzeit keine Device Trees \u00fcber die Firmware bereit. Device Trees beschreiben die vorhandene Hardware und werden vor allem auf ARM-Systemen zur Initialisierung verwendet. Canonical l\u00f6st das Problem mit einem neuen EFI-Stub namens \u201estubble\u201c, der die ben\u00f6tigten Device Trees direkt in das signierte Kernel-Abbild integriert. Dadurch bleibt die bestehende Secure-Boot-Vertrauenskette erhalten.<\/p>\n<p>Parallel arbeitet Canonical bereits an der Unterst\u00fctzung der n\u00e4chsten Snapdragon-X2-Elite-Generation. Dar\u00fcber hinaus weitet das Unternehmen die Hardware-Unterst\u00fctzung auf weitere ARM-Hersteller aus. Als erstes Beispiel nennt Canonical ein Entwickler-Abbild f\u00fcr das Notebook CIX P1. Anders als Snapdragon-Ger\u00e4te nutzt dessen Firmware den von PCs bekannten ACPI-Startprozess und ben\u00f6tigt deshalb die neue EFI-L\u00f6sung nicht.<\/p>\n<p>Mehr Software ohne Umwege<\/p>\n<p>Auch das Software-Angebot w\u00e4chst. Ein ARM64-Build des Steam-Snaps wurde Anfang Juni als stabile Version ver\u00f6ffentlicht. Da der Linux-Client von Steam weiterhin nur f\u00fcr x86 verf\u00fcgbar ist, kombiniert Canonical ihn mit dem Userspace-Emulator FEX. Dadurch lassen sich AMD64-Spiele auf unterst\u00fctzten ARM-Systemen ausf\u00fchren. Canonical betont allerdings, dass es sich dabei nicht um ein von Valve unterst\u00fctztes Projekt handelt.<\/p>\n<p>Ferner verweist Canonical auf weitere native ARM64-Versionen popul\u00e4rer Snap-Pakete wie OnlyOffice, FreeCAD und Teams for Linux. Ein weiterer wichtiger Baustein kommt allerdings von Google: Canonical verweist auf die angek\u00fcndigte ARM64-Version von Google Chrome, die Widevine-Unterst\u00fctzung auf Linux bringen soll. Die Verf\u00fcgbarkeit von Widevine auf ARM64 erm\u00f6glicht es auch anderen Snap-Paketen, darunter Firefox und Spotify, Widevine nativ einzubinden.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:fo@ix.de\" title=\"Moritz F\u00f6rster\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">fo<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ubuntu macht ARM64 zur Plattform erster Klasse Canonical treibt den Ausbau von Ubuntu f\u00fcr ARM64 weiter voran. 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