{"id":1148955,"date":"2026-07-07T08:59:16","date_gmt":"2026-07-07T08:59:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1148955\/"},"modified":"2026-07-07T08:59:16","modified_gmt":"2026-07-07T08:59:16","slug":"frankreich-papst-wird-auf-kirche-im-wandel-treffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1148955\/","title":{"rendered":"Frankreich: Papst wird auf Kirche im Wandel treffen"},"content":{"rendered":"<p>\u00c9ric de Moulins-Beaufort, Erzbischof von Reims, blickt im Interview mit dem vatikanischen Pressedienst Fides voraus auf den Besuch von Papst Leo XIV. im September und beschreibt die katholische Kirche im Land. Priestermangel und Folgen der Missbrauchsskandale h\u00e4tten ihre Spuren hinterlassen und eine Kirche gschaffen, \u201edie einen Wandel ihres pastoraler Strukturen durchl\u00e4uft&#8220; und \u201evielf\u00e4ltige und, wie ich finde, interessante Erfahrungen gemacht hat.&#8220;<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2026-06\/frankreich-erzbischof-jordy-skizziert-reise-programm-september.html\" title=\"Frankreich: Erzbischof Jordy freut sich auf Papstreise im September\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/afp\/2022\/04\/07\/22\/1649364577243.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Frankreich: Erzbischof Jordy freut sich auf Papstreise im September\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Der Erzbischof von Tours, Vincent Jordy, hat sich in einem ausf\u00fchrlichen Interview zu den weltweiten Aktivit\u00e4ten des Oberhaupts der katholischen Kirche sowie zu den konkreten &#8230;\n     <\/p>\n<p>Am 30. Juni ernannte Papst Leo XIV. \u00c9ric de Moulins-Beaufort zum Mitglied des Dikasteriums f\u00fcr die Evangelisierung (Sektion f\u00fcr die grundlegenden Fragen der Evangelisierung in der Welt). Der fr\u00fchere Vorsitzende der Franz\u00f6sischen Bischofskonferenz brachte vor sechs Jahren in seiner Di\u00f6zese ein Projekt zur missionarischen Erneuerung auf den Weg, das \u2013 wie viele andere auch \u2013 insbesondere mit dem dringenden Bedarf verbunden ist, der sinkenden Zahl von Priestern entgegenzuwirken.<\/p>\n<p><b>Hier das Interview<\/b><\/p>\n<p><b>Sie wurden kurz vor dem Frankreichbesuch von Papst Leo XIV. zum Mitglied des Dikasteriums f\u00fcr die Evangelisierung ernannt. Wenn Sie dem Papst die Kirche, die er in Frankreich treffen wird, kurz beschreiben m\u00fcssten, wie w\u00fcrden Sie vorgehen?<\/b><\/p>\n<p><b>\u00c9ric de Moulins-Beaufort, Erzbischof von Reims:<\/b> Er wird in Frankreich eine Kirche erleben, die sich in einem tiefgreifenden Wandel befindet. Wir m\u00fcssen uns daran gew\u00f6hnen, mit einer geringeren Anzahl von Priestern zu leben, auch wenn wir immer auf neue Priesteramtskandidaten hoffen k\u00f6nnen. Der R\u00fcckgang der Priesterzahlen ist aufgrund des Weggangs, der Pensionierung und des Versterbens, die zahlreiche Priestergenerationen gepr\u00e4gt haben, noch lange nicht abgeschlossen. Diese Kirche hat zudem die Folgen der Enth\u00fcllungen \u00fcber sexuellen und spirituellen Missbrauch sowie den Betrug, der in einigen kirchlichen Stiftungen und Einrichtungen, die einst vielversprechend schienen, ans Licht kam, am st\u00e4rksten zu sp\u00fcren bekommen.<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eDiese Kirche hat zudem die Folgen der Enth\u00fcllungen \u00fcber sexuellen und spirituellen Missbrauch sowie der Betrug, der in einigen kirchlichen Stiftungen und Einrichtungen, die einst vielversprechend schienen, ans Licht kam, am st\u00e4rksten zu sp\u00fcren bekommen\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Eifer, Begeisterung und der Wunsch, das Evangelium zu verk\u00fcnden <\/p>\n<p>Dies ist also eine Kirche, die einen Wandel ihrer pastoralen Strukturen durchl\u00e4uft, eine Kirche, die seit einiger Zeit sucht und dabei vielf\u00e4ltige und, wie ich finde, interessante Erfahrungen gemacht hat: Es herrscht Eifer, Begeisterung und der Wunsch, das Evangelium zu verk\u00fcnden. Sie wandelt sich, um klarer, weniger unbedarft und selbstkritischer zu werden und zu hinterfragen, was ihre Struktur bewirken kann. Dadurch wird sie besser in der Lage sein, diejenigen willkommen zu hei\u00dfen, die neu kommen, und Christus wahrhaftig zu dienen.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich befinden wir uns in einem Moment der Weltgeschichte, in dem die \u00c4ngste die Hoffnungen f\u00fcr die Zukunft \u00fcberwiegen. Was sich in den letzten zwei, drei Jahren ver\u00e4ndert hat, ist, dass das, was einst selbstverst\u00e4ndlich schien \u2013 wie ein einfacher Akt des Glaubens, den Namen Christi auszusprechen, auf die Gestalt Christi zu schauen \u2013, heute von vielen Katechumenen und Konfirmanden, insbesondere von den j\u00fcngeren Generationen, als besonders interessant und erhellend wahrgenommen und erlebt wird.<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eSie wandelt sich, um klarer, weniger unbedarft und selbstkritischer zu werden und zu hinterfragen, was ihre Struktur bewirken kann\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><b>Welche Fr\u00fcchte beginnen wir in dieser Zeit des Wandels in der Kirche zu sehen?<\/b><\/p>\n<p><b>\u00c9ric de Moulins-Beaufort, Erzbischof von Reims:<\/b> Ich denke dabei gewiss an Katechumenen, aber auch an echtere, geschwisterlichere Beziehungen in der Di\u00f6zesen- und Pfarreiorganisation, an die Suche nach neuen Wegen und ein tieferes Glaubensverst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p><b\/>Heute k\u00f6nnen wir uns nicht l\u00e4nger auf ein christliches \u201eGep\u00e4ck\u201c verlassen, das wir wie die Luft zum Atmen empfangen. Christen m\u00fcssen innerlich gest\u00e4rkt werden, damit sie in der geistlichen Freiheit Christi wahrhaft frei sind. Viele Christen freuen sich zum Beispiel dar\u00fcber, dass sie Gebete leiten k\u00f6nnen: nicht um den Platz der Priester einzunehmen, sondern um das gemeinsame Priestertum aller Gl\u00e4ubigen voll auszu\u00fcben..<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eViele Christen freuen sich zum Beispiel dar\u00fcber, dass sie Gebete leiten k\u00f6nnen: nicht um den Platz der Priester einzunehmen, sondern um das gemeinsames Priestertum aller Gl\u00e4ubigen voll auszu\u00fcben\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Dies erm\u00f6glicht es uns auch, im Hinblick auf die Frage der Weihe\u00e4mter deutlicher hervorzuheben, was dem geweihten Dienst \u2013 Bischof, Priester, Diakon \u2013 eigen ist. Das Taufpriestertum, dieses gemeinsame Priestertum, wird als der wahre Kern der Kirche wiederentdeckt. Ich sp\u00fcre, dass es in den letzten zehn Jahren in dieser Frage einen gro\u00dfen Wandel gegeben hat, und das ist vielversprechend.<\/p>\n<p>Das Paradox Frankreichs <\/p>\n<p><b>Wie interpretieren Sie das Paradoxon eines Frankreichs, das als zutiefst s\u00e4kularisiert beschrieben wird, aber gleichzeitig von Religion fasziniert ist, die immer wieder in der \u00f6ffentlichen Debatte auftaucht?<\/b><\/p>\n<p><b>\u00c9ric de Moulins-Beaufort, Erzbischof von Reims:<\/b> Es ist, wie Sie sagen, ein wahrhaft franz\u00f6sisches Paradoxon. Frankreich ist s\u00e4kularisiert, doch was es auszeichnet, ist, dass das moderne Frankreich sich auf ein st\u00e4rkeres Streben nach Autonomie von Gott gegr\u00fcndet hat als die blo\u00dfe S\u00e4kularisierung selbst. Es besteht der spezifische Wunsch, sich au\u00dferhalb Gottes, ja sogar ganz bewusst au\u00dferhalb des Gottes Jesu Christi, zu erschaffen.<\/p>\n<p>Ich glaube, dies ist Teil der Offenbarung des Gottes Israels, die sich auch durch Widerspr\u00fcche manifestiert: Es ist ein historischer Moment, nicht das letzte Wort. Es ist daher nicht verwunderlich, dass dies gro\u00dfes Interesse und Aufmerksamkeit hervorruft. Wir haben es erst k\u00fcrzlich gesehen: Der Tod von Papst Franziskus und die Wahl von Papst Leo haben in Frankreich au\u00dferordentliches Interesse geweckt.<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eDer Tod von Papst Franziskus und die Wahl von Papst Leo haben in Frankreich au\u00dferordentliches Interesse geweckt\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Den Franzosen ist sehr wohl bewusst, dass der christliche Glaube eine Schule der Freiheit ist. Sie verstehen Freiheit spontan als Autonomie und Emanzipation, doch man kann auch erkennen, dass sie in Konsens, Akzeptanz, Gastfreundschaft und einer gewissen Abh\u00e4ngigkeit von Gott, der letztendlich mehr befreit, noch gr\u00f6\u00dfer ist. In Frankreich prallen all diese Aspekte aufeinander: das Bed\u00fcrfnis nach Emanzipation und das Bewusstsein f\u00fcr den Reichtum dessen, was der Glaube an Gott zu bieten hatte und immer noch bieten kann.<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eDen Franzosen ist sehr wohl bewusst, dass der christliche Glaube eine Schule der Freiheit ist. Sie verstehen Freiheit spontan als Autonomie und Emanzipation, doch man kann auch erkennen, dass sie in Konsens, Akzeptanz, Gastfreundschaft und einer gewissen Abh\u00e4ngigkeit von Gott, der letztendlich mehr befreit, noch gr\u00f6\u00dfer ist\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><b>Wie ist das Ph\u00e4nomen der Katechumenen zu bewerten: als Indikator f\u00fcr missionarische Lebendigkeit oder als Zeichen, das mit Vorsicht zu betrachten ist?<\/b><\/p>\n<p><b>\u00c9ric de Moulins-Beaufort, Erzbischof von Reims:<\/b> Ich lese es in erster Linie als ein Geschenk Gottes, als eine Ermutigung. Es ist nicht das Ergebnis besonders erfolgreicher Seelsorge: Wir haben keine Wunderl\u00f6sung gefunden. Ich glaube, diese Katechumenen sind ein Geschenk Gottes, um uns in der pastoralen Erneuerung und der L\u00e4uterung unserer Sichtweise zu best\u00e4rken.<\/p>\n<p>Beim Lesen ihrer Briefe fallen mir zwei Dinge auf. Erstens: Die gro\u00dfe Triebkraft ist die Entdeckung eines neuen Lebensweges in der Begegnung mit Christus: in Frieden, in Offenheit gegen\u00fcber anderen, jenseits von Groll und Wut, in Hoffnung. Nur wenige \u00e4u\u00dfern den Wunsch, \u201edas Frankreich von einst wiederzuentdecken\u201c: Was ich sehe, ist die Entdeckung eines anderen Lebensweges. Manchmal erahnen wir ihn in Menschen, die uns nahestehen, manchmal entdecken wir ihn in einer Pr\u00fcfung oder einer unerwarteten Begegnung.<\/p>\n<p>Das zweite Element ist, dass sie sich sehr selbstverst\u00e4ndlich den theologischen Wortschatz der Heiligen Schrift und der Liturgie aneignen. Sie sprechen von S\u00fcnde nicht als blo\u00dfem moralischen Versagen, sondern als \u201eVerfehlen des Ziels\u201c, als innerer Ablehnung, deren Eitelkeit pl\u00f6tzlich enth\u00fcllt wird, mit Begriffen, die dem heiligen Paulus und der Liturgie entlehnt sind, beispielsweise \u201eSklaverei\u201c. Die Kraft ihrer spirituellen Erfahrung f\u00fchrt sie dazu, die Sprache der fr\u00fchen Christen wiederzuentdecken: einfach und sehr kraftvoll.<\/p>\n<p><b>Wie beeinflussen diese Briefe Ihre eigene Sichtweise auf die Mission und die Verk\u00fcndigung des Evangeliums?<\/b><\/p>\n<p><b>\u00c9ric de Moulins-Beaufort, Erzbischof von Reims:<\/b> Lange Zeit verstand ich unter Mission den Mut, unser \u201eProdukt\u201c Menschen anzubieten, die es nicht kennen und kein Interesse daran haben. Nach und nach begriff ich, dass Mission auch bedeutet, dort gesandt zu sein, wo wir uns befinden, die Last auf sich zu nehmen und vor Gott das Schicksal der gesamten Menschheit zu tragen.<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eNach und nach begriff ich, dass Mission auch bedeutet, dort gesandt zu sein, wo wir uns befinden\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die Wirksamkeit der Mission bemisst sich nicht allein an der Anzahl der Mitglieder in der Kirche. Sie geh\u00f6rt zum Geheimnis des Kreuzes: Wir nehmen die Einheit mit Christus an, um das Schicksal der Menschheit zu tragen, und der Vater antwortet, wie er will. Wir m\u00fcssen uns \u00fcberall, wo wir sind, als Christen verhalten \u2013 mit Hingabe und Wahrhaftigkeit \u2013, im Vertrauen darauf, dass das Werk Gottes, der die Menschheit zur F\u00fclle des Lebens f\u00fchren will, vollendet wird.<\/p>\n<p>Das Motto der Papstreise nach Frankreich <\/p>\n<p>Das Thema der Papstreise lautet \u201eLeben in F\u00fclle\u201c. Dies geschieht durch die Freiheit, auszudr\u00fccken, was die Quelle ist, die uns Leben schenkt, durch das Bed\u00fcrfnis zu erkennen, was Jesus uns gibt \u2013 und was er allein uns geben kann \u2013 und Zeugnis abzulegen von dieser Gabe, die wir in den Sakramenten feiern und zu deren Leben wir in all unseren Begegnungen, auch im gesellschaftlichen Leben, aufgerufen sind.<\/p>\n<p><b>Wie hat sich die in Reims auf den Weg gebrachte missionarische Reform konkret gestaltet, und welche ersten Ergebnisse sind bereits zu verzeichnen?<\/b><\/p>\n<p><b>\u00c9ric de Moulins-Beaufort, Erzbischof von Reims:<\/b> Konkret habe ich dieses Jahr eine Reihe von Pastoralbesuchen begonnen, die ich bisher aufgrund meiner T\u00e4tigkeit in der Bischofskonferenz und der damit verbundenen h\u00e4ufigen Abwesenheit von der Di\u00f6zese nicht umfassend durchf\u00fchren konnte.<\/p>\n<p>Ich habe begonnen, Zeit in den verschiedenen Missionseinheiten zu verbringen: Zwei der elf habe ich bereits besucht, und ich bin noch lange nicht fertig, werde die Besuche aber im n\u00e4chsten Jahr intensivieren. Wir m\u00f6chten auch den synodalen Prozess nutzen, zu dem wir eingeladen sind, um unsere Erfahrungen auszudr\u00fccken, zu formulieren und zu evaluieren.<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eWir m\u00f6chten auch den synodalen Prozess nutzen, zu dem wir eingeladen sind, um unsere Erfahrungen auszudr\u00fccken, zu formulieren und zu evaluieren\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Wir freuen uns sehr, dass die Saint-Martin-Gemeinschaft zugestimmt hat, eine neue Missionseinheit zu \u00fcbernehmen, die aus einem zu gro\u00dfen Gebiet entstanden ist, und eigens zu kommen, um die tiefgreifenden Intuitionen unseres Pastoralprojekts zu erfahren. Dies wird unser Projekt neu beleben. Insgesamt denke ich, dass sich die grundlegenden Visionen best\u00e4tigt haben. Sie erm\u00f6glichen es uns, nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig von der Gr\u00f6\u00dfe des Gebiets und der geringen Priesterzahl im Vergleich zu unserem Wirkungsfeld belastet zu werden. Offenbar sind unsere Kr\u00e4fte schw\u00e4cher, als wir angenommen hatten: Die Zahl der Priester und Diakone ist geringer als die, mit der wir gerechnet hatten, auch im Hinblick auf die Ziele, die wir uns selbst gesetzt hatten.<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eDie Zahl der Priester und Diakone ist geringer als die, mit der wir gerechnet hatten, auch im Hinblick auf die Ziele, die wir uns selbst gesetzt hatten\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><b>Wie haben Sie in Reims sichergestellt, dass die vor sechs Jahren begonnene missionarische Transformation nicht auf eine einfache Strukturreform reduziert wurde? Und welche Fr\u00fcchte sehen Sie?<\/b><\/p>\n<p><b>\u00c9ric de Moulins-Beaufort, Erzbischof von Reims:<\/b> Die Versuchung zu glauben, dass sich Dinge durch Strukturreformen, Managementtechniken oder Kommunikationsstrategien verbessern lassen, ist ein weit verbreitetes menschliches Problem. Konkrete Erfolge sind notwendig, doch wir wollten die drei Aufgaben des Priesters neu ordnen: Lehre, Heiligung und Leitung.<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eDie Versuchung, zu glauben, dass sich Dinge durch Strukturreformen, Managementtechniken oder Kommunikationsstrategien verbessern lassen, ist ein weit verbreitetes menschliches Problem\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Allzu oft wird viel Zeit mit Leitung \u2013 also Verwaltung \u2013 verbracht, die Heiligung erfolgt dann durch die Feier der Sakramente, und die Verk\u00fcndigung geschieht oft nur, \u201ewenn Zeit daf\u00fcr bleibt\u201c. Nun ist die theologische Reihenfolge umgekehrt: zuerst ein Wort der Verhei\u00dfung, des Lebens, der Befreiung, des Trostes; dann die Heiligung; schlie\u00dflich die Leitung. Leitung besteht nicht in Verwaltung oder Anweisung, sondern darin, Christen zu unterst\u00fctzen, damit sie Gottes Weg besser gehen k\u00f6nnen. Wir m\u00fcssen unsere Finanz- und Organisationsstruktur weiter optimieren, um offener f\u00fcr das Wort, die Sakramente und die Begegnungen zu sein, in denen wir gemeinsam wachsen.<\/p>\n<p>\u00a0 <\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eLeitung besteht nicht in Verwaltung oder Anweisung, sondern darin, Christen zu unterst\u00fctzen, damit sie Gottes Weg besser gehen k\u00f6nnen\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Genaues Programm der Reise von Leo XIV. nach Frankreich noch unbekannt <\/p>\n<p>Das katholische Kirchenoberhaupt reist vom 25. bis 28. September nach Frankreich. Papst Leo XIV. ist von Pr\u00e4sident Emmanuel Macron, den kirchlichen Verantwortlichen des Landes sowie von UNESCO-Generalsekret\u00e4rin Audrey Azoulay eingeladen worden. Er wird laut bisher vom Vatikan best\u00e4tigten Informationen u. a. in Paris den Hauptsitz der UNESCO besuchen. Die UNESCO ist die Kulturorganisation der Vereinten Nationen. Das genaue Programm wurde noch nicht \u00f6ffentlich vom Vatikan bekannt gegeben.<\/p>\n<p>Als letzter Papst hat Franziskus im Dezember 2024 franz\u00f6sischen Boden besucht. Als erstes Oberhaupt der r\u00f6misch-katholischen Kirche \u00fcberhaupt hatte Papst Franziskus die franz\u00f6sische Mittelmeerinsel Korsika besucht. Er nahm zuvor im September 2023 an dem Mittelmeer-Treffen in Marseille teil. 2014 war Franziskus ebenfalls in Frankreich, um vor den europ\u00e4ischen Institutionen in Stra\u00dfburg Ansprachen zu halten. Papst Benedikt XVI. stattete 2008 Paris einen Besuch ab; dabei hielt er eine Messfeier vor dem Invalidendom.<\/p>\n<p>(fides\/vatican news &#8211; sst)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00c9ric de Moulins-Beaufort, Erzbischof von Reims, blickt im Interview mit dem vatikanischen Pressedienst Fides voraus auf den Besuch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1148956,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3974],"tags":[38974,331,332,140844,548,663,3934,3980,156,15054,13,2134,6590,1920,14,15,12],"class_list":["post-1148955","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-frankreich","tag-papst-leo-xiv","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-apostolische-reise","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-france","tag-frankreich","tag-glaube","tag-headlines","tag-interview","tag-katholische-kirche","tag-missbrauch","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116877876677238861","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1148955","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1148955"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1148955\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1148956"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1148955"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1148955"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1148955"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}