{"id":1149438,"date":"2026-07-07T13:41:16","date_gmt":"2026-07-07T13:41:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1149438\/"},"modified":"2026-07-07T13:41:16","modified_gmt":"2026-07-07T13:41:16","slug":"duesseldorf-stele-erinnert-an-historische-muehle-in-garath","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1149438\/","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf: Stele erinnert an historische M\u00fchle in Garath"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das einzige Foto, das Hans-Hermann Dirxen, Leiter des Heimatarchivs Benrath, von der alten, historischen M\u00fchle in Garath gefunden hat, war das von 1955 in einer kopierten alten Schulchronik der fr\u00fcheren Garather Fritz-Henkel-Hauptschule, die sich noch im Stadtarchiv befindet. Die Abbildung war jedoch so verpixelt, dass man vieles darin h\u00e4tte erkennen k\u00f6nnen, aber nicht, dass das Motiv die Garather M\u00fchle zeigt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dirxen schickte es einmal durch die KI, und das von der K\u00fcnstlichen Intelligenz ausgeworfene Ergebnis l\u00e4sst nicht nur ihn staunen: Denn dieses sieht aus wie die M\u00fchle, die J\u00fcrgen D\u00fchring noch aus seiner Kindheit kennt. Damals, Anfang der 1960er-Jahre, arbeiteten seine Eltern im benachbarten Schlosshof und er spielte gerne in dem verfallenen Geb\u00e4ude, von dem nicht mehr viel \u00fcbrig geblieben ist. Oder sie spielten Eishockey auf dem gefrorenen aufgestauten Teich, den man einst f\u00fcr die M\u00fchle und die f\u00fcr ihren Betrieb ben\u00f6tigte Wasserkraft angelegt hatte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Weil D\u00fchring und seine Freunde damals versuchten \u2013 \u00fcbrigens vergeblich \u2013 eine Fensterscheibe der M\u00fchle einzuschmei\u00dfen, gab es anschlie\u00dfend zu Hause Senge von seinem Vater, das erste und einzige Mal in seinem Leben. So hat die M\u00fchle einen bleibenden Eindruck bei dem Garather hinterlassen. Ein Anwohner hatte die Jungs damals verpfiffen, berichtete D\u00fchring bei der Enth\u00fcllung einer Stele am Dienstagvormittag als Erinnerungsort f\u00fcr dieses besondere St\u00fcck Garather Historie, die bis ins Jahr 1597 zur\u00fcckreicht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auf den beiden Seiten der Stele ist die wechselvolle Geschichte der M\u00fchle samt des KI-generierten Farbbildes aufgebracht: 1597 lie\u00df Bernhard von Velbr\u00fcck die Garather M\u00fchle erbauen. Die Getreidem\u00fchle wurde mit Wasser betrieben und lag an einem aufgestauten Becken des M\u00fchlenbachs. Aus dem 18. Jahrhundert stammende Abgabenlisten belegen, dass die M\u00fchle auch noch zu jener Zeit bewirtschaftet wurde. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie von Landwirt Paul Poensgen in ein S\u00e4gewerk mit Schreinerei umgebaut. In den 1960er-Jahren schloss das S\u00e4gewerk, und ein Teil der Geb\u00e4ude wurde abgerissen, der Rest rottete vor sich hin. Das Gel\u00e4nde, auf dem die Ruine steht, befindet sich im Privatbesitz.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bislang stand im Garather Schlosspark, an dessen Rand die M\u00fchlenruine liegt, ein gr\u00fcnes, versteckt aufgestelltes Schild, das auf die M\u00fchle verweist. Doch bislang erfuhren die Spazierg\u00e4nger dar\u00fcber hinaus nicht mehr \u00fcber die Geschichte. Genau das hatte Anwohner Werner Wille \u00e4ndern wollen, der seit 35 Jahren in Garath lebt. Auch seine Kinder h\u00e4tten damals in der Ruine gespielt, erz\u00e4hlte er bei der Veranstaltung.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Aber ihn interessierten nicht nur die Steine, sondern auch die Geschichten, die sich hinter den Mauern der M\u00fchle abgespielt haben. Er findet es wichtig, dass die Menschen vor Ort erfahren, dass Garath mehr ist als ein in den 1960er-Jahren am Rei\u00dfbrett entstandener Stadtteil im s\u00fcdlichsten Zipfel der Stadt D\u00fcsseldorf. Deswegen betrat Wille vor gut einem Jahr das B\u00fcro des Garather Stadtteilteams, das in der S-Bahnunterf\u00fchrung liegt, und fand dort in Quartiersmanager Max Bilov jemanden, der mit ihm das Projekt \u201eErinnerungsstele f\u00fcr die Garather M\u00fchle\u201c voranbrachte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mit Hans-Hermann Dirxen kam dann noch jemand hinzu, der wusste, wo man nach historischem Material suchen m\u00fcsste. Bilov hingegen wusste, wie man an die finanziellen Mittel zur Umsetzung kommt. Denn f\u00fcr solche Ma\u00dfnahmen gibt es den Verf\u00fcgungsfonds aus Garath 2.0. Ein Beirat, in dem auch B\u00fcrger sitzen, kann dann bestimmen, wohin F\u00f6rdermittel gehen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">J\u00fcrgen D\u00fchring ist mit der Stele vollauf zufrieden. Denn seine Verbindung zum Garather Schlosspark und dessen historischen Bauten ist nach wie vor eng. Kein Wunder, heiratete er doch vor 41 Jahren in der Kapelle von Schloss Garath. Und auf die schaut man, wenn man vor der Stele f\u00fcr die M\u00fchle steht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das einzige Foto, das Hans-Hermann Dirxen, Leiter des Heimatarchivs Benrath, von der alten, historischen M\u00fchle in Garath gefunden&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1149439,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1831],"tags":[12181,3364,29,3405,7852,30,16599,1209,12179],"class_list":["post-1149438","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-duesseldorf","tag-andrea","tag-de","tag-deutschland","tag-duesseldorf","tag-garath","tag-germany","tag-historie","tag-nordrhein-westfalen","tag-roehrig"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116878985612989670","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1149438","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1149438"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1149438\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1149439"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1149438"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1149438"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1149438"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}