{"id":1151113,"date":"2026-07-08T06:03:15","date_gmt":"2026-07-08T06:03:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1151113\/"},"modified":"2026-07-08T06:03:15","modified_gmt":"2026-07-08T06:03:15","slug":"buendnis-in-der-krise-zeigt-trump-europa-beim-nato-gipfel-die-rote-karte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1151113\/","title":{"rendered":"B\u00fcndnis in der Krise: Zeigt Trump Europa beim Nato-Gipfel die rote Karte?"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">F\u00fcr die Nato steht heute die zweite gro\u00dfe Bew\u00e4hrungsprobe seit dem Amtsantritt von US-Pr\u00e4sident <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/donald-trump\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> an. Beim Gipfeltreffen in Ankara m\u00fcssen Deutschland und die anderen europ\u00e4ischen Alliierten Trump in einer Arbeitssitzung davon \u00fcberzeugen, dass die Nato f\u00fcr die USA noch immer ein wertvolles B\u00fcndnis ist.\u00a0\n<\/p>\n<p>Aktuelles<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-07\/nato-ausgabenziel-verteidigung-5-prozent-bip-mark-rutte\" data-ct-label=\"Nato: Rutte fordert Pl\u00e4ne zur Umsetzung des 5-Prozent-Ziels von Nato-Staaten\" data-uuid=\"bbebb5f3-46e7-4cbe-b4c3-3fe6b8e8f977\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Nato:<br \/>\n                        Rutte fordert Pl\u00e4ne zur Umsetzung des 5-Prozent-Ziels von Nato-Staaten<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-07\/nato-gipfel-europa-ruestueng-verteidigung-verbuendete-donald-trump\" data-ct-label=\"Nato-Gipfel: Mehr als nur sicherheitspolitische Trittbrettfahrer\" data-uuid=\"2d6a6ff3-a1ff-4436-844f-8e9000f6f309\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Nato-Gipfel:<br \/>\n                        Mehr als nur sicherheitspolitische Trittbrettfahrer<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-07\/nato-verteidigungsausgaben-deutschland-militaer-bund\" data-ct-label=\"Nato-Verteidigungsausgaben: Deutschland meldet der Nato Verteidigungsausgaben in Rekordh\u00f6he\" data-uuid=\"09bb8397-a84b-47dc-b943-c70ed4016a20\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Nato-Verteidigungsausgaben:<br \/>\n                        Deutschland meldet der Nato Verteidigungsausgaben in Rekordh\u00f6he<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Republikaner hatte daran in den vergangenen Monaten Zweifel ge\u00e4u\u00dfert. Dem \u00abTelegraph\u00bb sagte er im Fr\u00fchjahr sogar, es stehe kaum noch zur Debatte, dass die Mitgliedschaft der USA nach dem Ende des Iran-Krieges \u00fcberdacht werden m\u00fcsse.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Wird die schwierige Aufgabe gelingen? Wie beim Gipfel im vergangenen Jahr in Den Haag, als das B\u00fcndnis um eine Verteidigungsausgaben-Quote rang? Nach der Einigung auf einen Text f\u00fcr die geplante Abschlusserkl\u00e4rung gab es bei Nato-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte, Bundeskanzler <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/friedrich-merz\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Friedrich Merz<\/a> und anderen B\u00fcndnispartnern in den vergangenen Tagen Zuversicht, dass ein ganz gro\u00dfes Debakel verhindert werden kann. Ein \u00dcberblick \u00fcber die schwierigen Themen:\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><strong>Der Iran-Krieg und der Frust Trumps<\/strong>\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Wer Hoffnungen hatte, dass sich Trump bei dem Gipfel handzahm gibt, sah sich schon am Er\u00f6ffnungstag get\u00e4uscht. Kurz nach seiner Ankunft in der t\u00fcrkischen Hauptstadt warf er den Alliierten Gro\u00dfbritannien, Italien, Deutschland und Frankreich am Dienstag erneut vor, sie h\u00e4tten die USA im Iran-Krieg h\u00e4ngen lassen. \u00abIch war sehr entt\u00e4uscht von der <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/nato\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nato<\/a>\u00bb, erkl\u00e4rte er am Rande eines Treffens mit Gastgeber Recep Tayyip Erdogan.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ob der Konflikt gel\u00f6st werden kann, ist offen. In der Abschlusserkl\u00e4rung zum Gipfel soll zu dem Thema lediglich festgehalten werden, dass der Iran niemals \u00fcber Atomwaffen verf\u00fcgen d\u00fcrfe. Zudem wird Teheran aufgefordert, die Freiheit der Schifffahrt in der Stra\u00dfe von Hormus uneingeschr\u00e4nkt zu achten.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Nach den neuen n\u00e4chtlichen Angriffen auf Ziele im Iran, mit denen das US-Milit\u00e4r auf Attacken gegen Tanker in der wichtigen Meerenge reagierte, d\u00fcrfte das Thema in Ankara st\u00e4rker in den Vordergrund r\u00fccken.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><strong>Die Lastenteilung<\/strong>\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Amerikaner sehen mittlerweile nicht mehr Russland, sondern China als Hauptherausforderung f\u00fcr ihre eigenen Sicherheitsinteressen. Sie wollen deswegen die Abschreckung im Indopazifik deutlich ausbauen. Weil auch ihre Kapazit\u00e4ten begrenzt sind, verlangen sie von den Europ\u00e4ern, k\u00fcnftig die Hauptverantwortung f\u00fcr die konventionelle Verteidigung ihres Kontinents zu \u00fcbernehmen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Dass sie dazu bereit sind, wollen Merz und Co. beim Gipfel demonstrieren, und dieses Engagement soll auch in der Abschlusserkl\u00e4rung festgehalten werden. In dem abgestimmten Entwurf hei\u00dft es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur: \u00abDie europ\u00e4ischen B\u00fcndnispartner und Kanada \u00fcbernehmen gemeinsam mit den Vereinigten Staaten mehr Verantwortung f\u00fcr die Verteidigung des B\u00fcndnisses.\u00bb Angestrebt wird demnach \u00abein st\u00e4rkeres <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/europa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europa<\/a> in einer st\u00e4rkeren Nato &#8211; ein modernisiertes B\u00fcndnis\u00bb.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Generalsekret\u00e4r <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/mark-rutte\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rutte<\/a> sagte beim Gipfel zum Verh\u00e4ltnis zwischen USA und Europ\u00e4ern: \u00abEs ist nicht nachhaltig, von einem Land mit 350 Millionen Einwohnern, das rund acht Flugstunden von hier entfernt liegt, zu erwarten, Europa gegen Russland zu verteidigen.\u00bb Vor allem nicht, weil in diesem Teil des Nato-Gebiets 600 Millionen Menschen lebten und Europa eine der wohlhabendsten Regionen der Welt sei. Deshalb gehe es jetzt darum, dieses Ungleichgewicht zu korrigieren.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><strong>Die Quote<\/strong>\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Weil Europa nur dann selbstst\u00e4ndiger werden kann, wenn es massiv investiert, wurde im vergangenen Jahr unter dem Druck von Trump beschlossen, sp\u00e4testens ab 2035 j\u00e4hrlich f\u00fcnf Prozent des Bruttoinlandsprodukts f\u00fcr Verteidigung und Sicherheit auszugeben. Davon sollen 3,5 Prozent klassische Verteidigungsausgaben sein, weitere 1,5 Prozent k\u00f6nnen etwa in Infrastruktur flie\u00dfen. In Ankara soll nun \u00fcberpr\u00fcft werden, wie weit die Verb\u00fcndeten bei der Umsetzung sind. Kurz vor dem Gipfel kritisierte Trump unter anderem die deutschen Beitr\u00e4ge f\u00fcr das B\u00fcndnis als \u00abl\u00e4cherlich\u00bb.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><strong>Die Zahlen<\/strong>\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Kann Trump vom Gegenteil \u00fcberzeugt werden? Merz und Rutte haben die Hoffnung, dass das gelingen kann. P\u00fcnktlich zur offiziellen Begr\u00fc\u00dfung der Gipfelteilnehmer ver\u00f6ffentlichte die Nato am Dienstagabend neue Daten zu den Verteidigungsausgaben der B\u00fcndnisstaaten.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Demnach meldete Deutschland in diesem Jahr erneut Verteidigungsausgaben in Rekordh\u00f6he &#8211; unter dem Strich 124,7 Milliarden Euro, was einer Steigerung um 25,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In absoluten Zahlen ist der Anstieg um rund 25,4 Milliarden Euro der h\u00f6chste, der f\u00fcr Deutschland in der j\u00fcngeren Geschichte registriert wurde.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Innerhalb der Nato geben damit nur die USA mehr Geld f\u00fcr Verteidigung aus als die Bundesrepublik. Der Anteil der Verteidigungsausgaben am deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird nach Nato-Berechnungen damit 2,69 Prozent erreichen. Im vergangenen Jahr hatte die Quote noch bei 2,22 Prozent gelegen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><strong>Die Ukraine<\/strong>\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Ukraine soll zum Abschluss des Gipfels ein neues Versprechen f\u00fcr milliardenschwere Milit\u00e4rhilfen erhalten, um ihren Abwehrkampf gegen Russland fortzusetzen. Vorgesehen ist laut dem Text f\u00fcr die Abschlusserkl\u00e4rung, f\u00fcr dieses und n\u00e4chstes Jahr eine Mindestfinanzierung von je 70 Milliarden Euro f\u00fcr milit\u00e4rische Ausr\u00fcstung, Unterst\u00fctzung und Ausbildung bereitzustellen. Insgesamt w\u00e4ren das 140 Milliarden Euro.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ein EU-Hilfspaket von rund 60 Milliarden Euro bis Ende 2027 soll allerdings dabei mitgerechnet werden. Damit blieben etwa 80 Milliarden Euro, die Nato-Staaten national stemmen m\u00fcssten.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Kanzler Merz sagte zu der geplanten Zusage: \u00abDem Kreml d\u00fcrfte langsam klar sein, dass sich Russland in diesem Krieg nicht durchsetzen und seine Kriegsziele nicht erreichen wird.\u00bb Der Gipfel in Ankara k\u00f6nne ein Einschnitt in diesem Krieg markieren.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260708-930-350344\/2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr die Nato steht heute die zweite gro\u00dfe Bew\u00e4hrungsprobe seit dem Amtsantritt von US-Pr\u00e4sident Donald Trump an. 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