{"id":1150239,"date":"2026-07-07T21:12:17","date_gmt":"2026-07-07T21:12:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1150239\/"},"modified":"2026-07-07T21:12:17","modified_gmt":"2026-07-07T21:12:17","slug":"nur-noch-zwoelf-monate-elterngeld-und-was-sich-noch-aendern-soll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1150239\/","title":{"rendered":"Nur noch zw\u00f6lf Monate Elterngeld \u2013 und was sich noch \u00e4ndern soll"},"content":{"rendered":"<p>Das Elterngeld soll nach einem Gesetzentwurf von Familienministerin Karin Prien (CDU) k\u00fcnftig nur noch zw\u00f6lf statt 14 Monate gezahlt werden \u2013 und auch nur dann, wenn M\u00fctter und V\u00e4ter jeweils mindestens drei Monate berufliche Auszeit nehmen. Zugleich soll der monatliche Mindestbetrag nach dem Vorschlag der Ministerin von 300 auf 330 Euro und der H\u00f6chstbetrag von 1.800 auf 1.900 Euro angehoben werden.<\/p>\n<p>Eine Sprecherin des Familienministeriums best\u00e4tigte der Deutschen Presse-Agentur entsprechende Informationen des Portals &#8222;Politico&#8220;. Der Gesetzentwurf sei aber noch in der Ressortabstimmung.<\/p>\n<p>Minimum drei Monate pro Elternteil, insgesamt zw\u00f6lf<\/p>\n<p>&#8222;Politico&#8220; zitierte aus der Vorlage: &#8222;Drei Monate sind zuk\u00fcnftig f\u00fcr jedes Elternteil reserviert. Sechs weitere Monate k\u00f6nnen zwischen den Eltern flexibel aufgeteilt werden.&#8220; Alleinerziehende k\u00f6nnten bis zu zw\u00f6lf Monate volles Elterngeld erhalten.<\/p>\n<p>Bisher gilt: Es wird bis zu 14 Monate gezahlt, wenn jedes Elternteil mindestens zwei Monate Betreuungszeit \u00fcbernimmt. Die Einkommensgrenze liegt f\u00fcr Geburten ab dem 1. April 2025 bei 175.000 Euro. Im laufenden Jahr plant der Bund rund 7,5 Milliarden Euro f\u00fcr die Leistung ein. Eingef\u00fchrt wurde das Elterngeld 2007, um Paare zum Nachwuchs zu ermutigen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern.<\/p>\n<p>Klausel zum Mutterschutz<\/p>\n<p>Der Gesetzentwurf beinhalte auch eine \u00c4nderung des Mutterschutzgesetzes, hie\u00df es bei &#8222;Politico&#8220; weiter. &#8222;Mit der Neuregelung werden arbeitszeitliche Besch\u00e4ftigungsverbote auf zw\u00f6lf Monate nach der Entbindung eingeschr\u00e4nkt&#8220;, hei\u00dfe es im Gesetzentwurf.\u00a0<\/p>\n<p>Familienministerin Prien muss sparen<\/p>\n<p>Prien soll im n\u00e4chsten Jahr 500 Millionen Euro in ihrem Etat einsparen. Schon vor einigen Wochen hatte sie gesagt, sie wolle die Einkommensgrenze f\u00fcr das Elterngeld nicht antasten und denke dar\u00fcber nach, die Mindest- und H\u00f6chstbetr\u00e4ge f\u00fcr die Zahlung zu erh\u00f6hen. Sie deutete damals bereits an, dass die Leistung k\u00fcrzer gezahlt werden k\u00f6nnte und V\u00e4ter st\u00e4rker herangezogen werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Im Koalitionsvertrag hatten sich Union und SPD darauf geeinigt, das Elterngeld weiterzuentwickeln, &#8222;indem wir mehr Anreize f\u00fcr mehr Partnerschaftlichkeit, insbesondere mehr V\u00e4terbeteiligung in alleiniger Verantwortung setzen&#8220;. <\/p>\n<p>Wie wird sich das auswirken?<\/p>\n<p>Der Deutsche Frauenrat sieht die K\u00fcrzungen im Etat des Familienministeriums kritisch. Dieser werde im kommenden Jahr um\u00a0acht\u00a0Prozent schrumpfen, bis 2029 sogar um bis zu ein F\u00fcnftel, warnt die Vorsitzende Beate von Miquel.\u00a0Gespart werde ausgerechnet bei der beliebtesten familienpolitischen Leistung, dem Elterngeld. &#8222;Die Bundesregierung hat\u00a0jungen Menschen\u00a0im Koalitionsvertrag\u00a0versprochen,\u00a0ihre Familienplanung mit einer verbesserten\u00a0Leistung zu st\u00e4rken&#8220;, erkl\u00e4rte von Miquel. &#8222;Nun soll im n\u00e4chsten Jahr allein hier eine halbe Milliarde eingespart werden.\u00a0M\u00fctter werden diese\u00a0K\u00fcrzungen\u00a0zulasten der eigenen\u00a0Berufst\u00e4tigkeit kompensieren.&#8220;<\/p>\n<p>Auch das Zukunftsforum Familie warnt vor K\u00fcrzungen beim Elterngeld. Stattdessen solle der Mindestbetrag auf 506 Euro angehoben und anschlie\u00dfend &#8222;dynamisiert&#8220; werden, erkl\u00e4rte der Verband. Zudem kam bereits im <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/plaene-zur-kuerzung-des-elterngelds-kritik-aus-der-spd-haelt-an,VKclM6T\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mai Kritik von der SPD. <\/a><\/p>\n<p>Was w\u00fcnschen sich Eltern eigentlich? <\/p>\n<p>In einer 2025 ver\u00f6ffentlichten Umfrage f\u00fcr die Bertelsmann-Stiftung unter 2.500 Menschen sagten 45 Prozent der Frauen und 42 Prozent der M\u00e4nner, sie h\u00e4tten beim Elterngeld eigentlich gerne ein &#8222;egalit\u00e4res Modell&#8220;: Jedes Elternteil solle sieben Monate Elternzeit nehmen \u2013 bezogen auf die bisher g\u00fcltige Gesamtdauer von 14 Monaten Elterngeld. Eine solche Aufteilung war wohl im Familienministerium auch einmal im Gespr\u00e4ch, wurde aber dann doch nicht weiter verfolgt. In der Umfrage unterst\u00fctzten 39 Prozent die bisher \u00fcbliche Aufteilung der Betreuungszeit von zw\u00f6lf Monaten f\u00fcr die Mutter und zwei Monaten f\u00fcr den Vater.\u00a0<\/p>\n<p>Die Autoren der Bertelsmann-Studie kamen zu dem Schluss, dass mehr V\u00e4termonate auch volkswirtschaftlich Sinn erg\u00e4ben. Demnach w\u00e4re zu erwarten, dass Frauen schneller in den Job zur\u00fcckkehren, was den Fachkr\u00e4ftemangel mindern k\u00f6nnte. Die Eltern wurden auch befragt, was ihnen sonst noch in der Kinderphase helfen w\u00fcrde. Die h\u00e4ufigste Antwort: &#8222;Weniger Beh\u00f6rdenkram und eine leichtere Antragstellung.&#8220; Das sagten 44 Prozent. <\/p>\n<p>Mit Informationen von dpa und KNA<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Elterngeld soll nach einem Gesetzentwurf von Familienministerin Karin Prien (CDU) k\u00fcnftig nur noch zw\u00f6lf statt 14 Monate&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1150240,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[2],"tags":[29,633,30,13,30492,55027,14,15,12,10,8,9,11],"class_list":["post-1150239","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-deutschland","tag-deutschland","tag-elterngeld","tag-germany","tag-headlines","tag-karin-prien","tag-mutterschutz","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116880759786827522","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1150239","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1150239"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1150239\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1150240"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1150239"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1150239"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1150239"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}